Backpacking Trip

Casting Runde Eins

Dieser Artikel wurde am 23. Februar 2009 in Australien geschrieben.

Auf meine Anzeige für eine Mitfahrgelegenheit haben sich fünf Leute gemeldet. Also wurde von mir die Castingrunde eingeleitet. Somit hieß es heute viel Cappuccino trinken :-) Um das ganze etwas abzukürzen, habe ich die beiden deutschen Kandidaten erstmal nicht eingeladen. Falls heute niemand dabei ist, werde ich morgen erneut eine Runde mit den beiden gestalten. Doch ich hoffe, dass ich zwischen dem Amerikaner, dem Franzosen und der Italienerin schon ein Treffer lande. Das ganze ist natürlich nicht „ganz fair“, denn einer der Kandidaten geht mit einem haushohen Vorteil ins Rennen. Wer? Der Ammi natürlich.

Nacheinander traf ich mich also heute mit den drei möglichen Reisebegleitern. Wie nicht anders zu erwarten, spielte der Ammi (Cody, 22, ich glaube aus Indiana) seinen Vorteil voll aus. Was will ich mehr? Besser kann ich kaum Englisch lernen. Der Franzose und die Italienerin waren beide nett, aber sonst hat es nicht so ganz gepasst. Auch war das mit dem Englisch nicht so gut bestellt. Es reichte für einen Kaffee, aber wenn man mal länger zusammen ist und sich unterhalten möchte, kommt man da schnell an seine Grenzen.

Somit geht der „Preis“ an Cody. Ich hoffe, dass mich der erste Eindruck nicht getäuscht hat und wir ein gutes Team bilden. Diesmal werde wir nur zu Zweit reisen. Bin mal gespannt, was wir so alles erleben :-) Leider habe ich eben von zwei neuen Buschfeuern gehört. Mal schauen, wie unsere Reiseroute dadurch beeinflusst wird. Aber bitte jetzt keine Panik. Wir werden nicht testen, ob der alte Landcruiser Feuerfest ist…

      

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Kategorie: Australien

Spielwiese für große Jungs

Dieser Artikel wurde am 22. Februar 2009 in Australien geschrieben.

Ich habe es ja nicht anders gewollt. Im Outerlimits4×4-Forum wurde fleißig diskutiert, ob man mich überhaupt mitnehmen kann. Zum einen habe ich nicht genügend Erfahrung, zum anderen ist mein Auto nicht modifiziert genug. Allerdings sind genügend erfahrene Fahrer dabei und so bekam ich trotzdem eine Einladung. Da ich die Herausforderung liebe und auf Action stehe, habe ich diese gerne angenommen und Sonntag morgen gegen acht in einem Vorort von Sydney eingefunden. Mit mir zusammen waren standen fünf Geländewagen (insgesamt neun Personen) auf dem McDonalds Parkplatz. Die anderen Autos waren jedoch echte „Kampfmaschinen“, nur für einen Zweck gebaut: Für den extremen Spaß im Gelände. Die Jungs fahren jedes Wochenende los und haben ein Zweitauto für den Alltag. Manch einer hat ein halbes Vermögen in sein Spaßmobil gesteckt. Mal schauen, ob mein Standard-Landcruiser da mitkommt.



Nach einer Stunde Kolonnenfahrt auf dem Highway erreichten wir Appin. Von hier geht es dann gleich ab ins Gelände. Reifendruck runter, Sperren rein und ab geht die Post. Über das CB-Radio (UHF) stehen wir stets in Kontakt. Schon öfters habe ich mich mit Truckern unterhalten, aber mit den Jungs macht es noch mehr Spaß. Keine fünf Minuten nach dem Start, ist mein Adrenalin auf Hochtouren. Auf was habe ich mich da eingelassen? Vor mir sind große Felsen, die auf den ersten Blick unüberwindbar wirken. Mein Herz rast. Ich denke nur: „Scheiße, das werden teure Reparaturen.“ Doch es gibt kein Zurück. Die Touren, die ich bisher gemacht habe, sind absoluter Kindergarten gegen diese Strecke. Der erste Toyota mit fetten 35 Zoll Reifen, Turbo und extrem höher gelegt (20cm), meistert die ersten Hürden problemlos. Nun bin ich dran. Doch zu meiner Beruhigung (naja, ruhig war ich eigentlich nicht wirklich) standen die Jungs draußen und gaben mir Anweisungen. Ich glaubte kaum, zu was der Wagen fähig war. Wow, das hätte ich mich alleine nie getraut.



Oft gab es auch zwei mögliche Wege, den „chicken way“ für mich und einen weiteren nur leicht modifizierten Toyota und den extremen Weg. An diesen komplizierten Stellen stehen alle draußen, geben dem Fahrer (nicht nur mir) wertvolle Tipps, sammeln Baumstämme und große Steine, um diese unter die Räder zu legen oder machen einfach nur Fotos und Videos. Die Stimmung ist großartig und wenn jemand eine Herausforderung gemeistert hat, gibt es anerkennenden Applaus (auch für mich). Schnell stelle ich fest, dieses Hobby ist extrem kostspielig. Ryan zerstört seine $1.500 Bullbar, zwei Wagen haben einige dicke Beulen gesammelt (zu den unzähligen anderen) und der Reifenverschleiß ist nicht ohne. Kurz vor dem Ende bricht mir dann noch die Halterung vom Ersatzreifen am Kofferraum. Na super. Wäre ja auch was gewesen, wenn ich ohne eine Schramme zurück gekommen wäre.



John beruhigt mich, greift zum Handy und ruft seinen Kumpel an. Zurück auf der Straße geht es zu ihm nach Hause und wir schweißen alles mit Winkeln verstärkt wieder zusammen (dauert zwei Stunden!!). Obwohl mich eigentlich keiner kennt, wollen sie nicht einmal Geld für das Material, geschweige denn für die Arbeitszeit. Danke! Außerdem bauen wir den ganzen Apparat kurz ab. Muss morgen erneut zum „TÜV“ (Registrierung verlängern) und bin Freitag durchgefallen, da ich kein Licht am hinteren Nummernschild hatte. Für $200 sollte Montag eine Lampe angebaut werden. Nun ist das Nummernschild zurück am Auto (mit Beleuchtung) und nach der Überprüfung kommt es zurück an den Halter ;-) Des Weiteren bekomme ich noch einen Tipp, der mir über $300 für die Steuern spart. So gesehen hat sich dieser Trip auch finanziell gelohnt!

      

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Kategorie: Australien

Wieder alleine

Dieser Artikel wurde am 19. Februar 2009 in Australien geschrieben.

Schon seit vorgestern war klar, wir werden nicht gemeinsam weiter reisen. Pauline hatte die Kosten für solch eine Tour falsch eingeschätzt und als Backpackerin möchte sie jeden Dollar sparen. Somit hat sie sich entschieden, uns in Sydney zu verlassen. Den Rüdiger wollte ich nicht weiter mitnehmen. Campen und zusammen reisen heißt schließlich gemeinsam anpacken und helfen, egal ob Zelt auf-/abbauen, Essen kochen oder abwaschen. Und da die Wellenlänge sonst auch mal überhaupt nicht passte, war auch für ihn in Sydney Endstation.

Ärgern tue ich mich ein wenig, dass ich damals nicht die beiden Engländer mitgenommen habe (was bedeutet hätte, den beiden Deutschen einen halben Tag vorher abzusagen). Mein gutes Gewissen hat mich leider etwas enttäuscht. Beide haben mir zwar hoch und heilig versprochen, die ganze Zeit Englisch zu sprechen, aber das ganze ging mal richtig nach Hinten los. Mit Pauline hat es zwar zu Beginn noch geklappt, doch Rüdiger zeigte leider überhaupt keine Interesse am Englisch und so sprachen wir nach zwei Tagen nur noch Deutsch. Zwar habe ich es immer wieder versucht und sie gebeten Englisch zu sprechen, doch ich bekam einfach eine Antwort auf Deutsch. Super :-(

Jetzt habe ich erneut eine Mitfahrgelegenheit-Anzeige im Internet stehen, in der ich ausdrücklich nach Nicht-Deutschen suche :-)

Zum Positiven: I’m back in Bondi. Als ich die Skyline von Sydney aus der Ferne sah, schlug mein Herz höher. Hier fühle ich mich zuhause. Zu meiner Zufriedenheit schien die Sonne und es ist endlich wieder heiß. Auch wenn es länger dauerte, fuhr ich quer durch die City, einfach nur um die Atmosphäre zu genießen. Mein Auto parkte ich in der Nähe vom Hostel in Bondi und sprang erstmal unter die warme Dusche. Das tat nach drei Tagen ohne Dusche richtig gut!

Wie geht es weiter? Am Sonntag werde ich mich mit ein paar echten Australiern zu einer gemeinsamen 4WD-Tour treffen. Hoffe ich werde ein paar nette Leute kennen lernen und ein paar Tipps und Tricks sammeln. Und bis dahin? Die Sonne scheint und der Strand ruft :-) Außerdem sind noch einige Freunde hier, mit denen ich mich natürlich treffen werde. So lässt es sich gut gehen…

Tour: Bilpin – Bondi Beach
Übernachtung: Im Auto vor dem Hostel ;-)

      

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Kategorie: Australien

Auf der Suche nach Gold

Dieser Artikel wurde am 19. Februar 2009 in Australien geschrieben.

Wieder strömender Regen :-( So langsam reicht es! Früh am Morgen muss ich erstmal unseren Nachbarn retten. Seine Batterie ist alle und ein Überbrückungskabel hilft nicht weiter. Da er einen alten umgebauten Schulbus fährt, fällt das Anschieben auch flach. Also wird er ans Abschleppseil gehängt und ein paar Meter von mir gezogen. Zum Glück springt der Motor an und ich habe noch vor dem Frühstück (erneut im Wäscheraum wegen dem tollen Wetter) meine erste gute Tat hinter mir :-)

In der Hoffnung, dass die Sonne durch kommt, fahren wir unserem nächsten Off-Road-Abenteuer entgegen. Die Strecke von Lithgow nach Bathurst lässt sich über normale Straßen in einer Stunde fahren. Wir hingegen werden knapp über einen Tag für die Goldfields Discovery Tour brauchen. Da wir aus dem Norden kommen, kürzen wir etwas ab und beginnen den Trip in Capertee. Von hier schlängelt sich die Straße durch die Berge. Kängurus, Ziegen, Kühe, Hasen, Pferde oder Schafe laufen über die Straße und verschwinden wieder hinter den Bäumen. Da muss man schon manches Mal aufpassen, dass diese nicht unter die Räder geraten. Zum Glück habe ich eine Axt im Auto, denn manche Strecken können auch mal versperrt sein:



Ein Großteil der Strecke ist nicht sehr anspruchsvoll, aber teilweise halten wir alle Drei die Luft an und ich lasse das Auto im ersten Gang im Schritttempo die Steine oder Spalten überwinden. Bevor wir unseren Campingplatz „First Crossing“ erreichen, müssen wir wie der Name verrät, einen Fluss durchqueren. Mitten im Nationalpark haben wir nur ein modernes Plumsklo. Keine Duschen, kein fließend Wasser. Dank der Axt schlagen wir ein paar Äste und Baumstämme (die dort liegen) in die richtige Größe und machen ein (erlaubtes) Feuer. Das Beste: Es regnet nicht. Juhu! Dazu ist die Landschaft noch sehr schön. Wer möchte hier nicht zelten?



Am Morgen stehen wir um sechs auf und die Reise führt uns durch die alten Städte Sofala und Hill End. Zur Zeit der Goldgräberstimmung haben hier über 10.000 Menschen gewohnt. Nun leben hier keine Hundert Einwohner mehr. Leider sind die „Geisterstädte“ nicht so spannend anzuschauen, wie wir uns erhofft haben. Somit geht es schnell weiter den berühmten „Bridle Track“ entlang. Die Straße ist so schmal, dass nur ein Auto hoch oder runter fahren kann. An den Seiten geht es manchmal mehrere Meter in die Tiefe. Ohne Leitplanke oder sonstige Begrenzung. Da kommt man beim Autofahren schon ziemlich ins Schwitzen. Hinter einer Kurve steht plötzlich ein Mitsubishi mit einem Plattfuß. Die zwei älteren Herren haben leider nicht das passende Werkzeug und so helfe ich ihnen weiter. Schließlich kommen wir nur weiter, wenn der andere Wagen in einer der wenigen Ausweichbuchten fahren kann. (Kommt auf dem Foto nicht herüber, aber neben der Straße geht es über zehn Meter in die Tiefe.)



Bevor wir Sydney erreichen möchten wir noch eine Nacht kostenlos zelten und so fahren wir über Mount Wilson and Mount Irvine Richtung Bilpin. Laut Karte führt eine kleine befestigte Straße durch den Wollemi Nationalpark. Als wir dann vor dem Schild: „4WD only“ stehen, wundern wir uns sehr. Aber das ist ja kein Problem, wir sitzen ja in einem drin. Sorgen macht uns hingegen das Schild „No through road“. Da wir keine Lust haben, über 100km zurück zu fahren, schalten wir den Allradmodus ein und ignorieren das zweite Schild. Gute Idee? Nicht wirklich. Die „Straße“ ist alles andere als einfach zu befahren. Oft müssen die Zwei aussteigen und mich mit Handzeichen über schwierige Passagen rangieren. Eine falsche Handbewegung von mir oder eine falsche Einschätzung der Beiden und das Auto könnte stark (und unfahrbar) beschädigt werden. Das Adrenalin ist auf höchstem Level. Dazu die Frage: Kommen wir zurück auf den Highway oder endet der Weg mitten im Nichts? Nach fast zwei Stunde im Schritttempo sehen wir plötzlich ein Haus. Hier bekommen wir eine Nachricht, die unsere Herzen höher schlagen lässt: Noch 700m und wir sind zurück in der Realität. Diese Strecke war alles andere als für Anfänger geeignet. Doch das Auto ist heile – nur wir sind im Arsch ;-)

Überglücklich und total kaputt erreichen wir den Campingplatz. Naja, sagen wir besser Bolzplatz. Laut unserer Karte kann man hier zelten. Wir fragen lieber ein paar Anwohner und diese bestätigen, dass des öfteren Zelte mitten auf dem Fußballplatz stehen :-) Na gut, das können wir auch!

Tag 1
Tour: Merriwa – Capertee – (Goldfields Discovery Tour)
Übernachtung: Camping, First Crossing

Tag 2
Tour: Sofala – (Bridle Track) – Bathurst – Bilpin
Übernachtung: Camping, Bolzplatz in Bilpin

      

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Kategorie: Australien

Ein Sonnenstrahl am Mittag

Dieser Artikel wurde am 18. Februar 2009 in Australien geschrieben.

Wie es denn so ist, wurden wir durch ein starkes Unwetter geweckt. Wer schon mal zelten war weiß, welch ein Spaß es ist, das Zelt im Regen abzubauen. Dank genügen Zewa-Tüchern bekommen wir das Zelt jedoch wieder halbwegs trocken verpackt. Wo wollen wir hin? Überall regnet es. Brisbane, die Küste entlang, Sydney und auch alles andere, was wir erreichen könnten, ist nicht von Schauern verschont. So ein Mist. 1500Km entfernt Nähe Melbourne sind starke Waldbrände und hier geht das Land unter. (Im Radio hören wir immer mehr über Straßensperren und Gebiete mit Hochwasser.)

Die Straße führt uns weiter durch fast menschenleere Gegenden. Wir erreichen das Gebiet New England, hier sind die Wiesen braun und vertrocknet. Die grünen Bäume und die kleineren Berge sind ein toller Kontrast. Als dann noch ein Stück blauer Himmel durch die Wolken scheint und der Regen aufhört, steigt auch bei uns die Stimmung.



Plötzlich sehen wir direkt vor uns einen riesigen Stausee. Ganz schnell ist uns klar. Da wollen wir rein :-) Wir finden eine Straße, die uns direkt an den See führt. Rüdiger ist das Wasser dann doch eine Nummer zu kalt, doch Pauline und ich springen hinein. Zwar scheint die Sonne, doch der Wind ist so stark, dass wir uns zum trocknen und gleichzeitigem Mittagessen vor dem Auto verstecken.



Pauline und Rüdiger sind beide 20 Jahre alt und kommen aus Stuttgart bzw. der näheren Umgebung. Beide sind direkt nach dem Abi nach Australien gekommen und werden mich ein wenig auf meiner Reise begleiten.

Nach diesem schönen und entspannenden Sonnenstrahlen, brechen wir auch wieder auf, denn die Wolken verdecken schon wieder den Himmel. Wenige Minuten später prasselt der Regen erneut auf die Scheiben und wir benutzen zum ersten Mal die Heizung im Auto. In Merriwa können wir zum Glück das Zelt im Trockenen aufstellen und als dann der Regen beginnt, kochen wir unser Abendessen halt auf der Waschmaschine in der Laundry.

Tour: Armidale – Merriwa
Übernachtung: Camping Caravanpark Merriwa

      

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Kategorie: Australien

The Waterfall Way

Dieser Artikel wurde am 17. Februar 2009 in Australien geschrieben.

Regen, Regen und noch mehr Regen. Wir sind am Meer und es ist zu kalt zum Schwimmen. Wie Schade. Zu unserem Glück hausen wir gegenüber von einem Freibad und so springen wir am Morgen erstmal ins Wasser. Tut das gut. Gerade nach den langen Autofahrten der letzten Tage. Von Coffs Harbour geht es den Waterfall Way entlang Richtung Armidale. Wie der Name schon verrät, befinden sich an der Strecke viele Abzweigungen zu Wasserfällen. Einige sind direkt an der Straße, andere befinden sich in Nationalparks.



Außerdem durchqueren wir ein Stück Regenwald (Dorrigo Nationalpark), das laut Lonely Planet eines der schönsten Stückchen Regenwald in Australien ist. Dank dem starken Regen können wir vom Skywalk (Plattform mit einem weiten Blick) nicht viel von der Aussicht sehen. Trotz des Wetters geht es mit Regenschirm für zwei Stunden hinein in den dichten Wald. Wolltet ihr schon mal sehen, wie es hinter einem Wasserfall aussieht? Uns hat es interessiert und es war ein cooles Gefühl, hinter einem Wasserfall her zu gehen.



Ganz und gar kein schönes Gefühl waren die ganzen Leeches (Blutsauger/Blutegel), die sich unter den Blättern versteckten und nur auf unsere Füße warteten. Die springen dann auf die Schuhe oder Beine und sobald sie Kontakt mit der Haut haben, saugen sie einem das Blut aus. Das ist ziemlich ekelig (man blutet wir verrückt danach) und fühlt sich auch komisch an. Also waren wir Drei ziemlich paranoid und schielten stets auf unsere Füße, ob sich nicht was bewegt. Alle paar Meter hatte jemand von uns einen dieser Vampire am Bein sitzen. Bei Pauline und mir ging es halbwegs gut. Rüdiger hatte zwei Leeches im Schuh und er blutete anschließend das halbe Auto voll.



Weiter ging die Reise, entlang von sich stets wechselnden Landschaften. Regenwald, Wiesen mit Bäumen, Berge hinauf und hinunter und die meiste Zeit mit vollem Einsatz vom Scheibenwischer.
Wir sahen noch einen riesigen, doppelten Wasserfall, der uns Drei ziemlich beeindruckt hat (siehe erstes Bild). In Armidale gönnten wir uns einen Luxuszeltplatz, der mit TV-Raum und Küche ausgestattet ist. Es regnet mal ausnahmsweise nicht und wir hoffen, das der nächste Morgen genauso aussieht.

Tour: Coffs Harbour – (Waterfall Way) - Armidale
Übernachtung: YHA Camping Armidale

      

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Kategorie: Australien

Nimbin - Amsterdam in Miniaturformat

Dieser Artikel wurde am 16. Februar 2009 in Australien geschrieben.

Für nur $20 wurde das Loch im Reifen geflickt. Jedoch sollte ich den Reifen bald ersetzen und dafür muss man natürlich gleich zwei kaufen. In der Reifengröße nicht gerade billig. Weiter geht es auf unserer Reise Richtung Nimbin. Ein Ort mit mehr oder weniger nur einer Straße und wenigen Häusern (350 Einwohner). Trotzdem ist er bei den Backpackern so bekannt wie Sydney oder Melbourne und gehört auf fast jeder Routenplanung dazu.



Diese Stadt ist wie aus einem schlechten Hollywood-Film: Auf den Gehwegen sitzen Hippies, der Geruch von Hanf liegt in der Luft und auf dem Weg entlang der kurzen Hauptstraße bekommen wir mehrere Male Gras, “Space-Cookies” oder “Wunder-Pilze” angeboten… Auch wenn das ganze in Australien natürlich illegal ist, wird es in Nimbin geduldet. So wird z.B. fleißig direkt vor der Polizeistation gedealt… Man kommt sich vor wie in einer anderen Welt.



Wegen dem mega Regen werden wir die Nacht im Hostel (siehe Bild oben) verbringen. Die ganze Hostel-Anlage passt in den Rest der Hippie-Nimbin-Welt. Alles ist relaxt, easy und nicht so wirklich sauber…

Tour: Kyogle – Nimbin
Übernachtung: Hostel in Nimbin

Wegen dem vielen Regen ändern wir die weiteren Planungen und fahren am Samstag Richtung Küste. In der Hoffnung, dass hier die Sonne scheint. Doch leider sieht es schlecht für uns aus. Wir sind nun in Coffs Harbour mit strömenden Regen. Mal schauen, wie es morgen weitergeht.

Tour: Nimbin - Coffs Harbour
Übernachtung: Plantation Hotel

      

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Kategorie: Australien

Autopanne die Zweite

Dieser Artikel wurde am 15. Februar 2009 in Australien geschrieben.

Nach einer regenreichen Nacht schien am Morgen zum Glück die Sonne. Wir packten zusammen und verließen den Nationalpark. Heute sollte es eine weitere Off-Road-Tour geben. Diese führt durch den australischen Regenwald. Passend zum Namen fing dieser dann auch an, den Weg nass und rutschig zu machen. Trotzdem ließ es sich recht gut durch den Wald fahren. Auf 1200 Metern waren wir mitten in den Wolken und konnten den Blick vom „Lookout“ nicht so ganz genießen. Wir hielten trotzdem für ein kleines Mittagessen und als ich draußen stand, hörte ich plötzlich ein Geräusch, dass ich eigentlich nie hören wollte. Das Zischen von Luft. Und beim näheren Betrachten stellte sich dann endgültig heraus: Wir haben einen Platten! Mitten im Regenwald!



Wie man einen Reifen wechselt, weiß ich ja. Aber auf rutschigen Untergrund und bei Regen, macht die Aktion nicht gerade mehr Spaß (kann aber trotzdem noch lachen, siehe Bild). Dazu kommt noch, dass die Reifen super schwer sind. Kein Vergleich zu einem normalen Autoreifen. Alles ging zum Glück gut und der Ersatzreifen war aufgezogen. Nächster Schreck: Der Reifen hat kaum Luft. Zum Glück habe ich einen Kompressor und kann den Reifen mit Luft füllen. Als der Kompressor fertig ist und wir zufrieden weiter wollten, hörten wir erneut ein Geräusch, dass man in solch einer Situation nicht hören möchte: Das Zischen von Luft. Das darf doch wohl nicht war sein. Wir haben einen Ersatzreifen mit Loch. Zwar habe ich einen zweiten Ersatzreifen, dieser hängt jedoch unter dem Auto. Bei diesem Wetter nicht die beste Idee. Also pumpen wir den Ersatzreifen voll auf und fahren vorsichtig wieder zurück zur nächsten Stadt. Alle paar Meter kontrollieren wir den Reifendruck. Klappt zum Glück alles ganz gut. Die Werkstatt hat gerade noch so geöffnet und kann den Reifen entgegen nehmen. Schnell war das Loch gefunden und gleich morgen früh wird der Reifen geflickt.



Wir übernachten auf den benachbarten Showgrounds (eine Art Veranstaltungsgelände, für Circus und co.). Es regnet in Strömen und anstelle das Zelt zwischen den Kühen aufzubauen (kein Scherz), beschließen wir unsere Luftmatratzen unter das Dach von einem Gebäude zu legen, in der normalerweise das Bier verkauft wird. Zwar ist es windig, da es nur an zwei Seiten Wände gibt, aber alles ist trocken und wir haben Stühle und einen Tisch. Abends hören wir plötzlich Musik aus einem der benachbarten Gebäude und schauen gleich mal vorbei. Dort übt eine fünfköpfige Band, die sich vor Zuschauern nun extra Mühe gibt.

Wer ist eigentlich „wir“? Meine Zwei Begleiter Rüdiger und Pauline und dann natürlich noch ich :-) Bald gibt es eine kleine Vorstellungsrunde, damit ihr auch wisst, mit wem ich überhaupt reise.

Tour: Woodenbong – (Rainforest Tour nach Mallanganee, nur 1/3 geschafft) - Kyogle
Übernachtung: Kyogle Showgrounds

      

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Kategorie: Australien

14 mal durchs Wasser

Dieser Artikel wurde am 15. Februar 2009 in Deutschland geschrieben.

Pünktlich früh am Morgen sind wir schließlich beim RTA, wo ich meine Auto auf mich zulassen muss. Ich gebe die Adresse meiner Schule an, doch leider wollen die im RTA einen Adressnachweis von mir. Ein Fax der Schule hilft leider auch nicht weiter. Stattdessen wurde ich an einen benachbarten Campingplatz geschickt, zahlte dort für eine Nacht und ließ mir eine Quittung in meinem Namen ausstellen. Jetzt gab es ein offizielles Dokument mit „meiner Adresse“ und meinem Namen. Spinnen die Australier :-)



Nach einem Einkauf im ALDI war es endlich soweit. Unsere erste Off-Road-Strecke stand auf dem Programm. Laut meinem Buch ist der Condamine George Drive bei gutem Wetter einfach zu befahren. Das Spannende ist, dass ein Fluss 14mal durchquert werden muss. Auf dem Weg gab es außerdem einige Wasserfälle, viel Natur, hunderte Kühe (auf dem Straße) und den ein oder anderen Campingplatz. Nur ein kleiner Teil der ganzen Tour war schließlich wirklich nur für Allrad-Fahrzeuge geeignet. Da es in letzter Zeit wenig geregnet hatte, war der Fluss nicht einmal Tür-hoch und so kamen wir problemlos voran.

Tour: Tweeds Head – Boonah – (Condamine George) - Rathdowney
Übernachtung: Camping – Koreelah Nationalpark

      

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Kategorie: Australien

Autopanne die Erste

Dieser Artikel wurde am 14. Februar 2009 in Australien geschrieben.

Früh morgens um 7.30 Uhr hatte ich einen Termin beim Mechaniker. Der Landcruiser sollte noch einem letzten Check unterzogen werden. Um 12.30 Uhr war dann endlich alles fertig und ich bekam das OK: Der Wagen hält und ist in einem guten Zustand. (Bis auf die Geschichte mit der Schaltung.) Noch einmal Geld ausgeben und endlich kann die Reise durch Australien beginnen. Erster Stop sollte Tweed Heads im Bundesstaat NSW sein, dort muss ich den Wagen noch auf meinen Namen ummelden.

Zwei Stunden später kommen wir an und halten an einer Tankstelle. Als ich den Wagen schließlich wieder starten wollte, bewegte sich nichts mehr. Das darf doch wohl nicht war sein. Irgendwas mit der Batterie stimmt nicht. Na Super :-( In der Waschstraße arbeiteten drei Brasilianer. Gemeinsam versuchten wir das Auto zu überbrücken und anzuschieben. Leider ohne Erfolg. Ein Mechaniker traf (zum tanken) ein und fragte, ob er mal einen Blick riskieren sollte. Seiner Meinung nach ist die Lichtmaschine kaputt und diese hat die Batterie komplett zerstört. Klasse. Das kann ja wieder teuer werden.

Ein Anruf beim australischen ADAC brachte dann ganz schnell Ernüchterung. Mein Online-Antrag wurde nicht bewilligt, da ich einen deutschen Führerschein eingetragen habe. Somit könnte man mir nur helfen, wenn ich zu einer nun mega hohen Gebühr in den Club eintrete. Nix da. Sind ja schließlich mitten in einer Stadt. Zu Fuß mache ich mich auf, einen Mechaniker aufzutreiben. Zwanzig Minuten später finde ich einige Werkstädte. Bei der Dritten finde ich auch nach kurzer Überzeugungsarbeit jemanden, der mit mir zu dem Auto fährt. Anstelle mir eine teure Batterie oder sonst was zu verkaufen, ist der Mechaniker ganz ehrlich und stellt in ein paar Minuten den Übeltäter fest: Das Massekabel der Batterie ist an den Kontakten so sehr verschmutzt, dass kein Kontakt mehr entstehen kann. Kurze Reinigung und siehe da: Der Wagen sprang wieder an. Juhu! Leider hat uns die Aktion mehrere Stunden gekostet und so hatte das Büro für die Ummeldung des Autos leider schon zu.

Tour: Brisbane – Tweed Heads
Übernachtung: Camping – Murwillumbah Showgrounds

      

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Kategorie: Australien