Backpacking Trip

Appartement in Sydney

Dieser Artikel wurde am 12. November 2008 in Australien geschrieben.

Nach langem Suchen und vielen (negativen) Überraschungen und Enttäuschungen, habe ich endlich ein Apartment in Sydney gefunden. Leider nicht direkt im CBD (Central Business District) sondern 15-20 Minuten zu Fuß von der Schule entfernt. Doch ich hatte keine Lust mehr zu suchen und da mir die Wohnung sehr gefallen hat, habe ich gleich zugeschlagen.

3 Etagen, 3 Schlafzimmer, 3 Badezimmer, 3 Balkone, 3 Personen (+ ein kleiner Hund). Keine Chinesen, keiner schläft im Wohnzimmer (und auch nicht auf dem Balkon) und keine toten Tiere im Badezimmer. So lässt es sich aushalten.



Im unteren Bereich befindet sich eine neue und gut ausgestattete Küche, die direkt ins Wohnzimmer übergeht, welches wiederum an einen großen Balkon grenzt. Eine Etage höher sind zwei Schlafzimmer – eines davon (meins!!) - mit großem Balkon. In der nächsten Etage ist der große Master-Bedroom, der ebenfalls mit einem Balkon ausgestattet ist.



Die beiden mittleren Räume waren frei (dadurch konnte ich mir den schöneren aussuchen) und mal schauen, wen ich als Nachbarn bekomme. Sonst wohnen hier noch Diane (oder Diana?) und ihr Hund (dessen Namen ich mal wieder vergessen habe). Wenn auch nicht alles so sauber ist, wie ich es gerne hätte, ist doch alles gepflegt und ordentlich. Da den Vormietern die meisten Möbel gehörten, ist alles etwas leer. Doch lieber so als andersherum.

Ich bin jedenfalls froh, endlich ein Zuhause gefunden zu haben!

      

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Kategorie: Australien, Sydney

Wer hat mein Brot geklaut?

Dieser Artikel wurde am 10. November 2008 in Australien geschrieben.

Auf meiner Etage gibt es eine Gemeinschaftsküche, die von jedem Gast benutzt werden darf. Den großen Kühlschrank habe ich mit allen möglichen Lebensmitteln gefüllt und mich doch etwas gewundert, als am nächsten Tag mein komplettes Brot und meine Putenbrust verschwunden war. Der Rest war noch da. Am Abend hatte ich neues Brot gekauft und mich auf meinen Tunfisch gefreut, aber nix da, meine beiden Dosen waren plötzlich auch weg. Manche Leute scheinen es ja wirklich nötig zu haben… (Hauptsache die klauen mir nicht den Laptop, Geld, Pass oder die Kamera,…)

Da saß ich übrigens gestern mit einem lecker Bier in der Hand (Darling Harbour):

Wohnungsmäßig gibt es wenig Neues zu berichten. Habe jetzt einige weitere Appartements gesehen und frage mich mal wieder, warum man totgeschlagene Kakerlaken neben der Toilette liegen lässt und wofür es eigentlich Mülleimer gibt, wenn man auch den ganzen Müll in der Wohnung verteilen kann. Naja, irgendwo und irgendwann wird es auch noch eine Unterkunft für mich geben. Hoffe ich jedenfalls. Zurzeit sehe ich noch alles ganz locker. Mir fehlt nur etwas das „einfach mal zurückziehen und entspannen.“ Das hatte ich weder während meiner Reise durch Asien, noch bei meinen Gasteltern und erst recht nicht im Hostel… Aber wird schon werden!

      

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Kategorie: Australien, Sydney

Echte Australier

Dieser Artikel wurde am 08. November 2008 in Australien geschrieben.

Freitag Abend hieß es „The Rocks markets by moonlight“. Livemusik gepaart mit Shopping-Ständen. Wir trafen uns an der Schule und in einer großen Gruppe ging es Richtung The Rocks, ein Stadtteil, welcher direkt zwischen der berühmten Harbour Bridge und dem Opera House liegt. Mit 20 Leuten ist es allerdings schwierig, im Gedränge nicht verloren zu gehen. Und so stand ich plötzlich nur noch mit 3 Mädels da und der Rest war verschwunden.

Da in The Rocks die älteste Bar Sydney liegt, wollten wir einen kurzen Abstecher dorthin machen. Doch wie so häufig ändern sich die Pläne schnell. In der Bar kommen wir mit einigen „echten“ Australiern in Kontakt und merken zum ersten Mal, wie komisch dieser Akzent doch klingt ;-) Klar haben wir in der Schule australische Lehrer, aber die sprechen ein ganz anderes Englisch als ein angetrunkener Rugby Spieler…



„Echte“ Australier ist auch schon wieder relativ gesprochen. Zwar sind alle hier geboren und groß geworden, doch die Eltern kamen aus Spanien, Deutschland, Südafrika,… Wir eine Menge Spaß zusammen. Uns wurden sämtliche australische Sportarten erklärt, der Aussi-Slang beigebracht und natürlich wurde das ein oder andere australische Bier getestet.

Zusammen zogen wir in eine weitere Bar/Disco, da wir aus der ersten relativ schnell rausgeflogen sind (weiß aber bis heute nicht warum). Das australische Verhalten auf der Tanzfläche ist schon relativ komisch. Neben „so bescheuert Tanzen wie es nur geht“ und Liegestützen auf der Tanzfläche wurde ich immer wieder mit total komischen Aktionen überrascht. Aber das scheint hier normal zu sein. Jedenfalls wurden die Jungs von dem Rest der Leute bejubelt.

Soviel zu meinem ersten Eindruck von „echten“ Australiern!

      

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Kategorie: Australien, Sydney

Endlich wieder frei

Dieser Artikel wurde am 07. November 2008 in Australien geschrieben.

Bin ausgezogen. Donnerstag morgen habe ich meine Sachen gepackt und habe die Zeit „Homestay“ für das Erste abgeschlossen. Mit dem Rucksack ging es dann in die Schule und in der Pause habe ich mir verschiedene Hostels im Internet angeschaut, schließlich brauchte ich noch eine Bleibe für die Nacht :-) Eigentlich habe ich mit einem Einzelzimmer in einem Hostel gleich um die Ecke geliebäugelt – als ich die Bewertungen gelesen habe, habe ich mich ganz schnell dagegen entschieden.

300 Meter von der Schule entfernt gibt es ein modernes Hotel, das in einer Etage 4-Personen Zimmer zum Hostel umfunktioniert hat. Keine Etagenbetten, genügend Platz im Zimmer, Klimaanlage, alles sauber und das Beste: Günstig. In meiner ersten Nacht hatte ich sogar das Glück, ganz alleine im Zimmer zu sein.

Wie schon in Münster sind Vermieter in Sydney sehr unzuverlässig. Scheint wohl weltweit das gleiche zu sein. Mir werden Termine zugesagt, ich bin pünktlich auf die Minute, klingel und rufe an und niemand meldet sich. Toll. Ist mir jetzt schon ein paar Mal so ergangen. Ab und zu bekommt man wenigstens eine SMS, mit der Mitteilung, dass die Wohnung schon weg ist.

Ich habe echt dreckige Plätze gesehen. Bei einem hat der Vermieter!! auf dem Balkon geschlafen. Wahrscheinlich hat der diesen schönen Schlafplatz durch die anderen Mieter finanziert. 4-8 Leute in einem Zimmer sind keine Seltenheit (und die kennen sich vorher oft nicht). Ein Badezimmer mit 10 Leuten in der Wohnung? Kein Problem… Als Deutscher ist man da jedoch irgendwie andere Standards gewöhnt und es ist schwierig für mich, hier Abstriche zu machen. Sollte ich mit einer anderen Person das Zimmer teilen und der/die schnarcht in der Nacht, würde ich kein Auge zu bekommen.

Somit werde ich wohl noch ein paar Nächte im Hostel bleiben…

      

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Kategorie: Australien, Sydney

Melbourne Cup 2008

Dieser Artikel wurde am 05. November 2008 in Australien geschrieben.

An jedem ersten Dienstag im November findet in Australien der Melbourne Cup statt. Dieses Event ist neben Silvester wohl das größte und wichtigste Ereignis in Australien. Victoria, das Bundesland, in dem Melbourne liegt, hat diesen Tag sogar zum Feiertag ernannt.

Aber um was geht es denn nun genau? Ein Pferderennen. 3.200 Meter. Keine fünf Minuten und alles ist vorbei. Doch ganz Australien sitzt vor dem Fernseher. Quasi wie das Endspiel der Weltmeisterschaft in Deutschland oder der Super Bowl in den USA. Spannung pur.



Doch der Tag hat mehr zu bieten. Neben dem eigentlichen Pferderennen ist besonders das „sehen und gesehen werden“ an diesem Tag wichtig. Um hier viel Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen reicht nicht nur ein schönes Kleid, sondern ein ausgefallener Hut muss her. Und so ergibt sich ein recht skurriles Bild. Denn nicht nur die High Society von Australien trägt Hüte, sondern das ganze Land hat die Idee aufgegriffen. An jeder Ecke sind Leute mit Hüten unterwegs. Möglichst groß, möglichst bunt, möglichst schön (oder hässlich) – Hauptsache man fällt auf.

Die Schule wurde heute schon um 14.00 Uhr geschlossen. In den Klassen und auch in den Wettbüros wurden natürlich ganz professionell Wetten abgeschlossen. Hier hat zwar keiner von uns Ahnung, aber Hauptsache man kann mitfiebern. Nur für dieses Rennen übrigens wurden in Australien Wetten in Höhe von $160 Millionen abgeschlossen…

Mit mehr als 200 Leuten ziehen wir von der Schule in ein benachbartes Hotel um, wo 5 große Leinwände aufgebaut sind. Es gibt reichlich Wein und Bier. Alle sind alle ganz aufgeregt. Die Pferde werden analysiert und es wird heiß diskutiert. Endlich ist es soweit. Das Rennen beginnt. Ca. 25 Pferde laufen los. 3200 Meter geht das Rennen. Alle Leute klatschen, rufen, schreien und pfeifen. Die Stimmung ist super. Jeder versucht sein Pferd anzufeuern. Die letzten Meter werden noch mal richtig spannend. Die Ziellinie wird von zwei Pferden gleichzeitig überquert. Wer hat nun gewonnen? Erst ein Foto zeigt das Ergebnis.



Mit hauchdünnen Vorsprung hat „Viewed“ das Rennen des 148. Melbourne Cups gewonnen und ist nun um $3,3 Millionen reicher.

      

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Kategorie: Australien, Sydney

Zu blöd zum Duschen

Dieser Artikel wurde am 03. November 2008 in Australien geschrieben.

Wie es aussieht, bekomme ich mein Geld zurück. Vom Homestay Department sehen das zum Glück genauso wie ich: Möglichst schnell raus aus dem Irrenhaus. Morgen wird alles weiter besprochen.

Heute Morgen habe ich für mein Müsli die Milch aufgebraucht, die auf dem Tisch stand. Heute Abend wurde ich wegen meines, ich zitiere: “absolut unhöflichen Verhalten” ziemlich zur Sau gemacht. Was habe ich falsch gemacht? Ich habe die Milch aufgebraucht, ohne vorher zu fragen, ob noch jemand Milch möchte. (Der Kühlschrank mit 5 Litern frischer Milch ist übrigens keine 2 Meter vom Tisch entfernt. Darf ich jedoch nicht selber dran gehen.) “Solch ein freches Verhalten hätten die noch nie erlebt.” OK, natürlich hätte ich vorher fragen können. Über so etwas mache ich mir ehrlich gesagt auch einfach keine Gedanken. Mich aber deshalb hier zu beschimpfen, als hätte ich das Haus in Brand gesteckt… Spinnen die Deutsch-Australier ;-)

Ich glaube ich ziehe hier noch diese Woche aus und gehe erstmal ins Hostel, bis sich eine Alternative gefunden hat. Habe mir schon eine relativ gute und dafür günstige Wohnung angeschaut. Diese ist jedoch erst ab dem 12.11 frei. Und ob ich die bekomme, steht auch noch in den Sternen. Gibt ja schließlich noch andere Bewerber.

P.S. Ebuzer, der Türke, der hier vor mir lebte, hatte übrigens auch viele Probleme mit der Gastfamilie. Da sein Englisch jedoch sehr schlecht ist, hat er sich nicht getraut, diese anzusprechen. Er ist einfach immer kurz vor dem Abendessen erschienen und hat sich anschließend in sein Zimmer geschlossen. Auch ne Lösung ;-)

P.S.S Nicht falsch verstehen: Ganz viele Mitschüler sind mehr als zufrieden mit ihren Gasteltern. Sie werden „als Teil der Familie“ gesehen, es werden Dinge zusammen unternommen und man hat gemeinsam viel Spaß.

P.S.S.S. Habe gerade geduscht. Nach einer Minute wurde das Wasser eiskalt. Habe natürlich meine Gasteltern darauf hingewiesen. Anstatt dass die mein kaltes Schauer bedauern, knallen die mir doch echt an den Kopf, dass ich zu blöd zum Duschen wäre!!! Ich raste gleich wirklich aus!!!

      

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Kategorie: Australien, Sydney

Update Gastfamilie in Sydney

Dieser Artikel wurde am 01. November 2008 in Australien geschrieben.

Meine Cousine hat es auf den Punkt gebracht: “More German then the Germans.”

Versehentlich den Stuhl nicht bis an den Tisch geschoben (fehlten 5cm), gab Ermahnung. Wollte das leere Weinglas (der Gasteltern) in die Küche bringen, gab Ärger: „Bloß nicht anfassen, war teuer, könnte kaputtgehen.“

Nach dem Händewaschen habe ich das Waschbecke nicht trocken geputzt – schon wieder einen Einlauf bekommen. (Das Badezimmer ist übrigens nur für uns Schüler – trotzdem kontrollieren die das 5 mal am Tag.) Wir müssen Abends abwaschen (alles bis auf die Gläser – die könnten ja kaputt gehen). Habe den Kochlöffel an den falschen Ort gelegt – schon wieder Gemecker.

Wollte Abends weg gehen. Sollte um 22.00 Uhr zurück sein ;-) Gab ne kleine Diskussion…

Das zum Thema: Relaxtes Australien.

War schon Dienstag beim Accomodation Department und habe eine neue Familie beantragt. Bis auf das wirklich gute Essen und das saubere und sichere Zuhause setze ich nicht viel aufs Spiel. Leider kann das ganze bis zu 4 Wochen dauern…

Über die letzten Tage habe ich mir weitere Gedanken gemachte und werde Montag versuchen, ob ich das Geld für die Unterkunft zurück bekomme. Klar kann ich Glück mit der nächsten Familie haben, aber auch diese kann wieder am „Arsch der Welt“ wohnen. Für mich ist Bus fahren einfach das langweiligste und nervigste auf der Erde. Wenn alles klappt, möchte ich mir gerne ein Zimmer direkt in der Stadt nehmen. Da spare ich mir täglich zwei Stunden Busfahrt. Zwar zahle ich dann mehr, aber ich kann z.B. Mittags nach Hause und muss nicht Essen gehen. Außerdem habe ich zwei Stunden mehr Zeit am Tag, da kann ich mir einfach ne Job besorgen und habe wahrscheinlich nachher mehr Geld als jetzt. So ist jedenfalls der Plan ;-)

Leider ist das mit dem Zimmer nicht so einfach. Habe schon manche Storys gehört: Viele Asiaten leben mit bis zu 8 Leuten in einem Zimmer (ja Zimmer, nicht Wohnung). Wohnzimmer gibt es selten, auch wenn es Durchgangszimmer sind, werden diese vermietet. Hier wird halt alles versucht, um Geld zu sparen. Zum Glück kenne ich einige Leute von der Schule, die auch gerade am Suchen sind. Vielleicht können wir uns ja zusammen eine Wohnung nehmen.

Drückt mir die Daumen!!!

      

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Kategorie: Australien, Sydney

Back to School - Sydney

Dieser Artikel wurde am 30. Oktober 2008 in Australien geschrieben.

Gleich am ersten richtigen Schultag komme ich zu spät. Der Bus braucht halt wirklich seine 50 Minuten. Mein Versuch im Bus zu lesen endete nach keinen fünf Minuten damit, dass mir ganz schlecht wurde. Ich konnte noch nie im Auto oder Bus lesen, immer das gleiche Problem. Also muss ich mir noch ein paar Hörspiele besorgen.

Die Klasse ist super. Wir sind 10 Schüler und haben eine tolle Lehrerin. Es gibt nur ein Mädel aus Deutschland und sonst sind wir bunt gemischt (Brasilien, Spanien, Japan, Kolumbien,…). Mir hat der Unterricht noch nie soviel Spaß gemacht. Alles ist aktiv, man muss quasi in einer Tour reden und es wird viel gelacht. Das komplette Gegenteil von den typisch deutschen Englischunterricht. Die Zeit verfliegt einfach nur so. Meine Klasse:



Jeden Tag habe ich von 8.30 bis 12.00 Uhr Unterricht. Dann gibt es eine Stunde Mittagspause, bevor es zweimal die Woche noch mit einem Spezialfach weitergeht. Hier werde ich mich für Business Englisch anmelden. Die restlichen drei Nachmittage sind dafür gedacht, im Computerraum quasi Hausaufgaben zu erledigen. Jeden Montag bekommt jeder Schüler neue Aufgaben (Grammatik, Lesen, Hören, Videos,…), die man im Intranet abrufen kann. Zwar ist das Erledigen dieser Aufgaben freiwillig, jedoch macht es schon Sinn, hier nicht nur am Strand zu liegen ;-)

Übrigens regnet es hier schon seit 2 Tagen leicht und ich musste mir erstmal eine Jeans kaufen, denn auf solch ein Wetter war ich nicht gerade eingestellt. Somit muss ich den Strand sowieso noch ein paar Tage nach hinten schieben…

Am Abend zog ich mit Maciek (dem Polen) und seiner Freundin zur ersten Studi-Party. $5 Dollar Eintritt (2 Bier inklusive) und jedes weitere Bier $2 (=1 Euro). Für mich als Nicht-Biertrinker nicht unbedingt das Paradies, aber ich muss morgen ja auch zur Schule. Einige Asiaten sehen das scheinbar anders, denn ich komme mir manchmal vor wie auf einer Party von 14-jährigen, die zum ersten Mal Alkohol trinken. Morgen werden manchen Klassen ziemlich leer sein ;-) Die Stimmung ist ansonsten super, die Musik ist relativ alt, aber das soll wohl in Australien normal sein. Um Mitternacht springe ich in den letzten Bus und diesmal braucht er wirklich nur 30 Minuten zurück…

      

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Kategorie: Australien, Sydney

Als I-Männchen in Sydney

Dieser Artikel wurde am 29. Oktober 2008 in Australien geschrieben.

Montag morgen war ich zurück in der bitteren Realität und es hieß erneut „Schulbank drücken“ - und diesmal sogar komplett freiwillig. Relativ pünktlich kam ich um 8.45 zu meiner neuen Schule, der Kaplan Aspect English School. Hier werde ich jetzt für zwei Monate mein Englisch auf den neusten Stand bringen. In einem Englisch-Intensivkurs werde ich mich von nun an täglich mit Rollenspielen, Dialogübungen und Vokabelerweiterung genauso wie mit Aussprache- und Grammatikschulungen auseinander setzen. Oder einfacher ausgedrückt: Den ganzen Tag Englisch lernen ;-)

Mit mir hatten ca. 30 Leute aus der ganzen Welt ihren ersten Schultag. Neben einer Einführungsveranstaltung mussten auch alle einen mündlichen und schriftlichen Test machen, damit man in das passende Niveau eingestuft werden konnte. Mit Bedauern musste ich feststellen, dass viele Deutsche hier herum laufen, die leider gerne auch Deutsch miteinander reden. Auch gibt es viele Asiaten (Korea, Japan,…), deren Englisch meist eine mittlere Katastrophe ist. Ich freunde mich schnell mit einem Polen an und kann mich mit diesem auf einem guten Englisch-Niveau unterhalten. Unsere Schule (rechts, ganzes Gebäude):



Positiv überrascht war ich von der Schule. Alles ist sehr modern, sehr harmonisch und freundlich. Ich fühle mich vom ersten Moment an wohl in der neuen Umgebung. Alles ist sauber, die Klassenräume sind gemütlich und klimatisiert. Für die ca. 550 Schüler gibt es neben einem Computerraum noch ein schönes Cafe mit leckerem Essen und frischen Getränken. Die ganze Schule scheint sehr professionell organisiert zu sein und ist trotzdem sehr persönlich und herzlich.

Problemlos komme ich mit Schülern aus der ganzen Welt in Kontakt. Die meisten sind in meinem Alter +/- 5 Jahre. Nur sehr wenige sind älter als 30. Ich entdecke eines meiner größten Probleme wieder: Ich kann mir keine Namen merken!!! Eigentlich bin ich in der Lage, mir viele Dinge selber beizubringen, doch mit den Namen bekomme ich es einfach nicht hin. Oft habe ich schon nach Sekunden den Namen vergessen. Nur wenn ich schon eine Person mit dem selben Namen kennen, kann ich eine Verknüpfung erstellen. Leider haben die meisten jedoch Namen, die ich noch nie im Leben gehört habe…

Gegen Nachmittag ist die Einführung vorbei und wir haben frei. Mit mehreren Leuten geht es los, die nähere Umgebung zu erkunden und zu schauen, wo wir überhaupt sind ;-)

      

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Kategorie: Australien, Sydney

Ich erkunde Sydney

Dieser Artikel wurde am 27. Oktober 2008 in Australien geschrieben.

Sonntags heißt es lange ausschlafen. Frühstück gibt es „erst“ um 8.00 Uhr. Und bitte pünktlich! Ebuzer – mein türkischer Mitbewohner – hat für den heutigen Tag noch keine Pläne und wird mir ein wenig die Stadt zeigen.

Der Bus braucht 40-60 Minuten in die Stadt (auch wenn meine Gasteltern weiter fest behaupten, er würde es in 25-30 Minuten schaffen). Somit werde ich ab jetzt jeden Tag knapp 2 Stunden totale Langeweile haben. Überlege schon, mir ein Fahrrad zu kaufen. Aber dafür sollte es bald (jedenfalls auf dem Rückweg) doch zu warm sein. Ein Auto ist auch keine wirkliche Alternative, da die Schule mitten in Sydney ist (super Lage) und wie in jeder Großstadt Parkplätze Mangelware sind.

Von der Schule geht es weiter zum Hafen und wir machen eine Tour mit der Fähre. Ich sehe zum ersten Mal die Sydney Harbour Bridge und das weltbekannte Opernhaus.



Die Skyline von Sydney wirkt vom Wasser aus ganz schön gewaltig. Dank der Sonne und ca. 25 Grad lässt es sich super aushalten. Nach der hohen Luftfeuchtigkeit in Asien tut dieses Klima richtig gut.



In der Watson Bay steigen wir aus und spazieren über eine große Wiese, die voll mit Familien ist, die Barbecues veranstalten. Vom Gap Park haben wir einen super Ausblick über die Klippen und das weite Meer.



Zum Mittagessen sind wir in Bondi Beach, dem wohl bekanntesten Strand in Sydney. Wir liegen in der Sonne und schauen den Surfern zu.



Eigentlich wollten wir noch ins Wasser springen. Doch leider schieben sich einige Wolken vor die Sonne und durch den Wind wird es uns doch etwas zu kalt dafür. Bin ja zum Glück noch ein paar Tage hier…

      

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Kategorie: Sydney