Backpacking Trip

Zu viele Menschen in Hong Kong

Dieser Artikel wurde am 03. August 2009 in Hong Kong geschrieben.

Boa ey, das geht ja mal gar nicht. Gestern war (laut Nachrichten) der heißeste Tag des Jahres in Hong Kong. 35 Grad und eine mega Luftfeuchtigkeit. So etwas Extremes habe ich noch nie erlebt. Da macht es wirklich keinen Spaß mehr, mit dem Rucksack durch die Stadt zu laufen. Noch schlimmer ist, dass für die kommenden Tage eine Taifun-Warnung herausgegeben wurde. Eigentlich will ich Mittwoch mit dem Boot zurück nach Macau und anschließend mit dem Flieger nach Bangkok. Hoffe das geht alles gut und ich brauche keine Kotztüte :-) Bei dem Wetter bin ich die ganze Zeit nur mit Essen und Trinken beschäftigt, da mein Körper förmlich nach Nachschub schreit. Auch den Weg hinauf zu The Peak mache ich mit der Bahn, denn zu Fuß würde ich hier noch zusammen brechen….



Gefällt mir Hong Kong? Nein. Ok, es ist super interessant und spannend. Aber viel zu viele Menschen. Und wie in Macau wirken alle recht unfreundlich. Keiner lächelt und fast jeder schaut vor sich auf den Boden. Mag die Mentalität der Chinesen sein. Doch irgendwie gefällt mir das nicht. Hong Kong ist so voll mit Leuten, dass überall Gedränge herrscht. Dagegen fühlt sich Sydney an wie eine Kleinstadt. Selbst Bangkok wirkt dagegen ruhig :-) Dieses ganze Gedränge und die Hektik gepaart mit dem Wetter macht Hong Kong für mich nicht gerade attraktiver. Doch nun bin ich hier und werde die paar Tage genießen. Schließlich gibt es einiges zu entdecken! Wie zum Beispiel die längste Rolltreppe der Welt – quer durch die Stadt. Die Fahrt dauert wohl 20min (ich mache nur 3min). Spannend, oder?



Ich schlendere den ganzen Tag durch die Gegend und staune über die Größe der Stadt. Alle paar Minuten kaufe ich neue Getränke oder verschwinde in Geschäften, um mich für einen kurzen Augenblick per Klimaanlage auf normale Temperaturen abzukühlen. Vereinzelt sieht man noch Gebäude aus der Kolonialzeit, doch diese sind umgeben von Wolkenkratzern.



Auf der anderen Seite des Victoria Harbours im Stadtteil Tsim Sha Tsui, hat man die Gelegenheit sein Geld für Uhren, maßgeschneiderte Anzüge, Kameras oder sonstigen Dingen „aus dem Fenster zu schmeißen“. Von der Weltwirtschaftskrise ist hier nun wirklich nichts zu sehen und die Geschäfte sind brechend voll mit Menschen. Langsam ziehen die Wolken auf und eine kurze Zeit nach dem Foto gibt es ein extremes Gewitter. Zum Glück stehe ich gerade neben einer Bibliothek und kann dort ins Internet verschwinden…



Über zehn Stunden bin ich schon auf den Beinen und laufe Kreuz und quer durch Hong Kong. Aber noch ist es nicht Zeit, zurück zum Guesthouse zu fahren. Zuerst wollte ich mir nämlich noch die Light-Show anschauen, an denen viele Hotels teilnehmen. Zu asiatischer Musik leuchten die Fassaden der Hotels auf und auch ein paar Laser auf dem Dach werden eingesetzt. Die Idee ist super, die Umsetzung fand ich hingegen nicht so gelungen. Dafür habe ich wieder ein super schönes Foto von einer Großstadt bei Nacht :-)



Für die nächsten zwei Tage ist Regen gemeldet. Hoffe der Wetterbericht irrt sich. Habe noch einiges vor und wenn es schüttet, macht das Ganze nicht sooo viel Spaß. Um auf Nummer Sicher zu gehen, habe ich mich spontan in ein 4* Hotel eingebucht. Es ist nur eine Nacht und diese ist kaum teurer als mein jetziges Guesthouse. Dafür habe ich aber Schwimmbad und Fitnessraum. Falls es also wirklich den ganzen Tag in Strömen regnet, muss ich mich nicht in meine jetzige 5qm Gefängniszelle zurückziehen :-)

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Kategorie: Hong Kong

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