Backpacking Trip

Toyota Landcruiser Series 60

Dieser Artikel wurde am 02. Februar 2009 in Australien geschrieben.

Das ist mein neues Spielzeug: Toyota Landcruiser Series 60 Baujahr 1989, 395.000km gelaufen und dank 4.0 Liter Dieselmotor noch lange nicht am Ende der Reise. Ausgestattet mit allem was ich für die Reise brauche: Eine fette Bullbar (das Metallding vorne dran), ein Schnorchel (für Fahrten durchs Wasser), Zusatzlichter (für Nachtfahrten) und zwei Batterien, Solardusche auf dem Dach (mit 50 Litern Wasser), Box auf dem Dach,… Ansonsten ist es halt ein 20 Jahre alter Landcruiser, mit wenig Luxus außer Klimaanlage und Servolenkung.

Der Landcuriser fährt sich wie ein Traktor :-) Unübersichtlich, laut, schwierig zu manövrieren, die Gänge müssen „reingeprügelt“ werden, alles über 90km/h verbraucht Unmengen Diesel und definitiv nicht ein Auto zum einparken üben :-) Im Geländewagen finden sich allerlei Dinge wie Zelte, Matratzen, ne Kiste voll mit Essen, Handtücher, Klamotten,… Jeder Reisende lässt halt Dinge zurück, die nicht mehr in den Koffer passen. Hinten sind die Scheiben getönt und außerdem alle mit Gardinen versehen, so konnte ich die ersten zwei Nächte schon mal gemütlich im Auto schlafen. (Toiletten gibt es ja bei McDonalds und Duschen im Freibad, Campingplatz oder direkt am Meer.)



Sonntag hatte ich ein Off-Road-Training, um mal zu sehen, was mein neues Spielzeug denn so kann. Den Wagen habe ich Abends gekauft und bin dann mit meinem Navi gleich in den (eine Stunde entfernten) Ort gefahren, wo das Training stattfinden sollte. Die erste Nacht im Auto war OK. Als ich dann morgens in einer Tankstelle nach dem Weg zum Treffpunkt fragte, wurde mir aber ganz schnell bewusst, dass mein Navi mich richtig verarscht hat. Ich war 1,5 Stunden entfernt! Mir blieben aber nur 45 Minuten, diesen Ort zu finden. Super. Perfekter Start in den Morgen :-( Auf der Autobahn wurde ich dann auch noch von der Polizei angehalten. Aber die wollten nur kurz eine Kontrolle machen und wir hatten ein nettes Gespräch. Eigentlich war ich 10km/h zu schnell, aber das ist wohl nur mir aufgefallen – zum Glück :-)



Telefonisch sprach ich mit dem Veranstalter und er erklärte mir den genauen Weg, den ich auch relativ gut gefunden habe. Bis ich kurz vor dem Ziel an eine T-Kreuzung kam. Rechts oder Links? Mein Handy hatte kein Empfang. Shit. Ein paar Jungs auf Motorrädern sagten mir, dass eine Gruppe Geländewagen rechts gefahren sind. Also mal schnell hinterher. Dazu muss ich sagen, dass ich schon auf einer unbefestigten Straße war und nun ging es richtig ins Gelände – eine echte Off-Road-Strecke! Das kann nicht richtig sein, da würde mich nie jemand ohne Vorkenntnisse drauf lassen. Doch drehen ging nicht. Also die Sperren in die Vorderräder, Allrad eingeschaltet und weiter ging es den Berg hinauf. Ganze 20 Minuten fuhr ich über Stock und Stein bevor ich endlich einen Platz zum Wenden gefunden habe. Puh, Glück gehabt. Mit zwei Stunden Verspätung kam ich schließlich beim Training an…



Dort habe ich „nur“ die Theorie verpasst und konnte gleich beim praktischen Teil loslegen. Auf der Wiese liefen überall Kühe und Pferde herum, das war schon irgendwie lustig. Das Off-Road-Training war super. Ich habe viel gelernt und habe hautnah miterlebt, was ein 20 Jahre alter Toyota Landcruiser kann und ein nagelneuer Nissan X-Trail nicht :-)

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Kategorie: Australien

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