Backpacking Trip

Back to School - Sydney

Dieser Artikel wurde am 30. Oktober 2008 in Australien geschrieben.

Gleich am ersten richtigen Schultag komme ich zu spät. Der Bus braucht halt wirklich seine 50 Minuten. Mein Versuch im Bus zu lesen endete nach keinen fünf Minuten damit, dass mir ganz schlecht wurde. Ich konnte noch nie im Auto oder Bus lesen, immer das gleiche Problem. Also muss ich mir noch ein paar Hörspiele besorgen.

Die Klasse ist super. Wir sind 10 Schüler und haben eine tolle Lehrerin. Es gibt nur ein Mädel aus Deutschland und sonst sind wir bunt gemischt (Brasilien, Spanien, Japan, Kolumbien,…). Mir hat der Unterricht noch nie soviel Spaß gemacht. Alles ist aktiv, man muss quasi in einer Tour reden und es wird viel gelacht. Das komplette Gegenteil von den typisch deutschen Englischunterricht. Die Zeit verfliegt einfach nur so. Meine Klasse:



Jeden Tag habe ich von 8.30 bis 12.00 Uhr Unterricht. Dann gibt es eine Stunde Mittagspause, bevor es zweimal die Woche noch mit einem Spezialfach weitergeht. Hier werde ich mich für Business Englisch anmelden. Die restlichen drei Nachmittage sind dafür gedacht, im Computerraum quasi Hausaufgaben zu erledigen. Jeden Montag bekommt jeder Schüler neue Aufgaben (Grammatik, Lesen, Hören, Videos,…), die man im Intranet abrufen kann. Zwar ist das Erledigen dieser Aufgaben freiwillig, jedoch macht es schon Sinn, hier nicht nur am Strand zu liegen ;-)

Übrigens regnet es hier schon seit 2 Tagen leicht und ich musste mir erstmal eine Jeans kaufen, denn auf solch ein Wetter war ich nicht gerade eingestellt. Somit muss ich den Strand sowieso noch ein paar Tage nach hinten schieben…

Am Abend zog ich mit Maciek (dem Polen) und seiner Freundin zur ersten Studi-Party. $5 Dollar Eintritt (2 Bier inklusive) und jedes weitere Bier $2 (=1 Euro). Für mich als Nicht-Biertrinker nicht unbedingt das Paradies, aber ich muss morgen ja auch zur Schule. Einige Asiaten sehen das scheinbar anders, denn ich komme mir manchmal vor wie auf einer Party von 14-jährigen, die zum ersten Mal Alkohol trinken. Morgen werden manchen Klassen ziemlich leer sein ;-) Die Stimmung ist ansonsten super, die Musik ist relativ alt, aber das soll wohl in Australien normal sein. Um Mitternacht springe ich in den letzten Bus und diesmal braucht er wirklich nur 30 Minuten zurück…

      

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Kategorie: Australien, Sydney

Als I-Männchen in Sydney

Dieser Artikel wurde am 29. Oktober 2008 in Australien geschrieben.

Montag morgen war ich zurück in der bitteren Realität und es hieß erneut „Schulbank drücken“ - und diesmal sogar komplett freiwillig. Relativ pünktlich kam ich um 8.45 zu meiner neuen Schule, der Kaplan Aspect English School. Hier werde ich jetzt für zwei Monate mein Englisch auf den neusten Stand bringen. In einem Englisch-Intensivkurs werde ich mich von nun an täglich mit Rollenspielen, Dialogübungen und Vokabelerweiterung genauso wie mit Aussprache- und Grammatikschulungen auseinander setzen. Oder einfacher ausgedrückt: Den ganzen Tag Englisch lernen ;-)

Mit mir hatten ca. 30 Leute aus der ganzen Welt ihren ersten Schultag. Neben einer Einführungsveranstaltung mussten auch alle einen mündlichen und schriftlichen Test machen, damit man in das passende Niveau eingestuft werden konnte. Mit Bedauern musste ich feststellen, dass viele Deutsche hier herum laufen, die leider gerne auch Deutsch miteinander reden. Auch gibt es viele Asiaten (Korea, Japan,…), deren Englisch meist eine mittlere Katastrophe ist. Ich freunde mich schnell mit einem Polen an und kann mich mit diesem auf einem guten Englisch-Niveau unterhalten. Unsere Schule (rechts, ganzes Gebäude):



Positiv überrascht war ich von der Schule. Alles ist sehr modern, sehr harmonisch und freundlich. Ich fühle mich vom ersten Moment an wohl in der neuen Umgebung. Alles ist sauber, die Klassenräume sind gemütlich und klimatisiert. Für die ca. 550 Schüler gibt es neben einem Computerraum noch ein schönes Cafe mit leckerem Essen und frischen Getränken. Die ganze Schule scheint sehr professionell organisiert zu sein und ist trotzdem sehr persönlich und herzlich.

Problemlos komme ich mit Schülern aus der ganzen Welt in Kontakt. Die meisten sind in meinem Alter +/- 5 Jahre. Nur sehr wenige sind älter als 30. Ich entdecke eines meiner größten Probleme wieder: Ich kann mir keine Namen merken!!! Eigentlich bin ich in der Lage, mir viele Dinge selber beizubringen, doch mit den Namen bekomme ich es einfach nicht hin. Oft habe ich schon nach Sekunden den Namen vergessen. Nur wenn ich schon eine Person mit dem selben Namen kennen, kann ich eine Verknüpfung erstellen. Leider haben die meisten jedoch Namen, die ich noch nie im Leben gehört habe…

Gegen Nachmittag ist die Einführung vorbei und wir haben frei. Mit mehreren Leuten geht es los, die nähere Umgebung zu erkunden und zu schauen, wo wir überhaupt sind ;-)

      

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Kategorie: Australien, Sydney

Ich erkunde Sydney

Dieser Artikel wurde am 27. Oktober 2008 in Australien geschrieben.

Sonntags heißt es lange ausschlafen. Frühstück gibt es „erst“ um 8.00 Uhr. Und bitte pünktlich! Ebuzer – mein türkischer Mitbewohner – hat für den heutigen Tag noch keine Pläne und wird mir ein wenig die Stadt zeigen.

Der Bus braucht 40-60 Minuten in die Stadt (auch wenn meine Gasteltern weiter fest behaupten, er würde es in 25-30 Minuten schaffen). Somit werde ich ab jetzt jeden Tag knapp 2 Stunden totale Langeweile haben. Überlege schon, mir ein Fahrrad zu kaufen. Aber dafür sollte es bald (jedenfalls auf dem Rückweg) doch zu warm sein. Ein Auto ist auch keine wirkliche Alternative, da die Schule mitten in Sydney ist (super Lage) und wie in jeder Großstadt Parkplätze Mangelware sind.

Von der Schule geht es weiter zum Hafen und wir machen eine Tour mit der Fähre. Ich sehe zum ersten Mal die Sydney Harbour Bridge und das weltbekannte Opernhaus.



Die Skyline von Sydney wirkt vom Wasser aus ganz schön gewaltig. Dank der Sonne und ca. 25 Grad lässt es sich super aushalten. Nach der hohen Luftfeuchtigkeit in Asien tut dieses Klima richtig gut.



In der Watson Bay steigen wir aus und spazieren über eine große Wiese, die voll mit Familien ist, die Barbecues veranstalten. Vom Gap Park haben wir einen super Ausblick über die Klippen und das weite Meer.



Zum Mittagessen sind wir in Bondi Beach, dem wohl bekanntesten Strand in Sydney. Wir liegen in der Sonne und schauen den Surfern zu.



Eigentlich wollten wir noch ins Wasser springen. Doch leider schieben sich einige Wolken vor die Sonne und durch den Wind wird es uns doch etwas zu kalt dafür. Bin ja zum Glück noch ein paar Tage hier…

      

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Kategorie: Sydney

Gasteltern aus Bielefeld

Dieser Artikel wurde am 26. Oktober 2008 in Australien geschrieben.

Der A380 ist riesig. Man hat ordentlich Beinfreiheit und alles wirkt deutlich hochwertiger. Die Qualität passt. Das Personal ist super hübsch, das Essen wird mit Menükarten präsentiert (schmeckt leider trotzdem nicht viel besser). Jeder hat sein eigenes Entertainment-System mit über 100 Filmen und Serien,… Der Flug war sehr sanft und ruhig. Oft merkte man nicht, dass man noch am Fliegen ist. Trotzdem wurden mir auch hier die Sitze auf Dauer zu unbequem und ich fand wieder sehr wenig Schlaf. Nächstes mal sollte ich eine Suite testen ;-)

Vom Flughafen ging es dann mit dem Bus weiter. Einmal umsteigen und daraufhin noch 5 Minuten zu Fuß. Ich war angekommen. Eine ruhige Vorstadt von Sydney (Hillsdale - klicken für Map) mit kleinen Mehrfamilienhäusern und Einfamilienhäusern. Keine 5 Minuten zu Restaurants und Geschäften, 15 Minuten zur nächsten großen Mall und das Beste: 10 Minuten zum mega coolen Surfer-Strand!

Meine Gasteltern sind deutlich über 60. Nach einem kurzen „Hallo“ kommen wir schnell ins Gespräch und es stellt sich raus, dass beide perfekt Deutsch können. Sie haben fast 30 Jahre in Deutschland verbracht, davon die meiste Zeit in Bielefeld. Und sie hatten sogar Freunde in Löhne – so klein ist die Welt.

Es ist halt nur blöd, dass die beiden miteinander Deutsch reden (jedenfalls bisher). Noch blöder: Dadurch das beide sehr lange in Deutschland gelebt haben, ist das Englisch halt wie von einem typischen Deutschen – mit diesem unverkennbaren Akzent. Genauso, wie ich es mir eigentlich vorgenommen habe hier abzugewöhnen. Immer wieder fallen den beiden auch die englisch Wörter nicht ein und im englischen Satz taucht plötzlich (wahrscheinlich unbewusst) ein deutsche Wort auf. Für mich OK, denn ich verstehe den Sinn. Für meinen Mitbewohner sollte das doch oft ziemlich konfus sein.

Und natürlich typisch Deutsch: Es gibt Regeln. Und zwar Regeln für Alles. Das Handtuch muss genau da hängen. Hier darfst du sitzen. Duschen darfst du nur Abends. Und nicht länger als 5 Minuten. Natürlich musst du dafür die Matte in die Dusche legen und blablabla… (Nur) Sonntags gibt es ein Ei. Nach dem Benutzen des Waschbeckens muss dieses jedes mal sauber gewischt werden. Bett muss so und so gemacht werden. Die Servierte muss nach dem Benutzen wieder gefaltet werden. Und das sind natürlich nur ein paar Regeln. Alles wird auch kontrolliert. Nach dem Duschen wird das Bad untersucht,… Komme mir irgendwie vor wie im Knast.

Die beiden machen das schon seit Jahren. Haben durchgehend 2-3 Schüler bei sich wohnen. Immer – ohne Pause. Für die ist das schon ein Business. Quasi Massenabfertigung. Klar, dass man einem 13-jährigen Jungen noch viele Regeln setzen muss. Aber hallo, ich bin doppelt so alt! Habe hier auch eine kleine „Bibel“ liegen, was ich darf uns was nicht. Am Besten gefällt mir folgendes: „The wash basin is for washing your hands and cleaning your teeth and face. Australians wash in the bath or shower and do not stand outside it to splash water over them.“

Und noch besser: “Never stand on the toilet seat.” ;-)

Mit mir wohnt hier noch für eine Woche ein Türke. Hoffe, dass ich mit dem morgen mal ohne die „Eltern“ ins Gespräch komme. Schließlich ist er schon 3 Wochen hier. Anschließend wird er gegen einen Brasilianer ersetzt und der wieder gegen einen Portugiesen. Das wir bestimmt noch sehr interessant.

      

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Kategorie: Australien

Last day in Asia

Dieser Artikel wurde am 25. Oktober 2008 in Malaysia geschrieben.

Die Nacht im Zug war so wackelig, dass ich wieder kaum ein Auge zu bekommen habe. Als ich dann vor Müdigkeit endlich am frühen Morgen eingeschlafen bin, wurde ich unsanft vom Grenzpersonal geweckt. Alle mussten mit Gepäck aus dem Zug und durch die Immigartion. In der Zwischenzeit wurde der Zug mit Hunden durchsucht.

In Singapur erwartete mich der gleiche Regen, den ich gestern in Kuala Lumpur gehofft habe zurück zu lassen. Den Singapur Zoo konnte ich also knicken. Auch die Fahrt mit dem größten Riesenrad der Welt wollte ich bei solch einem Wetter nicht antreten. Also was dann?

Shoppen ;-) Da ich keinen Platz im Rucksack habe, wurde daraus eher Window-Shopping. Bin durch ein paar Malls geschlürft und musste feststellen, dass das Shopping-Verhalten doch weltweit gleich ist. Frauen kaufen Schuhe und Männer Elektronik ;-) Ein Blick nach draußen verriet mir, dass das Wetter nicht besser geworden ist. Also was machen? Kino: Max Payne – Ihr glaubt gar nicht, was gegen 14 Uhr in einem Kino los sein kann. Dazu kommt noch, dass hier alle 100m große Malls sind, die alle eigene Kinos haben - und zwar richtig große - schon erstaunlich.

Um 20.30 Uhr geht mein Flieger. Ich fahre früh genug zum Flughafen und relaxe einfach etwas im neuen Terminal 3 vom Changi Airport



Gleich geht es los: Der A380 wartet nur auf mich ;-) Juhu!

      

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Kategorie: Malaysia

Abzocke in Kuala Lumpur

Dieser Artikel wurde am 25. Oktober 2008 in Malaysia geschrieben.

13Km von Kuala Lumpur entfernt liegt der Batu Cave. 272 steile Treppenstufen muss man erklimmen, bevor man einen Blick in die riesige Höhle bekommen kann. Alljährlich Ende Januar oder Anfang Februar wird der Batu Cave zum Angelpunkt des hinduistischen Thaipusam-Festes mit seinen teilweise masochistisch anmutenden Riten (Speere durchs Gesicht, Haken im Körper,..).



Da mir die Füße noch von den Vortagen schmerzten, nahm ich ein Taxi direkt vom Hostel für 20RM. Der Anblick war echt gewaltig. Etwas überrascht war ich von lauter Affen, die auf dem Platz unten sowie auf den Treppen herum kletterten und hofften, von Besuchern gefüttert zu werden. Manchem Affen dauerte das zu lange und so musste man gut aufpassen, dass einem nicht plötzlich ein Affe am Rucksack hängt.



Der Batu Cave hat gewaltige Ausmaße. Da bleibt einem nur das Staunen.



Da alles mit dem Taxi auf dem Hinweg so gut geklappt hat, entschied ich mich erneut für diese Variante. Also rein und los. Ich wollte zum Lake Titiwangsa und von dort einen Blick auf Kuala Lumpur genießen. Das Taxi fuhr los, stand an der Ampel, machte einen U-Turn und als mein Blick auf das Taxi-Meter ging, war ich überrascht: Keine 2 Minuten und schon bei 18RM. Und bei der Fahrt lief es immer schneller weiter.

Klar, hier will einer schnelles Geld mit dummen Touristen machen. Aber nicht mit mir. Eine lange Diskussion endete damit, dass ich ihm anbot, an einer Telefonzelle zu halten, damit ich seinen Chef anrufen kann, um den Preis zu verifizieren. Der Gedanke gefiel dem unfreundlichen Fahrer wohl nicht, denn plötzlich machte er den Apparat aus und sagte, dass er jetzt für einen Festpreis fahren würde.

Ich wollte eigentlich nur aussteigen, denn der Festpreis sollte bei 120RM liegen (6-fache meiner Hinfahrt). Doch er fuhr weiter und missachtete mich und mein Gerede. Plötzlich schlug er sogar (dann wieder ganz freundlich) vor, mir noch vorher eine tolle Moschee zu zeigen. Erst nachdem ich ca. 20 mal deutlich gesagt habe, dass ich da nicht hin will, hat er von dem Gedanken abgesehen. Keine Lust, dass da 20 seiner Brüder warten…

Irgendwie wurde mir das zu bunt. Am See angekommen knallte ich ihm 40RM (immerhin das Doppelte des „echten“ Preises) auf die Armlehne und wollte aussteigen. Doch er verschloss die Türen. Ich begann hinten das Fenster runter zu kurbeln (ja sowas gibt es hier noch) und wollte daraus aussteigen. Er merkte das und wollte anfahren. Dafür musste er seinen Finger von dem Verriegelungsknopf nehmen und ich konnte die Tür öffnen und aus dem Taxi entweichen.

Der möchtegern Bruce Lee drehte fast durch und sprang aus dem Auto und wollte auf mich los gehen. Zu seinem (oder auch meinem) Glück beließ er es nur bei wilden Beschimpfungen und fasste mich nicht an. Action pur in Kuala Lumpur ;-)

Noch mehr Action gönnte ich mir daraufhin im Kino. Draußen war es wieder stark am regnen und mir schmerzten die Füße. Bangkok Dangerous reizte mich besonders, da ich gerade noch vor kurzem genau dort gewesen bin. Ich bezahlte den Premium-Aufschlag und erhoffte mir tolle Sitze in einem Kino mit einer riesigen Leinwand, doch falsch geraten. Ich wurde in ein eigenes Kino geführt, in dem es nur 20 Plätze gab. Hier hat man richtig fette Liegesitze, kann Essen ordern,… Luxus pur! Das mega Kino ist übrigens in einer 10-stöckigen Mall. Und für alle, die keine Lust auf Shoppen habe, können u.a. auch einfach ein wenig mit der Achterbahn fahren…



Um 21.00 Uhr ging es daraufhin mit dem Nachtzug Richtung Singapur. Bye Bye Kuala Lumpur.

      

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Kategorie: Malaysia

Kuala Lumpur bei Nacht

Dieser Artikel wurde am 24. Oktober 2008 in Malaysia geschrieben.

 Natürlich wollte ich mir auch Kuala Lumpur bei Nacht anschauen. Ich fuhr auf den 421m hohen Menara KL Tower (Fernsehturm) und konnte dort aus dem 88. Stock über die ganze Stadt blicken.



Wow. Was für eine Aussicht.


Auf dem Rückweg kam ich erneut durch China Town. Das hat sich gegenüber heute Morgen ganz schön verändert. Brechend voll mit Leuten. Überall Stände mit gefälschten Waren. Natürlich schaute ich mir das näher an. Erstaunt über die gute Qualität ärgerte ich mich doch etwas, das mein Rucksack voll ist ;-) Von Rolex Uhren über Nike Schuhe bis zum Lacoste Poloshirt gibt es hier alles, was es halt auf so Märkten gibt. Aber die Preise haben mich umgehauen. Das Lacoste Poloshirt kostet umgerechnet keine 4 Euro! Da weiß man, was man in Deutschland bei eBay kauft – alles original ;-)

      

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Kategorie: Malaysia

Kuala Lumpur

Dieser Artikel wurde am 24. Oktober 2008 in Malaysia geschrieben.

 Mit 2 Stunden Verspätung kommt der Zug morgens um 9.30 Uhr in Kuala Lumpur an. Ich fahre mit der S-Bahn nach China Town und suche mir ein billiges Hostel. Schnell geht es weiter Richtung Petronas Tower. Hier kann man sich auf die Brücke zwischen den Türmen befördern lassen (höher darf man nicht). Jedoch braucht man hierfür ein Ticket und diese sind jeden Tag schnell vergeben. Ich bekomme noch eins, jedoch erst für 17.30 Uhr. Also schaue ich mir die Türme erstmal aus der näheren Umgebung an.

Draußen werde ich von einem sehr freundlichen Mann angesprochen. Seine Tochter wäre gerade auch in Deutschland und blablabla. Jedoch müsste er bald nach Deutschland fliegen und stellte mir einige Fragen (z.B. ob man da mit Kreditkarte zahlen kann und auch mit meiner, die ich mit habe!?) Daraufhin erzählte er mir, dass seine Tochter sich nicht mehr melden würde und deshalb müsste er fliegen. OK, komische Story. Bisher ist er aber sehr nett und ich warte mal ab. Nun wird es interessant: Angeblich hat er einen Brief zu hause, von der Firma, für die seine Tochter arbeitet. Jedoch in Deutsch. Ich sollte doch bitte mitkommen und den übersetzen. Nennt mich misstrauisch, aber no way. Ich wollte dem Vogel meine Email Adresse geben, er sollte mir den Brief abtippen und ich würde ihn übersetzen (bin ja nett). Aber nein, ich sollte doch mitkommen. Bin ich aber nicht.

Später im Cafe erzählte ich die Story nem Holländer. Diesem ist etwas ähnliches passiert. Man kommt in eine Familie, bekommt Essen und alle sind super nett. Es gibt natürlich (zur Feier des Tages) eine Menge Alkohol. Und dann werden irgendwann die Spielkarten hervorgeholt und es wird gezockt. Zu Beginn gewinnt man natürlich noch ;-) Er hat dort richtig Geld verloren und als er weg wollte, wurde er „freundlich“ drauf hingewiesen, dass das gegen die Gastfreundschaft verstoße… Gut das ich nicht drauf reingefallen bin!

Kuala Lumpur gefällt mir deutlich besser als Singapur. Irgendwie auch besser als Bangkok, obwohl die beiden so unterschiedlich sind, dass man sie nicht wirklich vergleichen kann. Ist halt schon europäisches Niveau hier. Ich schaute mir verschiedene Stadtviertel an und gelangte schließlich zu einem kleinen Dschungel mitten im in der Stadt. Dieser umgibt den Fernsehturm, den höchsten für Touristen zu erreichenden Punkt der Stadt. Aufgrund des relativ teuren Preises werde ich hier erst Abends hoch fahren.

Nach einem Spaziergang durch die Shopping Malls ging es zu den Petronas Tower. Doch das Wetter war nicht auf meiner Seite. Es regnete in Strömen und die Aussicht war dadurch nicht so spannend.

      

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Kategorie: Malaysia

Verloren im Dschungel - Taman Negara

Dieser Artikel wurde am 22. Oktober 2008 in Malaysia geschrieben.

Wie ihr ja wisst, habe ich 2 ganze Tage mit „im Bus sitzen“ verloren. Dadurch werde ich einen Tag in Singapur streichen (nicht so schlimm) und einen Tag in Taman Negara. Das ist leider schon etwas traurig, da ich dadurch keine zweitägige Dschungeltour machen kann. Hätte so gerne mal mitten im Dschungel geschlafen. Naja, irgendwann mal…

Mir blieb also noch ein ganzer Tag in Taman Negara Nationalpark, bevor es gegen 19.00 Uhr zurück geht. Was also machen? Rucksack packen (4 Liter Wasser) und los. Meine Tour war zuerst noch relativ einfach. Umso weiter ich jedoch vom Headquarter weg kam, desto weniger Menschen traf ich und der Pfad wurde immer schmaler. Ein kleiner Abstecher brachte mich auf den 563m hohen Bukit Indah, von dem ich einen schönen Blick über den Park hatte. Um hierher zu kommen, musste man jedoch an einige Felsen hoch klettern (Seile zum festhalten waren vorhanden) und da kommt man bei der Luftfeuchtigkeit ordentlich ins Schwitzen.



Weiter führte mich der Weg am Fluss entlang Richtung Kuala Trenggan. Mein Ziel sollte ein kleines Dorf sein, von welchem Boote zurück fahren würden. Der 12,5km lange Weg wäre in Deutschland kein Problem. Wenn man sich jedoch vorkommt wie in der Sauna, dann ist das ganze schon ziemlich anstrengend. Und der Weg wurde noch schwieriger: Dauernd musste man Abhänge hinunter klettern, Bäche überqueren und an der anderen Seite wieder hoch. Manchmal waren Seile vorhanden. Manchmal musste man auch mal 10m an den Wurzeln von einem Mammutbaum hinab oder hinauf steigen. Schon aufregend. Jedoch auch ein komisches Gefühl – habe seit 2 Stunden keinen Menschen mehr gesehen. Wenn mir hier was passiert…



Der Wasservorrat wird langsam weniger. Meine Kraft ebenso. Dieses Wetter ist die Hölle. Mein ganzer Körper ist nur noch klitschnass – ebenso die Kleidung. Plötzlich höre ich Stimmen. Vor mir ist ein Pärchen aus Spanien. Beide sehen auch schon aus, als würden sie gleich zusammenbrechen. Da sie noch langsamer sind als ich, ziehe ich an ihnen vorbei. Einen Mann aus Neuseeland „überhole“ ich auch noch. Sonst treffe und höre ich nur Affen, wilde Schweine, Spinnen, Schlangen, Eichhörnchen, viele bunte Vögel und einige nervige Fliegen.



Nach 4 Stunden ist mein Wasser knapp vor Ende. Was noch vor mir liegt, kann ich nicht einschätzen. Einfach weiter laufen… Plötzlich sehe ich etwas komisches – etwas unnatürliches. Beim genaueren hinschauen erkenne ich eine Hängebrücke. Sie sieht aus wie Jahre nicht benutzt. Ich komme mir vor wie Indiana Jones. Bitte lass die Brücke halten ;-) (Mir ist ja bewusst, dass diese Hängebrücke täglich oder wenigstens wöchentlich benutzt wird – aber man kann sich ja viel einbilden.)



Als ich kurz darauf eine Abzweigung erreiche und dort ein Schild vorfinde, beginnt mein Herz zu rasen. Noch 800m und ich habe diese Odyssee überstanden. Juhu. Doch zu früh gefreut. Ich erreichen ein Dorf mit so ca.10 Hütten. Doch alles ist verrammelt. Niemand da. Erneut komme ich mir vor wie Indiana Jones, der eine verlassene Stadt findet :-) Nur wo ist der Goldschatz bzw. für mich das Boot?

12,5km, 5 Stunden und 4 Liter Wasser hat mich der Weg durch den Dschungel gekostet. Und jetzt darf ich wieder zurück laufen? Mich beruhigt gerade nur eines: Die 3 Leute, die ich überholt habe, müssen auch noch kommen. Alleine wäre ich bald durchgedreht. Also ab in den Schatten und relaxen. Nach über 40 Minuten kommen die Spanier und wenig später kämpft sich der Neuseeländer langsam an sein Ziel. Alle schauen ziemlich spärlich aus der Wäsche. Doch ausnahmsweise liegt das Glück auf unserer Seite: Zwei Fischer kommen mit ihrem Langboot vorbei. Natürlich verlangen die beiden einen unverschämten Preis, aber wir hätten alles gezahlt.

Als wenn das alles nicht genug wäre, fing es noch mega stark an zu regnen. Ich verkroch mich unter meinem Regenschirm, doch die Wellen klatschten von den Seiten ins Boot. Wie geduscht erreichten wir nach 20 Minuten Fahrt den Ausgangspunkt.



Total erledigt wollte ich nur noch in trockene Sachen schlüpfen, etwas Essen und daraufhin mit Bus und Nachtzug zurück nach Kuala Lumpur fahren.

      

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Kategorie: Malaysia

40 Meter über dem Boden - Taman Negara

Dieser Artikel wurde am 21. Oktober 2008 in Malaysia geschrieben.

Der „schnellste“ Zug der Welt brachte mich an über Nacht an mein Ziel: Jernatut. (Ein Bus braucht 3 Stunden, der Zug ganze 7!! Dafür kann man schlafen.) Ich komme morgens um 4:30 Uhr an. Zum Glück hat noch ein Hotel in der Nähe vom Bahnhof offen, wo ich mich ins Wireless Lan einlogge und die Zeit bis zum Frühstück im Internet verbringe.

Von hier geht es dann mit dem Bus Richtung Taman Negara. Der Nationalpark erstreckt sich über 4343 Quadratkilometer und ist somit zweimal so groß wie Luxemburg. Um das Visitor Center und die darum liegenden Hostels zu erreichen, fährt man zuerst für ganze 3,5 Stunden mit dem Langboot über einen Fluss.



Hier kam ich mir vor wie ein Held meiner früheren Romane. Tief im Dschungel und im Gebüsch sitzen die Eingeborenen mit Blasrohren, die die bösen Eindringlinge vertreiben wollen :-) Zum Glück war es nicht ganz so schlimm. Statt Eingeborener sah ich nur Affen, die sich entlang der Wasserlinie in den Bäumen entlang hangelten. Ich konnte mich relaxt zurück lehnen und die Natur beobachten. Eine große Herde von Wasserkühen (oder was sind das?) und natürlich viele bunte Vögel, die über unsere Köpfe hinweg flogen.



Um drei Uhr war ich endlich im Park. 20 Minuten später erreichte ich mein erstes Ziel, den Canopy Walk. 40 Meter über dem Boden sind Hängebrücken an dünnen Seilen befestigt. Zwischen den Baumkronen der Mammutbäume kann man auf wackeligen Beinen entlangwandern. Die längste und höchste Anlage weltweit. Zu beginn, so 10-20 Meter über dem Boden war es noch kein Problem. Aber bei 40 Metern und wenn dann noch kein Baum in der Nähe ist, bekommt man ein verdammt komisches Gefühl im Magen. Dazu kommt noch, dass die Brücken sehr stark am wackeln sind. Wieder richtigen Boden unter den Füßen zu haben, entspannt doch ungemein. Jedenfalls eine verdammt coole Idee. Aus der Höhe wirkt der Dschungel ganz anders!



Auf dem Rückweg traf ich noch eine Schlange, die gute 2 Meter lang war. Die hat mir nen ganz schönen Schreck eingejagt. Ich ihr aber scheinbar auch, denn sie verschwand schnell im Gebüsch. Zum Glück ;-)

      

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Kategorie: Malaysia