Backpacking Trip

Auf in den Kakadu

Dieser Artikel wurde am 18. April 2009 in Australien geschrieben.

Eigentlich wollten ich an diesem Tag gemeinsam mit Serena und Tilman in den Kakadu Nationalpark fahren. Irgendwie gab es bei denen jedoch in der Nacht Stress und sie haben entschieden noch mindestens einen Tag in Darwin zu bleiben. Draußen war es mega schwül und man konnte und wollte sich kaum bewegen. Gemeinsam schauten wir uns ein Museum an und genossen neben der Aboriginal Kunst vor allem die Klimaanlage. Gegen Nachmittag verabschiedete ich mich dann von ihnen und machte mich auf die Reise in den Kakadu Nationalpark. Es lagen einige Stunden Fahrt vor mir, denn erstmal muss ich zum Park gelangen. Außerdem handelt es sich um den größten Park in Australien. Um ihn zu durchqueren benötigt man mehrere Stunden/Tage! Auf der Straße sehe ich übrigens seit Wochen schon „Road Trains“. Bis zu vier Anhänger und 52m lang.



Da ich einige Stopps einlegte, gelangte ich zu dem Dorf, wo ich übernachten wollte erst im Dunkeln. Dort der Schock: $30 für einen Zeltplatz. Spinnen doch! Das zahle ich für ein super Hostelzimmer mit Klimaanlage, aber bestimmt nicht für ein Stück grüne Wiese. Alternative: Bushcamping. Das wollte ich hier nur eigentlich vermeiden. Die kommerziellen Campingplätze versprühen Anti-Moskitospray. In den primitiven Campingplätzen hingegen, mitten im Busch und oft neben Wasser, wimmelt es nur von Blutsaugern. Ich habe schon von vielen Reisenden gehört, dass der Kakadu Nationalpark das schlimmste Gebiet ist, was Moskitos angeht. Ich entscheide mich gegen ein Zelt und schlafe im Auto, da Regen angesagt ist. Durch die Hitze bin ich pitschnass, denn es ist auch um zwölf Uhr Nachts noch über 30 Grad. Wie soll ich hier nur ein Auge zu bekommen?

Das war jetzt meine dritte fast schlaflose Nacht in Folge. Zuerst Camping am viel befahrenen Highway, gestern haben die Mitbewohner die Klimaanlage ausgestellt und ich konnte vor Hitze nicht schlafen und diese Nacht war es ebenfalls einfach zu schwül. Dazu juckt mein Körper wie Sau, da ich überall schon von den Vortagen Moskitostiche habe. Doch nun bin ich besser ausgestattet. Ich habe das angeblich beste Moskitospray dabei (Bushman). Außerdem werde ich mein stichfestes Hemd auspacken, da kommt keine Mücke durch! Auch gegen das stetige Jucken habe ich ein interessanten Ratschlag bekommen: Hayfever Relief. Eben noch gekauft und wird gleich mal getestet. Sonst sehe ich morgen aus wie ein Alien, wenn ich weiter überall kratze :-)

Tour: Darwin - Kakadu Nationalpark
Übernachtung: Bushcamping, Kakadu Nationalpark

      

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Kategorie: Australien

Martin und Martijn

Dieser Artikel wurde am 15. April 2009 in Australien geschrieben.

Nach dem Aufstehen fuhren Serena und Tilman zu einer Krokodilfarm, um sich dort eine Show anzuschauen. Ich kenne das ganze schon aus Florida und werde das Geld sparen. Stattdessen muss ich mich darum kümmern, mein Auto zu reparieren. Schließlich sollte der Halter vom Ersatzrad noch geschweißt werden. Im Internet habe ich erneut um Hilfe gebeten und mein Flehen wurden erhört. Ich traf mich mit Martin (einem Australier) in der Nähe seiner Arbeit und er schaute sich die Konstruktion an, bevor ich eine Wegbeschreibung zu seinem Haus bekam. Dort werde ich mich heute Abend einfinden und er wird alles wieder zusammenbasteln. (Dauert fast zwei Stunden und kostet mich nur ein paar Süßigkeiten. Hoffe nun hält alles für die nächsten 10.000km und länger.)

Zuvor bin ich ein wenig durch Darwin gefahren und habe zum ersten Mal die Klimaanlage laufen, da es einfach viel zu schwül draußen ist. Zwar hatte ich sie schon das ein oder andere Mal an, doch meist war der Grund, dass die Straßen zu staubig waren, um mit offenen Fenstern zu fahren. Hier in Darwin geht man ohne Klima jedoch einfach nur kaputt. Als ich so durch die Straßen tourte erblickte ich plötzlich ein mir bekanntes Auto. Dort stand er, der Landrover Defender mit holländischem Kennzeichen. Nach einem U-Turn stand ich neben Martjin, der gerade einen Termin für die Reparatur seines Wagens machte. Wir fuhren eine Cappuccino trinken und stellten schnell fest, dass wir mehr oder weniger den selben Weg reisen möchten. Von Darwin über den Savannah Way nach Cairns. Hierbei handelt es sich um „one of Australia’s ultimate adventure drives“ und das dürfen wir uns natürlich nicht entgehen lassen :-)

Ich glaube wir sind beide glücklich, ein zweites Auto dabei zu haben. Die Route ist berühmt dafür, dass selbst die besten Geländewagen irgendwo stecken bleiben. Schlammig, viel Wasser und eine große Menge Spaßfaktor!

Morgen werde ich mit Serena und Tilman in den Kakadu Nationalpark fahren und dort zelten. Anschließend geht es zurück nach Darwin und ich hoffe, dass ich einen Mitfahrer finde, um die Kosten zu senken. Aber bisher habe ich keinen einzigen Anruf bekommen :-( Drückt mir also die Daumen! Freitag gegen Morgen soll das Abenteuer dann starten.

Übernachtung: (schlechtes) YHA Hostel in Darwin mit kaum funktionierender Klimaanlage

      

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Kategorie: Australien

Wet Season

Dieser Artikel wurde am 15. April 2009 in Australien geschrieben.

Bevor ich in Alice Springs gestartet bin, habe ich mir keinen großen Kopf um die Jahreszeit gemacht. Ich wusste, dass mich faszinierende Nationalparks erwarten würden und freute mich auf all die 4WD Tracks. Das hier alles und ich meine wirklich alles an Tracks gesperrt ist, konnte ich nun wirklich nicht ahnen. Die ersten öffnen Ende des Monats und die letzten im Juli bevor alles im November und Dezember wieder geschlossen wird. Der Rest fällt unter die Regenzeit. Zwar ist die Regenzeit vorbei, doch alles ist noch pitschnass in den Parks. Somit bin ich schon ein wenig Enttäuscht. Aber das lässt sich jetzt nicht ändern und ich muss das Beste raus machen.

Auch wollte ich gerne ins Arnhem Land fahren, um ein paar echte Aboriginals zu sehen. Eine Permit (Erlaubnis) kostet mehrere hundert Dollar, da nur zehn-fünfzehn Autos pro Tag erlaubt sind. Auch eine Tour auf die Aboriginal Insel vor Darwin liegt locker bei $500 und da ich überhaupt nicht weiß, was mich dort erwartet, ist es mir deutlich zu teuer. Somit hoffe ich weiter auf eine Chance, irgendwo ein paar wirkliche Aboriginals in ihrer natürlichen Umgebung anzutreffen. Hoffe nur, dass ich nicht auf dem Feuer lande :-)

In den letzten Tagen sind in der Umgebung von Darwin übrigens mehrere Menschen ums Leben gekommen. Darunter ein Mädchen und selbst Aboriginals. Doch eigentlich waren alle selber Schuld, sie haben das Schild mit der Krokodilwarnung einfach überlesen oder sich nicht weiter darum gekümmert. Trotzdem sehr erschreckend!

      

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Kategorie: Australien

Wasserfall hoch Drei

Dieser Artikel wurde am 14. April 2009 in Australien geschrieben.

Nach einer kurzen Nacht werde ich morgens im Litchfield Nationalpark durch die schwüle Hitze geweckt. Ich wandere zu den Florence Falls, die nur wenige hundert Meter vom Campingplatz entfernt sind und springe ins Wasser.



Nach der Abkühlung geht es zu den Buley Rockholes, in denen ich erneut ins erfrischende Wasser eintauche. Allerdings kann man nirgendwo richtig Bahnen schwimmen. Es ist halt mehr ein Abkühlen und herum geplantsche. Zwischen den ganzen Pärchen und Freundeskreisen die ihren Osterurlaub hier verbringen, kommt man sich da schon manchmal etwas über vor.



Weiter geht es zu weiteren Wasserfällen, die jedoch nicht zum Schwimmen erlaubt sind. Dafür führt ein einstündiger Wanderweg am Wasserfall entlang. Daraufhin fahre ich zu den berühmten Wangi Falls. Auch hier ist das Schwimmen zu dieser Jahreszeit nicht erlaubt. Ein schöner Weg führt zu der Spitze des Falls. Blöder weise habe ich mir einen Moskitostich auf einem Zeh durch die Flip Flops blutig gescheuert und verzichte auf weitere Spaziergänge.



Eigentlich hat der Litchfield Nationalpark deutlich mehr zu bieten. Doch die meisten Dinge sind gesperrt. So hätte ich gerne den viel versprechenden Track zur Lost City gemacht. Nun ja, lässt sich nicht ändern. Über eine Dirt Road nehme ich die Abkürzung nach Darwin. Dort treffe ich mich mit Serena und Tilman, zwei Freunden aus Sydney, auf dem Campingplatz. Das war ein tolles Wiedersehen!

Tour: Litchfield Nationalpark - Darwin
Übernachtung: Camping, Caravanpark (direkt am Highway) in Darwin

      

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Kategorie: Australien

Schwimmen unter Wasserfällen

Dieser Artikel wurde am 14. April 2009 in Australien geschrieben.

Heute machte ich mein Seepferdchen: Dafür musste ich durch Wasserfälle schwimmen, in heißen Quellen baden und mich im Fluss treiben lassen. Den Anfang machte ich kurz hinter Katherine in den Edith Falls. Durch Wasserfälle wurden zwei Seen gefüllt und luden zum krokodilfreien Schwimmen ein. Natürlich entschied ich mich für die Wanderung, die mich zum oberen Pool brachte, der deutlich schöner war. Hier sprang ich umgehend ins Wasser und genoss die Abkühlung unter dem Wasserfall.



Weiter ging es zu den Tjuwaliyn (Douglas) Hot Springs. Eigentlich wollte ich den dort beginnenden 4WD Track in den Butterfly Gorge machen, doch auch hier waren alle Tracks wegen der Regenzeit gesperrt. Wie der Name verrät, fliegen einem dort die Schmetterlings beim Baden um die Ohren :-) Stattdessen sprang ich in den Fluss. Die Hot Springs bestanden aus einem heißen Fluss, in den ich kaum meine Füße halten konnte. Parallel verlief ein zweiter Fluss mit kaltem Wasser. Als beide zusammen trafen ergab sich eine perfekte Badewannentemperatur. Doch da es draußen super heiß und sonnig war, entschied ich mich für die kalte Erfrischung.



Auch meine weitere geplante Tour musste ich abbrechen. Schon vor meiner Australien Reise stand auf meiner Wunschliste der Litchfield Nationalpark. Dank meinem Auto wollte ich diesen über die 4WD Tracks erkunden. Doch auch hier: Alles geschlossen! Könnte kotzen! Zum Glück ist der Park so gerne besucht, dass auch eine Asphaltstraße hinein führt. So muss ich wohl oder übel dem Massentourismus folgen…



Am Straßenrand sehe ich schon seit Tagen überall Termitenhügel, doch die meisten waren so 30-60cm hoch. Als ich dann diese Riesen sah, musste ich kurz für einen Vergleich stoppen. Anschließend schaute ich mir noch die Robin Falls an, bevor es dann gegen Abend in den Litchfield Nationalpark zum campen ging. Wegen den Ostertagen waren alle Campingplätze belegt und ich stellte mein Zelt zu einem australischen Pärchen und ihrem zehn Monate alten Sohn. Dort wurde ich auch umgehend zum Abendessen eingeladen: Es gab Shrimps zu puhlen und echten Champagner. So lässt es sich leben/campen :-) Wir hatten einen super amüsanten Abend und ich freute mich sehr, den Abend nicht alleine verbringen zu müssen.

Tour: Katherine – Edith Falls – Litchfield Nationalpark
Übernachtung: Camping, Litchfield Nationalpark

      

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Kategorie: Australien

Schlussstrich

Dieser Artikel wurde am 14. April 2009 in Australien geschrieben.

Während ich gestern fleißig den Blog vervollständigt habe, ist meine Reisebegleitung Party machen gegangen. Irgendwann kam noch eine SMS, dass sie wohl nicht „nach Hause“ kommen würde. Erst Morgens sah ich sie wieder und wenig später erklärte sie mir, dass sie in Katherine bleiben würde. Irgendwie hat sie sich gestern in einen Typen verknallt :-) Naja, da es nur noch 400km (werden 650km) Fahrt bis nach Darwin sind und wir uns jetzt auch nicht sooo super gut verstanden haben, war mir das ganze ehrlich gesagt ziemlich egal. Leider gab es vor dem Abschied dann noch eine Menge Stress, da sie irgendwie kein Kopfrechnen konnte, aber da möchte ich jetzt auch nicht mehr drauf herum kauen. Schlussendlich habe ich mein Geld bekommen und setzte sie noch in der Innenstadt ab.



Gestern spät Nachmittag waren wir übrigens noch in den Hot Springs von Katherine schwimmen. Sollten so 32 Grad Wassertemperatur haben und war recht angenehm. So lässt es sich nach einer langen Autofahrt gut entspannen.

      

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Kategorie: Australien

Frohe Ostern

Dieser Artikel wurde am 12. April 2009 in Australien geschrieben.

Ich wünsche euch allen frohe Ostern! Vermisse euch! Esst ein paar Ostereier für mich mit :-)


      

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Kategorie: Australien

Durch den Victoria River

Dieser Artikel wurde am 11. April 2009 in Australien geschrieben.

Schon seit Tagen freute ich mich auf die laut Lonely Planet als „rough-as-guts 4WD tracks“ bezeichneten Strecken im Gregory Nationalpark. Noch zwei Stunden Fahrt und der Spaß kann beginnen. Oder doch nicht? Zuerst lassen wir uns jedoch schön über den Tisch ziehen. Wir zahlen für Diesel $2,20 (sonst so $1,20 - $1,60, einmal bisher $1,80 in Mt Dare) und für ein Sixpack $25 (normal ist $13 - $18). Anschließend fragen wir nach Informationen zum Gregory Nationalpark und bekommen eine ernüchternde Nachricht. Die Enttäuschung ist recht groß, als ich höre, dass der ganze Nationalpark geschlossen ist. Es gibt fünf unterschiedliche 4WD Strecken, doch aufgrund von starken Niederschlägen ist keine davon befahrbar. Klasse. Wir sind mal gerade 300km in die falsche Richtung gefahren (und müssen sie zurück).



Später erfahren wir noch, dass der ganze Park meist nur von Juli bis Dezember offen ist und aufgrund von zu viel Wasser den Rest des Jahres schließt. Wir dürfen nicht vergessen: Seit einigen Stunden befinden wir uns in den Subtropen, was sich durch eine starke Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit bemerkbar macht. Außerdem ist alles viel grüner, bunter sowie dichter bewachsen. Und mal was ganz anderes: Die Flüsse sind voll mit Krokodilen!!! (Kein Scherz.) Somit möchte ich nicht versuchen, wie es ist, mit dem Wagen im Flussbett stecken zu bleiben :-)



Wir entscheiden uns für die Weiterfahrt auf dem Buchanan Highway, um Timber Creek zu erreichen. Der Name der Straße verrät, dass es sich um einen Highway handelt. Ein Highway ist normalerweise vergleichbar mit einer Landstraße. Unser Highway ist jedoch eine Dirt Road (siehe Bild oben), die des öfteren unter Wasser steht :-) Somit macht die Fahrt wieder richtig Spaß!



Von Timber Creek geht es dann über Asphalt 300km nach Katherine, eine Stadt mit mehr als zehn Häusern und Internet. Die Fahrt führt vorbei am Victoria River, der zum Schwimmen einlädt. Doch auch hier: Krokodile! Trotzdem lasse ich es mir diesmal nicht nehmen, die Krokodile beim „Old Victoria River Crossing“ mit dem Auto zu jagen :-) Bevor Greenpeace morgen auf meiner (Zelt-)Tür steht: Da waren natürlich keine Kroks im Wasser und habe bisher nirgends eins gesehen!



Nun ist es fast Mitternacht, ich sitze mit freiem Oberkörper auf einer Bank und mir läuft der Schweiß den Rücken runter. Außerdem werde ich von den Moskitos gerade lebendig verspeist. Wie soll ich gleich schlafen?

Tour: Top Springs – Katherine
Übernachtung: Camping, Caravanpark Katherine

      

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Kategorie: Australien

Fast ermordet worden

Dieser Artikel wurde am 11. April 2009 in Australien geschrieben.

Heute habe ich mir die Frage gestellt, wie oft ich Deutschland in den letzten Tagen wohl schon durchquert hätte. Laut Google ist der nördlichste Teil (ohne Inseln) das Rickelsbüller Koog in Schleswig-Holstein. Der südlichste Punkt ist das Haldenwanger Eck in der Nähe von Oberstdorf. Das sind angeblich 886km Luftlinie. Laut Google Maps ergeben sich 1081km mit dem Auto, die man in 10 Stunden und 18 Minuten zurück legen kann.

Von Alice Springs nach Katherine (wo ich gerade bin) sind es direkt auch nur 1178km. Da wir aber einige Abstecher gemacht haben, sind wir locker bei 1800km. Außerdem fährt man hier natürlich deutlich langsamer und so kommt es, dass wir seit vier Tagen fast von Morgens bis Abends im Auto sitzen. Ich habe meinen Spaß. Zwar ist der Highway oft langweilig, die Dirt Roads und 4WD Tracks sind dafür um so besser. Die Landschaft wechselt stetig, überall sind Tiere und für mich ist die Fahrt überraschend entspannend. Zwei Tage sind wir auch in der Dunkelheit gefahren, um unser Ziel zu erreichen. Es ist super cool Nachts auf den Dirt Roads. Alles sieht anders aus und die ganzen Tiere sind aktiv. Doch genau hier ist der Knackpunkt: Es wird richtig gefährlich! Die Kühe, Pferde, Camele und Kängurus kennen nämlich keine Verkehrsregeln ;-)

Laut unserer aktuellen 2008 Karte gibt es vom Stuart Highway kurz über Elliott eine Abkürzung zum Buchanan Highway. Dieser Weg ist zwar eine einspurige Dirt Road, aber spart uns über 50km. Wir biegen in das so genannte Murranji Gebiet ein und die Straße ist zu Beginn super (siehe Foto). Umso weiter wir fahren desto schlechter wird sie jedoch. Zwischenzeitlich geht es nur noch mit 30km/h vorwärts, da die Kühe den Weg so sehr zertrampelt haben, dass wir extrem durchgeschüttelt werden.




In der Mitte des Gebietes sehen wir eine große Farm und lauter kleine Wege, doch kein einziges Schild. Wo geht es weiter? Wir entscheiden uns in der Farm zu fragen. Als wir näher kommen sehe ich schon einen älteren Mann ziemlich grimmig blicken. Ich setzte mein freundlichstes Lächeln auf und sage Hallo. Doch nach wenigen Sätzen ist das Ergebnis: „Privatbesitz. Verpisst euch.“ Na super. Wir haben die Hälfte hinter uns und ich will bestimmt nicht zurück über den schlechten Weg. Also weiter lächeln und freundlich diskutieren. Zwischenzeitlich rechnete ich damit, dass er jeden Moment zur Schrottflinte greift. Nach einigen Minuten hatte ich ihn dann soweit, das er uns erlaubte, auf seinem Land zu reisen.

Das muss man sich mal vorstellen, er hat sich mal gerade 4.900 Quadratkilometer (70km x 70km) gekauft, auf denen nun 10.000 Kühe leben. Um mir die Route zu erklären, führt er mich ins Haus. Da kommen Gedanken an den Film „Wolf Creek“ auf. Zwar habe ich ihn nie gesehen, aber jeder Reisende erzählt mir von den Backpackern, die im Outback abgemurkst wurden. Wenn der mich hier verbuddelt, wird mich nie jemand finden! Natürlich geht alles gut und er will mir nur eine riesige Karte seines Gebietes zeigen. Puh, Glück gehabt :-) Das Problem ist nämlich, dass die eigentliche Straße zum Teil unter Wasser steht und unbefahrbar ist. Somit zeichnet er mir eine komplizierte Route und erklärt mir genau, an welchem Tor ich links und an welchem Wasserturm ich rechts fahren muss. Insgesamt haben wir 63km vor uns. Hoffentlich geht das gut!



Die Feldwege lassen sich recht gut befahren und wir finden zurück zum Highway. Doch das ganze hat recht lange gedauert und so kommen wir erst im Dunkeln auf dem Zeltplatz an.

Tour: Tennant Creek – Top Springs
Übernachtung: Camping, Top Springs

      

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Kategorie: Australien

Alles geschlossen

Dieser Artikel wurde am 10. April 2009 in Australien geschrieben.

Wenn man reist, leidet man schnell unter einem absoluten Wochentagsverlust. Oder anders ausgedrückt: Für mich ist jeden Tag Sonntag :-) Nun habe ich natürlich damit gerechnet, dass heute jemand mein Ersatzradhalter repariert und wir Lebensmittel für die nächsten Tage einkaufen können. Ich habe sogar auf meine Uhr geschaut und gecheckt, das heute Freitag ist. Das jedoch Karfreitag ist und somit logischer Weise nichts geöffnet ist, realisierte ich erst vor wenigen Minuten.

Was heißt das jetzt? Ich packe das riesige Ersatzrad auf die Rücksitzbank und wir fahren mit wenigen Vorräten los. Habe zwar genügend Dosenfutter (habe ich damals mit dem Auto zusammen erworben), aber sowas mag ich eigentlich nicht essen. Hoffentlich finden wir auf dem Weg noch ein Roadhouse, das uns was frisches und leckeres verkaufen kann.

Es geht nun Richtung Gregory Nationalpark. Und was wartet dort auf uns? Einige der kompliziertesten 4WD-Strecken in Australien! Jippijajey :-)

      

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Kategorie: Australien