Backpacking Trip

Karaoke im Pub

Dieser Artikel wurde am 04. Juli 2009 in Australien geschrieben.

Vor zwei Tagen habe ich noch geschrieben, dass es mit Charlotte ganz gut läuft. Heute muss ich das ganze doch mal wieder revidieren. Werde sie wohl möglich noch vor Sydney raus schmeißen. Dachte schon es liegt an mir, schließlich hat es mit den letzten Zwei (eigentlich sogar Drei) Begleitungen ja mal gar nicht geklappt. (Dafür mit Cody oder den Holländern umso besser.) Doch nicht nur Harmish und die Jungs fanden Charlotte wortwörtlich zum Kotzen, sondern selbst wildfremde Menschen haben mir dieses nach wenigen Minuten mit ihr so gesagt. Wie ist es dazu gekommen? In Mt Tamborine gibt es nur eine richtige Kneipe und dort treffen sich am Wochenende halt “alle” Einwohner. Vater und Sohn saufen sich gegenseitig unter den Tisch, ein paar kleinere Prügelszenen zwischen Nachbarn und auch sonst jede Menge Alkohol.

Freitag Abend war Karaoke angesagt und schon um sieben Uhr abends waren wir in der Bar dabei, uns Mut anzutrinken. (Oder mit Hamish Worten: „We got pissed.“) Die Stimmung war super relaxt, in wenigen Minuten kannte ich die halbe Kneipe und das flüssige Gold floss in Strömen. Hatte lange nicht mehr solch eine Party erlebt. Jedenfalls kamen immer mehr Leute auf mich zu und luden mich auf Getränke ein. Warum? Sie hatten alle Mitleid, da ich mit Charlotte reisen muss! Sie hat bis heute immer noch nicht geduscht, stinkt richtig dolle und erzählt in einer Tour Müll. Auch ihre ganze Lebenseinstellung ist seeehr komisch. Genauso haben es (zum Glück) auch alle anderen Leute erlebt und so hatten wir eine Menge zu lachen. Charlotte hatte in der Zwischenzeit die Getränke von absolut wildfremden Leuten genommen und ein paar Schluck getrunken, bevor die sich beschweren konnten. Muss man sich mal vorstellen…

Ehe ich mich versah, stand ich dann auch mit Hamish und der Schwester von Russ auf der Bühne und wir sangen „to her door“ von Paul Kelly. Und das war erst der Anfang. Immer öfters landete ich mit „neuen Freunden“ auf der Bühne. Es ist irgendwie ganz anders als in Deutschland. Keine Ahnung wie ich die Atmosphäre beschreiben soll, aber es war super. Natürlich waren wir die Letzten, die aus dem Pub geschmissen wurden, bevor das Licht aus ging.

Hier fährt jeder besoffen, schließlich ist die Polizei ja Freund, Onkel oder sonst wie verwandt. Die Jungs holten ihre Swags von zuhause und bei Hamish im Garten wurde das Feuer entzündet. Swags (waterproof bedroll) sind typisch für Australier. In jedem körperlichen Zustand lassen sie sich aufbauen. Dafür müssen nur die Gurte geöffnet werden und das Swag wird ausgerollt. Es hat eine Matratze, Decken und Kissen gleich fertig drin, darüber quasi eine wasserdichte Ausenhülle. Reißverschluss auf und rein. Somit campten wir mit acht Leuten im Garten und hatten eine Menge Spaß.

Hier noch ein schönes Video von Ormeau (Mt Tamborine), solch einen Spaß hatten wir dort gestern auch :-) Zu Schade, dass ich Trixy nicht mitnehmen konnte…

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Kategorie: Australien

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