Backpacking Trip

Rund um Sydney

Dieser Artikel wurde am 14. Juli 2009 in Australien geschrieben.

In den letzten Tagen ist nicht so viel Spannendes passiert. Freitag Nacht war ich mit John und seinem Kumpel unterwegs. Im Süden, wo die Häuser um Sydney herum aufhören, liegt eine großes Gebiet, dass dank Felsen, Schlamm und Sand perfekt zum Spaß haben ist. Meinen Wagen habe ich lieber bei John gelassen (will ja nix mehr kaputt machen vor dem Verkauf). Leider. Die Strecke war nämlich super. Doch die beiden fahren modifizierte Suzukis. Somit hätten sie ab und zu gut einen richtigen Geländewagen gebraucht, der sie ein paar Felsen hinauf zieht :-) Leider konnten wir die ein oder andere Strecke nicht fahren. Mir wurde erneut klar, wie gut meine Entscheidung war, einen Landcruiser zu kaufen. Trotzdem hatten wir eine Menge Spaß!



Bondi Beach ist auch im Winter ein Traum. Die Wellen sind riesig und es sind echt noch ein paar Surfer im Wasser. Profis. Habe im ganzen Leben noch nicht so große Wellen live gesehen. Da man in Bondi die Wellen auch von der Seite sehen kann, sieht man genau, wie sie sich quasi von oben herab überschlagen und einen Tunnel bilden (Verständlich ausgedrückt? Wenn nicht – hier klicken). Nach ein paar Tagen in Sydney wollte ich trotzdem noch mal raus und früh am Montag Morgen sprang ich in meinen Wagen. Es ging durch den Royal Nationalpark die kurvige Küstenstraße entlang bis nach Wollongong. Immer wieder ging es durch kleine Orte und entlang einsamer Strände. Wäre es doch nur ein wenig wärmer :-)



Zum Mittagessen saß ich am Strand, genoss die tolle Aussicht und schmierte mir leckere Brötchen. Als ich zurück zum Auto kam, parkte dieser Flitzer neben mir. Gut das ich den gesehen habe, sonst wäre ich da beim Ausparken versehentlich drüber gefahren :-)



Weiter führte mich die Reise ins Hinterland, weg von der Küste und hinauf in die Berge. Insgesamt fuhr ich gestern so an die 400km. Einfach so. Das hätte mir mal einer in Deutschland sagen sollen: „Lass mal gerade ein wenig durch die Gegend fahren. So 400km.“ Den hätte ich für bekloppt erklärt :-) Seitdem ich hier bin, sind 100km Umweg für einen Cappuccino oder 200km für einen besseren Campingplatz jedoch so normal, wie in Deutschland ein Umweg über die Eisdiele :-) Als ich den Wagen neu gekauft hatte und ein Schild sah, dass 300km drauf stehen hatte, fand ich das sooooo weit weg. Jetzt sind das gefühlt nur ein paar Minuten. Schon interessant, wie so eine Reise doch die eigene Wahrnehmung verändert… Aber dazu muss ich auch sagen, dass das Autofahren hier hundert Mal relaxter ist. Meist ist man nämlich alleine auf der Straße. Einen kurzen Stopp machte ich noch, um den weiten Blick über Wollongong und den Ozean zu genießen (das Meer ist links vom Foto).



Gegen Nachmittag erreichte ich die Blue Mountains. Nun zum dritten Mal und trotzdem wieder schön! Nur ein Problem: Es ist kalt! Wir sind hier einige hundert Meter höher als an der Küste. Tagsüber wird es zwar noch so 12 Grad, aber Nachts liegen die Temperaturen um Null. Perfekt zum Campen :-) Ich schlafe nun in zwei Schlafsäcken und nur meine Nase schaut heraus. Doch ich muss sagen, dass ist verdammt gemütlich. Nur das Aufstehen am nächsten Morgen macht überhaupt keinen Spaß. Brrrrrrrrrrrrrrrrrrr. Kalt. Nachdem ich dann in die eiskalten Klamotten gesprungen bin, gab es als Entschädigung einen super schönen Regenbogen im Tal. Umgehend machte ich mich da auf die Suche nach dem Goldschatz…



Zum Glück gibt es hier eines der besten (oder sogar das beste) Hostel in Australien. Warme Duschen und eine super große Küche sind doch sehr willkommen. Und die Sofaecken und Feuerstellen sind ebenfalls eine klasse Abwechslung zur Kälte.

Tour: Sydney – Wollongong – Blue Mountains
Übernachtung: Im Auto, Katoomba

      

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Kategorie: Australien

Großes Wiedersehen

Dieser Artikel wurde am 10. Juli 2009 in Australien geschrieben.

Als ich vor zwei Tagen im Dunkeln über die Anzac Bridge fuhr und vor mir die Skyline von Sydney lag, schlug mein Herz schneller. Sydney fühlt sich einfach super an – es ist schön wieder hier zu sein. Zum Glück kenne ich den Landcruiser nun ziemlich gut und so habe ich absolut kein Problem, dass Schiff durch die Großstadt zu manövrieren. In meiner Ex-Schule drucke ich am folgenden Tag fleißig Flyer für mein Auto. Als ich dort so sitze, erinnerte ich mich an meine ersten Tage in der Schule zurück. Zum ersten Mal bemerkte ich, wie stark sich mein Englisch verbessert hat. Doch es war nicht die Sprachschule sondern hauptsächlich die Reisen mit Cody und den Holländern, die meinem Englisch auf ein anderes Level gebracht haben. Wenn man den ganzen Tag „perfektes“ Englisch hört, lernt man automatisch eine Menge.

Eigentlich habe ich erwartet, dass keiner meiner Freunde mehr in Sydney ist, doch da habe ich mich getäuscht. Zum Mittagessen treffe ich mich mit Tilman, der ebenfalls erst gestern angekommen ist und morgen nach Hause fliegt. Daraufhin gehe ich mit Bettina einen Kaffee trinken. Sie arbeitet als Aupair zwei Stunden von Sydney entfernt und hatte gestern ihren freien Tag. Auf der Straße treffen wir wenig später Tammy. Sie fliegt heute für zehn Tage nach Japan, kommt dann aber wieder nach Australien. Mit Maciek werde ich mich am Wochenende treffen und für morgen steht eine 4WD-Tour bei Nacht an, zusammen mit John. (Mit ihm hatte ich vor einigen Monaten meine erstes extremes Abenteuer in meinem Wagen.) Allerdings werde ich in sein Auto springen, da ich meine Trixy auf den letzten Metern nicht verschrotten möchte :-) Außerdem fährt er am Wochenende mit weiteren Australiern zu den Sanddünen in Newcastle, um dort ein wenig Spaß zu haben. Doch könnte mir vorstellen, dass wer mein Auto ansehen möchte und so bleibe ich lieber/leider in Sydney.

      

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Kategorie: Australien

Sydney: Toyota Landcruiser HJ60 zu verkaufen

Dieser Artikel wurde am 09. Juli 2009 in Australien geschrieben.

Nur noch 80km lagen vor mir und ich sah die Vorstädte von Sydney. Bevor ich den Wagen verkaufen kann, muss ich zuerst eine große Säuberungsaktion starten. Die 30.000km haben ihren Tribut gefordert und innen drin war überall Dreck. Zwar habe ich den Wagen öfters mal durch gesaugt, doch so richtig sauber wurde er nie. Am Straßenrand sah ich eine große Waschstraße, die auch einen Putzservice anboten – zum Festpreis :-) Die 50 Euro investierte ich gerne. Bis zu vier Inder wuschen, putzten, polierten, saugten und säuberten den Wagen über eine Stunde lang. Ich saß währenddessen gemütlich auf einem Sofa in einer Lounge, trank kostenlosen Cappuccino und schaute dem wilden Treiben zu. Besonders gut war, dass sie den ganzen Wagen für mich aus und wieder einräumten. Das ist Service. Hätte sonst nicht gewusst, wohin mit all den Sachen.


So hundert Prozent zufrieden war ich nicht vom gebuchten „Showroom finish“, aber andererseits haben sie eine super Arbeit geleistet. Mich hätten alleine die Reinigungsmittel fast genauso viel gekostet und besser hätte ich es auch nicht hin bekommen. Anschließend verbrachte ich eine lange Zeit damit, den Wagen in Ebay zu stellen. Toyota Landcruiser series 60 for sale!!! Nach nur einem Tag beobachten 124 Leute die Aktion und ich hatte ein paar Anrufe. Hoffentlich lohnt sich die Idee mit Ebay. Habe ein gemischtes Gefühl.

Leider regnete es den ganzen Tag und so verbrachte ich die Nacht im Auto unter der Brücke :-) Neben mir lag ein Penner, mit dem ich ein paar Bier teilte… Außerdem war ich noch im Kino, um mir Transformers 2 anzuschauen. Super cool. Da könnte mein Wagen fast mitspielen :-)

Den nächsten Tag werde ich damit verbringen, in Hostels und Internetcafes Poster von meinem Auto an die „schwarzen Bretter“ zu heften. Auch im Internet werde ich die Werbetrommel rühren. Hoffentlich lohnt sich die Aktion!!!

Tour: nach Sydney
Übernachtung: Bondi Junction im Auto unter der Brücke :-)

      

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Kategorie: Australien, Sydney

Tür auf und raus

Dieser Artikel wurde am 08. Juli 2009 in Australien geschrieben.

Früh am Morgen werde ich durch die Fledermäuse im Baum neben uns geweckt. Aber macht nichts, stehe sowieso immer um sieben auf, da stört die halbe Stunde eher nicht wirklich. Charlotte verzichtet erneut auf die warme Dusche und wir düsen weiter Richtung Süden. Ich habe zwar in meiner Anzeige geschrieben, dass ich viele Nationalparks besuche, Geländefahrten mache und sogar erwähnt, dass ich die Jungs von Mt Tamborine besuche, aber so wirklich Interesse zeigt sie an nichts. Wenn ich frage, was sie denn will, kommt nur ein Schulterzucken. Sie ist absolut an nichts interessiert und es kommen nur blöde Kommentare. Hallo? Hätte sie meinen Anzeigentext mal gelesen und zehn Sekunden nachgedacht, wäre ich von vorne rein klar gewesen, dass sie an der Tour nicht interessiert ist!? Ich kapiere einfach nicht, warum manche Leute nicht mitdenken können…



Also mache ich die Entscheidungen und neben mir sitzt eine genervte Charlotte. Egal. Wenn sie was dagegen hat, kann sie ja zu Fuß gehen :-) Nach ein paar Stunden stoppen wir an einem super Strand, um ein wenig zu entspannen. Es ist zu kalt zum schwimmen, doch einige Surfer sind dank der klasse Wellen im Wasser. Nach dem obigen Foto, wurde ich doch etwas nass. Die Welle war größer als erwartet :-) Gegen Nachmittag zweige ich vom Highway ab und fahre Richtung Guy Fawkes Nationalpark. Da es hier nass-kalt ist, befindet sich die Dirt-Road in einem rutschigen Zustand und wir kommen nur langsam voran. Zum Glück gibt es auf dem Campingplatz kostenloses Feuerholz. So genieße ich von fünf bis zwölf Uhr Nachts das wärmende Feuer, während Miss Alles-ist-Scheiße schon um sieben schlafen geht.



Am nächsten Morgen geht es im Allradbetrieb weiter. Meine geplante Abkürzung wird leider unterbrochen, da bei dem Baum meine kleine Axt nun wirklich nicht weiter hilft :-) Also zurück und einen anderen Weg aussuchen. Über 100km geht es durch diesen riesigen Wald. Links und rechts laufen Kängurus und Wallabies zwischen den Bäumen entlang. Auch die ein oder andere Kuh steht des öfteren mal mitten auf dem Weg. Der Track ist im großen und ganzen super einfach, jedoch eine angenehme Abwechslung zum Highway.



Es ist hier oben im Gebirge ziemlich kalt. Im Schatten werden es so gegen fünf Grad sein, dazu nasser Wind und leichter Regen. Brrrr. Im Sommer hingegen muss es hier super schön sein. Es gibt überall kleine „Seitenstraßen“, die viel Spaß versprechen. Doch sie sehen sehr schlammig aus, da verzichte ich ohne ein zweites Auto lieber :-) Zwischendurch haben wir super weite Ausblicke. Bzw. ich habe super weite Ausblicke, den Charlotte sitzt nur uninteressiert im Auto.



Weiter geht es zu den Ebor Falls. Hier war ich schon vor fünf Monaten im Regen, doch in der Sonne wirkt der Anblick doch noch viel besser. Der Wasserfall besteht eigentlich aus zwei Fällen (siehe anderer Artikel) und gehört zu den größten in Australien.



Als ich alleine die Wasserfälle betrachte, fasse ich einen Entschluss. Warum nehme ich dieses nervige Ding überhaupt mit? Eigentlich wollte ich eine nette Person neben mir, mit der man reden kann und Dinge gemeinsam erleben kann. Ich habe soviel Geld für die Reparaturen ausgegeben, dass die Kostenersparnis eher Nebensache ist. Also was soll ich mir das Ganze noch länger antun? Am liebsten hätte ich sie gleich im Mitten vom Nichts aus dem fahrenden Auto geschmissen :-) Aber bin ja ein guter Mensch. So lasse ich sie sogar zwischen zwei großen Städten (mit Hostels und Busverbindung nach Sydney) wählen. Sie war zwar super sauer und redete anschließend nicht mehr mit mir, aber entschied sich für Coffs Harbour. Und tschüss :-)

Tour 1: Evans Head – Guy Fawkes Nationalpark
Übernachtung: Camping, Guy Fawkes Nationalpark

Tour 2: Guy Fawkes Nationalpark – 80km vor Sydney
Übernachtung: Im Auto, irgendwo (im Regen) im Wald :-)

      

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Kategorie: Australien

Mount Tamborine

Dieser Artikel wurde am 06. Juli 2009 in Australien geschrieben.

Bevor es in die Bar ging, verbrachten wir den Tag in Mt Tamborine. Zuerst schauten wir uns die nähere Umgebung etwas an. Hier finden sich richtig coole Häuser. Wer hier oben leben möchte, braucht schon eine Menge Geld. Ich würde fast sagen, es gehört zu einer der top Adressen in Australien. Der Style erinnert mich ein wenig an New Orleans…



Auch den angrenzenden Nationalpark ließen wir nicht aus. Den Wanderweg durch Palm Grove führte durch Palmenwälder, in denen immer wieder riesige Bäume standen. Ohne die Sonne wird es doch schon etwas kühler…



Zum Mittagessen sind wir zurück bei Hamish. Charlotte legt sich schlafen und wir zwei Jungs können ganz relaxt einen Cappuccino trinken fahren. Das tat richtig gut, mal von ihr weg zu kommen. Tja und abends ging es dann halt in die Bar zum Karaoke singen :-)

Charlotte hat übrigens einen riesigen Topf Nudeln mit Tomatensauce gekocht und isst diesen nun für ganze drei Tage zum Frühstück, Mittagessen und Abendbrot. Das nenne ich mal gesunde und abwechslungsreiche Ernährung :-) Aber muss sie ja selber wissen. Mich nervt nur, dass ich mir dauernd dumme Kommentare anhören muss, weil mein Essen ja „zu abgehoben“ sei!? Wusste nicht, dass die in England keine Gurke oder Tomate auf eine Scheibe Brot legen. Selbe blöden Sprüche kommen übrigens auch zu meiner fast täglichen Dusche. (sie verzichtet immer noch!) Keine Ahnung, wo die aufgewachsen ist…

Der Kragen platze jedoch endgültig, als wir für eine Campingplatz $20 zahlen mussten. (Das ist ein absolut normaler Preis.) Sie regte sich super auf und wollte unbedingt am stark befahrenen Highway auf dem Rastplatz schlafen. Hallo? Da bekomme ich ja mal gar keinen Schlaf. Außerdem hatten wir gerade zwei kostenlose Nächte bei Hamish. Was mich am meisten dabei aufregt: Ich habe in meiner Anzeige extra geschrieben, dass ich in Nationalparks campe (kostet immer Geld) und bei Regen sogar ins Hostel gehe (noch viel teurer). Außerdem habe ich dort sogar erwähnt, dass es sich nicht um einen billig Trip handelt. (Hatte ja schon mal jemanden ohne Geld dabei.) Doch bei jedem Tanken, Campen,… geht das Theater von vorne los. Ich lasse sie gleich erstmal zahlen, da bisher fast alles auf meine Kosten ging. Stellt sie sich an, fliegt sie raus!!!

Tour: Mt Tamborine – Evans Head
Übernachtung: Camping, Evans Head (mit tausenden Fledermäusen im Baum neben uns)

      

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Kategorie: Australien

Karaoke im Pub

Dieser Artikel wurde am 04. Juli 2009 in Australien geschrieben.

Vor zwei Tagen habe ich noch geschrieben, dass es mit Charlotte ganz gut läuft. Heute muss ich das ganze doch mal wieder revidieren. Werde sie wohl möglich noch vor Sydney raus schmeißen. Dachte schon es liegt an mir, schließlich hat es mit den letzten Zwei (eigentlich sogar Drei) Begleitungen ja mal gar nicht geklappt. (Dafür mit Cody oder den Holländern umso besser.) Doch nicht nur Harmish und die Jungs fanden Charlotte wortwörtlich zum Kotzen, sondern selbst wildfremde Menschen haben mir dieses nach wenigen Minuten mit ihr so gesagt. Wie ist es dazu gekommen? In Mt Tamborine gibt es nur eine richtige Kneipe und dort treffen sich am Wochenende halt “alle” Einwohner. Vater und Sohn saufen sich gegenseitig unter den Tisch, ein paar kleinere Prügelszenen zwischen Nachbarn und auch sonst jede Menge Alkohol.

Freitag Abend war Karaoke angesagt und schon um sieben Uhr abends waren wir in der Bar dabei, uns Mut anzutrinken. (Oder mit Hamish Worten: „We got pissed.“) Die Stimmung war super relaxt, in wenigen Minuten kannte ich die halbe Kneipe und das flüssige Gold floss in Strömen. Hatte lange nicht mehr solch eine Party erlebt. Jedenfalls kamen immer mehr Leute auf mich zu und luden mich auf Getränke ein. Warum? Sie hatten alle Mitleid, da ich mit Charlotte reisen muss! Sie hat bis heute immer noch nicht geduscht, stinkt richtig dolle und erzählt in einer Tour Müll. Auch ihre ganze Lebenseinstellung ist seeehr komisch. Genauso haben es (zum Glück) auch alle anderen Leute erlebt und so hatten wir eine Menge zu lachen. Charlotte hatte in der Zwischenzeit die Getränke von absolut wildfremden Leuten genommen und ein paar Schluck getrunken, bevor die sich beschweren konnten. Muss man sich mal vorstellen…

Ehe ich mich versah, stand ich dann auch mit Hamish und der Schwester von Russ auf der Bühne und wir sangen „to her door“ von Paul Kelly. Und das war erst der Anfang. Immer öfters landete ich mit „neuen Freunden“ auf der Bühne. Es ist irgendwie ganz anders als in Deutschland. Keine Ahnung wie ich die Atmosphäre beschreiben soll, aber es war super. Natürlich waren wir die Letzten, die aus dem Pub geschmissen wurden, bevor das Licht aus ging.

Hier fährt jeder besoffen, schließlich ist die Polizei ja Freund, Onkel oder sonst wie verwandt. Die Jungs holten ihre Swags von zuhause und bei Hamish im Garten wurde das Feuer entzündet. Swags (waterproof bedroll) sind typisch für Australier. In jedem körperlichen Zustand lassen sie sich aufbauen. Dafür müssen nur die Gurte geöffnet werden und das Swag wird ausgerollt. Es hat eine Matratze, Decken und Kissen gleich fertig drin, darüber quasi eine wasserdichte Ausenhülle. Reißverschluss auf und rein. Somit campten wir mit acht Leuten im Garten und hatten eine Menge Spaß.

Hier noch ein schönes Video von Ormeau (Mt Tamborine), solch einen Spaß hatten wir dort gestern auch :-) Zu Schade, dass ich Trixy nicht mitnehmen konnte…

      

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Kategorie: Australien

Meeting some mates

Dieser Artikel wurde am 03. Juli 2009 in Australien geschrieben.

Und schon wieder ein Problem mit meinem Auto. Irgendwas zwischen Getriebe und Kupplung. Weiß noch nicht genau was und warum, aber will auch keine Unmengen mehr investieren. Wirklich ein schlechtes Timing. Aus diesem Grund verzichtete ich darauf, meinen Wagen zusammen mit Hamish ins Gelände zu nehmen. Kurzerhand sprangen Charlotte und ich in seinen Landcruiser (Kurzversion) und machten die Umgebung hier unsicher. Oh je, auf dem Beifahrersitz sieht die Welt ja mal komplett anders aus. Hilfe :-)



In der näheren Umgebung ist hier alles voll mit harten 4WD-Tracks. Die Jungs sind hier aufgewachsen und kennen jeden Zentimeter. Dementsprechend ging es auch zur Sache. Ein paar Mal hatte ich das Gefühl, dass wir uns gleich überschlagen würden. Am Steuer zu sitzen ist doch um einiges besser :-) Wo ich vorsichtig fahren würde (um den Wagen zu schonen), wurde gestern mit Vollgas durchgebrettert. Die 4WDs sind hier alle nur Zweitwagen, mit einem Ziel: Spaß, Spaß, Spaß!



Hamish wohnt mit seinen Eltern in Mount Tamborine. Einem der schönsten Flecken in ganz Australien. Das ganze Jahr super Wetter, viel Natur, ein traumhafter Blick von der Terrasse (siehe Bild, man sieht das Meer und die Gold Coast), in einer halben Stunde am Strand und eine klasse Umgebung. Hier lässt es sich wohnen :-)



Abends sitzen wir draußen bei einem warmen Feuer und Russ (ebenfalls von Cape York, links) schaut auf ein paar Bier vorbei. Hamish (mitte) und sein Bruder (rechts) sind natürlich auch von der Partie.



Tour: Springbrook – Mt Tamborine
Übernachtung: Camping bei Hamish im Garten

      

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Kategorie: Australien

Zweiter Versuch

Dieser Artikel wurde am 03. Juli 2009 in Australien geschrieben.

Jetzt bin ich schon wieder einige Tage unterwegs und hatte kein Internet. Was gibt es Neues? So einiges :-) Auf meine Anzeige für eine Mitfahrgelegenheit von Brisbane nach Sydney meldete sich nur ein 18-jähriges Mädel aus England. Ich verbrachte noch einen Tag in Brisbane mit Wäsche waschen, einkaufen und den Wagen wieder in Schuss bringen. Am folgenden Tag lud ich Charlotte ein und wir machten uns auf den Weg nach Woodenbong. Genau dort, wo ich vor fünf Monaten meinen ersten Platten hatte :-) Diesmal konnten wir die Tour, die nun sehr einfach für mich war, problemlos fahren.



Früh am nächsten Morgen ging es Richtung Byron Bay. Eine der Partyhochburgen von Australien. Besonders bei der jüngeren Generation (18-20) sehr beliebt. Weg von zuhause und dann gleich jeden Tag besoffen :-) Wir entschieden uns jedoch nur für einen Zwischenstopp, um den östlichsten Punkt in Australien zu sehen. Dieser ist in der Nähe von Byron Bay am Leuchtturm. Das Wetter ist super und wir genießen die Sonnenstrahlen.



Von hier ging es wieder zurück in Richtung Brisbane, denn ich erhielt einen Anruf von Hamish. Ihn habe ich mit fünf weiteren „echten“ Australiern in Cape York auf dem Old Telegraph Track kennen gelernt und er lud uns ein, vorbei zu kommen. Er muss für den Rest der Woche nicht arbeiten, wir können ein wenig im Gelände herum fahren und bei ihm im Garten zelten. Das hört sich doch gut an :-) Zuvor schauen wir uns noch den Springbrook Nationalpark an. Unter anderem wandern wir zur Natural Bridge. Einem Wasserfall, der quasi durch ein Loch in eine Höhle fällt. Zum Schwimmen ist es jedoch viel zu kalt…



Mit Charlotte läuft es ganz ok. Sie ist zwar recht jung, aber dafür hat sie Erfahrung mit Camping, was wirklich eine Erleichterung ist. Sie weiß wie man ein Zelt aufstellt, abwäscht und packt auch sonst überall mit an. Da habe ich schon andere Dinge erlebt :-) Leider ist sie sehr alternativ veranlagt und erwähnt nicht nur einmal, dass eine Dusche pro Woche ja mehr als genug wäre. So riecht es leider auch im Auto und Zelt. Weiß noch nicht genau, wie ich ihr ein wenige Hygiene beibringen kann…

Tour 1: Brisbane - Woodenbong
Übernachtung: Camping auf der Rainforest Tour nach Mallanganee

Tour 2: Kyogle – Byron Bay – Springbrook Nationalpark
Übernachtung: Camping, Springbrook Nationalpark

      

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Kategorie: Australien

Jeden Tag eine gute Tat

Dieser Artikel wurde am 29. Juni 2009 in Australien geschrieben.

Ganz nach dem Motto: „Jeden Tag eine gute Tat“, haben wir gestern schon den Motorradfahrer mitten auf einem 4WD-Track gerettet. Heute mache ich ein wenig Werbung für meine Ex-Firma und deren Spendenprogramm, wodurch TravelWorks 5€ für meinen Artikel spenden wird.

Freiwilligenarbeit

Warum geht es in diesem Spendenprogramm? Lassen wir TravelWorks sprechen: „Helfen Sie Straßenkindern in Guatemala indem Sie uns einen Platz auf Ihrer Webseite schenken und durch einen Button auf unsere Hilfsaktion aufmerksam machen - im Gegenzug spenden wir dann für Sie 5€ an ein Schulprojekt in Guatemala.“

Ich hoffe es kommt ein schönes Sümmchen zusammen. Viel Glück!

      

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Kategorie: Australien

Zurück auf Los

Dieser Artikel wurde am 28. Juni 2009 in Australien geschrieben.

Nach einer stürmischen Nacht (über drei Stunden heftiges Gewitter), hatten wir nur ein paar Tropfen Wasser im Zelt. Unseren Nachbarn erging es da schon schlimmer, da ihnen das Zelt bei den Wassermassen zusammen gebrochen war und sie komplett nass wurden. Auf dem Foto stehe ich auf dem großen Sandstrand von Rainbow Beach und im Hinterrgrund steht unser Zelt – windgeschützt zwischen den Büschen und mit Meerblick :-)



Nach einem schönen Sonnenaufgang, machte ich einen Ölwechsel und brachte den Wagen daraufhin zum Mechaniker, bezüglich der Hinterachse. Dank neuem Öl schnurrt der Motor wieder wie ein Kätzchen :-)



Gegen Mittag waren wir startklar und verließen Rainbow Beach Richtung Brisbane, wo wir gegen Abend eintrafen. Ich fand den Weg zu Andrew und Leigh (meinem ersten Mechaniker und seiner Freundin) problemlos und wir wurden dort herzlich empfangen. Außerdem erwarteten uns – zu Annas Freude - acht weitere Leute aus Taiwan. Die zwei Australier haben eine Gastschülerin für ein Jahr und da nun Ferien sind, hat sie ein paar Freunde eingeladen. Dadurch wurde groß (und super lecker) gekocht - Hot Pot aus Taiwan. Wir hatten eine super lustigen Abend und eine Menge zu erzählen.



Irgendwann kam Anna dann damit um die Ecke, dass sie gleich abgeholt würde, da eine Freundin nun in Brisbane sei und sie mit ihr zusammen weiter reisen möchte. Danke. Sowas hätte man mir auch gerne mal zwei Tage eher sagen können. Ich hätte wenigstens Zeit gehabt, eine neue Begleitung zu finden. Da wir uns jetzt aber auch nicht so gut verstanden haben und sie super faul war, machte mir die „Trennung“ nichts aus. So weit ist Sydney nicht mehr entfernt und nun kann ich wenigstens machen, was ich möchte.

Am folgenden Morgen machten Andrew und ich uns auf ein bisschen unsere 4WDs zu testen. Da ich mich über die zu einfachen Touren der letzten Tage „beschwert“ habe, wollten wir es heute etwas krachen lassen. Es ging in das Mt Mee State Forest, wie ich schnell erkannte, der Ort, an dem meine 4WD-Künste ihren ersten Schliff bekamen. Hier hat das Abenteuer vor einigen Monaten begonnen! Schon nach wenigen Metern kam ein großes Hindernis in Form eines umgefallenen Baumes. Meine Dachboxen waren einige Zentimeter zu hoch und mit der Axt wurde der Baum bearbeitet….



Im State Forest gab es über 150km an 4WD-Tracks und wie beim Skifahren, drei verschiedene Schwierigkeitsgrade. Wir suchten uns natürlich die schwarzen Pisten aus :-) Ziemlich beängstigend zwischendurch. Es war super matschig und rutschig. Bei einem Track ging es mega steil herunter. Dort darf man bei dem Matsch nicht bremsen, da der Wagen zur Seite rutschen würde und dann kippen könnte. Also erster Gang (low) und einfach rollen lassen (=Motorbremse). Da schießt das Adrenalin ziemlich an die Decke :-) Wie wir später vom Ranger erfahren, haben sich dort im letzten halben Jahr drei Geländewagen überschlagen! Kurze Zeit später wurden wir dann Mitten im Wald von der Polizei gestoppt. Alkoholkontrolle…



Nach einem Picknick kamen drei Motorradfahrer vorbei, die berichteten, dass sie einen weiteren Fahrer im Wald gefunden haben, dessen Motorrad kaputt ist (Elektronikfehler). Sie fahren allerdings alle so besondere Maschinen, auf die man keine zweite Person nehmen kann. Außerdem war der Weg zu kompliziert für einfache Geländewagen und deshalb schickten wir unsere beiden Landcruiser auf die Rettungsmission. Das Bike wurde auseinander genommen und passte gerade so in Andrews Auto. James, der Fahrer, war total erleichtert, da er nichts weiter dabei hatte und nicht mal wusste, wo genau er ist. Zum ersten (und letzten) Mal war er alleine unterwegs. Wir verstanden uns super mit ihm und wurden umgehend nächste Woche zum BBQ eingeladen. Leider bin ich da schon weg. Doch das ist Australien: Unkompliziert, offen und hilfsbereit. Wenn ich in ein paar Jahren wiederkomme, sind die beiden bestimmt gute Freunde…

Tour: Rainbow Beach – Brisbane
Übernachtung: Zwei Nächte bei Andrew und Leigh auf der Couch

      

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Kategorie: Australien