Backpacking Trip

The Forest

Dieser Artikel wurde am 13. Februar 2009 in Australien geschrieben.

Hatte die letzten Tage weder Internet, noch Mobilfunknetz. War schon glücklich, wenn der Campingplatz warme Duschen hatte :-) Somit werde ich jetzt zeitversetzt die Storys der letzten Tage posten. Viel Spaß beim lesen!

Vor einigen Tagen habe ich eine Anzeige in Internet gestellt, dass ich noch Plätze im Auto frei habe und Leute mitnehmen kann. Nicht ganz zu meiner Zufriedenheit, haben sich die ersten Tage leider nur zwei Deutsche gemeldet. Also habe ich zugesagt. Ein Tag vor Abreise riefen dann plötzlich noch zwei Engländer an. Mit fünf Leuten im Auto hätte das nur leider nicht gepasst. Und da ich selber schon ein paar mal Verarscht wurde, wollte ich den beiden Deutschen jetzt auch nicht einfach einen halben Tag vorher absagen.

Montag Nachmittag holte ich meine Mitfahrerin Pauline vom Bahnhof. Abends wollten wir die Zelte und den Rest der Campingausrüstung testen. Mein Vorschlag war ein Campingplatz, doch Pauline kannte einige Leute in Brisbane, die ein Haus mit Garten bewohnten. Also wurde nicht lange überlegt und wir durchquerten Brisbane Richtung „The Forest“ (Name vom Haus). Im Vorgarten steht ein Sofa, die Türen stehen offen, Fenster sind teilweise eingeschlagen. Die Wände sind überall mit Eding beschrieben und bemalt. Wer wohnt hier? Sieben Studenten. Doch neben den sieben Zimmern befinden sich im Haus lauter Sofas und Matratzen. Diese kann man im Internet kostenlos mieten. Das ganze heißt Couchsurfers.



Zur besten Zeit haben neben den sieben Bewohnern noch über zwanzig zusätzliche Leute im Haus gewohnt. Könnt euch ja vorstellen, wie das ungefähr aussehen könnte. In den letzten Monaten hatten sie einige hundert Gäste aus aller Welt, die dort kostenlos übernachten durften. Schnell hatten wir das erste Bier in der Hand und es wurde gekocht. (Ein Israeli hat was Leckeres für uns gezaubert.)
Weitere Freunde aus der Umgebung trafen ein und gemeinsam gingen wir zu einer Full-Moon-Party. Dort wurde mit Feuer gespielt. Frauen und Männer hatten Stäbe und Ketten mit Bällen dran, die brannten. Diese wurden dann zu wildem Trommelwirbeln von zwei Jamaikanern schnell und elegant geschwungen und um den eigenen Körper bewegt. Das wirkte schon beeindruckend. Vorsichtshalber habe ich jedoch meine Finger vom Feuer gelassen und nur Trockenübungen gemacht.

      

Hinterlasse einen Kommentar

Kategorie: Australien

Nachts im Auto

Dieser Artikel wurde am 10. Februar 2009 in Australien geschrieben.

Wie schläft es sich im Auto? Unbequem? Diese Fragen musste ich mir des öfteren anhören. Nein, es ist wie im fünf Sterne Hotel :-) Jedenfalls fast. Der Wagen hat getönte Scheiben und überall Gardinen an den Fenstern. Zusätzlich sind die beiden hinteren Fenstern mit Fliegennetz versehen. So sind die Fenster nachts offen und es kann nichts rein krabbeln oder fliegen. Die Rücksitzbank ist umgeklappt und neben den Kisten ist Platz für eine (extra breite) Luftmatratze. Dazu habe ich noch vier Kissen, Bettbezüge und einen Schlafsack. Ehrlich gesagt, ist es angenehmer im Auto zu schlafen als in einem Zelt. Zum einen ist es dunkler im Auto, zum anderen merkt man die Sonne nicht so schnell und stark. Wie gesagt, fast wie im fünf Sterne Hotel…



Auf dem Dach seht ihr übrigens meine 50 Liter Solar-Dusche. Ich habe sie noch nicht getestet, aber die Idee finde ich ganz cool.

      

Kommentare (2)

Kategorie: Australien

Brisbane bei Nacht

Dieser Artikel wurde am 09. Februar 2009 in Australien geschrieben.

Wer meinen Blog verfolgt, kennt die Serie „Städte bei Nacht“. Und da ich Freitag Abends nichts weiter vor hatte, bin ich erneut zum Mount Coot-tha gefahren. Denn was bei Tag gut aussieht, sollte doch auch bei Nacht schön sein!? Diese Vermutung war richtig, Brisbane bei Nacht wirkt von hier oben sehr beeindruckend. Es ist sogar mehr los, als tagsüber. Jedoch anstelle von Asiaten in Bussen, finden sich nun viele Australier mit Picknickdecke und leckeren Getränken ein. Auf dem Parkplatz treffe ich noch einen weiteren alten Landcruiser, der von zwei Deutschen bewohnt wird. Sie schlafen schon seit über vier Monaten im Auto und hatten noch nie ein Problem mit Polizei oder Anwohnern. Gut zu wissen :-)



Nun war es aber erstmal Zeit, diesen schönen Blick auf Brisbane bei Nacht zu genießen. Zusammen mit einem leckeren Bier relaxte ich ein ein paar Minuten unter dem Sternenhimmel. Mein Auto parkte unter ein paar Bäumen im Wald. Auf dem Rückweg, bei 80km/h auf der Schnellstraße, krabbelte plötzlich eine mega fette Spinne (10cm Durchmesser) über meine Windschutzscheibe. Zum Glück von außen :-) Ich habe mich jedenfalls richtig erschrocken und war glücklich, dass kein anderes Auto in der Nähe war. Auf einem McDonals Parkplatz habe ich ich die Spinne dann „entfernt“. Nicht das die Nachts in mein Auto krabbelt. Habe zwar Fliegengitter an den Fenstern, aber man weiß ja nie :-)

      

Hinterlasse einen Kommentar

Kategorie: Australien

Zwei Tage harte Arbeit

Dieser Artikel wurde am 08. Februar 2009 in Australien geschrieben.

In einem australischen Forum habe ich Hilfe gefunden. Andrew ist ein Hobby-Mechaniker und hat mir angeboten, für ein geringes Endgeld meinen Landcruiser wieder fit zu machen. Schon einige Tage vor dem Termin habe ich mich mit Andrew getroffen. Er hat eine Liste mit allen Teilen erstellt und ich musste diese nur noch am Freitag von einer 4WD-Werkstatt abholen. Außerdem bekam ich die ehrenvolle Aufgabe, sämtliche Schrauben ein paar mal pro Tag mit WD40 einzusprühen, damit diese sich dann am Samstag besser lösen lassen. Neben der langen Liste mit Reparaturen, die der Mechaniker beim Check erstellt hat, stellte Andrew noch fest, dass meine Stoßdämpfer alle kaputt sind. Warum hat das der Mechaniker nicht mit auf die Liste geschrieben? Ich vertraue Andrew und bestelle fünf neue Stoßdämpfer. (Was sich auch als sehr gute Entscheidung raus stellt. Die Dinger sind wirklich hinüber.) Bevor die Frage aufkommt: Ja, der Landcruiser hat fünf Stoßdämpfer. Einer sitzt vorne quer vor der Achse.



Samstag morgens um Sechs komme ich bei Andrew an. Im Gepäck habe ich sämtliche Ersatzteile (zwei große Kisten) und genügend kaltes Bier in der Kühlbox :-) Somit kann es los gehen. Ohne Hebebühne ist es einfach eine Qual, unter dem Auto zu arbeiten. Auch lösen sich manche Schrauben nicht oder das passende Werkzeug fehlt. Wie das halt so ist, kenne ich aus Deutschland schon zu genüge :-) Trotzdem geht es langsam voran. Stolz kann ich berichten, dass ich alle fünf Stoßdämpfer und die Stabilisatoren-Buchsen an den Blattfedern selber gewechselt habe. Andrew hat die schwenkbaren Radnaben ausgebaut, abgedichtet und mit einem Spezialgel befüllt (das war der richtig aufwendige und teure Teil der Reparatur). Außerdem haben wir die Motorhalter ersetzt, den Zylinder der Kupplung getauscht und hinten neue Bremsbeläge eingebaut. Klingt nicht viel, aber wir haben Samstag von Morgens sechs bis Abends acht gearbeitet.

Die Nacht durfte ich bei Andrew und seiner Freundin im Gästezimmer verbringen. Abends gab es noch Pizza und wir schauten einen Film, bevor wir dann tot ins Bett gefallen sind. Sonntag ging es dann von acht Uhr an weiter bis fünf Uhr Abends. Endlich war fast alles geschafft. Für Dienstag habe ich einen Termin in der Werkstatt, die nochmal alles checken soll. Außerdem müssen die noch zwei Dinge erledigen, die wir wegen dem fehlenden Werkzeug nicht machen konnten. Ich hoffe, dass ich anschließend das OK bekomme, meine Tour zu starten. Wenn die noch mehr Reparaturen finden, drehe ich bald durch.



Leider musste ich schon bei der Testfahrt feststellen, dass die Reparatur an der Kupplung nicht mein Problem mit der Gangschaltung beseitigt hat. Kann nur im 1. 3. und 5. Gang fahren. Laut den Jungs, die den Wagen verkauft haben, sollte dass aber der Fehler gewesen sein. Ich vermute aber was anderes: Die Jungs waren beim Check und haben gesagt: Wir wissen, dass die Stoßdämpfer und die Schaltung kaputt sind, bitte checkt noch was sonst noch kaputt ist und macht eine Liste.“ Arbeiten am Getriebe sind mega teuer. Wie es aussieht, werde ich wohl darauf verzichten müssen oder ich bin erneut über $1.000 los (laut Andrew). Auch sonst musste ich feststellen, dass die Jungs mich erneut verarscht haben. Laut Anzeige kommt der Wagen mit „All tools you need“. Nur blöd, dass im ganzen Wagen weder ein Schraubenzieher oder Wagenheber, noch Radkreuz, noch sonst was zu finden ist. Also musste ich eben schon wieder tief in die Tasche greifen… So langsam wird der Spaß richtig teuer :-( Nur gibt es jetzt kein Zurück mehr… An die drei Jungs: Man sieht sich immer zweimal im Leben!

      

Hinterlasse einen Kommentar

Kategorie: Australien

Lebensmittelkosten in Australien

Dieser Artikel wurde am 06. Februar 2009 in Australien geschrieben.

Eben beim Einkaufen habe ich wieder mal zwei deutsche Backpacker getroffen. Als ich in deren Einkaufswagen schaute, wurde mir ganz stolz berichtet, dass sie pro Person keine $50 die Woche für Essen & Trinken ausgeben. (Wein und Bier mal außen vor gelassen.) Wenn man also möchte, kann man in Australien sehr günstig leben. Wie mir schon in den USA aufgefallen ist, sind die Preise im Supermarkt auch in Australien sehr unterschiedlich. Gutes und gesundes Essen kostet (verhältnismäßig) viel Geld. Ungesundes Essen dagegen so gut wie nichts. Kein Wunder also, dass ich schon vielen Backpackern gehört habe: „Ich bin jetzt seit fünf Monaten hier und habe 15kg zugenommen.“ Woran liegt das nur? Ich sage nur: Nudeln & Toastbrot…

Backpacker Sandwich:
$1 Weißmehl-Toast
$2 Fleischwurst (500g, reicht für das ganze Toast)
Wenn es dann hoch kommt, gibt es noch ein wenig Butter oder gar ein Salatblatt. Für nur $3 kann man also ein paar Tage essen.

Timm’s Sandwich
$5 Vollkorntoast (Vollkornbrot gibt es leider nur selten.)
$4 Putenbrust (80g)
$4 Putenbrust (80g)
$3 Tuhnfisch
$3 Tuhnfisch
$4 Tomaten (6 Stück)
$2 Salat
———
$25

Um vier mal satt zu werden, gebe ich also 8-mal soviel aus. Dafür schmeckt es und ist gesund :-)
Einmal satt werden: $6,25 für leckere Sandwiche. Dafür kann ich gleich Essen gehen: Ein 300g Rumpsteak mit Kartoffelbrei für $6 oder mein geliebtes Thai-Food für $7 – man muss nur wissen, wo ;-) Wir sprechen hier allerdings von Sydney. Im Outback wird die Welt wieder anders aussehen…

Werfen wir einen kurzen Blick auf den geliebten Alkohol: Vier Liter Wein für nur $10. Natürlich schön süß und schmeckt scheiße, aber billiger saufen geht nun wirklich nicht. Das hinten drauf steht: „This wine contains milk, fish and eggs.“ schreckt kaum jemanden ab. Für mich klappen sich da aber alle Fingernägel hoch und ich zahle lieber für eine Flasche (700ml) echten Wein meine $15.

Wer in Australien günstig essen und trinken möchte, hat also keine Probleme. Ein paar kleine Abstriche an Qualität und Gesundheit und schon spart man eine Menge Geld. Leider achte ich einfach zu sehr auf eine gesunde Ernährung und so gehört Obst, Gemüse und Fleisch zu meinem täglichen Leben einfach dazu. Dafür habe ich auch noch nicht zugenommen, bekomme keinen Ausschlag/Pickel und fühle mich kerngesund :-)

      

Kommentare (1)

Kategorie: Australien

Autoversicherung in Australien

Dieser Artikel wurde am 05. Februar 2009 in Australien geschrieben.

Ich habe meinen Landcruiser nun seit ein paar Tagen und düse damit quer durch Brisbane. Vierspurige Straßen (pro Seite) sind keine Seltenheit und mit so nem halben LKW macht das nicht immer Spaß. Außerdem fahre ich ohne Versicherung! Jedes (angemeldete) Auto in Australien ist automatisch bis $20.000 (=10.000€) für Schäden gegenüber anderen Personen versichert (CTP: Compulsory Third Party). Wenn man dann mal nen neuen Benz erwischt, muss man schnell weg laufen :-) Dadurch fuhr ich die ganze Zeit mit einem komischen Bauchgefühl. Also ging es heute zur Autoversicherung. Da habe ich schon manche Horrorstory in Foren gelesen. Adressnachweis (Gas-, Wasserrechnung) erforderlich, nicht für Nicht-Australier,… Also bin ich mal von den ganzen kleinen (und günstigeren) Versicherungen weg geblieben und habe mich an die NRMA Autoversicherung gewendet.

Zum Glück gibt es eine Niederlassung in Brisbane und ich bin gleich mal hin gefahren. Meine alte Kiste habe ich natürlich außer Sichtweite geparkt :-) Total positiv überrascht, musste ich weder meinen Ausweis zeigen, noch eine Unterschrift leisten. Schon komisch. Hätte also einfach in irgendeinem Namen was abschließen können… Habe mal gleich das volle Paket genommen: Vollkasko ohne Selbstbeteiligung, mit allen möglichen Zusatzversicherungen. Kostet mich jetzt $90 mehr im Monat als eine Standard-Autoversicherung, aber sicher ist sicher. Nach zehn Minuten war mein Auto mit allen Anbauten und Zusätzen versichert. Wer also eine Autoversicherung in Australien benötigt, sollte mal bei der NRMA vorbei schauen. Mir ist jedenfalls ein Stein vom Herzen gefallen…

Ansonsten erkundige ich Brisbane (bzw. die Umgebung) viel mit dem Auto. Allerdings eher weil ich noch tausend Dinge einkaufen muss. In Sydney wäre alles so einfach gewesen, schließlich kenne ich mich dort aus. Hier sieht die Welt ganz anders aus. Zum Glück klappt das mit dem schalten auf der linken Seite problemlos, wenn man mal davon absieht, dass nur der erste, dritte und fünfte Gang richtig funktioniert :-) Zwei und Vier sollten nach der Reparatur dann hoffe ich auch wieder laufen. Übrigens: Ich habe in einem australischen 4WD-Forum einen Hobby-Mechaniker in Brisbane gefunden. Am Samstag werden wir zusammen mein Auto wieder fit machen. Ich zahle weniger als die Hälfte der eigentlichen Werkstattkosten. Kann nur hoffen, dass der Typ auch weiß, was er tut.

Die Landcruiser, die ich mir zuvor angeschaut habe, waren alle super ausgestattet. Alles war gute Qualität und funktionierte. Leider habe ich mich irgendwie (blind) darauf verlassen, dass auch mein Auto so ist. Blöd nur, dass die Jungs wirklich überall gespart haben. Von vier ($15) Campingstühlen sind zwei eigentlich kaputt. Besteck, Luftmatratzen,… alles das Billigste vom Billigen. Wie das nach drei Monaten aussieht, könnt ihr euch ja denken. Die sind mit dem Auto durch die Wüste gefahren und haben sogar aus Kostengründen auf eine Kühlbox verzichtet!!! Da könnt ihr euch ja vorstellen, was es bei denen zu essen gab: Nudeln. Kein Salat, kein Fleisch,.. Somit musste ich wieder in die Tasche greifen und eine ordentliche Kühlbox ($190) kaufen. Die Zelte habe ich mir noch gar nicht angeschaut, hoffe die sind überhaupt zu gebrauchen… Schon blöd von mir, hätte ich mal eher kontrollieren sollen. So muss ich halt selber noch einiges an Geld investieren, um vernünftig reisen zu können. Auch nervig: Beim Autoradio ist das Display kaputt. Super zum Radiosender finden :-) Auf sowas habe ich natürlich bei der Probefahrt nicht geachtet…

Zur Zeit lebe ich übrigens auf einem Parkplatz vom Freibad in einer reichen Wohngegend. Ein 24-Stunden McDonals ist drei Minuten entfernt. Morgens springe ich erstmal ins Wasser und schwimme ein paar Bahnen. Dann geht es auf, Dinge zu kaufen, das Kaos im Auto zu sortieren und zu planen. Noch schlafe ich auf einer Luftmatratzen im Kofferraum. Doch schon bald möchte ich eine „zweite Etage“ einbauen. Unten Stauraum, oben ein Lattenrost mit echter Matratze. Und bei Bedarf soll die Möglichkeit bestehen, die Rücksitzbank wieder aufzurichten, um hinten Leute mitzunehmen. Keine Einfache Aufgabe, wenn man bedenkt, dass ich kein Werkzeug und keinen Plan habe. Aber vielleicht finde ich ja wen, der mir etwas unter die Arme greift… Mit der Autoversicherung für Australien ist jedenfalls Entspannung bei mir eingetreten. Wenn jetzt noch die Reparaturen klappen, geht es endlich weiter…

P.S. Das erste Bild ist vom Mount Coot-tha (übersetzt: Honig) und zeigt Brisbane (mit dem Meer im Hintergrund), das zweite Bild ist im Stadtteil Paddington. Brisbane erinnert mich ein wenig an Los Angeles und den Blick aus Beverly Hills. Nur kleiner natürlich :-)

      

Kommentare (7)

Kategorie: Australien

Toyota Landcruiser Series 60

Dieser Artikel wurde am 02. Februar 2009 in Australien geschrieben.

Das ist mein neues Spielzeug: Toyota Landcruiser Series 60 Baujahr 1989, 395.000km gelaufen und dank 4.0 Liter Dieselmotor noch lange nicht am Ende der Reise. Ausgestattet mit allem was ich für die Reise brauche: Eine fette Bullbar (das Metallding vorne dran), ein Schnorchel (für Fahrten durchs Wasser), Zusatzlichter (für Nachtfahrten) und zwei Batterien, Solardusche auf dem Dach (mit 50 Litern Wasser), Box auf dem Dach,… Ansonsten ist es halt ein 20 Jahre alter Landcruiser, mit wenig Luxus außer Klimaanlage und Servolenkung.

Der Landcuriser fährt sich wie ein Traktor :-) Unübersichtlich, laut, schwierig zu manövrieren, die Gänge müssen „reingeprügelt“ werden, alles über 90km/h verbraucht Unmengen Diesel und definitiv nicht ein Auto zum einparken üben :-) Im Geländewagen finden sich allerlei Dinge wie Zelte, Matratzen, ne Kiste voll mit Essen, Handtücher, Klamotten,… Jeder Reisende lässt halt Dinge zurück, die nicht mehr in den Koffer passen. Hinten sind die Scheiben getönt und außerdem alle mit Gardinen versehen, so konnte ich die ersten zwei Nächte schon mal gemütlich im Auto schlafen. (Toiletten gibt es ja bei McDonalds und Duschen im Freibad, Campingplatz oder direkt am Meer.)



Sonntag hatte ich ein Off-Road-Training, um mal zu sehen, was mein neues Spielzeug denn so kann. Den Wagen habe ich Abends gekauft und bin dann mit meinem Navi gleich in den (eine Stunde entfernten) Ort gefahren, wo das Training stattfinden sollte. Die erste Nacht im Auto war OK. Als ich dann morgens in einer Tankstelle nach dem Weg zum Treffpunkt fragte, wurde mir aber ganz schnell bewusst, dass mein Navi mich richtig verarscht hat. Ich war 1,5 Stunden entfernt! Mir blieben aber nur 45 Minuten, diesen Ort zu finden. Super. Perfekter Start in den Morgen :-( Auf der Autobahn wurde ich dann auch noch von der Polizei angehalten. Aber die wollten nur kurz eine Kontrolle machen und wir hatten ein nettes Gespräch. Eigentlich war ich 10km/h zu schnell, aber das ist wohl nur mir aufgefallen – zum Glück :-)



Telefonisch sprach ich mit dem Veranstalter und er erklärte mir den genauen Weg, den ich auch relativ gut gefunden habe. Bis ich kurz vor dem Ziel an eine T-Kreuzung kam. Rechts oder Links? Mein Handy hatte kein Empfang. Shit. Ein paar Jungs auf Motorrädern sagten mir, dass eine Gruppe Geländewagen rechts gefahren sind. Also mal schnell hinterher. Dazu muss ich sagen, dass ich schon auf einer unbefestigten Straße war und nun ging es richtig ins Gelände – eine echte Off-Road-Strecke! Das kann nicht richtig sein, da würde mich nie jemand ohne Vorkenntnisse drauf lassen. Doch drehen ging nicht. Also die Sperren in die Vorderräder, Allrad eingeschaltet und weiter ging es den Berg hinauf. Ganze 20 Minuten fuhr ich über Stock und Stein bevor ich endlich einen Platz zum Wenden gefunden habe. Puh, Glück gehabt. Mit zwei Stunden Verspätung kam ich schließlich beim Training an…



Dort habe ich „nur“ die Theorie verpasst und konnte gleich beim praktischen Teil loslegen. Auf der Wiese liefen überall Kühe und Pferde herum, das war schon irgendwie lustig. Das Off-Road-Training war super. Ich habe viel gelernt und habe hautnah miterlebt, was ein 20 Jahre alter Toyota Landcruiser kann und ein nagelneuer Nissan X-Trail nicht :-)

      

Hinterlasse einen Kommentar

Kategorie: Australien

Freude & Trauer – nah beieinander

Dieser Artikel wurde am 02. Februar 2009 in Australien geschrieben.

Mit dem Spruch im Hinterkopf: „Man soll gehen, wenn es am Besten ist.“ wurde es langsam für mich Zeit, Sydney zu verlassen. Viele meiner Freunde werden bald zurück in die Heimat fliegen, auf Weltreise gehen oder durch Australien touren. Somit wurde es für mich Zeit, die Zelte hier abzubrechen und einen neuen Abschnitt in Australien zu starten.

Meine Zeit in Sydney war super. (Auch wenn zwischendurch nicht alles perfekt gelaufen ist.) Ich habe viele Freunde aus der ganzen Welt gewonnen, die Stadt war einfach nur wunderschön und Bondi Beach ein Traum. Ich werde Sydney sehr vermissen. Nach solch einer langen Zeit, wächst einem die Stadt ziemlich ans Herz! Noch ein letztes Erinnerungsbild von Bondi:



Samstag Mittag ging mein spontan gebuchter Flug nach Brisbane. Am Flughafen wurde ich von drei deutschen Jungs abgeholt, die mir etwas Schönes mitbrachten: Einen Toyota Landcruiser Series 60 Baujahr 1989 mit 395.000km auf dem Tacho und einem starken 4.0 Liter Dieselmotor. Ein paar Tage zuvor waren sie mit dem Auto in der Werkstatt und der Check brachte nur ein paar Mängel hervor. (So wurde mir das ganze jedenfalls verkauft.) Mir wurde das Auto gezeigt und erklärt und anschließend kaufte ich es mit einem (noch) guten Bauchgefühl.

Heute (Montag morgen) habe ich mit der Werkstatt telefoniert, um einen Termin für die Reparatur zu machen. Dabei kam dann raus, dass die Jungs extra verlangt haben, nur die Preise für die Ersatzteile aufzulisten und nicht die Arbeitsstunden (was angeblich sehr komisch ist, laut Mechaniker). So kommt bei einem der Dinge zu $100 Teilekosten leider $1.500 Arbeitslohn hinzu!!! Was zeigt das mal wieder? Die Leute sind alle nett und freundlich und von hinten hauen sie dir dann wieder die Latte über den Kopf. Da habe ich wohl wieder einmal zu viel in das Gute im Menschen vertraut. Die Kosten sind für die Reparatur leider viermal so hoch, wie es mir von den Jungs versichert wurde. Dazu kommt noch, dass die das Auto für drei Tage in der Werkstatt brauchen und ich nun bis nächsten Montag in Brisbane bleiben muss. (Termin ist erst Donnerstag.)

Leider gibt es keine Alternative. So weiterfahren und im Outback eine Motorpanne riskieren ist jedenfalls nicht die beste Idee :-) Hoffe nur, dass bei der Reparatur nicht noch „das ein oder andere“ hinzukommt… Drückt mir die Daumen!

      

Hinterlasse einen Kommentar

Kategorie: Australien, Sydney

Atemberaubend: Der Bridge Climb

Dieser Artikel wurde am 30. Januar 2009 in Australien geschrieben.

Zum Abschied habe ich von meinen Arbeitskollegen den Bridge Climb geschenkt bekommen. Hierbei handelt es sich um DIE mega Attraktion in Sydney. Der Weg über die Harbour Bridge. Doch nicht etwa auf dem Bürgersteig, sondern oben über die oberen Bögen der Brücke!



Das Geschenk hat mich sehr gefreut und ich habe lange gewartet es einzulösen. Heute war das perfekte Wetter: Sonnig, keine Wolke am Himmel und „nur“ 25 Grad. (Das Bild habe ich an einem anderen Tag aufgenommen.) Auf geht’s!

Ein Mann, ein Traum: Die Geschichte des Bridge Climbs begann 1989. Paul Cave hatte die grandiose Idee und präsentierte seine Vorstellungen der Stadt Sydney. Diese fand über 60 Gründe, warum der Bridge Climb nie Realität werden würde. Doch der gute Herr Cave gab nicht auf. Gutachten, Spezialisten, Versuche und neue Erfindungen stellten schließlich sicher, dass das ganze machbar ist. Paul musste mehrere Millionen in seinen Traum investieren, bevor 1998, neun Jahre später, der erst Bridge Climb über die Harbour Bridge gestattet wurde. Bis heute sind über 2 Millionen Menschen über die Brücke geklettert, Paul gewann viele Unternehmer-Preise und setzt mit dem Bridge Climb bisher mehr als 350 Millionen Dollar um.



Zurück zu mir: Vor dem Start gab es natürlich eine Einweisung. Ich habe zwar gehört, dass man keine Kamera mitnehmen darf, wollte diese aber einfach mit schmuggeln :-) Tja, dumm gelaufen. Nicht nur, dass man einen Anzug tragen muss, der keine Taschen und den Reißverschluss auf dem Rücken hat, außerdem wird man noch durch einen Metalldetektor geschickt. (So muss ich halt pro Foto ganze $20 zahlen.) Wir sind 10 Leute und innerhalb von zwei Minuten kennt unser Tour-Guide all unsere Namen. Respekt! Wir werden mit allen nötigen Dingen ausgestattet und bekommen sogar Kopfhörer mit Militärtechnik. Da es auf der Brücke sehr windig ist, senden die Lautsprecher keine Töne sondern Impulse, die dann im Ohr zu Tönen umgewandelt werden. (Oder sowas in die Richtung, jedenfalls verdammt beeindruckend.)



Die Tour dauerte insgesamt 3,5 Stunden und war einfach atemberaubend. Die Aussicht war ein Traum und das Gefühl auf der Harbour Bridge unbeschreiblich. Man fühlt sich die ganze Zeit sehr sicher und der erwartete Adrenalinschub blieb aus. Dafür wird viel erklärt und gezeigt, man kann staunen und die einzigartige Aussicht genießen. Diese Tour ist wirklich einmalig und 100% zu empfehlen! Also nochmal einen herzlichen Dank an meine ganzen Ex-Kollegen!!! Übrigens hier noch mal das tolle Bild von der Aussicht beim Bridge Climb bei Nacht.

      

Kommentare (1)

Kategorie: Australien, Sydney

Größenvergleich Europa - Australien - USA

Dieser Artikel wurde am 29. Januar 2009 in Australien geschrieben.

Als ich einen Vergleich zwischen Australien und Europa bzw. Australien und den USA gesehen habe, war ich schon ziemlich beeindruckt. Ganz schön groß „die kleine Insel“. Der Größenvergleich hing bei uns im Hostel und ich habe das ganze mal schnell für euch festgehalten:



Im Gegensatz zu Europa und den USA befinden sich die Städte allerdings alle direkt an der Küste, rund um den Kontinent.

      

Kommentare (1)

Kategorie: Australien