Backpacking Trip

Last day in Asia

Dieser Artikel wurde am 25. Oktober 2008 in Malaysia geschrieben.

Die Nacht im Zug war so wackelig, dass ich wieder kaum ein Auge zu bekommen habe. Als ich dann vor Müdigkeit endlich am frühen Morgen eingeschlafen bin, wurde ich unsanft vom Grenzpersonal geweckt. Alle mussten mit Gepäck aus dem Zug und durch die Immigartion. In der Zwischenzeit wurde der Zug mit Hunden durchsucht.

In Singapur erwartete mich der gleiche Regen, den ich gestern in Kuala Lumpur gehofft habe zurück zu lassen. Den Singapur Zoo konnte ich also knicken. Auch die Fahrt mit dem größten Riesenrad der Welt wollte ich bei solch einem Wetter nicht antreten. Also was dann?

Shoppen ;-) Da ich keinen Platz im Rucksack habe, wurde daraus eher Window-Shopping. Bin durch ein paar Malls geschlürft und musste feststellen, dass das Shopping-Verhalten doch weltweit gleich ist. Frauen kaufen Schuhe und Männer Elektronik ;-) Ein Blick nach draußen verriet mir, dass das Wetter nicht besser geworden ist. Also was machen? Kino: Max Payne – Ihr glaubt gar nicht, was gegen 14 Uhr in einem Kino los sein kann. Dazu kommt noch, dass hier alle 100m große Malls sind, die alle eigene Kinos haben - und zwar richtig große - schon erstaunlich.

Um 20.30 Uhr geht mein Flieger. Ich fahre früh genug zum Flughafen und relaxe einfach etwas im neuen Terminal 3 vom Changi Airport



Gleich geht es los: Der A380 wartet nur auf mich ;-) Juhu!

      

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Kategorie: Malaysia

Abzocke in Kuala Lumpur

Dieser Artikel wurde am 25. Oktober 2008 in Malaysia geschrieben.

13Km von Kuala Lumpur entfernt liegt der Batu Cave. 272 steile Treppenstufen muss man erklimmen, bevor man einen Blick in die riesige Höhle bekommen kann. Alljährlich Ende Januar oder Anfang Februar wird der Batu Cave zum Angelpunkt des hinduistischen Thaipusam-Festes mit seinen teilweise masochistisch anmutenden Riten (Speere durchs Gesicht, Haken im Körper,..).



Da mir die Füße noch von den Vortagen schmerzten, nahm ich ein Taxi direkt vom Hostel für 20RM. Der Anblick war echt gewaltig. Etwas überrascht war ich von lauter Affen, die auf dem Platz unten sowie auf den Treppen herum kletterten und hofften, von Besuchern gefüttert zu werden. Manchem Affen dauerte das zu lange und so musste man gut aufpassen, dass einem nicht plötzlich ein Affe am Rucksack hängt.



Der Batu Cave hat gewaltige Ausmaße. Da bleibt einem nur das Staunen.



Da alles mit dem Taxi auf dem Hinweg so gut geklappt hat, entschied ich mich erneut für diese Variante. Also rein und los. Ich wollte zum Lake Titiwangsa und von dort einen Blick auf Kuala Lumpur genießen. Das Taxi fuhr los, stand an der Ampel, machte einen U-Turn und als mein Blick auf das Taxi-Meter ging, war ich überrascht: Keine 2 Minuten und schon bei 18RM. Und bei der Fahrt lief es immer schneller weiter.

Klar, hier will einer schnelles Geld mit dummen Touristen machen. Aber nicht mit mir. Eine lange Diskussion endete damit, dass ich ihm anbot, an einer Telefonzelle zu halten, damit ich seinen Chef anrufen kann, um den Preis zu verifizieren. Der Gedanke gefiel dem unfreundlichen Fahrer wohl nicht, denn plötzlich machte er den Apparat aus und sagte, dass er jetzt für einen Festpreis fahren würde.

Ich wollte eigentlich nur aussteigen, denn der Festpreis sollte bei 120RM liegen (6-fache meiner Hinfahrt). Doch er fuhr weiter und missachtete mich und mein Gerede. Plötzlich schlug er sogar (dann wieder ganz freundlich) vor, mir noch vorher eine tolle Moschee zu zeigen. Erst nachdem ich ca. 20 mal deutlich gesagt habe, dass ich da nicht hin will, hat er von dem Gedanken abgesehen. Keine Lust, dass da 20 seiner Brüder warten…

Irgendwie wurde mir das zu bunt. Am See angekommen knallte ich ihm 40RM (immerhin das Doppelte des „echten“ Preises) auf die Armlehne und wollte aussteigen. Doch er verschloss die Türen. Ich begann hinten das Fenster runter zu kurbeln (ja sowas gibt es hier noch) und wollte daraus aussteigen. Er merkte das und wollte anfahren. Dafür musste er seinen Finger von dem Verriegelungsknopf nehmen und ich konnte die Tür öffnen und aus dem Taxi entweichen.

Der möchtegern Bruce Lee drehte fast durch und sprang aus dem Auto und wollte auf mich los gehen. Zu seinem (oder auch meinem) Glück beließ er es nur bei wilden Beschimpfungen und fasste mich nicht an. Action pur in Kuala Lumpur ;-)

Noch mehr Action gönnte ich mir daraufhin im Kino. Draußen war es wieder stark am regnen und mir schmerzten die Füße. Bangkok Dangerous reizte mich besonders, da ich gerade noch vor kurzem genau dort gewesen bin. Ich bezahlte den Premium-Aufschlag und erhoffte mir tolle Sitze in einem Kino mit einer riesigen Leinwand, doch falsch geraten. Ich wurde in ein eigenes Kino geführt, in dem es nur 20 Plätze gab. Hier hat man richtig fette Liegesitze, kann Essen ordern,… Luxus pur! Das mega Kino ist übrigens in einer 10-stöckigen Mall. Und für alle, die keine Lust auf Shoppen habe, können u.a. auch einfach ein wenig mit der Achterbahn fahren…



Um 21.00 Uhr ging es daraufhin mit dem Nachtzug Richtung Singapur. Bye Bye Kuala Lumpur.

      

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Kategorie: Malaysia

Kuala Lumpur bei Nacht

Dieser Artikel wurde am 24. Oktober 2008 in Malaysia geschrieben.

 Natürlich wollte ich mir auch Kuala Lumpur bei Nacht anschauen. Ich fuhr auf den 421m hohen Menara KL Tower (Fernsehturm) und konnte dort aus dem 88. Stock über die ganze Stadt blicken.



Wow. Was für eine Aussicht.


Auf dem Rückweg kam ich erneut durch China Town. Das hat sich gegenüber heute Morgen ganz schön verändert. Brechend voll mit Leuten. Überall Stände mit gefälschten Waren. Natürlich schaute ich mir das näher an. Erstaunt über die gute Qualität ärgerte ich mich doch etwas, das mein Rucksack voll ist ;-) Von Rolex Uhren über Nike Schuhe bis zum Lacoste Poloshirt gibt es hier alles, was es halt auf so Märkten gibt. Aber die Preise haben mich umgehauen. Das Lacoste Poloshirt kostet umgerechnet keine 4 Euro! Da weiß man, was man in Deutschland bei eBay kauft – alles original ;-)

      

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Kategorie: Malaysia

Kuala Lumpur

Dieser Artikel wurde am 24. Oktober 2008 in Malaysia geschrieben.

 Mit 2 Stunden Verspätung kommt der Zug morgens um 9.30 Uhr in Kuala Lumpur an. Ich fahre mit der S-Bahn nach China Town und suche mir ein billiges Hostel. Schnell geht es weiter Richtung Petronas Tower. Hier kann man sich auf die Brücke zwischen den Türmen befördern lassen (höher darf man nicht). Jedoch braucht man hierfür ein Ticket und diese sind jeden Tag schnell vergeben. Ich bekomme noch eins, jedoch erst für 17.30 Uhr. Also schaue ich mir die Türme erstmal aus der näheren Umgebung an.

Draußen werde ich von einem sehr freundlichen Mann angesprochen. Seine Tochter wäre gerade auch in Deutschland und blablabla. Jedoch müsste er bald nach Deutschland fliegen und stellte mir einige Fragen (z.B. ob man da mit Kreditkarte zahlen kann und auch mit meiner, die ich mit habe!?) Daraufhin erzählte er mir, dass seine Tochter sich nicht mehr melden würde und deshalb müsste er fliegen. OK, komische Story. Bisher ist er aber sehr nett und ich warte mal ab. Nun wird es interessant: Angeblich hat er einen Brief zu hause, von der Firma, für die seine Tochter arbeitet. Jedoch in Deutsch. Ich sollte doch bitte mitkommen und den übersetzen. Nennt mich misstrauisch, aber no way. Ich wollte dem Vogel meine Email Adresse geben, er sollte mir den Brief abtippen und ich würde ihn übersetzen (bin ja nett). Aber nein, ich sollte doch mitkommen. Bin ich aber nicht.

Später im Cafe erzählte ich die Story nem Holländer. Diesem ist etwas ähnliches passiert. Man kommt in eine Familie, bekommt Essen und alle sind super nett. Es gibt natürlich (zur Feier des Tages) eine Menge Alkohol. Und dann werden irgendwann die Spielkarten hervorgeholt und es wird gezockt. Zu Beginn gewinnt man natürlich noch ;-) Er hat dort richtig Geld verloren und als er weg wollte, wurde er „freundlich“ drauf hingewiesen, dass das gegen die Gastfreundschaft verstoße… Gut das ich nicht drauf reingefallen bin!

Kuala Lumpur gefällt mir deutlich besser als Singapur. Irgendwie auch besser als Bangkok, obwohl die beiden so unterschiedlich sind, dass man sie nicht wirklich vergleichen kann. Ist halt schon europäisches Niveau hier. Ich schaute mir verschiedene Stadtviertel an und gelangte schließlich zu einem kleinen Dschungel mitten im in der Stadt. Dieser umgibt den Fernsehturm, den höchsten für Touristen zu erreichenden Punkt der Stadt. Aufgrund des relativ teuren Preises werde ich hier erst Abends hoch fahren.

Nach einem Spaziergang durch die Shopping Malls ging es zu den Petronas Tower. Doch das Wetter war nicht auf meiner Seite. Es regnete in Strömen und die Aussicht war dadurch nicht so spannend.

      

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Kategorie: Malaysia

Verloren im Dschungel - Taman Negara

Dieser Artikel wurde am 22. Oktober 2008 in Malaysia geschrieben.

Wie ihr ja wisst, habe ich 2 ganze Tage mit „im Bus sitzen“ verloren. Dadurch werde ich einen Tag in Singapur streichen (nicht so schlimm) und einen Tag in Taman Negara. Das ist leider schon etwas traurig, da ich dadurch keine zweitägige Dschungeltour machen kann. Hätte so gerne mal mitten im Dschungel geschlafen. Naja, irgendwann mal…

Mir blieb also noch ein ganzer Tag in Taman Negara Nationalpark, bevor es gegen 19.00 Uhr zurück geht. Was also machen? Rucksack packen (4 Liter Wasser) und los. Meine Tour war zuerst noch relativ einfach. Umso weiter ich jedoch vom Headquarter weg kam, desto weniger Menschen traf ich und der Pfad wurde immer schmaler. Ein kleiner Abstecher brachte mich auf den 563m hohen Bukit Indah, von dem ich einen schönen Blick über den Park hatte. Um hierher zu kommen, musste man jedoch an einige Felsen hoch klettern (Seile zum festhalten waren vorhanden) und da kommt man bei der Luftfeuchtigkeit ordentlich ins Schwitzen.



Weiter führte mich der Weg am Fluss entlang Richtung Kuala Trenggan. Mein Ziel sollte ein kleines Dorf sein, von welchem Boote zurück fahren würden. Der 12,5km lange Weg wäre in Deutschland kein Problem. Wenn man sich jedoch vorkommt wie in der Sauna, dann ist das ganze schon ziemlich anstrengend. Und der Weg wurde noch schwieriger: Dauernd musste man Abhänge hinunter klettern, Bäche überqueren und an der anderen Seite wieder hoch. Manchmal waren Seile vorhanden. Manchmal musste man auch mal 10m an den Wurzeln von einem Mammutbaum hinab oder hinauf steigen. Schon aufregend. Jedoch auch ein komisches Gefühl – habe seit 2 Stunden keinen Menschen mehr gesehen. Wenn mir hier was passiert…



Der Wasservorrat wird langsam weniger. Meine Kraft ebenso. Dieses Wetter ist die Hölle. Mein ganzer Körper ist nur noch klitschnass – ebenso die Kleidung. Plötzlich höre ich Stimmen. Vor mir ist ein Pärchen aus Spanien. Beide sehen auch schon aus, als würden sie gleich zusammenbrechen. Da sie noch langsamer sind als ich, ziehe ich an ihnen vorbei. Einen Mann aus Neuseeland „überhole“ ich auch noch. Sonst treffe und höre ich nur Affen, wilde Schweine, Spinnen, Schlangen, Eichhörnchen, viele bunte Vögel und einige nervige Fliegen.



Nach 4 Stunden ist mein Wasser knapp vor Ende. Was noch vor mir liegt, kann ich nicht einschätzen. Einfach weiter laufen… Plötzlich sehe ich etwas komisches – etwas unnatürliches. Beim genaueren hinschauen erkenne ich eine Hängebrücke. Sie sieht aus wie Jahre nicht benutzt. Ich komme mir vor wie Indiana Jones. Bitte lass die Brücke halten ;-) (Mir ist ja bewusst, dass diese Hängebrücke täglich oder wenigstens wöchentlich benutzt wird – aber man kann sich ja viel einbilden.)



Als ich kurz darauf eine Abzweigung erreiche und dort ein Schild vorfinde, beginnt mein Herz zu rasen. Noch 800m und ich habe diese Odyssee überstanden. Juhu. Doch zu früh gefreut. Ich erreichen ein Dorf mit so ca.10 Hütten. Doch alles ist verrammelt. Niemand da. Erneut komme ich mir vor wie Indiana Jones, der eine verlassene Stadt findet :-) Nur wo ist der Goldschatz bzw. für mich das Boot?

12,5km, 5 Stunden und 4 Liter Wasser hat mich der Weg durch den Dschungel gekostet. Und jetzt darf ich wieder zurück laufen? Mich beruhigt gerade nur eines: Die 3 Leute, die ich überholt habe, müssen auch noch kommen. Alleine wäre ich bald durchgedreht. Also ab in den Schatten und relaxen. Nach über 40 Minuten kommen die Spanier und wenig später kämpft sich der Neuseeländer langsam an sein Ziel. Alle schauen ziemlich spärlich aus der Wäsche. Doch ausnahmsweise liegt das Glück auf unserer Seite: Zwei Fischer kommen mit ihrem Langboot vorbei. Natürlich verlangen die beiden einen unverschämten Preis, aber wir hätten alles gezahlt.

Als wenn das alles nicht genug wäre, fing es noch mega stark an zu regnen. Ich verkroch mich unter meinem Regenschirm, doch die Wellen klatschten von den Seiten ins Boot. Wie geduscht erreichten wir nach 20 Minuten Fahrt den Ausgangspunkt.



Total erledigt wollte ich nur noch in trockene Sachen schlüpfen, etwas Essen und daraufhin mit Bus und Nachtzug zurück nach Kuala Lumpur fahren.

      

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40 Meter über dem Boden - Taman Negara

Dieser Artikel wurde am 21. Oktober 2008 in Malaysia geschrieben.

Der „schnellste“ Zug der Welt brachte mich an über Nacht an mein Ziel: Jernatut. (Ein Bus braucht 3 Stunden, der Zug ganze 7!! Dafür kann man schlafen.) Ich komme morgens um 4:30 Uhr an. Zum Glück hat noch ein Hotel in der Nähe vom Bahnhof offen, wo ich mich ins Wireless Lan einlogge und die Zeit bis zum Frühstück im Internet verbringe.

Von hier geht es dann mit dem Bus Richtung Taman Negara. Der Nationalpark erstreckt sich über 4343 Quadratkilometer und ist somit zweimal so groß wie Luxemburg. Um das Visitor Center und die darum liegenden Hostels zu erreichen, fährt man zuerst für ganze 3,5 Stunden mit dem Langboot über einen Fluss.



Hier kam ich mir vor wie ein Held meiner früheren Romane. Tief im Dschungel und im Gebüsch sitzen die Eingeborenen mit Blasrohren, die die bösen Eindringlinge vertreiben wollen :-) Zum Glück war es nicht ganz so schlimm. Statt Eingeborener sah ich nur Affen, die sich entlang der Wasserlinie in den Bäumen entlang hangelten. Ich konnte mich relaxt zurück lehnen und die Natur beobachten. Eine große Herde von Wasserkühen (oder was sind das?) und natürlich viele bunte Vögel, die über unsere Köpfe hinweg flogen.



Um drei Uhr war ich endlich im Park. 20 Minuten später erreichte ich mein erstes Ziel, den Canopy Walk. 40 Meter über dem Boden sind Hängebrücken an dünnen Seilen befestigt. Zwischen den Baumkronen der Mammutbäume kann man auf wackeligen Beinen entlangwandern. Die längste und höchste Anlage weltweit. Zu beginn, so 10-20 Meter über dem Boden war es noch kein Problem. Aber bei 40 Metern und wenn dann noch kein Baum in der Nähe ist, bekommt man ein verdammt komisches Gefühl im Magen. Dazu kommt noch, dass die Brücken sehr stark am wackeln sind. Wieder richtigen Boden unter den Füßen zu haben, entspannt doch ungemein. Jedenfalls eine verdammt coole Idee. Aus der Höhe wirkt der Dschungel ganz anders!



Auf dem Rückweg traf ich noch eine Schlange, die gute 2 Meter lang war. Die hat mir nen ganz schönen Schreck eingejagt. Ich ihr aber scheinbar auch, denn sie verschwand schnell im Gebüsch. Zum Glück ;-)

      

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Kategorie: Malaysia

Cameron Highlands - Tee aus den Bergen

Dieser Artikel wurde am 20. Oktober 2008 in Malaysia geschrieben.

Wie jeden Morgen hieß es erstmal wieder Rucksack packen. Es ist zwar hilfreich, dass ich einen Rucksack mit Frontzugriff habe (z.B. beim Packen oder wenn man mal etwas Bestimmtest suchst), trotzdem sind jeden Abend dreiviertel des Inhaltes über den Boden verteilt. Das was man gerade braucht ist sowieso genau da, wo es nicht sein sollte. Zwar habe ich alles in Topits-Zipp-Beutel verstaut (so sieht man was drin ist, kann schnell drauf zugreifen und es ist gegen Nässe geschützt), doch weiß man beim Packen selten, welchen Beutel man am Abend wieder braucht. Das Packen geht zum Glück sehr schnell und nach einem Frühstück war ich bereit für eine Tour durch die Cameron Highlands.

Eigentlich, wie die letzte Zeit schon des öfteren, habe ich mal wieder was ganz anderes vor gehabt. Jedoch wurde mir auch hier ein Strich durch die Rechnung gemacht. Mein Ziel war eine Wanderung von 6 Stunden, entlang an Wasserfällen, durch Tee-Plantagen und schlussendlich auf einen der höchsten Berge der Umgebung. Das Problem an meinem Vorhaben ist relativ klein und kann fliegen: Bienen. Und zwar hunderte davon sollen sich auf dem Berg und um ihn herum befinden. Diese scheinen solch eine Gefahr zu sein, dass der Weg gesperrt wurde.



Die Alternativen waren alle nicht so spannend. Da ich aber gerne sowohl die Aussicht, als auch eine Tee-Plantage sehen wollte, buchte ein kurzerhand eine Halbtagestour. Für faule Leute wurde man hier mit dem Jeep überall hin transportiert. Zuerst fuhren wir (2 Jungs aus Berlin und ich) durch Tee-Felder und uns wurde erklärt, wie der Tee angebaut wird. Von hier ging es auf den höchsten Berg, der allerdings von Wolken umgeben war und die Sicht dadurch nicht unbedingt besser wurde ;-) Anschließend wanderten wir mit dem Guide für 40 Minuten durch den Wald. Hier wurde uns wieder alle möglichen Pflanzen (unter anderem fleischfressende Pflanzen) gezeigt und der Unterschied zum Regenwald erklärt. Daraufhin ging es zu einer Tee-Plantage, wo wir uns eine Fabrik anschauten, die Tee (unverändert seit 1920) herstellen. Selbstverständlich durften wir den frischen Tee auch testen. Lecker!



Um 13.00 Uhr startete mein VIP Bus nach KL (Kuala Lumpur). VIP heißt ja eigentlich Luxus. In Malaysia habe ich aber irgendwie Pech was die Busse angeht. Schon wieder viel das Ding fast auseinander. Es kam kaum den Berg hinunter und nach 2 Stunden wurde der Bus getauscht, da dieser wohl auch einen größeren Defekt hatte. Bus Nummer 2 machte das Reisen nicht besser. Kurz vor KL platzte ein Reifen und wir standen für eine Stunde dumm herum. Vorbeifahrende Busse nahmen dann immer welche von uns mit, waren aber fast alle schon voll. Somit kam ich mit 2,5 Stunden Verspätung in KL an.

Da ich solle Probleme zum Glück einkalkuliert habe, kam ich noch pünktlich zu meinem Nachtzug Richtung Taman Negara. Hier durfte ich mich in einer Kabine der ersten Klasse auf dem Bett entspannen. Obwohl sich der Zug nur sehr langsam bewegt (selbst eine deutsche S-Bahn ist schneller), wackelte alles und mir viel das Schlafen erneut schwer. Um 4.30 Uhr am frühen Morgen erreichte ich mein Zwischenziel: Jerantut. Von hier geht es um 8.00 mit dem Bus weiter. Da ich es nicht einsehe, für die paar Stunden ein Hotel zu nehmen, sitze ich jetzt in einem Cafe und freue mich, dass mein Akku vom Lapi locker sechs Stunden hält ;-)

      

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Kategorie: Malaysia

Fahrt in die kühlen Berge

Dieser Artikel wurde am 20. Oktober 2008 in Malaysia geschrieben.

Jeden Morgen das gleiche Spiel: Der Wecker klingelte um 6.00 Uhr. Ich musste mit einer Fähre zurück auf das Festland (mit dem Bus ging es gestern über die Brücke).



Um 8.00 ging dann die Reise im Bus Richtung Cameron Highlands los. Eher unspektakulär bis wir in die Berge kamen. Denn irgendwie hatte die uralte Kröte von Bus ein Getriebeproblem. Echt ne tolle Idee, solch einen Bus einzusetzen, wenn man über 1200 Höhenmeter überwältigen muss.

Da wir selbst kleinste Steigungen nur mit 20km/h befahren konnten (im ersten Gang!!!) dauerte die Fahrt ewig. In einer Tour wurden wir überholt. Natürlich von Autos, aber auch von alle anderen Bussen, voll beladenen LKWs und ein Radrennfahrer überholte uns sogar. Das muss man sich mal vorstellen.

Kurz vor den Cameron Highlands fing es dann auch noch an zu regnen. Und der Regen wurde von Minute zu Minute stärker. Oben angekommen (auf knapp über 1200 Meter liegt die Stadt Tanah Rata – höchster Punkt der Gegend bei 2031m) konnte ich endlich mal wieder frische angenehme Luft atmen. Hier sind ca. 15 Grad und es wird nur selten wärmer. Die „Abkühlung“ ist mir ziemlich willkommen, nachdem ich mehrere Tage nur geschwitzt habe.

Nicht willkommen ist mir hingegen der starke Regen. Da kann man nicht viel bei machen. Also beschäftigte ich mich damit, verschiedene Tee-Sorten in verschiedenen Bars zu testen (schließlich sind die Cameron Highlands berühmt für ihren Tee), neue Blog-Artikel zu verfassen und meine nächsten Schritte zu planen.

Abends traf ich eine Gruppe Engländer wieder, die ich im Bus kennen gelernt habe. Mit ein paar Bier unter dem Arm ging es zu denen ins Hotel. Das war ne lustige Runde. Jedoch wurde deren Englisch durch das viele Bier nicht unbedingt besser und somit verabschiedete ich mich pünktlich… Schließlich wartet noch mein Wecker auf mich, der auch morgen um 6.00 Uhr klingeln wird.

      

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Kategorie: Malaysia

Von Thailand nach Malaysia

Dieser Artikel wurde am 18. Oktober 2008 in Malaysia geschrieben.

Nach 5 Stunden Schlaf ließ ich mich vom Taxi zum Busbahnhof bringen (40 Baht). Nun wollte ich schnell ein Ticket kaufen. Einfacher gesagt, wie getan. Ich schlürfte durch die Reisebüros, mit meinen restlichen 300 Baht in der Tasche. Von 800-400 Baht war alles dabei (wohl gemerkt – für den gleichen Bus!!). Zum Glück war auch ein Reisebüro dabei, welches mir das Ticket für 300 Baht anbot. Damit musste ich allerdings auf ein Frühstück verzichten ;-)

Die Grenzüberquerung war ganz OK. Nur der Fahrer wollte mich verarschen und meinte, ich müsste Summe X für mein Visum zahlen. Er würde dann auch alles für mich regeln ;-) Aber klar… Hat natürlich auch alles so geklappt. Nach fünf Stunden war die Fahrt vorbei. Und wieder wurde ich enttäuscht: Mein eigentliches Ziel sind die Cameron Highlands. Doch der letzte Bus (wieder 5 Stunden Fahrt) ist vor 30 Minuten gestartet. Jetzt stecke ich in Penang fest. Super :-(

Meine Unterkunft hier ist… sagen wir mal: sehr klein (aber sauber). Für ein Cappuccino und ein Wasser in einer stylischen Bar am Hafen habe ich mehr Geld ausgegeben ;-)



Man gönnt sich ja sonst nichts…

      

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Kategorie: Malaysia

Doch zuerst: Bangkok - Malaysia - Singapur

Dieser Artikel wurde am 20. August 2008 in Deutschland geschrieben.

Wenn man schon mal in Singapur zwischenlanden muss (es gibt schließlich keine Direktflüge von Deutschland nach Australien), dann sollte man auch einen kurzen Zwischenstop einlegen. Das dachte ich mir jedenfalls und so wurde aus der Überlegung, 2-3 Tage in Singapur zu bleiben, ganze 16 Tage Aufenthalt.

Nach einem hoffentlich schönen Flug, erreiche ich Singapur früh morgens um 6.30 Uhr (Ortszeit). Mein Flug nach Bangkok (Thailand) startet am gleichen Abend um 20.30. Somit bleibt mir etwas Zeit, die ersten Eindrücke von Singapur auf mich wirken zu lassen. Ich denke, an diesem Tag werde ich eine klassische Stadtführung buchen oder mich mit meinem Lonely Planet durch die Straßen dieser Großstadt schlagen.

Spät abends komme ich dann in Bangkok an. Nun beginnt für mich das große Abenteuer. Ich habe bis zum 24. Oktober Zeit, wieder zurück nach Singapur zu kommen. Über Land: Mit dem Bus oder doch dem Zug, per Anhalter oder zu Fuß.

Als Begleiter nur meinen 660 Seiten schweren Lonely Planet (die Reisebibel - keine/kaum Bilder, nur Text), der - so wurde mir immer wieder versichert - jede noch so kleine Bushaltestelle in jedem noch so winzigen Kaff kennt. Außerdem hat er jedes Hostel verzeichnet und viele tolle Tipps für die Reise. Also planlos in den Tag und einfach drauf los ;-)

      

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Kategorie: Malaysia, Singapur, Thailand