Backpacking Trip

Fraiser Island - 120km 4WD am Strand

Dieser Artikel wurde am 28. Juni 2009 in Australien geschrieben.

Erneut klingelt um sechs der Wecker. Um sieben checken wir aus und kurze Zeit später sind wir im dichten Nebel auf der Fähre nach Fraiser Island. Was erwartet uns da? Fraiser Island ist die größte Sandinsel der Welt. Groß bedeutet, dass sie pro Seite 120km Sandstrand hat. Und genau diesen Strand darf man befahren. Die ganze Insel ist voll mit Geländewagen, denn anders kommt man hier nicht vorwärts. Ich war zwar schon öfters mit meinem Wagen im Sand und auch am Strand, aber in Fraiser Island ist das nochmal etwas ganz besonderes. Wo sonst kann man zwei Stunden am Strand entlang fahren und den malerischen Ausblick genießen? Das ist ein besonderes Gefühl!



Nur selten trifft man ein anderen Geländewagen und oft können wir soweit das Auge reicht keine Menschenseele entdecken. Nur das Wetter könnte etwas schöner sein, die Wolken betrüben ein wenig diesen super Tag.



In der Mitte der Insel gibt es mehrere Seen, die ganz unterschiedlich erscheinen. Manche haben braun-rotes Wasser, andere sind türkis-blau und haben weißen Sandstrand. Man kommt sich dort vor wie am Meer und möchte eigentlich nur in die Badehose springen. Doch wo ist die Sonne?



Der Wald ist ebenso unterschiedlich. Wir sehen Palmen, normaler Laubbäume, darauf folgt dann Regenwald und wieder kleine Büsche. Es ist super abwechslungsreich und interessant. Nur das Autofahren ist deutlich zu einfach. Zwar ist überall Sand, aber absolut problemlos geht es die Tracks entlang. Ein wenig mehr Herausforderung wäre schon schön gewesen. Nur einmal muss ich einem Pärchen aus Spanien helfen, da sie etwas überfodert waren. Doch nach ein paar hilfreichen Worten kamen sie alleine aus dem Sand heraus.



Das Meer war absolut atemberaubend und so verbrachten wir viel Zeit in den Campingstühlen und beobachteten die Wellen. Da wir alles dabei hatten, gab es Frühstück, Mittagessen und Abendbrot direkt am Strand. Hmm…



Leider hörte ich gegen Abend ein komisches Geräusch, welches sich ganz und gar nicht gut anhörte. Irgendwie konnte ich aber die Ursache nicht finden und so beschlossen wir, am folgenden Tag gegen Nachmittag zurück zu fahren. Die Nacht verbrachten wir in Luxuszelten auf dem Campingplatz. Ausgestattet mit Holzfußboden, Doppelbett, Stühlen und Tischen, kann man diese Zelte mieten. Sie waren jedoch nicht abgeschlossen und da Regen angekündigt war, verschwanden wir zwei in jeweils einem dieser super Zelte :-)



Auf dem Rückweg machten wir noch einen Stopp an einem Schiffswrack, bevor wir zum Glück mit noch laufendem Wagen die Fähre erreichten. Der Mechaniker fand daraufhin schnell die Fehlerquelle: Eines meiner Wheel Bearings an der Hinterachse hat sich komplett zerstört. Noch ein paar KM mehr und ich hätte einen Abschleppwagen gebraucht. Glück im Umglück. Morgen wird es ersetzt…



Tour: Fraiser Island
Übernachtung 1: Camping, Fraiser Island
Übernachtung 2: Camping, Inskip Point in Rainbow Beach

      

Hinterlasse einen Kommentar

Kategorie: Australien

Was ein Panorama

Dieser Artikel wurde am 27. Juni 2009 in Australien geschrieben.

Im Carnarvon George Nationalpark machten wir am folgenden Morgen eine schöne Wanderung den Berg hinauf, um von dort eine weite Aussicht über das ganze Tal zu erlangen. Es ist ein wenig wie in den Blue Mountains in der Nähe von Sydney. Genau wie dort, ist auch hier die Aussicht durch einen Blauton getrübt, der durch die aufsteigenden Eukalyptus-Düfte entsteht.



Nach einer Nacht in Rollestone werden wir vom Regen geweckt und müssen das nasse Zelt schnell einpacken, um dann auf einem benachbarten Rastplatz (mit überdachten Bänken) zu Frühstücken. Zum Glück schiebt sich die Sonne durch die Wolken und über meine geliebten Dirt Roads geht es weiter zu den Blackdown Tablelands.



Hier gibt es endlich mal wieder eine Strecke, die mit einem „4WD only“ beginnt. Zwar nicht anspruchsvoll, aber dafür mit einem besonders schönen Ziel. Wie schon gestern haben wir einen sagenhaften Blick in die Ferne. Durch die Wolken ist der Kontrast der sich uns bietet, noch stärker. Wir können super weit blicken und die Lichtverhältnisse sind aus dieser Höhe ziemlich beeindruckend. Das beste jedoch ist, dass wir ganz alleine sind. Wir hören nur die Vögel im Tal zwitschern und weit und breit ist weder Auto, Stadt noch Menschenseele.



An solch einem Ort würde man am liebsten den Stuhl aus dem Auto holen, ein kaltes Bier öffnen und diesen gewaltigen Ausblick den ganzen Tag genießen. Soviel Zeit haben wir nur leider nicht und um den Campingplatz noch im Hellen zu erreichen, geht es bald schon weiter.

Noch im Dunkeln (um sechs Uhr) klingelt der Wecker am nächsten Morgen. Es ist bitter kalt ohne die Sonne und auch der heiße Tee will die Lebensgeister noch nicht wirklich in uns wecken. Wir sind so früh aufgestanden, da wir an diesem Tag so einiges vor haben. Ziel ist Rainbow Beach, dass Absprungbrett nach Fraiser Island, der größten Sandinsel der Welt. Jedoch liegen dazu um die 700km vor uns, die wir jedoch größtenteils mit unter 90km/h zurück legen werden. Das wird anstrengend für mich als Fahrer.



Zum Glück konnten wir Querfeldein fahren und so ließen wir den Asphalt des öfteren hinter uns, um über Feldwege und Schotterstraßen eine Abkürzung zu nehmen. Außerdem ist das ganze landschaftlich deutlich spannender und so machte mir das lange Autofahren nicht so viel aus. Um zehn Uhr Abends erreichten wir dann auch endlich unser Ziel.

Tour 1: Carnarvon George Nationalpark - Rollestone
Übernachtung: Camping, Rollestone Caravanpark

Tour 2: Rollestone - Duaringa
Übernachtung: Camping, Duaringa Rest Area

Tour 3: Duarringa – Rainbow Beach
Übernachtung: YHA Hostel, Rainbow Beach

      

Hinterlasse einen Kommentar

Kategorie: Australien

Lagerfeuer

Dieser Artikel wurde am 24. Juni 2009 in Australien geschrieben.

Die Distanzen sind in Australien einfach gigantisch und so standen uns erneut ein ganzer Tag im Wagen bevor. Zum Glück war die Landschaft schön und interessant, somit war die Fahrt relativ entspannend. Asiaten machen von allem und überall Bilder, darüber machen wir nicht nur in Deutschland Witze, sondern ich erlebe es hier gerade live. Selbst im Supermarkt will Anna Bilder mit Australischen Kindern machen :-) Auf der Straße müssen wir alle fünf Minuten halten. Dann macht man nicht nur ein Foto, sondern gleich zwanzig, da sie ja auf jedem Bild zu dick ist!? Natürlich riss da bei mir nach kurzer Zeit der Gedultsfaden und wir einigten uns auf einen Fotostopp pro Stunde. Sonst würden wir ja nie wo ankommen :-) Eines muss man ihr aber lassen, sie hat ein paar coole Ideen für Bilder….



Von Belyando Crossing ging es zum Carnarvon Nationalpark. Eigentlich wollten wir hier zwei Nächte verbringen, doch da es sich um einen absolut überteuerten Campingplatz handelt, bleiben wir nur eine Nacht. (Gibt leider in 100km Umkreis keine Alternativen und zum Bush Camping konnte ich Anna noch nicht überreden…) Zuvor stoppten wir noch das ein oder andere Mal auf der Reise Richtung Süden. Das ist übrigens Anna:



Abends gab es auf dem Campingplatz ein großes Lagerfeuer und wir kamen ins Gespräch mit einigen Familien aus Australien, die genau wie wir die Wärme des Feuers suchten. Die Nächte liegen bei 5-10 Grad und so möchte man eigentlich gar nicht mehr vom Feuer weg :-) Jedenfalls gibt es dazu eiskaltes Bier und jeder Menge lustige Geschichten. So lässt sich auch ein Tag ausklingen…



Das hier ist eine Fotomontage mit meinem “Bier-kalt-und-Hand-warm-Halter”…

Tour: Belyando Crossing – Carnarvon George Nationalpark
Übernachtung: Camping; Takarakka Bush Resort

      

Kommentare (4)

Kategorie: Australien

Weg vom Massentourismus

Dieser Artikel wurde am 21. Juni 2009 in Australien geschrieben.

Die Ostküste Australiens ist DAS Reiseziel in Australien. Also waren meine Erwartungen ziemlich hoch. Doch leider gibt es ein Problem: Ich habe das wahre Australien gesehen. Und zwar von der schönsten Seite. Die Ostküste ist super einfach zu bereisen, da es überall richtige Straßen gibt und außerdem ist es hier recht dicht besiedelt. Also ist es sicher zu reisen, man bekommt überall Essen, Hotels und Unterhaltung. Dazu Regenwald, Strand, Berge und das Meer. Ist ja auch alles schön und gut, nur habe ich das ganze schon doppelt so schön irgendwo anders in Australien gesehen :-)

Natürlich macht es mehr Sinn, Werbung für Dinge zu machen, die auch jeder besuchen kann. Nur das die Sachen hier als „beste“, „einmalig“ oder „umwerfend“ bezeichnen, die dann doch eher „naja“ sind, hat mich ein wenig enttäuscht. Andererseits wäre es auch einigermaßen blöde, wenn die Werbung machen a la: „Das beste - was auch immer - findet ihr in XY, leider müsst ihr jedoch einen eigenen Geländewagen kaufen, denn die Autovermietungen verbieten ausdrücklich die Anreise.“ Fände ich zwar recht lustig, doch macht natürlich keinen Sinn. Also was bleibt übrig? Alles, was einfach zu erreichen ist, durchs Marketing als „so toll“ darstellen, dass die Touristen aus aller Welt kommen :-)



Ich für meinen Teil war jedenfalls von dem „besten Abschnitt Australiens“ mehr als enttäuscht. Auch für Anna war es hier langweilig. Taiwan hat viel Regenwald und sie fühlte sich wie zuhause. Also drehte ich das Steuer zur Seite und wir verschwanden Richtung Outback :-) Die Straßen wurden schnell merklich leerer und der Regenwald wurde durch offene Wälder ersetzt. Zwar sind wir nicht wirklich weit entfernt von der Zivilisation, doch den Massentourismus haben wir hinter uns gelassen und es gilt, etwas besonderes zu entdecken. Hoffentlich gelingt uns das. Wir sind zuerst zum Lake Dalrymple gefahren. Einem künstlichen Stausee (Burdekin Falls Dam), der wirklich beeindruckend in der Landschaft liegt. Hier kamen wir pünktlich zum Sonnenuntergang an. Dazu hüpften einige Kängurus über den Campingplatz und über können wir bei Nacht einen super klaren Sternenhimmel sehen.



Am nächsten Morgen gab es zunächst eine Enttäuschung. Die Straße ist gesperrt. Dieses Mal jedoch mit einem Tor. Es gibt kein Durchkommen :-( Warum? Der Weg führt unten am Damm entlang (das letzte bisschen Beton ist die Straße). Jedoch wird sie nur geöffnet, wenn der Stausee nicht überfließt. Das heißt jetzt jedoch ganze 400km Umweg für uns!



Aber was lässt sich da machen? Richtig: Nichts. Umdrehen und zurück. Weiter geht es Richtung Charters Tower und von dort geht es über Belyando Crossing in den Süden (und somit in die Kälte!).

Tour 1: Jourama Falls - Lake Dalrymple
Übernachtung: Burdekin Falls Caravan Park

Tour 2: Lake Dalrymple - Belyando Crossing
Übernachtung: Belyando Crossing Campground

      

Hinterlasse einen Kommentar

Kategorie: Australien

Es geht weiter

Dieser Artikel wurde am 20. Juni 2009 in Australien geschrieben.

Ich öffne die Tür und ein vertrauert Geruch umgibt mich, als ich in den Wagen steige. Ohne Murren erwachen die Vier-Liter zum Leben und ein Grinsen macht sich auf meinen Lippen breit. Ja, ich bin zurück und das Abenteuer geht weiter :-) Vor mir stehen noch einige tausende Kilometer, die ich mit Trixy (so heißt meine Zweitfreundin = Auto) verbringen werde. Doch wie es genau weiter geht, weiß ich noch nicht. Das Ziel heißt Sydney, doch bis dahin sollten noch ein paar spannende Touren gefahren werden. Besonders vom Wetter werde ich mich leiten lassen. Hier ist es zwar wärmer als in Sydney, doch ab nun werden die Nächte recht kalt werden – in Australien ist Winter!

Auf meine Anzeige für eine Mitfahrgelegenheit haben sich neun Leute gemeldet. Sieben Frauen und zwei Jungs. Alle bis auf ein Mädchen aus Taiwan sind Deutsche. Darauf habe ich keine Lust und so werde ich mal schauen, wie es ist mit einer Asiatin zu reisen. Das es hier fast nur Deutsche gibt, wird mir auch direkt wieder im Hostel klar. Niemand spricht Englisch, egal ob auf dem Zimmer, in der Küche oder sonst wo. Scheinbar ist Cairns die Hochburg der deutschen Backpacker. Alle anderen Nationalitäten scheinen andere Orte zu bevorzugen und ich weiß auch warum, denn sooo toll ist Cairns nicht. Es scheint aber so zu sein, dass die deutschen Backpacker hier alle einen Job suchen. Muss denen wohl jemand erzählt haben, dass es hier viel Arbeit gibt. Blöd nur, es gibt keine. Und so höre ich an jeder Ecke nur (typisch deutsche) klagende Geschichten.



Mit neuen Bremsen an der Hinterachse hole ich Anna Lu gegen Nachmittag ab und wir verlassen Cairns Richtung Süden. Entlang an Zuckerrohrfeldern und vereinzelten Palmen fahren wir die Küste entlang. Wir schlagen das Zelt auf einem Campingplatz an einem Wasserfall auf und neben einem warmen Feuer hole ich gleich auch meinen Pulli raus. Es wird kühl. Blöd nur, dass es hier nur kalte Duschen gibt. Brrrrr. Anna muss ich erst mal ein wenig das Campen beibringen :-) Dank steinreichem Vater, übernachtet sie normalerweise im Hilton oder Four Seasons (kein Witz) und kochen oder abwaschen musste sie zuhause noch nie. Doch sie ist in Australien, um selbstständiger zu werden. Mit immerhin dreißig Jahren wird es auch langsam mal Zeit :-)

Zwar hat der Wasserfall auch eine Stelle zu schwimmen, doch bei den Temperaturen verzichte ich gerne. Die Nacht war super kalt, aber dank meinem super Schlafsack (den Julia mir aus Deutschland mitgebracht hat), brauchte ich nicht frieren. Schon seit längerem habe ich ein 4WD-Magazin neben mir liegen mit einem Trip zu den Brancoe Falls. Großen Wasserfällen, die man nur mit dem Allradfahrzeug erreichen kann. Laut Internet ist die Strecke gesperrt, doch an der Tankstelle vor der Abzweigung frage ich lieber nochmal nach. Ich bekam als Antwort nur ein: „Sorry, mate, it’s closed.“ Wollte schon fast umdrehen: „What kind of car are you driving, mate?“ Anschließend erntete ich ein Grinsen und der Daumen gingen in die Luft: „You are fine, mate, have fun.“ Zufrieden steige ich zurück in den Wagen, lasse das „road closed“ Schild links liegen und es geht den Berg hinauf.



Der Track war dann doch eher einfacher Natur und problemlos ging es voran. Oben angekommen waren wir plötzlich direkt in den Wolken und die Sicht wurde dadurch ziemlich minimiert. Plötzlich fing es auch noch stark an zu regnen und so verzichteten wir auf die zweistündige Wanderung zu dem riesigen Wasserfall. Was machen? Umdrehen und den Weg zurück. Zwar haben wir das Ziel nicht erreicht, aber es machte wieder Spaß, durch den Dreck zu fahren :-)

Tour 1: Cairns - Murray Falls
Übernachtung: Murray Falls Camping

Tour: Murray Falls - Jourama Falls (Paluma Rang Nationalpark)
Übernachtung: Jourama Falls Camping

      

Hinterlasse einen Kommentar

Kategorie: Australien

Erinnerungen

Dieser Artikel wurde am 17. Juni 2009 in Australien geschrieben.

Eigentlich mag ich keine Bilder im Hochformat, dass ganze zieht den Blog zu sehr in die Länge. Da ich gestern ein wenig Zeit hatte, bin ich kurz durch die Fotos von den Holländern gegangen und da kam natürlich die ein oder andere Erinnerung wieder durch. Folgende Bilder möchte ich euch nicht vorenthalten. Eines meiner Lieblingsbilder, welches wohl als Poster über mein Bett kommen wird :-)



Folgendes Foto erinnert zwar an Afrika, wurde aber auf unserer Tour in der Nähe von Alice Springs aufgenommen:



Ebenfalls in der Umgebung von Alice Springs ist dieses Bild entstanden. Reifenfreundlicher könnte die Strecke kaum sein :-)



Genug geträumt. Wenn alles klappt, geht es gleich weiter Richtung Sydney. Aber dazu später mehr…

      

Hinterlasse einen Kommentar

Kategorie: Australien

Thailand - Australien

Dieser Artikel wurde am 15. Juni 2009 in Australien geschrieben.

Nachdem Julia den Flieger in die Heimat genommen hatte, blieben mir noch zwei Tage in Thailand. Wollte eigentlich am Strand in der Nähe von Bangkok entspannen, doch nach einer Zugfahrt (ohne Klima – schwitz), wurde ich vom Regen empfangen. Klasse. Gegen Abend verschwanden die Wolken und ich konnte auf ein Jazz-Festival gehen. Live Musik am Strand ist doch schon richtig super. Nur halt leider nicht so ganz mein Musikgeschmack :-) Trotzdem herrschte eine tolle Stimmung und ich schaute mir ein paar Bands an.

Der nächste Tag war auch nur Regen und ich wanderte von Café zu Café, besuchte den Frisör und verschlang ein spannendes Buch. Das zum Thema Strandurlaub… Heute ging der Flug nach Sydney, welcher erneut recht gut war. Emirates ist absolut zu empfehlen! Nur die blöde Frau neben mir nervte gewaltig, da sie mich drei Mal aus dem Schlaf riss. Sie bewegte sich so unvorsichtig, dass ich ihren Ellenbogen oder Fuß irgendwo hin bekam und erschrocken aufwachte. Doch sie tat jedes Mal, als wenn nichts gewesen wäre. Danke.

Ich gehörte in Sydney zu den vielen anderen „dummen“ Touristen, die Australien dauerhaft mit Sommer und Sonne verbinden. In kurzer Hose, Flip-Flops und T-Shirt verließ ich den Flieger. Kurz wunderte ich mich über die Leute in Winterjacken und Schal, als mich die erste frische Brise erwischt. Hilfe, hier ist ja Winter! Hab auch gleich einen coolen Spruch gelernt: „It’s cold enough to freeze the balls off a brass monkey.“ Im Vergleich zu den Temperaturen in Thailand, erwarte ich hier jede Sekunde Schnee. Nur die Frische der Luft tut richtig gut. Endlich wieder durchatmen.

Da ich in Sydney einige Stunden vor meinem Weiterflug nach Cairns habe, fuhr ich zu meiner Ex-Schule, um mal alle meine Briefe (bzgl. des Autos) abzuholen. Da wartete ein ganzer Stapel. Einer war rot/rosa und enthielt einen Strafzettel! Habe wohl irgendwo in Brisbane ein Stoppschild überfahren. Da die Frist natürlich schon längst abgelaufen war, kostete es mich etwas Überzeugungsarbeit, dass die nun zusätzlich angefallenen Kosten nicht weiter berücksichtigt wurden. Abschließend zahlte ich die originalen $60 (anstelle von über zweihundert). Als ich auflegte fiel mir das klein gedruckte Datum des Vergehens ins Auge: 31.01.09. Hallo? Ich habe den doch erst Anfang Februar gekauft! Also erneut ans Telefon…

      

Hinterlasse einen Kommentar

Kategorie: Australien, Sydney

Cairns

Dieser Artikel wurde am 26. Mai 2009 in Australien geschrieben.

Über eine super schöne Küstenstraße ging es von Cape Tribulation Richtung Cairns. Die Aussicht war oft genial und hat mir das ein oder andere Mal sogar besser gefallen, als von der berühmten Great Ocean Road. Siebzig Kilometer vor Cairns in Port Douglas, einem Erholungsgebiet für die reichen Australier, legen wir noch eine Übernachtung ein. Schließlich müssen wir uns ja langsam wieder an die Menschen gewöhnen :-)



Abends gab es in der Stadt einen großen Festumzug und eine Krimis. Gequetscht in Menschenmassen fühlten wir uns nicht so wirklich wohl. Alice Springs und Darwin waren nun wirklich keine Großstädte mit vielen Menschen. Somit ist es knapp drei Monate her, dass ich in Adelaide Gedränge auf dem Gehweg erlebt habe. Von daher müssen wir uns erstmal wieder an die neuen Umstände gewöhnen. Und zwar schnell: In wenigen Tagen bin ich in Bangkok und das wird aus Menschenmassen-Sicht die Hölle :-) Ausblick von der Küstenstraße kurz vor Cairns:



Die Holländer bleiben noch einen Tag in Port Douglas und ich mache mich alleine auf nach Cairns, eine der größten Städte Australiens (mit ganzen 120.000 Einwohnern). Im Hostelzimmer gleich ein Kulturschock: Zwei Mädels aus Österreich, ein Engländer der Deutsch spricht und zwei deutsche Jungs. Na Bingo. Schnell raus aus dem Zimmer :-) Auf der Straße sieht es nicht besser aus. An jeder Ecke höre ich Deutsch. Hallo? Wir sind hier in Australien. Wo kommen die ganzen Mitbürger her? Lebt noch wer in Deutschland? :-) Cairns ist ansonsten sehr schön und gefällt mir gut. Direkt am Strand ist ein öffentlicher Swimming Pool und auf den Wiesen liegen überall junge Leute und Sonnen sich. Dazu gibt es an jeder Ecke leckeren Cappuccino – was will man mehr?



Den Wagen habe ich endlich mal richtig gewaschen und nun kann ich einsteigen, ohne jedes Mal komplett dreckig zu sein. Die Holländer kommen am folgenden Tag in Cairns an und wir ziehen zusammen auf den Campingplatz. Der Abschied am nächsten Morgen ist dann kurz und schmerzlos und ehe ich mich versehe, sitze ich im Flieger Richtung Sydney. Etwas erschrocken habe ich mich am Flughafen dann doch, als mein Rucksack auf der Waage stand: 11kg!! Na dann hoffe ich mal, dass ich nicht zu viel vergessen habe :-)

Tour 1: Cape Tribulation – Port Douglas
Übernachtung: Camping, BIG4 Port Douglas

Tour 2: Port Douglas – Cairns
Übernachtung 1: Nothern Greenhouse Hostel
Übernachtung 2: Camping, Cairns

Tour 3: Cairns – Sydney – Bangkok
Übernachtung: Irgendwo über den Wolken

      

Hinterlasse einen Kommentar

Kategorie: Australien

Landcruiser vs. Defender

Dieser Artikel wurde am 24. Mai 2009 in Australien geschrieben.

Nach nun über sechs Wochen mit den Holländern ist es mal Zeit, einen Vergleich zwischen dem Land Rover Defender und meinem Toyota Landcruiser zu machen. Natürlich ist dieser recht subjektiv und würde aus der Sicht von Martijn wohl möglich das ein oder andere Mal anders ausfallen. Im Vergleich steht der zwanzig Jahre alte Landcruiser (mit über 420.000km) gegen den 2008er Defender.



Die Performance im Gelände ist nahezu identisch. Ich komme an schlammigen oder sandigen Hügel oft weiter, doch früher oder später bleibe auch ich stecken :-) Der mögliche Grund hierfür (und auch für weitere Dinge in diesem Vergleich) ist das deutlich höhere Gewicht des Defenders. Die Holländer haben ihren „Kofferraum“ komplett beladen, dort finden sich auch eine Kiste mit Schulbüchern (70kg) und Klamotten für vier Personen. Insgesamt sind es einige hundert Kilo mehr auf der Hinterachse. Wie gut ein Geländewagen wirklich im Einsatz ist, hängt oft sehr vom Fahrer ab. Erfahrungen und die Möglichkeit die Strecke „zu lesen“ sind dabei besonders wichtig.

Als ich den Defender selber ein längeres Stück gefahren bin, war ich doch sehr enttäuscht vom Motor. Der nagelneue 2.5tdi ist ziemlich schwach auf der Brust. Entwickelt wurde solch ein kleiner Motor für die Gewichtsersparnis und für weniger Verbrauch. Außerdem ist er für Europa „besser“, da er günstiger in den Steuern ist. Doch trotzdem verbraucht mein uralter 4.0 Motor exakt die gleiche Menge an Diesel!!! Wir hatten auf den letzten 3.000km beide um die 12 Liter. Zwar haben der Landcruiser und der Defender auf dem Papier fast die gleiche PS-Zahl, doch der 4.0 Motor ist um einiges stärker. (Und darauf ist Martijn schon sehr neidisch, wie er ungern zugibt.) Schon ab 500 Umdrehungen steht eine gewaltige Kraft zu Verfügung. Der zwangsbeatmete 2.5tdi hingegen muss erst auf Drehzahl gebracht werden, bevor er sich überhaupt vorwärts bewegt. Das heißt man muss viel mit der Kupplung (im Gelände) spielen. Wo liegt also der Vorteil? Ich weiß es nicht. Ein 4.0 Liter Motor hält deutlich länger (wenn nicht ewig) und ist weniger anfällig für Reparaturen (da kein Turbo). Genau das ist auch der Grund, warum Toyota und Nissan immer noch die Geländewagen mit 4.0 und sogar 4.5 Liter Diesel Maschinen ausstatten.



Außerdem fällt der Rover auseinander. Das ist jetzt kein Scherz, sondern bitterer Fakt. Darüber berichten viele Internetforen und auch 4WD-Magazine. Die Qualität ist sehr schlecht und so lösen sich überall die Dichtungen, Schrauben,… Insgesamt haben die Holländer teurere Reparaturen und mehr Probleme, als ich mit dem Toyota. Zu deren Glück läuft alles über Garantie, aber wenn der Wagen nun schon so viele Probleme hat, will ich ihn nicht in zwanzig Jahren sehen. (Denke solange überlebt der nicht *grins*) Natürlich muss man bedenken, was wir mit den Autos anstellen. Auf den deutschen Straßen würden die Reparaturen deutlich geringer sein.

Kann ich auch was Positives über den Defender berichten? Nicht wirklich :-) Einzig und alleine das Zubehör, was die Holländer an Board haben, ist wirklich klasse. Dachzelt, Seilwinde, der (selbst gebaute) Aufbau auf dem Heck und auch sonst alles, was sich so findet spricht von Qualität. Da bin ich schon manchmal Neidisch :-) Doch, wie so oft: Alles eine Frage des Preises.

      

Hinterlasse einen Kommentar

Kategorie: Australien

Rainforest meets Ocean

Dieser Artikel wurde am 22. Mai 2009 in Australien geschrieben.

Von Cooktown fuhren wir entlang der Black Mountains. In diesen Bergen sind wohl viele Leute spurlos verschwunden, die die Hügel erkunden wollten. Irgendwie wirkt das ganze auch irreal. Als wenn jemand Langeweile gehabt hätte und einfach Steine übereinander gestapelt hat. Jedenfalls ist es ein komischer Anblick und das, was man auf dem Foto sieht, ist nur ein ganz kleiner Teil der Berge.



Kurze Zeit später erreichen wir den Bloomfield Track entlang der Küste. Dieser 4WD Track ist bis auf ein paar extreme Steigungen und Talfahrten, eher einfacher Natur. Erneut sind wir in den Subtropen und haben den Regenwald um uns herum. Im Hintergrund halten die Berge die Regenwolken auf, doch zum Glück bleiben wir verschont.



Wir gönnen uns erneut einen Campingplatz, der nur durch ein paar Bäume vom Strand getrennt ist. Bei dem Daintree Rainforest handelt es sich um einen der wenigen Regenwälder weltweit, die direkt am Meer liegen und nahtlos in dieses übergehen. Cape Tribulation und der Daintree Nationalpark sind somit ein beliebtes Reiseziel und es wimmelt nur so von Reisenden. Plötzlich finden sich auch überall wieder die Backpacker in ihren Kombis und Campervans. Kann nicht sagen, dass ich diese – oft mit Wein aus Kanistern betrunkene – Gruppe vermisst habe :-)



Für zwei Nächte werden wir hier bleiben und den Regenwald erkunden, bevor es dann am Freitag nach Cairns geht.

Tour: Cooktown – Cape Tribulation
Übernachtung: Camping, Cape Tribulation

      

Hinterlasse einen Kommentar

Kategorie: Australien