Backpacking Trip

Jeden Tag eine gute Tat

Dieser Artikel wurde am 29. Juni 2009 in Australien geschrieben.

Ganz nach dem Motto: „Jeden Tag eine gute Tat“, haben wir gestern schon den Motorradfahrer mitten auf einem 4WD-Track gerettet. Heute mache ich ein wenig Werbung für meine Ex-Firma und deren Spendenprogramm, wodurch TravelWorks 5€ für meinen Artikel spenden wird.

Freiwilligenarbeit

Warum geht es in diesem Spendenprogramm? Lassen wir TravelWorks sprechen: „Helfen Sie Straßenkindern in Guatemala indem Sie uns einen Platz auf Ihrer Webseite schenken und durch einen Button auf unsere Hilfsaktion aufmerksam machen - im Gegenzug spenden wir dann für Sie 5€ an ein Schulprojekt in Guatemala.“

Ich hoffe es kommt ein schönes Sümmchen zusammen. Viel Glück!

      

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Kategorie: Australien

Zurück auf Los

Dieser Artikel wurde am 28. Juni 2009 in Australien geschrieben.

Nach einer stürmischen Nacht (über drei Stunden heftiges Gewitter), hatten wir nur ein paar Tropfen Wasser im Zelt. Unseren Nachbarn erging es da schon schlimmer, da ihnen das Zelt bei den Wassermassen zusammen gebrochen war und sie komplett nass wurden. Auf dem Foto stehe ich auf dem großen Sandstrand von Rainbow Beach und im Hinterrgrund steht unser Zelt – windgeschützt zwischen den Büschen und mit Meerblick :-)



Nach einem schönen Sonnenaufgang, machte ich einen Ölwechsel und brachte den Wagen daraufhin zum Mechaniker, bezüglich der Hinterachse. Dank neuem Öl schnurrt der Motor wieder wie ein Kätzchen :-)



Gegen Mittag waren wir startklar und verließen Rainbow Beach Richtung Brisbane, wo wir gegen Abend eintrafen. Ich fand den Weg zu Andrew und Leigh (meinem ersten Mechaniker und seiner Freundin) problemlos und wir wurden dort herzlich empfangen. Außerdem erwarteten uns – zu Annas Freude - acht weitere Leute aus Taiwan. Die zwei Australier haben eine Gastschülerin für ein Jahr und da nun Ferien sind, hat sie ein paar Freunde eingeladen. Dadurch wurde groß (und super lecker) gekocht - Hot Pot aus Taiwan. Wir hatten eine super lustigen Abend und eine Menge zu erzählen.



Irgendwann kam Anna dann damit um die Ecke, dass sie gleich abgeholt würde, da eine Freundin nun in Brisbane sei und sie mit ihr zusammen weiter reisen möchte. Danke. Sowas hätte man mir auch gerne mal zwei Tage eher sagen können. Ich hätte wenigstens Zeit gehabt, eine neue Begleitung zu finden. Da wir uns jetzt aber auch nicht so gut verstanden haben und sie super faul war, machte mir die „Trennung“ nichts aus. So weit ist Sydney nicht mehr entfernt und nun kann ich wenigstens machen, was ich möchte.

Am folgenden Morgen machten Andrew und ich uns auf ein bisschen unsere 4WDs zu testen. Da ich mich über die zu einfachen Touren der letzten Tage „beschwert“ habe, wollten wir es heute etwas krachen lassen. Es ging in das Mt Mee State Forest, wie ich schnell erkannte, der Ort, an dem meine 4WD-Künste ihren ersten Schliff bekamen. Hier hat das Abenteuer vor einigen Monaten begonnen! Schon nach wenigen Metern kam ein großes Hindernis in Form eines umgefallenen Baumes. Meine Dachboxen waren einige Zentimeter zu hoch und mit der Axt wurde der Baum bearbeitet….



Im State Forest gab es über 150km an 4WD-Tracks und wie beim Skifahren, drei verschiedene Schwierigkeitsgrade. Wir suchten uns natürlich die schwarzen Pisten aus :-) Ziemlich beängstigend zwischendurch. Es war super matschig und rutschig. Bei einem Track ging es mega steil herunter. Dort darf man bei dem Matsch nicht bremsen, da der Wagen zur Seite rutschen würde und dann kippen könnte. Also erster Gang (low) und einfach rollen lassen (=Motorbremse). Da schießt das Adrenalin ziemlich an die Decke :-) Wie wir später vom Ranger erfahren, haben sich dort im letzten halben Jahr drei Geländewagen überschlagen! Kurze Zeit später wurden wir dann Mitten im Wald von der Polizei gestoppt. Alkoholkontrolle…



Nach einem Picknick kamen drei Motorradfahrer vorbei, die berichteten, dass sie einen weiteren Fahrer im Wald gefunden haben, dessen Motorrad kaputt ist (Elektronikfehler). Sie fahren allerdings alle so besondere Maschinen, auf die man keine zweite Person nehmen kann. Außerdem war der Weg zu kompliziert für einfache Geländewagen und deshalb schickten wir unsere beiden Landcruiser auf die Rettungsmission. Das Bike wurde auseinander genommen und passte gerade so in Andrews Auto. James, der Fahrer, war total erleichtert, da er nichts weiter dabei hatte und nicht mal wusste, wo genau er ist. Zum ersten (und letzten) Mal war er alleine unterwegs. Wir verstanden uns super mit ihm und wurden umgehend nächste Woche zum BBQ eingeladen. Leider bin ich da schon weg. Doch das ist Australien: Unkompliziert, offen und hilfsbereit. Wenn ich in ein paar Jahren wiederkomme, sind die beiden bestimmt gute Freunde…

Tour: Rainbow Beach – Brisbane
Übernachtung: Zwei Nächte bei Andrew und Leigh auf der Couch

      

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Kategorie: Australien

Fraiser Island - 120km 4WD am Strand

Dieser Artikel wurde am 28. Juni 2009 in Australien geschrieben.

Erneut klingelt um sechs der Wecker. Um sieben checken wir aus und kurze Zeit später sind wir im dichten Nebel auf der Fähre nach Fraiser Island. Was erwartet uns da? Fraiser Island ist die größte Sandinsel der Welt. Groß bedeutet, dass sie pro Seite 120km Sandstrand hat. Und genau diesen Strand darf man befahren. Die ganze Insel ist voll mit Geländewagen, denn anders kommt man hier nicht vorwärts. Ich war zwar schon öfters mit meinem Wagen im Sand und auch am Strand, aber in Fraiser Island ist das nochmal etwas ganz besonderes. Wo sonst kann man zwei Stunden am Strand entlang fahren und den malerischen Ausblick genießen? Das ist ein besonderes Gefühl!



Nur selten trifft man ein anderen Geländewagen und oft können wir soweit das Auge reicht keine Menschenseele entdecken. Nur das Wetter könnte etwas schöner sein, die Wolken betrüben ein wenig diesen super Tag.



In der Mitte der Insel gibt es mehrere Seen, die ganz unterschiedlich erscheinen. Manche haben braun-rotes Wasser, andere sind türkis-blau und haben weißen Sandstrand. Man kommt sich dort vor wie am Meer und möchte eigentlich nur in die Badehose springen. Doch wo ist die Sonne?



Der Wald ist ebenso unterschiedlich. Wir sehen Palmen, normaler Laubbäume, darauf folgt dann Regenwald und wieder kleine Büsche. Es ist super abwechslungsreich und interessant. Nur das Autofahren ist deutlich zu einfach. Zwar ist überall Sand, aber absolut problemlos geht es die Tracks entlang. Ein wenig mehr Herausforderung wäre schon schön gewesen. Nur einmal muss ich einem Pärchen aus Spanien helfen, da sie etwas überfodert waren. Doch nach ein paar hilfreichen Worten kamen sie alleine aus dem Sand heraus.



Das Meer war absolut atemberaubend und so verbrachten wir viel Zeit in den Campingstühlen und beobachteten die Wellen. Da wir alles dabei hatten, gab es Frühstück, Mittagessen und Abendbrot direkt am Strand. Hmm…



Leider hörte ich gegen Abend ein komisches Geräusch, welches sich ganz und gar nicht gut anhörte. Irgendwie konnte ich aber die Ursache nicht finden und so beschlossen wir, am folgenden Tag gegen Nachmittag zurück zu fahren. Die Nacht verbrachten wir in Luxuszelten auf dem Campingplatz. Ausgestattet mit Holzfußboden, Doppelbett, Stühlen und Tischen, kann man diese Zelte mieten. Sie waren jedoch nicht abgeschlossen und da Regen angekündigt war, verschwanden wir zwei in jeweils einem dieser super Zelte :-)



Auf dem Rückweg machten wir noch einen Stopp an einem Schiffswrack, bevor wir zum Glück mit noch laufendem Wagen die Fähre erreichten. Der Mechaniker fand daraufhin schnell die Fehlerquelle: Eines meiner Wheel Bearings an der Hinterachse hat sich komplett zerstört. Noch ein paar KM mehr und ich hätte einen Abschleppwagen gebraucht. Glück im Umglück. Morgen wird es ersetzt…



Tour: Fraiser Island
Übernachtung 1: Camping, Fraiser Island
Übernachtung 2: Camping, Inskip Point in Rainbow Beach

      

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Kategorie: Australien

Was ein Panorama

Dieser Artikel wurde am 27. Juni 2009 in Australien geschrieben.

Im Carnarvon George Nationalpark machten wir am folgenden Morgen eine schöne Wanderung den Berg hinauf, um von dort eine weite Aussicht über das ganze Tal zu erlangen. Es ist ein wenig wie in den Blue Mountains in der Nähe von Sydney. Genau wie dort, ist auch hier die Aussicht durch einen Blauton getrübt, der durch die aufsteigenden Eukalyptus-Düfte entsteht.



Nach einer Nacht in Rollestone werden wir vom Regen geweckt und müssen das nasse Zelt schnell einpacken, um dann auf einem benachbarten Rastplatz (mit überdachten Bänken) zu Frühstücken. Zum Glück schiebt sich die Sonne durch die Wolken und über meine geliebten Dirt Roads geht es weiter zu den Blackdown Tablelands.



Hier gibt es endlich mal wieder eine Strecke, die mit einem „4WD only“ beginnt. Zwar nicht anspruchsvoll, aber dafür mit einem besonders schönen Ziel. Wie schon gestern haben wir einen sagenhaften Blick in die Ferne. Durch die Wolken ist der Kontrast der sich uns bietet, noch stärker. Wir können super weit blicken und die Lichtverhältnisse sind aus dieser Höhe ziemlich beeindruckend. Das beste jedoch ist, dass wir ganz alleine sind. Wir hören nur die Vögel im Tal zwitschern und weit und breit ist weder Auto, Stadt noch Menschenseele.



An solch einem Ort würde man am liebsten den Stuhl aus dem Auto holen, ein kaltes Bier öffnen und diesen gewaltigen Ausblick den ganzen Tag genießen. Soviel Zeit haben wir nur leider nicht und um den Campingplatz noch im Hellen zu erreichen, geht es bald schon weiter.

Noch im Dunkeln (um sechs Uhr) klingelt der Wecker am nächsten Morgen. Es ist bitter kalt ohne die Sonne und auch der heiße Tee will die Lebensgeister noch nicht wirklich in uns wecken. Wir sind so früh aufgestanden, da wir an diesem Tag so einiges vor haben. Ziel ist Rainbow Beach, dass Absprungbrett nach Fraiser Island, der größten Sandinsel der Welt. Jedoch liegen dazu um die 700km vor uns, die wir jedoch größtenteils mit unter 90km/h zurück legen werden. Das wird anstrengend für mich als Fahrer.



Zum Glück konnten wir Querfeldein fahren und so ließen wir den Asphalt des öfteren hinter uns, um über Feldwege und Schotterstraßen eine Abkürzung zu nehmen. Außerdem ist das ganze landschaftlich deutlich spannender und so machte mir das lange Autofahren nicht so viel aus. Um zehn Uhr Abends erreichten wir dann auch endlich unser Ziel.

Tour 1: Carnarvon George Nationalpark - Rollestone
Übernachtung: Camping, Rollestone Caravanpark

Tour 2: Rollestone - Duaringa
Übernachtung: Camping, Duaringa Rest Area

Tour 3: Duarringa – Rainbow Beach
Übernachtung: YHA Hostel, Rainbow Beach

      

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Kategorie: Australien

Lagerfeuer

Dieser Artikel wurde am 24. Juni 2009 in Australien geschrieben.

Die Distanzen sind in Australien einfach gigantisch und so standen uns erneut ein ganzer Tag im Wagen bevor. Zum Glück war die Landschaft schön und interessant, somit war die Fahrt relativ entspannend. Asiaten machen von allem und überall Bilder, darüber machen wir nicht nur in Deutschland Witze, sondern ich erlebe es hier gerade live. Selbst im Supermarkt will Anna Bilder mit Australischen Kindern machen :-) Auf der Straße müssen wir alle fünf Minuten halten. Dann macht man nicht nur ein Foto, sondern gleich zwanzig, da sie ja auf jedem Bild zu dick ist!? Natürlich riss da bei mir nach kurzer Zeit der Gedultsfaden und wir einigten uns auf einen Fotostopp pro Stunde. Sonst würden wir ja nie wo ankommen :-) Eines muss man ihr aber lassen, sie hat ein paar coole Ideen für Bilder….



Von Belyando Crossing ging es zum Carnarvon Nationalpark. Eigentlich wollten wir hier zwei Nächte verbringen, doch da es sich um einen absolut überteuerten Campingplatz handelt, bleiben wir nur eine Nacht. (Gibt leider in 100km Umkreis keine Alternativen und zum Bush Camping konnte ich Anna noch nicht überreden…) Zuvor stoppten wir noch das ein oder andere Mal auf der Reise Richtung Süden. Das ist übrigens Anna:



Abends gab es auf dem Campingplatz ein großes Lagerfeuer und wir kamen ins Gespräch mit einigen Familien aus Australien, die genau wie wir die Wärme des Feuers suchten. Die Nächte liegen bei 5-10 Grad und so möchte man eigentlich gar nicht mehr vom Feuer weg :-) Jedenfalls gibt es dazu eiskaltes Bier und jeder Menge lustige Geschichten. So lässt sich auch ein Tag ausklingen…



Das hier ist eine Fotomontage mit meinem “Bier-kalt-und-Hand-warm-Halter”…

Tour: Belyando Crossing – Carnarvon George Nationalpark
Übernachtung: Camping; Takarakka Bush Resort

      

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Kategorie: Australien

Weg vom Massentourismus

Dieser Artikel wurde am 21. Juni 2009 in Australien geschrieben.

Die Ostküste Australiens ist DAS Reiseziel in Australien. Also waren meine Erwartungen ziemlich hoch. Doch leider gibt es ein Problem: Ich habe das wahre Australien gesehen. Und zwar von der schönsten Seite. Die Ostküste ist super einfach zu bereisen, da es überall richtige Straßen gibt und außerdem ist es hier recht dicht besiedelt. Also ist es sicher zu reisen, man bekommt überall Essen, Hotels und Unterhaltung. Dazu Regenwald, Strand, Berge und das Meer. Ist ja auch alles schön und gut, nur habe ich das ganze schon doppelt so schön irgendwo anders in Australien gesehen :-)

Natürlich macht es mehr Sinn, Werbung für Dinge zu machen, die auch jeder besuchen kann. Nur das die Sachen hier als „beste“, „einmalig“ oder „umwerfend“ bezeichnen, die dann doch eher „naja“ sind, hat mich ein wenig enttäuscht. Andererseits wäre es auch einigermaßen blöde, wenn die Werbung machen a la: „Das beste - was auch immer - findet ihr in XY, leider müsst ihr jedoch einen eigenen Geländewagen kaufen, denn die Autovermietungen verbieten ausdrücklich die Anreise.“ Fände ich zwar recht lustig, doch macht natürlich keinen Sinn. Also was bleibt übrig? Alles, was einfach zu erreichen ist, durchs Marketing als „so toll“ darstellen, dass die Touristen aus aller Welt kommen :-)



Ich für meinen Teil war jedenfalls von dem „besten Abschnitt Australiens“ mehr als enttäuscht. Auch für Anna war es hier langweilig. Taiwan hat viel Regenwald und sie fühlte sich wie zuhause. Also drehte ich das Steuer zur Seite und wir verschwanden Richtung Outback :-) Die Straßen wurden schnell merklich leerer und der Regenwald wurde durch offene Wälder ersetzt. Zwar sind wir nicht wirklich weit entfernt von der Zivilisation, doch den Massentourismus haben wir hinter uns gelassen und es gilt, etwas besonderes zu entdecken. Hoffentlich gelingt uns das. Wir sind zuerst zum Lake Dalrymple gefahren. Einem künstlichen Stausee (Burdekin Falls Dam), der wirklich beeindruckend in der Landschaft liegt. Hier kamen wir pünktlich zum Sonnenuntergang an. Dazu hüpften einige Kängurus über den Campingplatz und über können wir bei Nacht einen super klaren Sternenhimmel sehen.



Am nächsten Morgen gab es zunächst eine Enttäuschung. Die Straße ist gesperrt. Dieses Mal jedoch mit einem Tor. Es gibt kein Durchkommen :-( Warum? Der Weg führt unten am Damm entlang (das letzte bisschen Beton ist die Straße). Jedoch wird sie nur geöffnet, wenn der Stausee nicht überfließt. Das heißt jetzt jedoch ganze 400km Umweg für uns!



Aber was lässt sich da machen? Richtig: Nichts. Umdrehen und zurück. Weiter geht es Richtung Charters Tower und von dort geht es über Belyando Crossing in den Süden (und somit in die Kälte!).

Tour 1: Jourama Falls - Lake Dalrymple
Übernachtung: Burdekin Falls Caravan Park

Tour 2: Lake Dalrymple - Belyando Crossing
Übernachtung: Belyando Crossing Campground

      

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Kategorie: Australien

Es geht weiter

Dieser Artikel wurde am 20. Juni 2009 in Australien geschrieben.

Ich öffne die Tür und ein vertrauert Geruch umgibt mich, als ich in den Wagen steige. Ohne Murren erwachen die Vier-Liter zum Leben und ein Grinsen macht sich auf meinen Lippen breit. Ja, ich bin zurück und das Abenteuer geht weiter :-) Vor mir stehen noch einige tausende Kilometer, die ich mit Trixy (so heißt meine Zweitfreundin = Auto) verbringen werde. Doch wie es genau weiter geht, weiß ich noch nicht. Das Ziel heißt Sydney, doch bis dahin sollten noch ein paar spannende Touren gefahren werden. Besonders vom Wetter werde ich mich leiten lassen. Hier ist es zwar wärmer als in Sydney, doch ab nun werden die Nächte recht kalt werden – in Australien ist Winter!

Auf meine Anzeige für eine Mitfahrgelegenheit haben sich neun Leute gemeldet. Sieben Frauen und zwei Jungs. Alle bis auf ein Mädchen aus Taiwan sind Deutsche. Darauf habe ich keine Lust und so werde ich mal schauen, wie es ist mit einer Asiatin zu reisen. Das es hier fast nur Deutsche gibt, wird mir auch direkt wieder im Hostel klar. Niemand spricht Englisch, egal ob auf dem Zimmer, in der Küche oder sonst wo. Scheinbar ist Cairns die Hochburg der deutschen Backpacker. Alle anderen Nationalitäten scheinen andere Orte zu bevorzugen und ich weiß auch warum, denn sooo toll ist Cairns nicht. Es scheint aber so zu sein, dass die deutschen Backpacker hier alle einen Job suchen. Muss denen wohl jemand erzählt haben, dass es hier viel Arbeit gibt. Blöd nur, es gibt keine. Und so höre ich an jeder Ecke nur (typisch deutsche) klagende Geschichten.



Mit neuen Bremsen an der Hinterachse hole ich Anna Lu gegen Nachmittag ab und wir verlassen Cairns Richtung Süden. Entlang an Zuckerrohrfeldern und vereinzelten Palmen fahren wir die Küste entlang. Wir schlagen das Zelt auf einem Campingplatz an einem Wasserfall auf und neben einem warmen Feuer hole ich gleich auch meinen Pulli raus. Es wird kühl. Blöd nur, dass es hier nur kalte Duschen gibt. Brrrrr. Anna muss ich erst mal ein wenig das Campen beibringen :-) Dank steinreichem Vater, übernachtet sie normalerweise im Hilton oder Four Seasons (kein Witz) und kochen oder abwaschen musste sie zuhause noch nie. Doch sie ist in Australien, um selbstständiger zu werden. Mit immerhin dreißig Jahren wird es auch langsam mal Zeit :-)

Zwar hat der Wasserfall auch eine Stelle zu schwimmen, doch bei den Temperaturen verzichte ich gerne. Die Nacht war super kalt, aber dank meinem super Schlafsack (den Julia mir aus Deutschland mitgebracht hat), brauchte ich nicht frieren. Schon seit längerem habe ich ein 4WD-Magazin neben mir liegen mit einem Trip zu den Brancoe Falls. Großen Wasserfällen, die man nur mit dem Allradfahrzeug erreichen kann. Laut Internet ist die Strecke gesperrt, doch an der Tankstelle vor der Abzweigung frage ich lieber nochmal nach. Ich bekam als Antwort nur ein: „Sorry, mate, it’s closed.“ Wollte schon fast umdrehen: „What kind of car are you driving, mate?“ Anschließend erntete ich ein Grinsen und der Daumen gingen in die Luft: „You are fine, mate, have fun.“ Zufrieden steige ich zurück in den Wagen, lasse das „road closed“ Schild links liegen und es geht den Berg hinauf.



Der Track war dann doch eher einfacher Natur und problemlos ging es voran. Oben angekommen waren wir plötzlich direkt in den Wolken und die Sicht wurde dadurch ziemlich minimiert. Plötzlich fing es auch noch stark an zu regnen und so verzichteten wir auf die zweistündige Wanderung zu dem riesigen Wasserfall. Was machen? Umdrehen und den Weg zurück. Zwar haben wir das Ziel nicht erreicht, aber es machte wieder Spaß, durch den Dreck zu fahren :-)

Tour 1: Cairns - Murray Falls
Übernachtung: Murray Falls Camping

Tour: Murray Falls - Jourama Falls (Paluma Rang Nationalpark)
Übernachtung: Jourama Falls Camping

      

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Kategorie: Australien

Erinnerungen

Dieser Artikel wurde am 17. Juni 2009 in Australien geschrieben.

Eigentlich mag ich keine Bilder im Hochformat, dass ganze zieht den Blog zu sehr in die Länge. Da ich gestern ein wenig Zeit hatte, bin ich kurz durch die Fotos von den Holländern gegangen und da kam natürlich die ein oder andere Erinnerung wieder durch. Folgende Bilder möchte ich euch nicht vorenthalten. Eines meiner Lieblingsbilder, welches wohl als Poster über mein Bett kommen wird :-)



Folgendes Foto erinnert zwar an Afrika, wurde aber auf unserer Tour in der Nähe von Alice Springs aufgenommen:



Ebenfalls in der Umgebung von Alice Springs ist dieses Bild entstanden. Reifenfreundlicher könnte die Strecke kaum sein :-)



Genug geträumt. Wenn alles klappt, geht es gleich weiter Richtung Sydney. Aber dazu später mehr…

      

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Kategorie: Australien

Thailand - Australien

Dieser Artikel wurde am 15. Juni 2009 in Australien geschrieben.

Nachdem Julia den Flieger in die Heimat genommen hatte, blieben mir noch zwei Tage in Thailand. Wollte eigentlich am Strand in der Nähe von Bangkok entspannen, doch nach einer Zugfahrt (ohne Klima – schwitz), wurde ich vom Regen empfangen. Klasse. Gegen Abend verschwanden die Wolken und ich konnte auf ein Jazz-Festival gehen. Live Musik am Strand ist doch schon richtig super. Nur halt leider nicht so ganz mein Musikgeschmack :-) Trotzdem herrschte eine tolle Stimmung und ich schaute mir ein paar Bands an.

Der nächste Tag war auch nur Regen und ich wanderte von Café zu Café, besuchte den Frisör und verschlang ein spannendes Buch. Das zum Thema Strandurlaub… Heute ging der Flug nach Sydney, welcher erneut recht gut war. Emirates ist absolut zu empfehlen! Nur die blöde Frau neben mir nervte gewaltig, da sie mich drei Mal aus dem Schlaf riss. Sie bewegte sich so unvorsichtig, dass ich ihren Ellenbogen oder Fuß irgendwo hin bekam und erschrocken aufwachte. Doch sie tat jedes Mal, als wenn nichts gewesen wäre. Danke.

Ich gehörte in Sydney zu den vielen anderen „dummen“ Touristen, die Australien dauerhaft mit Sommer und Sonne verbinden. In kurzer Hose, Flip-Flops und T-Shirt verließ ich den Flieger. Kurz wunderte ich mich über die Leute in Winterjacken und Schal, als mich die erste frische Brise erwischt. Hilfe, hier ist ja Winter! Hab auch gleich einen coolen Spruch gelernt: „It’s cold enough to freeze the balls off a brass monkey.“ Im Vergleich zu den Temperaturen in Thailand, erwarte ich hier jede Sekunde Schnee. Nur die Frische der Luft tut richtig gut. Endlich wieder durchatmen.

Da ich in Sydney einige Stunden vor meinem Weiterflug nach Cairns habe, fuhr ich zu meiner Ex-Schule, um mal alle meine Briefe (bzgl. des Autos) abzuholen. Da wartete ein ganzer Stapel. Einer war rot/rosa und enthielt einen Strafzettel! Habe wohl irgendwo in Brisbane ein Stoppschild überfahren. Da die Frist natürlich schon längst abgelaufen war, kostete es mich etwas Überzeugungsarbeit, dass die nun zusätzlich angefallenen Kosten nicht weiter berücksichtigt wurden. Abschließend zahlte ich die originalen $60 (anstelle von über zweihundert). Als ich auflegte fiel mir das klein gedruckte Datum des Vergehens ins Auge: 31.01.09. Hallo? Ich habe den doch erst Anfang Februar gekauft! Also erneut ans Telefon…

      

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Kategorie: Australien, Sydney

Garten zwischen Hochhäusern

Dieser Artikel wurde am 13. Juni 2009 in Thailand geschrieben.

Auch der schönste Urlaub wird irgendwann zu Ende gehen. Aus diesem Grund genossen wir am Morgen noch einmal die tolle Stimmung am Strand, bevor ein Langboot uns gegen Zwei zurück zum Fähranleger brachte. Von hier ging es eher unspektakulär weiter. Mit der Fähre nach Phuket, dann dem Taxi zum Flughafen und wenig später der Flieger nach Bangkok. Den nächsten Tag verbrachten wir ein wenig mit shoppen und Julias Fotos zu entwickeln. Eigentlich gibt es wenig Interessantes zu berichten. Halt ein ganz normaler Tag :-)

Doch gegen Abend sollte sich das noch einmal ändern. Für den letzten Abend habe ich mal einen Blick in den Lonely Planet riskiert und das Restaurant Maha Naga gefunden, welches direkt um die Ecke liegt. Wir waren die ersten Gäste und entschieden uns für einen schönen Platz im Garten. Ja, richtig gelesen. Mitten in der Hochhauswelt des Geschäftsviertels Sukhumvit befindet sich ein anspruchsvolles Restaurant mit einem großen Garten, der einem kurz vergessen lässt, dass man in Bangkok ist. Der maurische Innenhof und flackernde Kerzen ließen uns ebenfalls verzaubern. Getränke und Essen waren spitzenklasse! Als wir das Restaurant verließen, fuhr gerade ein nagelneuer Ferrari F430 auf den Parkplatz und parkte neben SL500 und A8. Tja, da verschwanden wir mal ganz schnell zu Fuß um die Ecke :-)

Tour: Ko Phi Phi - Phuket - Bangkok

      

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Kategorie: Thailand