Backpacking Trip

Thailand - Myanmar (Birma) - ab über die Grenze

Dieser Artikel wurde am 14. Oktober 2008 in Thailand geschrieben.

Was zum Teufel will ich eigentlich in Ranong? Diese vergammelte und hässliche Grenzstadt hat nun wirklich kaum etwas zu bieten. Bisher ist mir an jedem noch so kleine Dorf etwas Positives aufgefallen und alle Orte hatten einen gewissen Charme. Nicht Ranong – hier ist alles einfach nur heruntergekommen und man fühlt sich wie im Kriegsgebiet.



Aber Ranong lag auf meinem Weg Richtung Khoa Sok National Park und liegt direkt an der Grenze zu Myanmar (Birma). Das Besondere: Hier kann man auch ohne ein Visum nach Myanmar einreisen. Jedoch darf man sich nur in einem kleinen, begrenzten Gebiet aufhalten und maximal 2 Wochen bleiben. Hieraus entwickelte sich der so genannte „border run“. Touristen dürfen nur 30 Tage in Thailand bleiben, eine kurze Aus- und Wiedereinreise und schon ist die Gültigkeit erneut vorhanden. Das ganze kann man sooft machen wie man möchte. Ein Engländer, den ich am Hafen traf, hatte schon seinen dritten Reisepass in 2 Jahren, da diese voll mit Ein- und Ausreisestempeln von Thailand und Myanmar waren.



Wie funktioniert das ganze? In Ranong reist man aus Thailand aus. Mit dem Lang-Boot geht es nun 30 Minuten über einen Fluss und schon ist man in Myanmar. Hier gibt es Alles und das günstig. Von Zigaretten über Viagra bis hin zu allem was sich irgendwie (sehr schlecht) fälschen lässt. Überall bettelnde Kinder und es herrscht sehr viel Kriminalität. Die Stadt Kaw Thaung ist noch herunter gekommener als Ranong. Trotzdem ist es irgendwie sehr spannend.



Ich lasse mich von einem Guide über den Tisch ziehen (was sich erst nachher raus stellt – aber 10 Euro sind nun auch nicht die Welt) und er führt mich zwei Stunden durch die Stadt. Das Gefühl, dass diese Stadt in mir weckte kam mir doch bekannt vor. Wie schon vor einigen Jahren in Tijuana, Mexico, war diese Stadt nur darauf ausgelegt, das schnelle Geld zu machen. Ich wage zu behaupten, dass Kaw Thaung mit dem „richtigen“ Myanmar nicht viel zu tun hat.



Es war eine interessante und aufregende Erfahrung. Trotzdem war ich sehr froh, wieder sicher und mit meiner Kamera in der Hand zurück in Thailand zu sein. Hier packte ich meinen Rucksack und brach mit dem Minibus (12-Sitzer) auf nach Suratthani, von wo ich ebenfalls mit dem Minibus zum Khao Sok Nationalpark gelangte.

Hier wohne ich nun in einem Art Baumhaus und morgen früh geht es auf eine zweitägige Tour durch den Dschungel. Das wird richtig klasse!!

      

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Kategorie: Myanmar