Backpacking Trip

Macau - Hong Kong - Kambodscha

Dieser Artikel wurde am 31. Juli 2009 in Australien geschrieben.

Wer mich kennt weiß, dass ich viele Dinge oft lange im Voraus plane und mich genau informiere, bevor ich Entscheidungen treffe. Somit macht es mir immer wieder besonders viel Spaß, irrationale Entscheidungen zu treffen und spontan Dinge zu tun, die nicht wirklich Sinn ergeben. Vor einigen Tagen wollte ich einen Flug nach Kambodscha buchen. Auf der Website der Fluggesellschaft tauchte plötzlich ein Land mit dem Namen Macau auf. Häää, dachte ich mir, was ist denn das? Keine zehn Sekunden später wurde ich dank Google aufgeklärt. Lange Rede kurzer Sinn: Ich fliege von Bangkok nach Macau und reise von dort nach Hong Kong ein. Warum auch nicht? Der Flug war spottbillig und interessant ist es allemal. Nach fünf Tagen geht es zurück nach Bangkok und von dort dann weiter nach Kambodscha. Na wenn das nicht spannend wird :-)

Ich sitze jetzt gerade am Flughafen und habe immer noch nicht begriffen, dass ich Australien verlassen werde. Bis eben hatte ich noch eine super gute Laune. Die Zeit in Australien war einmalig und gehört zu einem der größten Abenteuer, die ich in meinem Leben haben werde. Es war oft atemberaubend, spannend und einfach klasse. Eine längere Zusammenfassung werde ich die Tage mal verfassen, wenn ich aus etwas Distanz auf die letzten Monate blicken kann. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge werde ich nun das Flugzeug Richtung Bangkok besteigen.

      

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Kategorie: Australien

Schnee in Australien

Dieser Artikel wurde am 31. Juli 2009 in Australien geschrieben.

Super Schnee, wenig Schlaf, alle Knochen noch heile, aber ein paar blaue Flecken und überall Schmerzen. So oder ähnlich lassen sich meine drei Tage im Schnee von Australien zusammenfassen. Die Lifte laufen zwischen 1300m bis auf knapp über 2000m und die Verhältnisse zum Snowboarden sind super. Die längste Abfahrt zieht sich über 3,7km den Berg hinunter. Es gibt mehr als zehn verschiedene schwarze Pisten und ein paar Boarder-Parks mit Sprungschanzen und all so einem Zeugs zum Spaß haben :-) Und das ganze zwischen Eukalyptusbäumen. Koalas habe ich aber nicht gesichtet…



Unsere Gruppe besteht fast nur aus Australiern und dadurch steht neben dem Skifahren auch das Trinken sehr hoch im Programm. Nur Jack und ich bringen es zustande, drei Tage lang von morgens acht bis Abends fünf Uhr auf dem Board zu stehen. Es gibt nur eine kurze Mittagspause. Der Rest der Gruppe verzieht sich meist schon gegen Mittag in die Kneipen. Dazu kommen noch Partys bis in die Nacht und nach nur ein paar Stunden Schlaf, klingelt um sechs Uhr der Wecker. Da fragt man sich doch das manche Mal, warum wir uns das ganze antun :-) Aber sobald ich dann den Hang hinunter fahre und den Fahrtwind um meine Ohren sausen höre, ist das Schlafdefizit ganz schnell vergessen.



Das Wetter ist meist super, nur weit oben endet man des öfteren in den Wolken. Da kann es auch schon mal passieren, dass man seine Hand vor Augen nicht mehr sieht. Ziemlich blöde auf einer schwarzen Piste ohne richtige Skibrille. Aber bin trotzdem heile runter gekommen :-) Trotzdem habe ich einige blauen Flecken und ich hoffe, dass ich morgen im Flugzeug still auf meinem Hintern sitzen kann.

Die Tour an sich war spitze. Nur der Anbieter mehr als schlecht. Die Unterkunft grausam, das Essen zum abgewöhnen und unser Bus ist ganze vier Mal kaputt gegangen! Will das jetzt nicht weiter ausführen – aber es nervt gewaltig, wenn der ganze Körper schmerzt, man nur noch in die Sauna will und dann knapp zwei Stunden draußen im Kalten stehen muss. Aber hey, dafür war es günstig und wir hatten eine Menge Spaß :-)

      

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Kategorie: Australien

Snowboarden in Australien

Dieser Artikel wurde am 28. Juli 2009 in Australien geschrieben.

Was macht man, wenn einem noch fünf Tage in Australien bleiben und man noch einmal was Aufregendes erleben möchte? Snowboarden :-) Ja richtig gelesen: Snowboarden in Australien! Keine Skihalle sondern echter Schnee und das im Juli. Glaubt ihr nicht? Schaut hier:



Gestern Abend um sechs ging es los und um kurz nach Mitternacht erreichten wir die Snowy Mountains. Habe natürlich was billiges gebucht und so muss ich damit leben, dass ein normales Doppelzimmer für acht Leute umfunktioniert wurde. Dank Ski und Snowboards, Skischuhen und Taschen, bleibt da kaum Platz zum atmen :-) Aber egal, nach einem Tag auf der Piste bin ich eh so müde, dass ich tot ins Bett falle.

Zum Glück kann man hier Hosen und Jacken leihen und natürlich auch Snowboards und Schuhe. Als ich das erste Brett in der Hand hielt, bekam ich einen kurzen Lachkrampf. Damit ist wohl kürzlich jemand gegen den Baum gefahren. Das fiel fast auseinander. Ein kleiner Aufpreis ließ mich dann zum Glück ein klasse Burton-Board in der Hand halten ;-) Auf in den australischen Schnee!

Tour: Sydney - Snowy Mountains (Kosciuszko National Park / Thredbo)

      

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Kategorie: Australien

Dauergrinsen gewünscht?

Dieser Artikel wurde am 25. Juli 2009 in Australien geschrieben.

Hier das Rezept: Tür auf und aus 14.000ft (knapp 4.500m) aus dem Flugzeug springen :-) Ich verspreche euch, ihr werdet den ganzen Tag mit einem Grinsen im Gesicht herum laufen! Das war mehr als nur cool, das war einfach mega super klasse! Besonders toll war in diesem Fall die Kulisse. Dank traumhaften Wetter konnten wir sehr weit blicken. Auf der einen Seite lagen die Berge und auf der anderen das Meer. Unter uns der Strand. Besser geht es kaum :-)



(Sorry für die schlechte Bildqualität. Die Bilder sind aus dem Video. Das ist dafür umso besser!) Schon im Flugzeug war es super. Ich bin noch nie mit solch einem kleinen Ding geflogen. Wir saßen verkehrt herum und neben mir war die Tür, die komplett aus Plexiglas bestand. So schaute ich schon beim fliegen immer nach unten :-) Durch den tollen Ausblick fand ich das so spannend, dass ich immer noch keine Aufregung verspürte.



Erst als die Tür geöffnet wurde schoss das Adrenalin in mir hoch. Endlich. Wie lange wollte ich sowas schon machen. Nun war es also soweit. 60 Sekunden freier Fall. Über 200km/h. Juhuuuuuuuuuu!



Natürlich war auch ich am schreien. Wie in der Achterbahn gehört das einfach dazu :-) Dort oben hatten wir minus zehn Grad, da wurde es ganz schön kalt im Gesicht. Aber das merkte ich kaum, so begeistert war ich von dem freien Fall. Durch die Geschwindigkeit war es super laut um uns. Als sich jedoch der Fallschirm öffnete wurde es plötzlich so ruhig und friedlich. Wow. Das war ein ganz besonderer Moment. Man war quasi ganz alleine und konnte die Welt von oben sehen.



Ich durfte dann auch selber steuern und war schon ziemlich beeindruckt, was man alles mit solch einem Ding anstellen kann. Das einzig blöde: Es war viel zu schnell zuende. Wäre am liebsten gleich wieder ins Flugzeug gehüpft :-)

      

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Kategorie: Australien

Abschiedstränen

Dieser Artikel wurde am 21. Juli 2009 in Australien geschrieben.

Ich kann es noch nicht ganz glauben. Nach nur vier Stunden Schlaf (gestern war ich auf einer Abschiedsparty) stand ich heute morgen um sieben Uhr am Flughafen. Ein LKW-Fahrer aus Brisbane kam geflogen, um sein neues Spielzeug – meine Trixy – abzuholen. Tja und jetzt sitze ich hier im Café und weiß nicht so recht wohin. Sechs Monate und ganze 30.158km habe ich mit dem Cruiser verbracht und nun war es an der Zeit, Abschied zu nehmen. Hoffentlich kommt „sie“ in gute Hände. Der nächste Cape York Trip ist jedenfalls geplant :-) Und noch mal als Erinnerung: Australiens Outback.



Ein paar abschließende Worte zu dem Wagen: War ich zufrieden mit dem Cruiser? Ja und nein. Würde ich noch einmal starten, würde ich ein paar Dinge anders machen. Man lernt aus Fehlern. Auch wenn die meisten Dinge eher Erfahrungen sind. Ich würde jedenfalls niemanden zu einem „Backpacker-Auto“ raten. Die Wagen sind einfach zu ausgelutscht. Kaum jemand zahlt Geld für Service und Reparaturen. Jeder probiert nur die möglichst vielen Kilometer für wenig Geld raus zu holen. Der Vorteil: Man spart eine Menge Geld beim Kauf. Oft sind die Wagen deutlich günstiger und haben all das Campingzeugs schon mit dabei. Wäre ich am Ende günstiger dabei weg gekommen, wenn ich einen „scheckheftgepflegten“ 4WD von einer Familie gekauft hätte? Ich weiß es nicht.

Des Weiteren hätte ich den Wagen von Beginn an mit einem ordentlichen Fahrersitz ausstatten sollen. Entweder aus einem neueren Modell oder gleich einen vernünftigen Recaro-Sportsitz. Mein Sitz hat weder Seitenhalt, noch ist er bequem. Er ist alt und durchgesessen. Die 30.000km (die deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen als in D) haben von meinem Rücken viel abverlangt. Dazu das Schlafen auf Luftmatratzen. Hoffe ich habe nichts dauerhaft beschädigt. Rückenschmerzen habe ich jedenfalls des öfteren….

Fest steht jedoch: Landcruiser sind definitiv die besten Geländewagen – im Gelände!

      

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Kategorie: Australien

3… 2… 1… deins!

Dieser Artikel wurde am 19. Juli 2009 in Australien geschrieben.

Und verkauft. Jedenfalls theoretisch. Muss jetzt noch warten, bis der gute Herr vorbei kommt und mir das Geld in die Hand drückt. Anschließend kann ich dann durchatmen. Ist wohl einer der wenigen „Backpacker-Autos“, die wieder zurück an einen Australier gehen. Wenn man überlegt, dass ein Outback-fähiger Mietwagen (Landcruiser) mit Vollkaskoversicherung $7.000 im Monat kostet, ist es ein wahres Schnäppchen gewesen, mit meinem Wagen durch Australien zu fahren. Das Beste bei den Vermietern ist jedoch, das man mit deren Autos z.b. nach Cape York fahren darf, aber der Old Telegraph Track ausgeschlossen ist. Das ist wie wenn man einen Skiurlaub bucht und dann den Lift nicht benutzen darf :-) Man hat also den besten Geländewagen und darf mit ihm höchstens über Feldwege fahren. Tztztz… Hier noch einmal ein Bild von meinem Schmuckstück vor Victorias’s High Country Kulisse:



Rein zufällig fiel mir heute ein Werbeprospekt ins Auge. Die bieten unter anderen Cape York Trips an. Elf Tage $3.500 pro Person (im Zelt!!!) mit einem 4WD-Bus. Und wie auch bei den Mietwagen, der Old Telegraph Track wird nicht befahren. Da zahlt man ein Schweinegeld und wird dann über die Rentner-Strecke ans Ziel gebracht. Doch ohne den Old Telegraph Track ist Cape York eher unspektakulär. Scheinbar wissen das die meisten Touristen aber nicht. Ich hätte meine Sitze im Auto mal besser vermarkten sollen. Ein Zelt und Essen hätte es bei mir auch gegeben. Dazu noch Adrenalinkicks und jede Menge Action. Hätte ich mir mal eher überlegen sollen…

Mich hat der Landcruiser mit Vollkaskoversicherung und allen Reparaturen im Vergleich jedenfalls nur ein Bruchteil gekostet. Dazu war ich dann noch komplett mit Zelt und Campingzeugs ausgestattet. Und wenn man bedenkt, dass ich gerade durch die Reparaturen eine Menge Australier kennen gelernt habe, hat sich das sogar irgendwie wieder bezahlt gemacht. Apropo Reparaturen: Drei Tage vor Auktionsende viel einem Interessenten auf, dass meine vordere Feder gebrochen war. Habe ich nie bemerkt, doch hätte ich den Wagen noch einmal mit ins Gelände genommen, hätte ich ein kostenintensives Problem gehabt. Auch hätte ich einen schweren Unfall produzieren können, wenn mir die Feder irgendwo auf dem Highway gebrochen wäre. Somit bin ich schon ziemlich glücklich, dass alles gut ging. Nur wieder blöd, dass das noch vor dem Verkauf repariert werden muss. Die Werkstadt wollte $500 :-(



Es waren vier von sechs Blättern gebrochen (siehe Bild). Das ist gar nicht gut. Verschweigen wollte ich das ganze bei ebay auch nicht. Schließlich will ich nicht verantwortlich sein, wenn jemand mit dem Wagen einen Unfall verursacht. Danke meinem Kumpel John reparierten wir zusammen den Wagen für ganze $50 (für eine Blattfeder vom Schrottplatz) und ein paar Bier. Gut das die Australier so hilfsbereit sind.

      

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Kategorie: Australien

Unglaublich

Dieser Artikel wurde am 15. Juli 2009 in Australien geschrieben.

Kaum zu glauben: Nach dem der britische Backpacker Jamie Neale in den Blue Mountains verschwunden war, haben die Retter schon fast die Hoffnung aufgegeben. Heute, 12 Tage später wurde er gefunden. Eben war ein Kamerateam von Channel 9 bei uns im Hostel, den der Brite hatte hier gewohnt, bevor er vor einigen Tagen von einer Wanderung nicht zurück kam. Da hat aber jemand verdammt Glück gehabt! Hier die ganze Strory.

      

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Kategorie: Australien

Zwischen Café und Couchecke

Dieser Artikel wurde am 15. Juli 2009 in Australien geschrieben.

Oh je, da habe ich schon Wochen (besser Monaten) nicht mehr in meinen Feedreader geschaut und das Ding ist mir fast um die Ohren geflogen. (Was ist ein Feedreader?) Über 2.500 Artikel aus 44 abonnierten Feeds. Da ich mich aber mal wieder auf den neusten Stand bringen muss, was mein Internet-Wissen angeht, musste ich das heute durcharbeiten. OK, war viel Schrott und Unwichtiges dabei. Zum Glück auch Einiges, was einen Lachkrampf auslöste. Einige Neuigkeiten im SEO-Bereich brachten mich schon stark zum grübeln. Aber das macht die ganze Suchmaschinengeschichte besonders spannend: Jeden Tag kann sich etwas gravierend ändern. So muss man immer am Ball bleiben.

Noch vier Tage ist mein Auto auf eBay und hat neben 1.000 Seitenaufrufen, über 150 Beobachter. Na da hoffe ich doch, dass sich zum Schluss zwei (oder gerne mehrere) gegenseitig in die Höhe steigern :-) Aber das Risiko ist natürlich gegeben, dass nichts mehr passiert. Würde den Wagen ja selber hochsteigern, aber wäre schon ziemlich blöde, wenn ich ihn schlussendlich selber kaufe :-) Also beten, hoffen und die Daumen drücken…

Heute Nacht war Schnee gemeldet. Wir hatten Null Grad aber als ich dann am Morgen die Gardinen (ja sowas habe ich in meinem Geländewagen) zur Seite schob, war alles wie immer: Kalt :-)

      

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Kategorie: Australien

Rund um Sydney

Dieser Artikel wurde am 14. Juli 2009 in Australien geschrieben.

In den letzten Tagen ist nicht so viel Spannendes passiert. Freitag Nacht war ich mit John und seinem Kumpel unterwegs. Im Süden, wo die Häuser um Sydney herum aufhören, liegt eine großes Gebiet, dass dank Felsen, Schlamm und Sand perfekt zum Spaß haben ist. Meinen Wagen habe ich lieber bei John gelassen (will ja nix mehr kaputt machen vor dem Verkauf). Leider. Die Strecke war nämlich super. Doch die beiden fahren modifizierte Suzukis. Somit hätten sie ab und zu gut einen richtigen Geländewagen gebraucht, der sie ein paar Felsen hinauf zieht :-) Leider konnten wir die ein oder andere Strecke nicht fahren. Mir wurde erneut klar, wie gut meine Entscheidung war, einen Landcruiser zu kaufen. Trotzdem hatten wir eine Menge Spaß!



Bondi Beach ist auch im Winter ein Traum. Die Wellen sind riesig und es sind echt noch ein paar Surfer im Wasser. Profis. Habe im ganzen Leben noch nicht so große Wellen live gesehen. Da man in Bondi die Wellen auch von der Seite sehen kann, sieht man genau, wie sie sich quasi von oben herab überschlagen und einen Tunnel bilden (Verständlich ausgedrückt? Wenn nicht – hier klicken). Nach ein paar Tagen in Sydney wollte ich trotzdem noch mal raus und früh am Montag Morgen sprang ich in meinen Wagen. Es ging durch den Royal Nationalpark die kurvige Küstenstraße entlang bis nach Wollongong. Immer wieder ging es durch kleine Orte und entlang einsamer Strände. Wäre es doch nur ein wenig wärmer :-)



Zum Mittagessen saß ich am Strand, genoss die tolle Aussicht und schmierte mir leckere Brötchen. Als ich zurück zum Auto kam, parkte dieser Flitzer neben mir. Gut das ich den gesehen habe, sonst wäre ich da beim Ausparken versehentlich drüber gefahren :-)



Weiter führte mich die Reise ins Hinterland, weg von der Küste und hinauf in die Berge. Insgesamt fuhr ich gestern so an die 400km. Einfach so. Das hätte mir mal einer in Deutschland sagen sollen: „Lass mal gerade ein wenig durch die Gegend fahren. So 400km.“ Den hätte ich für bekloppt erklärt :-) Seitdem ich hier bin, sind 100km Umweg für einen Cappuccino oder 200km für einen besseren Campingplatz jedoch so normal, wie in Deutschland ein Umweg über die Eisdiele :-) Als ich den Wagen neu gekauft hatte und ein Schild sah, dass 300km drauf stehen hatte, fand ich das sooooo weit weg. Jetzt sind das gefühlt nur ein paar Minuten. Schon interessant, wie so eine Reise doch die eigene Wahrnehmung verändert… Aber dazu muss ich auch sagen, dass das Autofahren hier hundert Mal relaxter ist. Meist ist man nämlich alleine auf der Straße. Einen kurzen Stopp machte ich noch, um den weiten Blick über Wollongong und den Ozean zu genießen (das Meer ist links vom Foto).



Gegen Nachmittag erreichte ich die Blue Mountains. Nun zum dritten Mal und trotzdem wieder schön! Nur ein Problem: Es ist kalt! Wir sind hier einige hundert Meter höher als an der Küste. Tagsüber wird es zwar noch so 12 Grad, aber Nachts liegen die Temperaturen um Null. Perfekt zum Campen :-) Ich schlafe nun in zwei Schlafsäcken und nur meine Nase schaut heraus. Doch ich muss sagen, dass ist verdammt gemütlich. Nur das Aufstehen am nächsten Morgen macht überhaupt keinen Spaß. Brrrrrrrrrrrrrrrrrrr. Kalt. Nachdem ich dann in die eiskalten Klamotten gesprungen bin, gab es als Entschädigung einen super schönen Regenbogen im Tal. Umgehend machte ich mich da auf die Suche nach dem Goldschatz…



Zum Glück gibt es hier eines der besten (oder sogar das beste) Hostel in Australien. Warme Duschen und eine super große Küche sind doch sehr willkommen. Und die Sofaecken und Feuerstellen sind ebenfalls eine klasse Abwechslung zur Kälte.

Tour: Sydney – Wollongong – Blue Mountains
Übernachtung: Im Auto, Katoomba

      

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Kategorie: Australien

Großes Wiedersehen

Dieser Artikel wurde am 10. Juli 2009 in Australien geschrieben.

Als ich vor zwei Tagen im Dunkeln über die Anzac Bridge fuhr und vor mir die Skyline von Sydney lag, schlug mein Herz schneller. Sydney fühlt sich einfach super an – es ist schön wieder hier zu sein. Zum Glück kenne ich den Landcruiser nun ziemlich gut und so habe ich absolut kein Problem, dass Schiff durch die Großstadt zu manövrieren. In meiner Ex-Schule drucke ich am folgenden Tag fleißig Flyer für mein Auto. Als ich dort so sitze, erinnerte ich mich an meine ersten Tage in der Schule zurück. Zum ersten Mal bemerkte ich, wie stark sich mein Englisch verbessert hat. Doch es war nicht die Sprachschule sondern hauptsächlich die Reisen mit Cody und den Holländern, die meinem Englisch auf ein anderes Level gebracht haben. Wenn man den ganzen Tag „perfektes“ Englisch hört, lernt man automatisch eine Menge.

Eigentlich habe ich erwartet, dass keiner meiner Freunde mehr in Sydney ist, doch da habe ich mich getäuscht. Zum Mittagessen treffe ich mich mit Tilman, der ebenfalls erst gestern angekommen ist und morgen nach Hause fliegt. Daraufhin gehe ich mit Bettina einen Kaffee trinken. Sie arbeitet als Aupair zwei Stunden von Sydney entfernt und hatte gestern ihren freien Tag. Auf der Straße treffen wir wenig später Tammy. Sie fliegt heute für zehn Tage nach Japan, kommt dann aber wieder nach Australien. Mit Maciek werde ich mich am Wochenende treffen und für morgen steht eine 4WD-Tour bei Nacht an, zusammen mit John. (Mit ihm hatte ich vor einigen Monaten meine erstes extremes Abenteuer in meinem Wagen.) Allerdings werde ich in sein Auto springen, da ich meine Trixy auf den letzten Metern nicht verschrotten möchte :-) Außerdem fährt er am Wochenende mit weiteren Australiern zu den Sanddünen in Newcastle, um dort ein wenig Spaß zu haben. Doch könnte mir vorstellen, dass wer mein Auto ansehen möchte und so bleibe ich lieber/leider in Sydney.

      

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Kategorie: Australien