Backpacking Trip

Cameron Highlands - Tee aus den Bergen

Dieser Artikel wurde am 20. Oktober 2008 in Malaysia geschrieben.

Wie jeden Morgen hieß es erstmal wieder Rucksack packen. Es ist zwar hilfreich, dass ich einen Rucksack mit Frontzugriff habe (z.B. beim Packen oder wenn man mal etwas Bestimmtest suchst), trotzdem sind jeden Abend dreiviertel des Inhaltes über den Boden verteilt. Das was man gerade braucht ist sowieso genau da, wo es nicht sein sollte. Zwar habe ich alles in Topits-Zipp-Beutel verstaut (so sieht man was drin ist, kann schnell drauf zugreifen und es ist gegen Nässe geschützt), doch weiß man beim Packen selten, welchen Beutel man am Abend wieder braucht. Das Packen geht zum Glück sehr schnell und nach einem Frühstück war ich bereit für eine Tour durch die Cameron Highlands.

Eigentlich, wie die letzte Zeit schon des öfteren, habe ich mal wieder was ganz anderes vor gehabt. Jedoch wurde mir auch hier ein Strich durch die Rechnung gemacht. Mein Ziel war eine Wanderung von 6 Stunden, entlang an Wasserfällen, durch Tee-Plantagen und schlussendlich auf einen der höchsten Berge der Umgebung. Das Problem an meinem Vorhaben ist relativ klein und kann fliegen: Bienen. Und zwar hunderte davon sollen sich auf dem Berg und um ihn herum befinden. Diese scheinen solch eine Gefahr zu sein, dass der Weg gesperrt wurde.



Die Alternativen waren alle nicht so spannend. Da ich aber gerne sowohl die Aussicht, als auch eine Tee-Plantage sehen wollte, buchte ein kurzerhand eine Halbtagestour. Für faule Leute wurde man hier mit dem Jeep überall hin transportiert. Zuerst fuhren wir (2 Jungs aus Berlin und ich) durch Tee-Felder und uns wurde erklärt, wie der Tee angebaut wird. Von hier ging es auf den höchsten Berg, der allerdings von Wolken umgeben war und die Sicht dadurch nicht unbedingt besser wurde ;-) Anschließend wanderten wir mit dem Guide für 40 Minuten durch den Wald. Hier wurde uns wieder alle möglichen Pflanzen (unter anderem fleischfressende Pflanzen) gezeigt und der Unterschied zum Regenwald erklärt. Daraufhin ging es zu einer Tee-Plantage, wo wir uns eine Fabrik anschauten, die Tee (unverändert seit 1920) herstellen. Selbstverständlich durften wir den frischen Tee auch testen. Lecker!



Um 13.00 Uhr startete mein VIP Bus nach KL (Kuala Lumpur). VIP heißt ja eigentlich Luxus. In Malaysia habe ich aber irgendwie Pech was die Busse angeht. Schon wieder viel das Ding fast auseinander. Es kam kaum den Berg hinunter und nach 2 Stunden wurde der Bus getauscht, da dieser wohl auch einen größeren Defekt hatte. Bus Nummer 2 machte das Reisen nicht besser. Kurz vor KL platzte ein Reifen und wir standen für eine Stunde dumm herum. Vorbeifahrende Busse nahmen dann immer welche von uns mit, waren aber fast alle schon voll. Somit kam ich mit 2,5 Stunden Verspätung in KL an.

Da ich solle Probleme zum Glück einkalkuliert habe, kam ich noch pünktlich zu meinem Nachtzug Richtung Taman Negara. Hier durfte ich mich in einer Kabine der ersten Klasse auf dem Bett entspannen. Obwohl sich der Zug nur sehr langsam bewegt (selbst eine deutsche S-Bahn ist schneller), wackelte alles und mir viel das Schlafen erneut schwer. Um 4.30 Uhr am frühen Morgen erreichte ich mein Zwischenziel: Jerantut. Von hier geht es um 8.00 mit dem Bus weiter. Da ich es nicht einsehe, für die paar Stunden ein Hotel zu nehmen, sitze ich jetzt in einem Cafe und freue mich, dass mein Akku vom Lapi locker sechs Stunden hält ;-)

      

Hinterlasse einen Kommentar

Kategorie: Malaysia

Fahrt in die kühlen Berge

Dieser Artikel wurde am 20. Oktober 2008 in Malaysia geschrieben.

Jeden Morgen das gleiche Spiel: Der Wecker klingelte um 6.00 Uhr. Ich musste mit einer Fähre zurück auf das Festland (mit dem Bus ging es gestern über die Brücke).



Um 8.00 ging dann die Reise im Bus Richtung Cameron Highlands los. Eher unspektakulär bis wir in die Berge kamen. Denn irgendwie hatte die uralte Kröte von Bus ein Getriebeproblem. Echt ne tolle Idee, solch einen Bus einzusetzen, wenn man über 1200 Höhenmeter überwältigen muss.

Da wir selbst kleinste Steigungen nur mit 20km/h befahren konnten (im ersten Gang!!!) dauerte die Fahrt ewig. In einer Tour wurden wir überholt. Natürlich von Autos, aber auch von alle anderen Bussen, voll beladenen LKWs und ein Radrennfahrer überholte uns sogar. Das muss man sich mal vorstellen.

Kurz vor den Cameron Highlands fing es dann auch noch an zu regnen. Und der Regen wurde von Minute zu Minute stärker. Oben angekommen (auf knapp über 1200 Meter liegt die Stadt Tanah Rata – höchster Punkt der Gegend bei 2031m) konnte ich endlich mal wieder frische angenehme Luft atmen. Hier sind ca. 15 Grad und es wird nur selten wärmer. Die „Abkühlung“ ist mir ziemlich willkommen, nachdem ich mehrere Tage nur geschwitzt habe.

Nicht willkommen ist mir hingegen der starke Regen. Da kann man nicht viel bei machen. Also beschäftigte ich mich damit, verschiedene Tee-Sorten in verschiedenen Bars zu testen (schließlich sind die Cameron Highlands berühmt für ihren Tee), neue Blog-Artikel zu verfassen und meine nächsten Schritte zu planen.

Abends traf ich eine Gruppe Engländer wieder, die ich im Bus kennen gelernt habe. Mit ein paar Bier unter dem Arm ging es zu denen ins Hotel. Das war ne lustige Runde. Jedoch wurde deren Englisch durch das viele Bier nicht unbedingt besser und somit verabschiedete ich mich pünktlich… Schließlich wartet noch mein Wecker auf mich, der auch morgen um 6.00 Uhr klingeln wird.

      

Kommentare (3)

Kategorie: Malaysia

I love Thailand

Dieser Artikel wurde am 19. Oktober 2008 in Malaysia geschrieben.

Thailand ist echt der mega Hammer gewesen. Habe mich selten so schnell in ein Land verliebt. Das Essen ist einfach nur super. Die Leute sind (mit wenigen Ausnahmen – die es aber in jedem Land gibt) total freundlich und hilfsbereit. Die Natur ist traumhaft schön. Man fühlt sich hier komplett wohl.

Das Essen hat mich für mein restliches Leben verdorben. Wer einmal Bananen, die kaum größer als ein Daumen sind, frische Ananas oder Melonen gegessen hat, will nie wieder zurück zur Chiquita-Norm-Banane. Und wenn ich jetzt noch von den frischen Fruchtdrinks berichte, dann läuft mir schon wieder das Wasser im Mund zusammen. Mein Favorit: Gepresste frische Wassermelone mit Crush-Eis – noch nie habe ich so etwas leckeres getrunken!

Mit zwei weinenden Augen habe ich Thailand vor wenigen Tagen verlassen. Bisher gefällt mir Malaysia nicht so gut. Zwar ist es deutlich „europäischer“ und fast alle sprechen Englisch (und man kann wieder jedes Schild lesen), doch von allem Drum und Dran hat mich Thailand sehr beeindruckt. Das wird schwierig zu toppen.

Ich hätte nicht gedacht, dass mich Thailand so sehr begeistert. 10 Tage waren viel zu wenig. Selbst ein Monat reicht hier nicht aus. Die großen Pauschalreise-Gebiete, wie Phuket, habe ich komplett gemieden. Jedoch gibt es viele kleine Inseln rund um Thailand, die mit Stränden punkten können, wie sie sonst nur in der Werbung zu sehen sind. Alleine hatte ich darauf jedoch nicht so die Lust.

Ganz klar ist jedoch: Ich werde wiederkommen. Und ich kann nur jedem anderen eine Reise nach Thailand ans Herz legen. Das Land ist der Wahnsinn!!! Der Flug ist zwar etwas teurer, dafür ist das Leben und Reisen in Thailand super preiswert.

Meine Route durch Thailand:

Center of map
map
Bangkok
map
Kaeng Krachan Nationalpark
map
Ranong
map
Khao Sok Nationalpark
map
Penang

      

Kommentare (1)

Kategorie: Thailand

Von Thailand nach Malaysia

Dieser Artikel wurde am 18. Oktober 2008 in Malaysia geschrieben.

Nach 5 Stunden Schlaf ließ ich mich vom Taxi zum Busbahnhof bringen (40 Baht). Nun wollte ich schnell ein Ticket kaufen. Einfacher gesagt, wie getan. Ich schlürfte durch die Reisebüros, mit meinen restlichen 300 Baht in der Tasche. Von 800-400 Baht war alles dabei (wohl gemerkt – für den gleichen Bus!!). Zum Glück war auch ein Reisebüro dabei, welches mir das Ticket für 300 Baht anbot. Damit musste ich allerdings auf ein Frühstück verzichten ;-)

Die Grenzüberquerung war ganz OK. Nur der Fahrer wollte mich verarschen und meinte, ich müsste Summe X für mein Visum zahlen. Er würde dann auch alles für mich regeln ;-) Aber klar… Hat natürlich auch alles so geklappt. Nach fünf Stunden war die Fahrt vorbei. Und wieder wurde ich enttäuscht: Mein eigentliches Ziel sind die Cameron Highlands. Doch der letzte Bus (wieder 5 Stunden Fahrt) ist vor 30 Minuten gestartet. Jetzt stecke ich in Penang fest. Super :-(

Meine Unterkunft hier ist… sagen wir mal: sehr klein (aber sauber). Für ein Cappuccino und ein Wasser in einer stylischen Bar am Hafen habe ich mehr Geld ausgegeben ;-)



Man gönnt sich ja sonst nichts…

      

Hinterlasse einen Kommentar

Kategorie: Malaysia

Reisen in Thailand

Dieser Artikel wurde am 18. Oktober 2008 in Thailand geschrieben.

Ich hätte nicht gedacht, wie einfach man in Thailand von A nach B kommen kann. Neben einer Zuglinie quer durchs Land und Zügen über Nacht und am Tag, gibt es tausende Busse. Alle Gebiete sind mit verschiedenen Buslinien vernetzt. Mit Überlandbussen kann man quer durch Thailand fahren. Die Busse fahren zu großen Destinationen stündlich (tagsüber), bei kleineren Orten 3-5 mal am Tag. Egal welches Ziel man hat, irgendwie kommt man (relativ) schnell dort hin…

Doch Bus ist nicht gleich Bus. So gibt es für den günstigen Transport den Local-Bus, mit dem die Einheimischen fahren. Er hat keine Klimaanlage. Und es gibt das Wort „voll“ nicht. Wenn alle Plätze besetzt sind, steht man. Wenn noch mehr Leute kommen, dann setzt man sich einfach auf eine Person, die schon sitzt ;-) Natürlich werden auch lauter lebende (und tote) Tiere transportiert. Dazu gibt es lustige Musik und alle haben gute Laune.

Etwas besser sind da schon die Busse für Touristen (und reichere Einwohner). Klimaanlage und ein reservierter Platz sind doch schon ganz angenehm. Noch besser sind VIP Busse. Hier sind einige Sitzreihen ausgebaut und die normalen Sitze wurden durch „Business-Class-Sitze“ ersetzt. Oft hat jeder einen eigenen Flatscreen mit Filmen,… Also wie im Flugzeug… Hier gibt es aber auch einige verschiedene Abstufungen.

Außerdem fahren fast überall (und auch für sehr lange Strecken) parallel noch Minibusse. In solch einen Bulli passen 12 Personen. Die Fahrer (jedenfalls alle 5 die ich bisher hatte) denken sie wären Michael Schuhmacher. Wenn 50 ist, wird 120 gefahren. Es wird immer und überall überholt, in einer Tour gehupt und mit Fernlicht auf sich aufmerksam gemacht. Schon ziemlich bekloppt. Dafür sind sie am schnellsten…

In jeder Stadt gibt es Motorbike-Taxis, oft gibt es Tuk-Tuks und richtige Taxis. Wie ihr seht: Es ist total einfach, in Thailand herum zu kommen. Einziges Problem: Züge und Busse können ausgebucht sein, erscheinen nicht oder die Typen im Reisebüro verarschen einen (was zum Glück selten passiert). Ansonsten kommt man wirklich überall problemlos hin. (Mit dem Lonely Planet an der Seite hat man die perfekte Unterstützung.)

Und die Preise? 5 Stunden im Bus (mit Klima) kosten so 7 Euro. Im VIP-Bus etwas mehr. Im Local Bus nur noch 2 Euro,… Für mein 5 Stunden Zugticket in der 3.Klasse habe ich auch nur 2-3 Euro gezahlt. Nachtzug von Kuala Lumpur zum Taman Negara Park (7 Stunden) im Schlafwagen – First Class – kostet mich 13 Euro (und ich spare das Hotel für die Nacht). Die Preise werden in Australien ganz anders aussehen!!

      

Hinterlasse einen Kommentar

Kategorie: Thailand

Tagestour im Khao Sok Nationalpark

Dieser Artikel wurde am 17. Oktober 2008 in Thailand geschrieben.

Zum Glück konnte ich noch ein paar Leute am gestrigen Abend von dem Tagestrip in den Khao Sok National Park überzeugen. Somit hieß es erneut früh aufstehen. Nach dem Frühstück mussten wir noch eine Stunde fahren, bevor wir einen riesigen See erreichten, den wir umgehend mit dem Langboot befuhren.



Da es sich um einen künstlichen Stausee handelt, schauten überall aus dem See riesige Bergspitzen hervor. Ungefähr eine Stunde dauerte die Fahrt mit dem Boot zwischen den Bergen hindurch. Man konnte sich einfach zurück lehnen und die Natur genießen.



Wir erreichten ein kleines auf Bambusstöcken schwimmendes Dorf. Hier machten wir kurze Pause, sprangen ins warme Wasser und paddelten mit dem Kanu durch die Gegend. Einem lecker Mittagessen folgte eine Fahrt auf dem Bambus-Raft zum Ufer.



Von hier ging es mit unserem Guide (der ausnahmsweise mal richtig gut Englisch sprach) durch den Dschungel. Wow. Echt cool, was der alles sieht. Da wäre ich überall blind vorbei gelaufen ;-) Neben Adlern und Hornbills (Nashornvogel - riesen Dinger) sahen wir plötzlich überall wilde Tiere.



Überall ragen Bergspitzen aus dem Wasser.



Gegen 18.00 sind wir mit dem Boot wieder zurück am Ausgangspunkt unserer Reise durch den Khao Sok Nationalpark. Super. Wir waren alle mehr als begeistert.

An einer Bushaltestelle wurde ich auf dem Rückweg raus geworfen. Von hier ging es in die nächst größere Stadt und von diesem Punkt habe ich ein Nachtticket nach Malaysia. Aber nichts da. Arschkarte. Der Typ vom Reisebüro wollte wohl gutes Geld mit mir machen. Ich wollte am Busbahnhof meinen Bus Richtung Malaysia nehmen, doch den gab es gar nicht Zum Glück wusste ich noch ungefähr, wo der Typ sein Büro hatte. Auf sowas habe ich ja echt keine Lust…

Das Ergebnis: Ich kann wieder nicht bei Nacht reisen. Langsam bekomme ich einen Kotzkrampf. Kann doch nicht sein, dass ich noch einen Tag verschenken muss. Einem Ehepaar aus Schweden ging es nicht anders. Ihnen wurde auch ein falsches Ticket verkauft. Zusammen machten wir nen kleinen Aufstand und bekamen schlussendlich (als wir drohten die Polizei wegen Betruges einzuschalten) unser Geld zurück.

Wir buchten einen Bus, der bis kurz vor die Grenze fuhr, kamen um 2.00 Uhr nachts an und fanden zum Glück noch ne günstige Bleibe. Hatte nur noch 640 Baht. Davon gingen nun 300 weg. Hoffe der Rest reicht morgen für das Ticket…

      

Hinterlasse einen Kommentar

Kategorie: Thailand

Leben im Dschungel: Khao Sok Nationalpark

Dieser Artikel wurde am 17. Oktober 2008 in Thailand geschrieben.

Was eine Nacht: Ich schlief mit dem Geschrei von Affen und vielen anderen Tieren im Hintergrund ein. Neben meinem Fenster beginnt der Dschungel, der sich über 100km weit nach Westen streckt. In ihm leben wilde Tiger, Leoparden, Elefanten und unzählige Vogelarten sowie 1000 andere Tiere. Wenn sich nur einige von diesen Tieren zu Wort melden, kommt schon ein imposantes Konzert zusammen. Bei diesen Klängen fiel ich schnell in den wohl verdienten Schlaf. Die Unterkunft in den Bäumen:



Am Morgen erneut schlechte Nachrichten: Meine zwei tage Dschungel-Tour wurde gestrichen, da sich keine drei Teilnehmer gefunden haben. Das war sehr schade. Angeboten wurde heute nur eine Tour mit Elefanten. Ok, besser als nichts. Das Frühstück war super lecker und anschließend ging es zusammen mit einem Pärchen aus Teneriffa zu den Elefanten hinaus.

Irgendwelche Horror-Storys mit Ketten und Tierquälerei kann ich überhaupt nicht bestätigen. Die Führer gingen gut mit den Tieren um. Das Tragegestell war nur mit Seilen befestigt und wie ein Sattel auf dem Pferd sollte der Elefant davon nicht viel merken. Ich bekam meinen eigenen Dickhäuter und schon ging es los.



Total beeindruckt musste ich feststellen, zu was solch ein Elefant im Stande ist. Kleine schmale Wege, steile Abhänge und rutschige Passagen meisterte er problemlos. Ganz gemütlich trottete er mit mir durch den Dschungel. Da ich keine Lust auf den „Sattel“ hatte, durfte ich mich hinter die Ohren setzen. Das war super klasse. Jedoch war es auch sehr gefährlich und ich konnte meine Hände nicht von seinem Kopf nehmen. Seine Rückenmuskulatur (oder was das da oben ist) bewegt sich so stark, dass ich ab und zu Mühen hatte, mich festzuhalten. Nach 2,5 Stunden war ich komplett erschöpft.



Natürlich durften wir den Elefanten auch streicheln und füttern. Fühlt sich ganz anders an, als erwartet.

Der Besitzer von unserer Unterkunft holte uns ab und zeigte uns die nähere Umgebung mit Wasserfällen und schönen Aussichtspunkten über den Nationalpark. Alleine ging ich anschließend weiter zum Visitor Center vom Khao Sok Nationalpark. Auch hier sind wegen dem Regen der letzten Tage die schwierigsten und leider auch besten Trekking-Touren nicht begehbar.



Also machte ich mich auf einen relativ einfachen Weg durch den Dschungel. An der Kreuzung zu den gesperrten Wegen schaute ich mich kurz um und verschwand genau auf diesen. Ich sah frische Fussspuhren und wollte einfach solange gehen, bis ich nicht mehr weiter komme. Der Weg war deutlich anspruchsvoller und machte viel mehr Spaß. Überall waren die wilden Tiere und weit und breit kein Mensch.

An einem Fluss sprang ich zur Abkühlung ins kalte Wasser. Das tat bei den Temperaturen und der hohen Luftfeuchtigkeit richtig gut. Hatte nur die Befürchtung, dass ein Affe aus dem Gebüsch gesprungen kommt und meine Sachen klaut ;-) Doch alles ging gut und ich wanderte weiter durch den tiefen Dschungel. Zwischendurch traf ich noch ein paar andere, die sich ebenfalls auf den „verbotenen“ Weg gemacht haben. Wir tauschten ein paar Informationen über schöne Plätze aus und schon ging jeder wieder seine eignen Wege…



Abends erreichten noch ein paar weitere Gäste meine Unterkunft. Zusammen mit dem Paar aus Teneriffa, einem Mädel aus Hawaii und einem Mann aus Tschechien gingen wir noch gemütlich einige Bierchen trinken. Viele Storys wurden erzählt und wichtige Tipps und Infos ausgetauscht. Besonders coole Geschichten hatte das 20-jährige Mädel aus Hawaii zu erzählen, die gerade für einen Monat ganz alleine durch Myanmar gereist ist. Das war vielleicht spannend!

      

Kommentare (1)

Kategorie: Thailand

Thailand - Myanmar (Birma) - ab über die Grenze

Dieser Artikel wurde am 14. Oktober 2008 in Thailand geschrieben.

Was zum Teufel will ich eigentlich in Ranong? Diese vergammelte und hässliche Grenzstadt hat nun wirklich kaum etwas zu bieten. Bisher ist mir an jedem noch so kleine Dorf etwas Positives aufgefallen und alle Orte hatten einen gewissen Charme. Nicht Ranong – hier ist alles einfach nur heruntergekommen und man fühlt sich wie im Kriegsgebiet.



Aber Ranong lag auf meinem Weg Richtung Khoa Sok National Park und liegt direkt an der Grenze zu Myanmar (Birma). Das Besondere: Hier kann man auch ohne ein Visum nach Myanmar einreisen. Jedoch darf man sich nur in einem kleinen, begrenzten Gebiet aufhalten und maximal 2 Wochen bleiben. Hieraus entwickelte sich der so genannte „border run“. Touristen dürfen nur 30 Tage in Thailand bleiben, eine kurze Aus- und Wiedereinreise und schon ist die Gültigkeit erneut vorhanden. Das ganze kann man sooft machen wie man möchte. Ein Engländer, den ich am Hafen traf, hatte schon seinen dritten Reisepass in 2 Jahren, da diese voll mit Ein- und Ausreisestempeln von Thailand und Myanmar waren.



Wie funktioniert das ganze? In Ranong reist man aus Thailand aus. Mit dem Lang-Boot geht es nun 30 Minuten über einen Fluss und schon ist man in Myanmar. Hier gibt es Alles und das günstig. Von Zigaretten über Viagra bis hin zu allem was sich irgendwie (sehr schlecht) fälschen lässt. Überall bettelnde Kinder und es herrscht sehr viel Kriminalität. Die Stadt Kaw Thaung ist noch herunter gekommener als Ranong. Trotzdem ist es irgendwie sehr spannend.



Ich lasse mich von einem Guide über den Tisch ziehen (was sich erst nachher raus stellt – aber 10 Euro sind nun auch nicht die Welt) und er führt mich zwei Stunden durch die Stadt. Das Gefühl, dass diese Stadt in mir weckte kam mir doch bekannt vor. Wie schon vor einigen Jahren in Tijuana, Mexico, war diese Stadt nur darauf ausgelegt, das schnelle Geld zu machen. Ich wage zu behaupten, dass Kaw Thaung mit dem „richtigen“ Myanmar nicht viel zu tun hat.



Es war eine interessante und aufregende Erfahrung. Trotzdem war ich sehr froh, wieder sicher und mit meiner Kamera in der Hand zurück in Thailand zu sein. Hier packte ich meinen Rucksack und brach mit dem Minibus (12-Sitzer) auf nach Suratthani, von wo ich ebenfalls mit dem Minibus zum Khao Sok Nationalpark gelangte.

Hier wohne ich nun in einem Art Baumhaus und morgen früh geht es auf eine zweitägige Tour durch den Dschungel. Das wird richtig klasse!!

      

Kommentare (4)

Kategorie: Myanmar

7 Stunden im Bus nach Ranong

Dieser Artikel wurde am 13. Oktober 2008 in Thailand geschrieben.

In Hua Hin habe ich ein sehr günstiges Guesthouse direkt am Meer gefunden. Die Unterkünfte waren wie ein Steg ins Wasser gebaut. Unter meinem Bett hörte ich die Wellen rauschen und fiel schnell in einen tiefen Schlaf. Fünf Stunden später, um 6 Uhr, klingelte erneut der Wecker. Nicht mal die Sonne war aufgegangen und ich musste los. Der Blick aus meinem Fenster:



Ich machte mich auf zum Busbahnhof und dieses mal kam der Bus, wenn auch mit einer Stunde Verspätung, um mich mitzunehmen. Die Fahrt war kurviger und wackeliger als ich gedacht hätte. So kam ich weder zum Karten schreiben, noch konnte ich am Laptop arbeiten – dann hätte ich sofort gekotzt ;-) Auch das Schlafen viel mir schwer – also blieb mir nichts anderes, als die schöne Landschaft zu beobachten. Somit war das gar nicht so schlimm und die sieben Stunden Fahrt nach Ranong vergingen relativ schnell. Trotzdem musste für diesen Trip der ganze Tag draufgehen, was mich doch ein wenig ärgerte. Aber lässt sich ja nicht ändern…

In Ranong fand ich eine schöne und dieses mal klimatisierte Bleibe. So konnte ich endlich wieder Wäsche waschen, da diese bei der normalen Luftfeuchtigkeit nicht trocken wird. Auch konnte ich mich endlich wieder Rasieren, ins Internet und ich nutzte die Zeit, meine weitere Reise zu planen.

Draußen auf der Veranda kam ich mit einem Nachbarn ins Gespräch. Der Amerikaner hat 25 Jahre in Deutschland gelebt (wegen seiner Frau) und ist nun mit ihr zusammen seit 4 Jahren in Thailand. Beide betreiben ein kleines Restaurant am Meer und sehen die Arbeit nun als Urlaub. So lässt es sich leben ;-) Er kommt alle paar Monate nach Ranong für den „border run“ (dazu morgen mehr). Da wir uns super verstanden gingen wir zusammen etwas essen und ich erfuhr mehr über das wirkliche Leben in Thailand, Sitten und Gebräuche und warum der machtlose König mehr Macht hat als das Parlament.

      

Kommentare (2)

Kategorie: Thailand

Dschungel Tour im Kaeng Krachan Nationalpark

Dieser Artikel wurde am 12. Oktober 2008 in Thailand geschrieben.

Nachts gewitterte es fast durchgehend. Als wir früh morgens in den Tag starteten, hörte der Regen zum Glück gerade auf. Die 110ccm Motorbikes (quasi Roller mit Halbautomatik) fuhren sich nicht gerade gut, aber sie erfüllten ihren Zweck. Mit einer kleinen Karte aus dem Reiseführer ging das Abenteuer los. Die Hauptstraßen waren anfänglich auch mit für uns lesbaren Namen gekennzeichnet. Das hörte jedoch schnell auf und da keiner von uns die Thai-Buchstaben entziffern konnte, hatten wir ein kleines Problem. Wir wussten die ungefähre Richtung und fuhren einfach mal weiter. Trotzdem schon blöde, dass der größte Nationalpark des Landes es nicht schafft, sich leserlich auszuschildern.



Natürlich verfuhren wir uns andauernd. Fragten Leute, die uns nicht verstanden und auch nicht die keine Karte lesen konnten und schafften es dann doch irgendwie zurück auf denn richtigen Weg. Die Fahrt ansich war super. Vorbei ein Bananenplantagen, kleinen Dörfern und Wäldern. Bei bis zu 100 km/h wehte uns die heiße Luft durch die Haare und die Einheimisch freuten sich, solch exotische Dinge wie uns zu sehen. Wir fühlten uns wie Easy Rider ;-)

Als wir unser Ziel, das Visitor Center des Kaeng Krachan Nationalpark erreichten, trat erneut Ernüchterung ein. Die beiden schönsten Trekkingtouren durch den Dschungel waren aufgrund der Niederschläge der letzten Tage nicht begehbar. Ziel wäre unter anderem der mehrstufige und 100m hohe Thorthip Wasserfall gewesen. Alternativen? Gibt es nicht. Eine Karte vom Park? Auch Fehlanzeige. Was jetzt? Keine Ahnung.

Etwas enttäuscht aber voller Tatendrang springen wir erneut auf unsere Bikes und düsen 30km weiter in den Park hinein. Die Asphalt Straße hört auf und wir müssen über unbefestigte Straßen weiter Richtung Dschungel fahren.



Ein letzter Checkpoint vor dem Berg versperrt uns den Weg. Motorbikes sind nicht weiter zugelassen. Nur noch 4×4 Fahrzeuge. Natürlich wird uns ein Taxi Service angeboten, der uns jedoch viel zu teuer ist. Zufällig kommt ein älteres Ehepaar vorbei, die ebenfalls auf diesem Weg sind. Ehe wir uns versehen sitzen wir in deren Geländewagen und fahren die letzten 10km mit Schritttempo von Schlagloch zu Schlagloch.

Uns erwartet ein Zelt- und Parkplatz von dem normalerweise die Dschungel-Touren starten. Für drei Stunden machen wir Zwei uns auf den Weg durch den Dschungel. Immer schön entlang eins kleinen Flusses, damit wir uns ohne Guide nicht verlaufen. Manchmal geht es nicht weiter, wir müssen durch den Fluss und auf der anderen Seite unser Glück probieren. Die Luft ist erstickend. Mein Körper schwitzt und ich könnte in einer Tour trinken. Die Mücken sind zum Glück kaum vorhanden und auch mit Blutegeln hatten wir keine Probleme. Das war ein erster schöner Eindruck von einem Dschungel. Ich hoffe, dass sich dieser bald noch steigern lässt. Es gab hier übrigens tausende Schmetterlinge. Das war nen toller Anblick, nur fast unmöglich zu fotografieren.



Pünktlich am Parkplatz zurück wollte uns das Ehepaar eigentlich mit zurück nehmen. Doch diese waren einfach ohne uns gefahren. Super – jetzt hatten wir 10km Fußmarsch vor uns (und das Wasser war alle). Zum Glück kam nach der Hälfte der Strecke ein Pickup vorbei, bei dem wir hinten auf die Ladefläche springen durften. Auf dem Rückweg mit den Motorbikes genossen wir den Wind um die Nase und die Bilder, die sich uns boten. Es ist doch ein anderes Gefühl, als mit dem Bus durch solch eine Landschaft zu fahren. Überall kann man stoppen und die Aussicht genießen. Sehr zu empfehlen!



Pünktlich waren wir zurück im Guesthouse. Nun trennten sich unsere Wege. Nach einer kurzen Dusche fuhr ich zur Busstation. Zwei Stunden vor Abfahrt die Ernüchterung: Komplett Ausgebucht! Gestern konnte man kein Ticket kaufen und heute ist alles weg – na super. Aber es gäbe einen weiteren Busbahnhof mit „schlechteren“ Bussen. Dort wurde ich nun hin geschickt und ja, man versicherte mir, der Bus würde kommen. Nach 3 Stunden warten – es war nun 22 Uhr – waren alle weg und ich saß alleine da. Der Bus sollte eigentlich um 20.00 Uhr kommen.

Ich rief ein Taxi und fuhr zum Bahnhof, da ich hoffte den Nachtzug in den Süden zu bekommen. Hier war nur noch die 3.Klasse zu bekommen. Ich habe ein Ticket für eine fünf Std. Fahrt gekauft. Mein Platz war direkt neben der Toilette. Es stank obwohl alle Fenster im Zug auf waren. Neben mir saßen Leute mit Hühnern in den Armen. Gegenüber stapelte sich der Müll von mehreren Tagen. Alles war dreckig, laut und zum Schlafen (es war kurz vor 24.00) unmöglich. Nach einer Stunde war ich so genervt, dass ich in Hua Hin ausstieg. Der Ballermann Thailands war zwar genau solch ein Ort, den ich meiden wollte, aber hier gab es günstige Unterkünfte und ich würde morgen früh mit dem Bus problemlos weiter reisen können.

      

Hinterlasse einen Kommentar

Kategorie: Thailand