Backpacking Trip

Fledermäuse und Wasserfälle

Dieser Artikel wurde am 02. Juni 2009 in Thailand geschrieben.

Frisch gestärkt am folgenden Morgen geht es zuerst in die Höhlen von Chiang Dao. Hier finden sich teils sehr alte Buddhastatuen im weit verzweigten Höhlensystem. Da die Gänge mehrere Kilometer in die Tiefe gehen, bleiben wir jedoch nur im vorderen Bereich und lassen uns von einer Frau ein wenig durch die Höhlen führen. Da sie jedoch außer „Elefant, Fledermaus und Buddha“ kein Wort Englisch spricht, ist das ganze eher unspannend. Als sie Julia dann noch eine dicke Spinne an der Wand zeigt, geht es schnell wieder in die andere Richtung :-)



Noch vor einigen Jahren war das Gebiet durch das wir fahren, voll mit Feldern für den Opiumanbau und Schmuggler lebten in den Dörfern, die an Myanmar (Birma) grenzten. Heute wurde der Drogenanbau durch den Tourismus ersetzt und des öfteren sehen wir Luxusresorts an den Straßenseiten. Für uns geht es geradeaus in den Norden. Ziel ist der Pha Dang Nationalpark. Hier warten heiße Quellen und Wasserfälle auf uns. Die Quellen sind allerdings mit 57Grad doch etwas heiß, da würde ich mich ja verbrennen. Da es erneut beginnt zu regnen, wandern wir zum Wasserfall, aber verzichten auf die Schwimmsachen. Zu blöd, denn das Wasser ist sehr angenehm und als es wieder trocken ist, klettern wir doch im Wasserfall herum…



Direkt an der Grenze zu Myanmar geht es dann durch die Gebirge weiter. Des öfteren sehen wir das Militär, die uns auch das ein oder andere Mal den Weg erklären müssen. Zwar gibt es viele Schilder, doch warum sollte man das auch in unserem Alphabet schreiben? Wir haben eine grobe Idee, wo es hin geht und an Kreuzungen werfen wir die Münze :-) Keine Angst, nach Myanmar geht es diesmal aber nicht herüber… Die Straßen sind teils in sehr schlechtem Zustand und super steil, doch die Aussichten von den knapp 2.000 Meter hohen Bergen ist traumhaft. Nur die Regenwolken stören ein wenig den weiten Blick. Auch die Täler sind immer wieder spannend zu betrachten. Hier werden Früchte, Reis oder Kaffee angebaut.



Überall sehen wir glücklich lächelnde Menschen um uns herum. Auf einem einheimischen Markt kaufen wir ein paar Früchte und Essen, bevor wir in Tha Ton unser Hotel am Fluss beziehen.

Tour: Chiang Dao – Arunothai – Tha Ton

      

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Kategorie: Thailand

Chiang Mai und Umgebung

Dieser Artikel wurde am 02. Juni 2009 in Thailand geschrieben.

Nach 16 Stunden Fahrt (drei Stunden länger als angegeben) kommen wir endlich am späten Morgen in Chiang Mai an. Die Betten im Schlafwagen waren sauber und groß genug. Doch der Zug wackelte und quietschte ziemlich stark, weshalb wir immer wieder aus den Träumen gerissen wurden. Umgehend ging es zu unserem gebuchten Guesthouse, von wo wir dann ein wenig die Stadt Chiang Mai erkundeten. Auch hier gibt es an jeder Ecke Tempelanlagen, die zwar interessant sind, sich aber doch wiederholen. Als der Regen dann noch beginnt, verschwinden wir schnell in einem Café, um unsere weitere Tour zu planen.



Die Entscheidung war schnell gefallen: Wir werden ein Auto mieten. Und drei Mal dürft ihr raten, was für eines… Natürlich ein Fahrzeug mit Allradantrieb :-) Zwar entpuppte sich der kleine Suzuki als ziemlich alt und in einem schlechten mechanischen Zustand, aber er wird uns hoffentlich überall hin bringen. Aufgrund der Wetterlage (es gibt mehrfach am Tag Regenschauer), ist ein eigenes Auto für uns die beste Lösung, da man ziemlich unabhängig und spontan sein kann. Zuerst ging es am folgenden Tag den nahen Berg hinauf und weitere 309 Stufen in die Höhe zum Wat Phra That Doi Suthep Rajvoravihara (fragt jetzt nicht, wie man das ausspricht,…). Neben einer fantastischen Aussicht auf Chiang Mai besticht der bedeutendste Tempel von Nordthailand mit einer Menge Gold. Das Bild zeigt einen kleinen Teil der Anlage von außen. Die Glocken zu läuten soll Glück bringen…



Nachdem wir die Stufen wieder hinunter gelaufen sind, geht es weiter in die Bergwelt. Es regnet erneut und die nun einspurige Straße windet sich nur so durch das Gebirge. Auf dem Weg zur Kun Chang Kian Mong Village stoppen wir für ein Kaffeepause an einer Plantage und genießen den Blick über die Felder.



Der Weg wurde immer schlechter und kurviger, bevor er endgültig ganz ohne Asphalt war, aber so mag ich es ja :-) Im Dorf lächelten uns die Menschen zu und alle wirkten ziemlich glücklich. Schon komisch, wenn man überlegt, wie die Menschen hier leben. Nur eine Stunde entfernt ist die nächste Stadt, mit Starbucks und Subway. Überrascht war ich, dass jedes Haus eine Solarzelle im Garten hatte – haben die auch noch irgendwo High-Speed-Internet versteckt? :-)



Auf dem gleichen Weg ging es zurück nach Chiang Mai und von dort weiter in nördliche Richtung. Dank meinem weiblichen „Navigationssystem“ fuhren wir doch weiter als geplant und landeten in Chiang Dao. Dort gab es im Lonely Planet eine Empfehlung für eine Unterkunft, die wir dann vergeblich suchten. Leute fragen hilft nur bedingt weiter, da so gut wie niemand Englisch spricht. Zu unserem Glück fanden wir dann doch noch jemanden der etwas von dem verstand, was wir sagten. Im Gespräch mit ihm und einigen weiteren Thais fand sich eine Familie, die uns den Weg zeigen wollte :-) Wir folgten dem kleinen Roller, auf dem die ganze Familie (2 Kiddies + 2 Erwachsene) Platz hatte. Im Dunkeln kamen wir schlussendlich erschöpft bei den Bungalows an…

Tour: Chiang Mai – Chiang Dao

      

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Kategorie: Thailand

Könige, Paläste und Aussichten

Dieser Artikel wurde am 31. Mai 2009 in Thailand geschrieben.

Zwar sind wir gestern recht spät ins Bett gekommen, doch der nächste Tag sollte etwas früher beginnen. Es ging zum Königspalast, in dem man locker mehrere Stunden verbringen könnte. Auf der Straße werden wir von vielen freundlichen (angeblichen) Lehrern angesprochen, die uns erzählt haben, dass alle Tempel heute geschlossen sein. Doch Sie würden einen tollen Tempel kennen, der geöffnet hat ;-) Natürlich alles Abzocke – die wollten uns nur eine überteuerte Tuk-Tuk Fahrt andrehen und der Weg hätte uns nebenbei zu einem Einkaufscenter und einem maßgeschneiderten Anzug geführt. Zum Glück kenne ich diese Tricks, lasse mich kurz auf das Spiel ein (um Julia zu zeigen, wie seriös die hier versuchen, einem das Geld aus der Tasche zu ziehen) und lehne dann doch lächelnd ab.



Auch vor dem Königspalast werden wir mehrfach abgefangen und in eine andere Richtungen zum Kaufen der Eintrittskarte geschickt (wo dann wiederum geschäftstüchtige Thais warten werden, um einem irgendwas anzudrehen). Wenn man überlegt, wie viele Menschen hier versuchen, einen über das Ohr zu hauen, dann kann man sich ja vorstellen, wie oft Touristen auf das Spiel herein fallen. Für uns hingegen geht es schnurstracks in den Königspalast, wo wir von goldenen und glitzernden Tempeln und weiteren Bauten empfangen werden. Die Anlage ist riesig und ziemlich beeindruckend.



Nach einer Stärkung auf den vielen Straßenständen, mit oft komisch aussehendem Essen (dass dann doch super cool schmeckt), geht es zum Vimanmek-Palast. Dieser Teakholzbau war die Residenz des Königs vor genau hundert Jahren. Wir machten eine schwer zu verstehende englisch sprachige Führung durch das Gebäude und konnten einen Einblick erlangen, wie die Königsfamilie in Thailand lebte.



Erschöpft fuhren wir zurück ins Hotel, von wo wir in der Dunkelheit noch weiter wollten auf das höchste Gebäude in Bangkok. Julia schlief jedoch gleich ein und ich versank in ein spannendes Buch. Ehe wir uns versahen, war es dann doch zu spät und so verschoben wir den Ausflug auf den nächsten Tag.



Vom 309m hohen Baiyoke 2 Tower hatte ich mir schon zuvor Bangkok bei Nacht angeschaut, doch tagsüber wirkte das ganze komplett anders (auch wenn ich es bei Nacht imposanter fand). Wir stehen draußen auf den Plattform und hören nichts vom sonst immer anwesenden Lärm auf den Straßen. Der Wind fegt um uns herum und mit der Karte in der Hand versuchen wir, unser Hotel zu finden. Irgendwo da in der Mitte ist es:



Dank einem Tipp von Mirco wusste ich, dass man auf Etage 17 des Towers ein paar Golfbälle schlagen kann. Sowas lasse ich mir natürlich nicht entgehen. Mit einer genialen Aussicht schlug ich die Bälle über die Dächer von Bangkok



Um den Baiyoke 2 Tower herum ist alles voll mit Ständen, die Essen, Kleidung und andere Dinge verkaufen, die man (nicht) braucht. Wir spazierten durch die Gassen und schauten ein wenig herum. Soviel Zeit blieb uns nämlich nicht mehr, denn um 19.30 Uhr sollte unser Nachtzug nach Chiang Mai in den hohen Norden Thailands gehen. Mit reichlich Zeitreserven ging es mit dem Taxi vom Hotel zum Bahnhof. Doch es war Freitag Abend = Berufsverkehr = mega Stau. Wir kamen in über vierzig Minuten keine fünf Kilometer. In diesem Tempo verpassen wir den Zug. Also raus aus dem Taxi und rein in das Getümmel der U-Bahn. Da wir noch Essen und Getränke brauchen, hetzen wir uns nun ein wenig ab, nur um später festzustellen, dass der Zug mit 1,5 Stunden Verspätung den Bahnhof verlässt.

      

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Kategorie: Thailand

Drei Löhner in Bangkok

Dieser Artikel wurde am 28. Mai 2009 in Thailand geschrieben.

Pünktlich kam Julia in Bangkok an und ruck zuck saßen wir im Taxi Richtung Hotel. Der Fahrer war nicht wirklich in der Lage das Hotel zu finden und so erkundeten wir im Taxi ein wenig die Umgebung. Schlussendlich fanden wir dann doch noch unser Bleibe und wurden dort herzlich empfangen. Nach einigen Monaten im Zelt ist eine luxuriöse Suite mit Sofa, Flachbildschirm, Badewanne und kleiner Küche irgendwie ziemlich irreal. Aber will mich bestimmt nicht beschweren :-) Wir verließen das Hotel und spazierte ein wenig durch die Umgebung in unserem Viertel (Sukhumvit). Anschließend sprangen wir in den Pool auf dem Hoteldach und genossen den Blick über Bangkok (Foto ist in der Abenddämmerung).




Ich bin doch ziemlich überrascht, wie unterschiedlich ich Bangkok dieses Mal auffasse. Als ich im Oktober ankam, wusste ich überhaupt nicht, was mich erwartet. Die Stadt, die Menschen – alles ist einfach so anders. Kein Vergleich zu Europa. Ich war aufgeregt und musste mich erstmal an die neue Situation gewöhnen. Dieses Mal hingegen bin ich deutlich relaxter und weiß, was auf mich zukommt. Aus diesem Grund nehme ich die Stadt ganz anders war. Irgendwie fängt Bangkok mir sogar an zu gefallen :-) Doch ich werde auch wieder froh sein, wenn wir in ein paar Tagen weiter reisen.

Abends treffen wir uns mit Mirco, einen alten Freund aus Löhne, der gerade durch Asien reist. Zusammen mit seinem Zimmernachbarn, einem Mexikaner, ziehen wir dann durch Bangkok und gönnen uns ein paar Cocktails. Die Bar ist eine aktive Tankstelle, in der gegen Abend einfach Tische und Stühle zwischen die Zapfsäulen gestellt werden – rauchen ist erlaubt :-)




Relativ früh am nächsten Morgen fragte ich Julia nach der Uhrzeit, da ich schon längere Zeit wach war. (Meine Uhr hat leider vor einigen Tagen den Geist aufgegeben.) Ihre genervte Antwort: Kurz vor Fünf. Na super. Ich versuche noch einmal einzuschlafen, was aber nicht wirklich klappen will. Wenig später schalte ich den Laptop ein und stelle erschrocken fest: Es ist nun kurz vor Elf. Julia hatte noch die deutsche Uhrzeit im Handy – wir sind aber fünf Stunden weiter :-) Zu unserem Glück schaffen wir es gerade noch so zum mega leckeren Frühstück.




Mit etwas Verspätung starten wir demnach in den Tag. Wir düsen mit dem Tuk-Tuk zum liegenden Budda und wandern ein wenig durch die Klosteranlage. Daraufhin treffen wir uns mit Mirco am Golden Mount und genießen den Blick über Bangkok (leider ist die oberste Etage jedoch gesperrt). Nach einem leckeren Essen auf der Straße und frisch gepressten Fruchtsäften sind wir gestärkt für den weiteren Weg durch die Stadt. Wir spazieren ein wenig herum und genießen das bunte Treiben. Julia und Mirco beim Essen beim Essen bestellen:




Anschließend verabschiedeten wir uns von Mirco (der weiter auf die Inseln in Thailand reist) und erkundeten erneut unser Viertel, suchten leckeres Essen und noch bessere Cocktails. Nachts gönnten wir uns eine Thai-Massage, die ein schöner Ausklang für den Tag war. Entspannt aber geschafft ging es nach Mitternacht zurück ins Hotel.

      

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Kategorie: Thailand

Spannendes vom Flughafen

Dieser Artikel wurde am 26. Mai 2009 in Thailand geschrieben.

Was ein Flug: Drei Sitzplätze für mich ganz alleine. Emirates fliegt zwar mit einer normalen 777, doch irgendwie wird der gleiche Luxus geboten, wie in Sigapur Airlines A380. So kann ich zwischen hunderten von Filmen wählen und habe mich mal wieder auf den neusten Stand gebracht, was den so im Kino lief. Das Essen war gut und die Stewardessen super nett, kein Vergleich zu Lufthansa, Delta oder anderen europäischen/amerikanischen Gesellschaften. Emirates und Singapur Airlines sind doch auf einem anderen Niveau. Somit kann ich glücklich sein, dass sie jeweils die günstigsten Flüge waren :-)

Um zwei Uhr in der Nacht stehe ich dann mit meinem Rucksack draußen in der frischen Luft von Bangkok. Frisch? Nicht wirklich. Es regnet und ist trotz der Uhrzeit mega schwül und heiß. Das kann noch was werden. Nach australsicher Zeit ist es schon fünf Uhr am Morgen. Macht wenig Sinn, jetzt ein Hotel zu beziehen. Da ich die letzten drei/vier Monate täglich (für mich ist ja jeden Tag Sonntag *grins*) zwischen sechs und acht Uhr aufgestanden bin, würde ich eh kaum Schlaf mehr bekommen. Also ab auf die „bequemen“ Metallbänke und mit der neuen Emirates-Decke einwickeln :-)

Ausgeschlafen beginnt dann kurze Zeit später mein Krieg mit dem Internet. Im Flughafen gibt es über zwanzig W-Lans und die meisten sind offen. Aber wer jetzt denkt, man kommt damit irgendwie ins Internet, liegt falsch. Wäre ja zu einfach. Wie ein Bekloppter bin ich mit dem Laptop in der Hand durch das Terminal gelaufen, bis ich endlich eine Verbindung hatte, die mich auch in die weiten Welten des WWW hinaus ließ. Doch leider wurde von dem Anbieter keine verschlüsselten Verbindungen zugelassen und so konnte ich nicht wirklich was damit anfangen. Werde bestimmt nicht über ein öffentliches W-Lan (wo ich nicht mal weiß, wer es anbietet) irgendwelche Passwörter eingeben. Nach knapp zwei Stunden stand dann endlich meine sichere Leitung ins Internet. Juhu. Aber hab ja eh nichts besseres zu tun :-)

Muss noch ein paar Stündchen überbrücken, bevor Julia ankommt. Dann geht es in unser fünf Sterne Luxushotel, dass ich durch einen Preisfehler bei Expedia für die Kosten eines Hostels bekommen habe :-) Hoffe das geht alles gut… Werde nun erstmal meine alten Bangkok Geschichten lesen, um mich ein wenig auf die nächsten Tage einzustimmen.

      

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Kategorie: Thailand

I love Thailand

Dieser Artikel wurde am 19. Oktober 2008 in Malaysia geschrieben.

Thailand ist echt der mega Hammer gewesen. Habe mich selten so schnell in ein Land verliebt. Das Essen ist einfach nur super. Die Leute sind (mit wenigen Ausnahmen – die es aber in jedem Land gibt) total freundlich und hilfsbereit. Die Natur ist traumhaft schön. Man fühlt sich hier komplett wohl.

Das Essen hat mich für mein restliches Leben verdorben. Wer einmal Bananen, die kaum größer als ein Daumen sind, frische Ananas oder Melonen gegessen hat, will nie wieder zurück zur Chiquita-Norm-Banane. Und wenn ich jetzt noch von den frischen Fruchtdrinks berichte, dann läuft mir schon wieder das Wasser im Mund zusammen. Mein Favorit: Gepresste frische Wassermelone mit Crush-Eis – noch nie habe ich so etwas leckeres getrunken!

Mit zwei weinenden Augen habe ich Thailand vor wenigen Tagen verlassen. Bisher gefällt mir Malaysia nicht so gut. Zwar ist es deutlich „europäischer“ und fast alle sprechen Englisch (und man kann wieder jedes Schild lesen), doch von allem Drum und Dran hat mich Thailand sehr beeindruckt. Das wird schwierig zu toppen.

Ich hätte nicht gedacht, dass mich Thailand so sehr begeistert. 10 Tage waren viel zu wenig. Selbst ein Monat reicht hier nicht aus. Die großen Pauschalreise-Gebiete, wie Phuket, habe ich komplett gemieden. Jedoch gibt es viele kleine Inseln rund um Thailand, die mit Stränden punkten können, wie sie sonst nur in der Werbung zu sehen sind. Alleine hatte ich darauf jedoch nicht so die Lust.

Ganz klar ist jedoch: Ich werde wiederkommen. Und ich kann nur jedem anderen eine Reise nach Thailand ans Herz legen. Das Land ist der Wahnsinn!!! Der Flug ist zwar etwas teurer, dafür ist das Leben und Reisen in Thailand super preiswert.

Meine Route durch Thailand:

Center of map
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Bangkok
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Kaeng Krachan Nationalpark
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Ranong
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Khao Sok Nationalpark
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Penang

      

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Kategorie: Thailand

Reisen in Thailand

Dieser Artikel wurde am 18. Oktober 2008 in Thailand geschrieben.

Ich hätte nicht gedacht, wie einfach man in Thailand von A nach B kommen kann. Neben einer Zuglinie quer durchs Land und Zügen über Nacht und am Tag, gibt es tausende Busse. Alle Gebiete sind mit verschiedenen Buslinien vernetzt. Mit Überlandbussen kann man quer durch Thailand fahren. Die Busse fahren zu großen Destinationen stündlich (tagsüber), bei kleineren Orten 3-5 mal am Tag. Egal welches Ziel man hat, irgendwie kommt man (relativ) schnell dort hin…

Doch Bus ist nicht gleich Bus. So gibt es für den günstigen Transport den Local-Bus, mit dem die Einheimischen fahren. Er hat keine Klimaanlage. Und es gibt das Wort „voll“ nicht. Wenn alle Plätze besetzt sind, steht man. Wenn noch mehr Leute kommen, dann setzt man sich einfach auf eine Person, die schon sitzt ;-) Natürlich werden auch lauter lebende (und tote) Tiere transportiert. Dazu gibt es lustige Musik und alle haben gute Laune.

Etwas besser sind da schon die Busse für Touristen (und reichere Einwohner). Klimaanlage und ein reservierter Platz sind doch schon ganz angenehm. Noch besser sind VIP Busse. Hier sind einige Sitzreihen ausgebaut und die normalen Sitze wurden durch „Business-Class-Sitze“ ersetzt. Oft hat jeder einen eigenen Flatscreen mit Filmen,… Also wie im Flugzeug… Hier gibt es aber auch einige verschiedene Abstufungen.

Außerdem fahren fast überall (und auch für sehr lange Strecken) parallel noch Minibusse. In solch einen Bulli passen 12 Personen. Die Fahrer (jedenfalls alle 5 die ich bisher hatte) denken sie wären Michael Schuhmacher. Wenn 50 ist, wird 120 gefahren. Es wird immer und überall überholt, in einer Tour gehupt und mit Fernlicht auf sich aufmerksam gemacht. Schon ziemlich bekloppt. Dafür sind sie am schnellsten…

In jeder Stadt gibt es Motorbike-Taxis, oft gibt es Tuk-Tuks und richtige Taxis. Wie ihr seht: Es ist total einfach, in Thailand herum zu kommen. Einziges Problem: Züge und Busse können ausgebucht sein, erscheinen nicht oder die Typen im Reisebüro verarschen einen (was zum Glück selten passiert). Ansonsten kommt man wirklich überall problemlos hin. (Mit dem Lonely Planet an der Seite hat man die perfekte Unterstützung.)

Und die Preise? 5 Stunden im Bus (mit Klima) kosten so 7 Euro. Im VIP-Bus etwas mehr. Im Local Bus nur noch 2 Euro,… Für mein 5 Stunden Zugticket in der 3.Klasse habe ich auch nur 2-3 Euro gezahlt. Nachtzug von Kuala Lumpur zum Taman Negara Park (7 Stunden) im Schlafwagen – First Class – kostet mich 13 Euro (und ich spare das Hotel für die Nacht). Die Preise werden in Australien ganz anders aussehen!!

      

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Kategorie: Thailand

Tagestour im Khao Sok Nationalpark

Dieser Artikel wurde am 17. Oktober 2008 in Thailand geschrieben.

Zum Glück konnte ich noch ein paar Leute am gestrigen Abend von dem Tagestrip in den Khao Sok National Park überzeugen. Somit hieß es erneut früh aufstehen. Nach dem Frühstück mussten wir noch eine Stunde fahren, bevor wir einen riesigen See erreichten, den wir umgehend mit dem Langboot befuhren.



Da es sich um einen künstlichen Stausee handelt, schauten überall aus dem See riesige Bergspitzen hervor. Ungefähr eine Stunde dauerte die Fahrt mit dem Boot zwischen den Bergen hindurch. Man konnte sich einfach zurück lehnen und die Natur genießen.



Wir erreichten ein kleines auf Bambusstöcken schwimmendes Dorf. Hier machten wir kurze Pause, sprangen ins warme Wasser und paddelten mit dem Kanu durch die Gegend. Einem lecker Mittagessen folgte eine Fahrt auf dem Bambus-Raft zum Ufer.



Von hier ging es mit unserem Guide (der ausnahmsweise mal richtig gut Englisch sprach) durch den Dschungel. Wow. Echt cool, was der alles sieht. Da wäre ich überall blind vorbei gelaufen ;-) Neben Adlern und Hornbills (Nashornvogel - riesen Dinger) sahen wir plötzlich überall wilde Tiere.



Überall ragen Bergspitzen aus dem Wasser.



Gegen 18.00 sind wir mit dem Boot wieder zurück am Ausgangspunkt unserer Reise durch den Khao Sok Nationalpark. Super. Wir waren alle mehr als begeistert.

An einer Bushaltestelle wurde ich auf dem Rückweg raus geworfen. Von hier ging es in die nächst größere Stadt und von diesem Punkt habe ich ein Nachtticket nach Malaysia. Aber nichts da. Arschkarte. Der Typ vom Reisebüro wollte wohl gutes Geld mit mir machen. Ich wollte am Busbahnhof meinen Bus Richtung Malaysia nehmen, doch den gab es gar nicht Zum Glück wusste ich noch ungefähr, wo der Typ sein Büro hatte. Auf sowas habe ich ja echt keine Lust…

Das Ergebnis: Ich kann wieder nicht bei Nacht reisen. Langsam bekomme ich einen Kotzkrampf. Kann doch nicht sein, dass ich noch einen Tag verschenken muss. Einem Ehepaar aus Schweden ging es nicht anders. Ihnen wurde auch ein falsches Ticket verkauft. Zusammen machten wir nen kleinen Aufstand und bekamen schlussendlich (als wir drohten die Polizei wegen Betruges einzuschalten) unser Geld zurück.

Wir buchten einen Bus, der bis kurz vor die Grenze fuhr, kamen um 2.00 Uhr nachts an und fanden zum Glück noch ne günstige Bleibe. Hatte nur noch 640 Baht. Davon gingen nun 300 weg. Hoffe der Rest reicht morgen für das Ticket…

      

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Kategorie: Thailand

Leben im Dschungel: Khao Sok Nationalpark

Dieser Artikel wurde am 17. Oktober 2008 in Thailand geschrieben.

Was eine Nacht: Ich schlief mit dem Geschrei von Affen und vielen anderen Tieren im Hintergrund ein. Neben meinem Fenster beginnt der Dschungel, der sich über 100km weit nach Westen streckt. In ihm leben wilde Tiger, Leoparden, Elefanten und unzählige Vogelarten sowie 1000 andere Tiere. Wenn sich nur einige von diesen Tieren zu Wort melden, kommt schon ein imposantes Konzert zusammen. Bei diesen Klängen fiel ich schnell in den wohl verdienten Schlaf. Die Unterkunft in den Bäumen:



Am Morgen erneut schlechte Nachrichten: Meine zwei tage Dschungel-Tour wurde gestrichen, da sich keine drei Teilnehmer gefunden haben. Das war sehr schade. Angeboten wurde heute nur eine Tour mit Elefanten. Ok, besser als nichts. Das Frühstück war super lecker und anschließend ging es zusammen mit einem Pärchen aus Teneriffa zu den Elefanten hinaus.

Irgendwelche Horror-Storys mit Ketten und Tierquälerei kann ich überhaupt nicht bestätigen. Die Führer gingen gut mit den Tieren um. Das Tragegestell war nur mit Seilen befestigt und wie ein Sattel auf dem Pferd sollte der Elefant davon nicht viel merken. Ich bekam meinen eigenen Dickhäuter und schon ging es los.



Total beeindruckt musste ich feststellen, zu was solch ein Elefant im Stande ist. Kleine schmale Wege, steile Abhänge und rutschige Passagen meisterte er problemlos. Ganz gemütlich trottete er mit mir durch den Dschungel. Da ich keine Lust auf den „Sattel“ hatte, durfte ich mich hinter die Ohren setzen. Das war super klasse. Jedoch war es auch sehr gefährlich und ich konnte meine Hände nicht von seinem Kopf nehmen. Seine Rückenmuskulatur (oder was das da oben ist) bewegt sich so stark, dass ich ab und zu Mühen hatte, mich festzuhalten. Nach 2,5 Stunden war ich komplett erschöpft.



Natürlich durften wir den Elefanten auch streicheln und füttern. Fühlt sich ganz anders an, als erwartet.

Der Besitzer von unserer Unterkunft holte uns ab und zeigte uns die nähere Umgebung mit Wasserfällen und schönen Aussichtspunkten über den Nationalpark. Alleine ging ich anschließend weiter zum Visitor Center vom Khao Sok Nationalpark. Auch hier sind wegen dem Regen der letzten Tage die schwierigsten und leider auch besten Trekking-Touren nicht begehbar.



Also machte ich mich auf einen relativ einfachen Weg durch den Dschungel. An der Kreuzung zu den gesperrten Wegen schaute ich mich kurz um und verschwand genau auf diesen. Ich sah frische Fussspuhren und wollte einfach solange gehen, bis ich nicht mehr weiter komme. Der Weg war deutlich anspruchsvoller und machte viel mehr Spaß. Überall waren die wilden Tiere und weit und breit kein Mensch.

An einem Fluss sprang ich zur Abkühlung ins kalte Wasser. Das tat bei den Temperaturen und der hohen Luftfeuchtigkeit richtig gut. Hatte nur die Befürchtung, dass ein Affe aus dem Gebüsch gesprungen kommt und meine Sachen klaut ;-) Doch alles ging gut und ich wanderte weiter durch den tiefen Dschungel. Zwischendurch traf ich noch ein paar andere, die sich ebenfalls auf den „verbotenen“ Weg gemacht haben. Wir tauschten ein paar Informationen über schöne Plätze aus und schon ging jeder wieder seine eignen Wege…



Abends erreichten noch ein paar weitere Gäste meine Unterkunft. Zusammen mit dem Paar aus Teneriffa, einem Mädel aus Hawaii und einem Mann aus Tschechien gingen wir noch gemütlich einige Bierchen trinken. Viele Storys wurden erzählt und wichtige Tipps und Infos ausgetauscht. Besonders coole Geschichten hatte das 20-jährige Mädel aus Hawaii zu erzählen, die gerade für einen Monat ganz alleine durch Myanmar gereist ist. Das war vielleicht spannend!

      

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Kategorie: Thailand

7 Stunden im Bus nach Ranong

Dieser Artikel wurde am 13. Oktober 2008 in Thailand geschrieben.

In Hua Hin habe ich ein sehr günstiges Guesthouse direkt am Meer gefunden. Die Unterkünfte waren wie ein Steg ins Wasser gebaut. Unter meinem Bett hörte ich die Wellen rauschen und fiel schnell in einen tiefen Schlaf. Fünf Stunden später, um 6 Uhr, klingelte erneut der Wecker. Nicht mal die Sonne war aufgegangen und ich musste los. Der Blick aus meinem Fenster:



Ich machte mich auf zum Busbahnhof und dieses mal kam der Bus, wenn auch mit einer Stunde Verspätung, um mich mitzunehmen. Die Fahrt war kurviger und wackeliger als ich gedacht hätte. So kam ich weder zum Karten schreiben, noch konnte ich am Laptop arbeiten – dann hätte ich sofort gekotzt ;-) Auch das Schlafen viel mir schwer – also blieb mir nichts anderes, als die schöne Landschaft zu beobachten. Somit war das gar nicht so schlimm und die sieben Stunden Fahrt nach Ranong vergingen relativ schnell. Trotzdem musste für diesen Trip der ganze Tag draufgehen, was mich doch ein wenig ärgerte. Aber lässt sich ja nicht ändern…

In Ranong fand ich eine schöne und dieses mal klimatisierte Bleibe. So konnte ich endlich wieder Wäsche waschen, da diese bei der normalen Luftfeuchtigkeit nicht trocken wird. Auch konnte ich mich endlich wieder Rasieren, ins Internet und ich nutzte die Zeit, meine weitere Reise zu planen.

Draußen auf der Veranda kam ich mit einem Nachbarn ins Gespräch. Der Amerikaner hat 25 Jahre in Deutschland gelebt (wegen seiner Frau) und ist nun mit ihr zusammen seit 4 Jahren in Thailand. Beide betreiben ein kleines Restaurant am Meer und sehen die Arbeit nun als Urlaub. So lässt es sich leben ;-) Er kommt alle paar Monate nach Ranong für den „border run“ (dazu morgen mehr). Da wir uns super verstanden gingen wir zusammen etwas essen und ich erfuhr mehr über das wirkliche Leben in Thailand, Sitten und Gebräuche und warum der machtlose König mehr Macht hat als das Parlament.

      

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Kategorie: Thailand