Dieser Artikel wurde am 31. Mai 2009 in Thailand geschrieben.
Zwar sind wir gestern recht spät ins Bett gekommen, doch der nächste Tag sollte etwas früher beginnen. Es ging zum Königspalast, in dem man locker mehrere Stunden verbringen könnte. Auf der Straße werden wir von vielen freundlichen (angeblichen) Lehrern angesprochen, die uns erzählt haben, dass alle Tempel heute geschlossen sein. Doch Sie würden einen tollen Tempel kennen, der geöffnet hat ;-) Natürlich alles Abzocke – die wollten uns nur eine überteuerte Tuk-Tuk Fahrt andrehen und der Weg hätte uns nebenbei zu einem Einkaufscenter und einem maßgeschneiderten Anzug geführt. Zum Glück kenne ich diese Tricks, lasse mich kurz auf das Spiel ein (um Julia zu zeigen, wie seriös die hier versuchen, einem das Geld aus der Tasche zu ziehen) und lehne dann doch lächelnd ab.

Auch vor dem Königspalast werden wir mehrfach abgefangen und in eine andere Richtungen zum Kaufen der Eintrittskarte geschickt (wo dann wiederum geschäftstüchtige Thais warten werden, um einem irgendwas anzudrehen). Wenn man überlegt, wie viele Menschen hier versuchen, einen über das Ohr zu hauen, dann kann man sich ja vorstellen, wie oft Touristen auf das Spiel herein fallen. Für uns hingegen geht es schnurstracks in den Königspalast, wo wir von goldenen und glitzernden Tempeln und weiteren Bauten empfangen werden. Die Anlage ist riesig und ziemlich beeindruckend.

Nach einer Stärkung auf den vielen Straßenständen, mit oft komisch aussehendem Essen (dass dann doch super cool schmeckt), geht es zum Vimanmek-Palast. Dieser Teakholzbau war die Residenz des Königs vor genau hundert Jahren. Wir machten eine schwer zu verstehende englisch sprachige Führung durch das Gebäude und konnten einen Einblick erlangen, wie die Königsfamilie in Thailand lebte.

Erschöpft fuhren wir zurück ins Hotel, von wo wir in der Dunkelheit noch weiter wollten auf das höchste Gebäude in Bangkok. Julia schlief jedoch gleich ein und ich versank in ein spannendes Buch. Ehe wir uns versahen, war es dann doch zu spät und so verschoben wir den Ausflug auf den nächsten Tag.

Vom 309m hohen Baiyoke 2 Tower hatte ich mir schon zuvor Bangkok bei Nacht angeschaut, doch tagsüber wirkte das ganze komplett anders (auch wenn ich es bei Nacht imposanter fand). Wir stehen draußen auf den Plattform und hören nichts vom sonst immer anwesenden Lärm auf den Straßen. Der Wind fegt um uns herum und mit der Karte in der Hand versuchen wir, unser Hotel zu finden. Irgendwo da in der Mitte ist es:

Dank einem Tipp von Mirco wusste ich, dass man auf Etage 17 des Towers ein paar Golfbälle schlagen kann. Sowas lasse ich mir natürlich nicht entgehen. Mit einer genialen Aussicht schlug ich die Bälle über die Dächer von Bangkok

Um den Baiyoke 2 Tower herum ist alles voll mit Ständen, die Essen, Kleidung und andere Dinge verkaufen, die man (nicht) braucht. Wir spazierten durch die Gassen und schauten ein wenig herum. Soviel Zeit blieb uns nämlich nicht mehr, denn um 19.30 Uhr sollte unser Nachtzug nach Chiang Mai in den hohen Norden Thailands gehen. Mit reichlich Zeitreserven ging es mit dem Taxi vom Hotel zum Bahnhof. Doch es war Freitag Abend = Berufsverkehr = mega Stau. Wir kamen in über vierzig Minuten keine fünf Kilometer. In diesem Tempo verpassen wir den Zug. Also raus aus dem Taxi und rein in das Getümmel der U-Bahn. Da wir noch Essen und Getränke brauchen, hetzen wir uns nun ein wenig ab, nur um später festzustellen, dass der Zug mit 1,5 Stunden Verspätung den Bahnhof verlässt.
Kategorie: Thailand
Dieser Artikel wurde am 28. Mai 2009 in Thailand geschrieben.
Pünktlich kam Julia in Bangkok an und ruck zuck saßen wir im Taxi Richtung Hotel. Der Fahrer war nicht wirklich in der Lage das Hotel zu finden und so erkundeten wir im Taxi ein wenig die Umgebung. Schlussendlich fanden wir dann doch noch unser Bleibe und wurden dort herzlich empfangen. Nach einigen Monaten im Zelt ist eine luxuriöse Suite mit Sofa, Flachbildschirm, Badewanne und kleiner Küche irgendwie ziemlich irreal. Aber will mich bestimmt nicht beschweren :-) Wir verließen das Hotel und spazierte ein wenig durch die Umgebung in unserem Viertel (Sukhumvit). Anschließend sprangen wir in den Pool auf dem Hoteldach und genossen den Blick über Bangkok (Foto ist in der Abenddämmerung).

Ich bin doch ziemlich überrascht, wie unterschiedlich ich Bangkok dieses Mal auffasse. Als ich im Oktober ankam, wusste ich überhaupt nicht, was mich erwartet. Die Stadt, die Menschen – alles ist einfach so anders. Kein Vergleich zu Europa. Ich war aufgeregt und musste mich erstmal an die neue Situation gewöhnen. Dieses Mal hingegen bin ich deutlich relaxter und weiß, was auf mich zukommt. Aus diesem Grund nehme ich die Stadt ganz anders war. Irgendwie fängt Bangkok mir sogar an zu gefallen :-) Doch ich werde auch wieder froh sein, wenn wir in ein paar Tagen weiter reisen.
Abends treffen wir uns mit Mirco, einen alten Freund aus Löhne, der gerade durch Asien reist. Zusammen mit seinem Zimmernachbarn, einem Mexikaner, ziehen wir dann durch Bangkok und gönnen uns ein paar Cocktails. Die Bar ist eine aktive Tankstelle, in der gegen Abend einfach Tische und Stühle zwischen die Zapfsäulen gestellt werden – rauchen ist erlaubt :-)

Relativ früh am nächsten Morgen fragte ich Julia nach der Uhrzeit, da ich schon längere Zeit wach war. (Meine Uhr hat leider vor einigen Tagen den Geist aufgegeben.) Ihre genervte Antwort: Kurz vor Fünf. Na super. Ich versuche noch einmal einzuschlafen, was aber nicht wirklich klappen will. Wenig später schalte ich den Laptop ein und stelle erschrocken fest: Es ist nun kurz vor Elf. Julia hatte noch die deutsche Uhrzeit im Handy – wir sind aber fünf Stunden weiter :-) Zu unserem Glück schaffen wir es gerade noch so zum mega leckeren Frühstück.

Mit etwas Verspätung starten wir demnach in den Tag. Wir düsen mit dem Tuk-Tuk zum liegenden Budda und wandern ein wenig durch die Klosteranlage. Daraufhin treffen wir uns mit Mirco am Golden Mount und genießen den Blick über Bangkok (leider ist die oberste Etage jedoch gesperrt). Nach einem leckeren Essen auf der Straße und frisch gepressten Fruchtsäften sind wir gestärkt für den weiteren Weg durch die Stadt. Wir spazieren ein wenig herum und genießen das bunte Treiben. Julia und Mirco beim Essen beim Essen bestellen:

Anschließend verabschiedeten wir uns von Mirco (der weiter auf die Inseln in Thailand reist) und erkundeten erneut unser Viertel, suchten leckeres Essen und noch bessere Cocktails. Nachts gönnten wir uns eine Thai-Massage, die ein schöner Ausklang für den Tag war. Entspannt aber geschafft ging es nach Mitternacht zurück ins Hotel.
Kategorie: Thailand
Dieser Artikel wurde am 26. Mai 2009 in Thailand geschrieben.
Was ein Flug: Drei Sitzplätze für mich ganz alleine. Emirates fliegt zwar mit einer normalen 777, doch irgendwie wird der gleiche Luxus geboten, wie in Sigapur Airlines A380. So kann ich zwischen hunderten von Filmen wählen und habe mich mal wieder auf den neusten Stand gebracht, was den so im Kino lief. Das Essen war gut und die Stewardessen super nett, kein Vergleich zu Lufthansa, Delta oder anderen europäischen/amerikanischen Gesellschaften. Emirates und Singapur Airlines sind doch auf einem anderen Niveau. Somit kann ich glücklich sein, dass sie jeweils die günstigsten Flüge waren :-)
Um zwei Uhr in der Nacht stehe ich dann mit meinem Rucksack draußen in der frischen Luft von Bangkok. Frisch? Nicht wirklich. Es regnet und ist trotz der Uhrzeit mega schwül und heiß. Das kann noch was werden. Nach australsicher Zeit ist es schon fünf Uhr am Morgen. Macht wenig Sinn, jetzt ein Hotel zu beziehen. Da ich die letzten drei/vier Monate täglich (für mich ist ja jeden Tag Sonntag *grins*) zwischen sechs und acht Uhr aufgestanden bin, würde ich eh kaum Schlaf mehr bekommen. Also ab auf die „bequemen“ Metallbänke und mit der neuen Emirates-Decke einwickeln :-)
Ausgeschlafen beginnt dann kurze Zeit später mein Krieg mit dem Internet. Im Flughafen gibt es über zwanzig W-Lans und die meisten sind offen. Aber wer jetzt denkt, man kommt damit irgendwie ins Internet, liegt falsch. Wäre ja zu einfach. Wie ein Bekloppter bin ich mit dem Laptop in der Hand durch das Terminal gelaufen, bis ich endlich eine Verbindung hatte, die mich auch in die weiten Welten des WWW hinaus ließ. Doch leider wurde von dem Anbieter keine verschlüsselten Verbindungen zugelassen und so konnte ich nicht wirklich was damit anfangen. Werde bestimmt nicht über ein öffentliches W-Lan (wo ich nicht mal weiß, wer es anbietet) irgendwelche Passwörter eingeben. Nach knapp zwei Stunden stand dann endlich meine sichere Leitung ins Internet. Juhu. Aber hab ja eh nichts besseres zu tun :-)
Muss noch ein paar Stündchen überbrücken, bevor Julia ankommt. Dann geht es in unser fünf Sterne Luxushotel, dass ich durch einen Preisfehler bei Expedia für die Kosten eines Hostels bekommen habe :-) Hoffe das geht alles gut… Werde nun erstmal meine alten Bangkok Geschichten lesen, um mich ein wenig auf die nächsten Tage einzustimmen.
Kategorie: Thailand
Dieser Artikel wurde am 26. Mai 2009 in Australien geschrieben.
Über eine super schöne Küstenstraße ging es von Cape Tribulation Richtung Cairns. Die Aussicht war oft genial und hat mir das ein oder andere Mal sogar besser gefallen, als von der berühmten Great Ocean Road. Siebzig Kilometer vor Cairns in Port Douglas, einem Erholungsgebiet für die reichen Australier, legen wir noch eine Übernachtung ein. Schließlich müssen wir uns ja langsam wieder an die Menschen gewöhnen :-)

Abends gab es in der Stadt einen großen Festumzug und eine Krimis. Gequetscht in Menschenmassen fühlten wir uns nicht so wirklich wohl. Alice Springs und Darwin waren nun wirklich keine Großstädte mit vielen Menschen. Somit ist es knapp drei Monate her, dass ich in Adelaide Gedränge auf dem Gehweg erlebt habe. Von daher müssen wir uns erstmal wieder an die neuen Umstände gewöhnen. Und zwar schnell: In wenigen Tagen bin ich in Bangkok und das wird aus Menschenmassen-Sicht die Hölle :-) Ausblick von der Küstenstraße kurz vor Cairns:

Die Holländer bleiben noch einen Tag in Port Douglas und ich mache mich alleine auf nach Cairns, eine der größten Städte Australiens (mit ganzen 120.000 Einwohnern). Im Hostelzimmer gleich ein Kulturschock: Zwei Mädels aus Österreich, ein Engländer der Deutsch spricht und zwei deutsche Jungs. Na Bingo. Schnell raus aus dem Zimmer :-) Auf der Straße sieht es nicht besser aus. An jeder Ecke höre ich Deutsch. Hallo? Wir sind hier in Australien. Wo kommen die ganzen Mitbürger her? Lebt noch wer in Deutschland? :-) Cairns ist ansonsten sehr schön und gefällt mir gut. Direkt am Strand ist ein öffentlicher Swimming Pool und auf den Wiesen liegen überall junge Leute und Sonnen sich. Dazu gibt es an jeder Ecke leckeren Cappuccino – was will man mehr?

Den Wagen habe ich endlich mal richtig gewaschen und nun kann ich einsteigen, ohne jedes Mal komplett dreckig zu sein. Die Holländer kommen am folgenden Tag in Cairns an und wir ziehen zusammen auf den Campingplatz. Der Abschied am nächsten Morgen ist dann kurz und schmerzlos und ehe ich mich versehe, sitze ich im Flieger Richtung Sydney. Etwas erschrocken habe ich mich am Flughafen dann doch, als mein Rucksack auf der Waage stand: 11kg!! Na dann hoffe ich mal, dass ich nicht zu viel vergessen habe :-)
Tour 1: Cape Tribulation – Port Douglas
Übernachtung: Camping, BIG4 Port Douglas
Tour 2: Port Douglas – Cairns
Übernachtung 1: Nothern Greenhouse Hostel
Übernachtung 2: Camping, Cairns
Tour 3: Cairns – Sydney – Bangkok
Übernachtung: Irgendwo über den Wolken
Kategorie: Australien
Dieser Artikel wurde am 24. Mai 2009 in Australien geschrieben.
Nach nun über sechs Wochen mit den Holländern ist es mal Zeit, einen Vergleich zwischen dem Land Rover Defender und meinem Toyota Landcruiser zu machen. Natürlich ist dieser recht subjektiv und würde aus der Sicht von Martijn wohl möglich das ein oder andere Mal anders ausfallen. Im Vergleich steht der zwanzig Jahre alte Landcruiser (mit über 420.000km) gegen den 2008er Defender.

Die Performance im Gelände ist nahezu identisch. Ich komme an schlammigen oder sandigen Hügel oft weiter, doch früher oder später bleibe auch ich stecken :-) Der mögliche Grund hierfür (und auch für weitere Dinge in diesem Vergleich) ist das deutlich höhere Gewicht des Defenders. Die Holländer haben ihren „Kofferraum“ komplett beladen, dort finden sich auch eine Kiste mit Schulbüchern (70kg) und Klamotten für vier Personen. Insgesamt sind es einige hundert Kilo mehr auf der Hinterachse. Wie gut ein Geländewagen wirklich im Einsatz ist, hängt oft sehr vom Fahrer ab. Erfahrungen und die Möglichkeit die Strecke „zu lesen“ sind dabei besonders wichtig.
Als ich den Defender selber ein längeres Stück gefahren bin, war ich doch sehr enttäuscht vom Motor. Der nagelneue 2.5tdi ist ziemlich schwach auf der Brust. Entwickelt wurde solch ein kleiner Motor für die Gewichtsersparnis und für weniger Verbrauch. Außerdem ist er für Europa „besser“, da er günstiger in den Steuern ist. Doch trotzdem verbraucht mein uralter 4.0 Motor exakt die gleiche Menge an Diesel!!! Wir hatten auf den letzten 3.000km beide um die 12 Liter. Zwar haben der Landcruiser und der Defender auf dem Papier fast die gleiche PS-Zahl, doch der 4.0 Motor ist um einiges stärker. (Und darauf ist Martijn schon sehr neidisch, wie er ungern zugibt.) Schon ab 500 Umdrehungen steht eine gewaltige Kraft zu Verfügung. Der zwangsbeatmete 2.5tdi hingegen muss erst auf Drehzahl gebracht werden, bevor er sich überhaupt vorwärts bewegt. Das heißt man muss viel mit der Kupplung (im Gelände) spielen. Wo liegt also der Vorteil? Ich weiß es nicht. Ein 4.0 Liter Motor hält deutlich länger (wenn nicht ewig) und ist weniger anfällig für Reparaturen (da kein Turbo). Genau das ist auch der Grund, warum Toyota und Nissan immer noch die Geländewagen mit 4.0 und sogar 4.5 Liter Diesel Maschinen ausstatten.

Außerdem fällt der Rover auseinander. Das ist jetzt kein Scherz, sondern bitterer Fakt. Darüber berichten viele Internetforen und auch 4WD-Magazine. Die Qualität ist sehr schlecht und so lösen sich überall die Dichtungen, Schrauben,… Insgesamt haben die Holländer teurere Reparaturen und mehr Probleme, als ich mit dem Toyota. Zu deren Glück läuft alles über Garantie, aber wenn der Wagen nun schon so viele Probleme hat, will ich ihn nicht in zwanzig Jahren sehen. (Denke solange überlebt der nicht *grins*) Natürlich muss man bedenken, was wir mit den Autos anstellen. Auf den deutschen Straßen würden die Reparaturen deutlich geringer sein.
Kann ich auch was Positives über den Defender berichten? Nicht wirklich :-) Einzig und alleine das Zubehör, was die Holländer an Board haben, ist wirklich klasse. Dachzelt, Seilwinde, der (selbst gebaute) Aufbau auf dem Heck und auch sonst alles, was sich so findet spricht von Qualität. Da bin ich schon manchmal Neidisch :-) Doch, wie so oft: Alles eine Frage des Preises.
Kategorie: Australien
Dieser Artikel wurde am 22. Mai 2009 in Australien geschrieben.
Von Cooktown fuhren wir entlang der Black Mountains. In diesen Bergen sind wohl viele Leute spurlos verschwunden, die die Hügel erkunden wollten. Irgendwie wirkt das ganze auch irreal. Als wenn jemand Langeweile gehabt hätte und einfach Steine übereinander gestapelt hat. Jedenfalls ist es ein komischer Anblick und das, was man auf dem Foto sieht, ist nur ein ganz kleiner Teil der Berge.

Kurze Zeit später erreichen wir den Bloomfield Track entlang der Küste. Dieser 4WD Track ist bis auf ein paar extreme Steigungen und Talfahrten, eher einfacher Natur. Erneut sind wir in den Subtropen und haben den Regenwald um uns herum. Im Hintergrund halten die Berge die Regenwolken auf, doch zum Glück bleiben wir verschont.

Wir gönnen uns erneut einen Campingplatz, der nur durch ein paar Bäume vom Strand getrennt ist. Bei dem Daintree Rainforest handelt es sich um einen der wenigen Regenwälder weltweit, die direkt am Meer liegen und nahtlos in dieses übergehen. Cape Tribulation und der Daintree Nationalpark sind somit ein beliebtes Reiseziel und es wimmelt nur so von Reisenden. Plötzlich finden sich auch überall wieder die Backpacker in ihren Kombis und Campervans. Kann nicht sagen, dass ich diese – oft mit Wein aus Kanistern betrunkene – Gruppe vermisst habe :-)

Für zwei Nächte werden wir hier bleiben und den Regenwald erkunden, bevor es dann am Freitag nach Cairns geht.
Tour: Cooktown – Cape Tribulation
Übernachtung: Camping, Cape Tribulation
Kategorie: Australien
Dieser Artikel wurde am 20. Mai 2009 in Australien geschrieben.
Irgendwie habe ich bisher versäumt, meine weiteren Pläne bekannt zu geben. Also, ich werde nun mit den Holländern nach Cairns reisen. Von dort verlasse ich Australien am 25.5 Richtung Thailand, wo ich mich für drei Wochen mit Julia treffe. Anschließend geht es wieder zurück nach Australien und die Weiterreise nach Sydney steht auf dem Plan.
In Cairns habe ich zuvor jedoch noch jemanden im Forum auftreiben können, der mir die hinteren Bremsen repariert. Kostet wieder nur Material und ein paar Bier :-) Ein Geländewagen zu kaufen, war zwar definitiv der teuerste Weg, Australien zu bereisen. Aber die Erfahrungen sind einfach einmalig. Und wer das echte Australien sehen will, braucht ohne ein 4WD erst gar nicht starten! Die Community der Geländewagenfahrer ist klasse, alle helfen weiter und unterstützen einen. Ich glaube nicht, dass ich so viele „echte“ Australier in einem Campervan kennen gelernt hätte. Und das war schließlich auch einer meiner Wünsche: Viel Kontakt mit Australiern!
Auf dem Weg nach Sydney werde ich die Jungs (an der Gold Coast) wiedertreffen, die wir in Cape York kennen gelernt haben. In Brisbane steht ein BBQ mit meinem ersten Mechaniker an und in Sydney werde ich schon für eine spannende 4WD Tour erwartet. Dazu kommt, dass ich mit vielen meiner „Mechaniker“ noch immer in Kontakt via Email stehe. Das ist schon was besonderes und ich gehe jede Wette ein, dass die meisten Backpacker nicht solch coole Erfahrungen machen.
Kategorie: Australien
Dieser Artikel wurde am 19. Mai 2009 in Australien geschrieben.
Nach leider nur negativen Erfahrungen mit Aboriginals im Northern Territory, haben wir rund um Cape York zum ersten Mal auch positive Eindrücke sammeln können. Zwar gibt es auch hier einige Alkoholprobleme, aber die Aboriginal Communities scheinen meistens zu funktionieren. Ich habe lange Zeit gehofft, dass man mal mit Aboriginals in Kontakt kommt, doch das ist sehr schwierig. Aus diesem Grunde entschlossen wir uns dann doch, eine Tour zu buchen, um mehr über diese Kultur zu erfahren. Eigentlich war ich ein großer Gegner von solchen Touren, denn es ist ja klar, wenn Geld fließt, zeigt sich jeder von seiner besten Seite.

Überzeugt hat mich dann der mehrfach preisgekrönte Willie Gordon, der nicht nur im Lonely Planet als eines der Highlights in Queensland angekündigt wurde. Die Guurbi Tour führt in die Hope Vale und dauert ganze vier Stunden. Dabei wandern wir durch den Wald, hören Geschichten der Aboriginals und bekommen (auf freiwilliger Basis) Ameisen und Maden zu essen :-) Uns werden Steinmalereien erläutert, Flora und Fauna erklärt und wir können unzählige Fragen stellen. Willie ist super, erklärt spannend und nimmt auch kein Blatt vor den Mund. Er probiert die Kultur der Aboriginals zu bewahren, aber gleichzeitig auch die Realität mit einzubeziehen. Wie er mehrfach erwähnt, gehen einige Stammesführer leider in andere Richtungen…

Wir sind von seiner Tour begeistert und recht erstaunt, wie schnell die vier Stunden doch vergehen können.
Kategorie: Australien
Dieser Artikel wurde am 19. Mai 2009 in Australien geschrieben.
Von Coen ging es durch den doch eher langweiligen Lakefield Nationalpark zurück in die Realität (=Internet und Mobile connection). Im Nationalpark sprang mir plötzlich ein Israeli vor die Motorhaube. Wild fuchtelnd stand der auf der Straße. Er ist mit seinen Freunden in einem kleinen Wasserloch stecken geblieben und so mussten wir eine kleine Rettungsaktion starten. Tja, dass passiert halt, wenn man Holden (Opel) fährt :-) Ich komme da sogar ohne Allrad durch…

Wir machen auf der Weiterreise noch ein paar kurze Stopps, doch so wirklich begeistert sind wir nicht. Es gab nichts zu sehen, was wir nicht irgendwo schon deutlich schöner erlebt haben. Wir schlagen unser Nachtlager in der Mitte vom Lakefield Nationalpark auf und gehen pünktlich ins Bett.
Am folgenden Tag reisen wir bis zur Küste und haben endlich wieder eine (kleine) Stadt um uns. Zweitausend Einwohner sowie Lebensmittelgeschäfte, Cappuccino, Bars und alles was man so braucht. Wir sind in Cooktown, einer gemütlichen Stadt, die auf der einen Seite das Meer und auf der anderen die Berge hat. Wir beschließen hier drei Nächte zu verbringen, um uns wieder ein wenig an die Zivilisation zu gewöhnen :-)

Der nächste Morgen beginnt mit etwas besonders schönen: Martijn und ich gehen Golf spielen. Nach über sechs Monaten in Australien schaffe ich es dann doch mal endlich auf den Platz. Leider gibt es keine Driving-Range und so beginnt das Spiel umgehend. Überraschender Weise klappt es dann doch ganz gut – jedenfalls meistens :-) Der Golfplatz ist super schön angelegt und mit dem Rauschen des Meeres im Hintergrund sowie den Bergen an der Seite, lässt es sich doch gut spielen.
Ansonsten verbringen wir die Zeit hier mit wichtigen Dingen wie der Wäsche (und meinem Snatch Strap) waschen, Cappuccino trinken, Einkaufen, im Internet surfen, Blog schreiben und Kleinigkeiten am Wagen reparieren.
Tour 1: Coen – Lakefield Nationalpark
Übernachtung: Lakefield Nationalpark
Tour 2: Lakefield Nationalpark – Cooktown
Übernachtung: Camping, Cooktown
Kategorie: Australien
Dieser Artikel wurde am 18. Mai 2009 in Australien geschrieben.
Nach zwei Nächten in Chili Beach verlassen wir den palmengesäumten Strand. Zwar hat es zwischendurch geregnet, doch die meiste Zeit scheint die Sonne. Somit ist die Straße trockener und der Schlamm fester. Wir kommen deutlich schneller voran, auch wenn es noch ziemlich rutschig ist. Eine kurze Schrecksekunde haben wir noch bei dem Pascoe River. Diesen weiten und tiefe Fluss darf man nicht vorher zu Fuß begehen, denn es wimmelt nur so von Kroks. Aus diesem Grund haben mich die Holländer auf dem Hinweg vor geschickt (jaja, immer auf die Deutschen). Auf dem Bild wirkt alles ruhig, doch man fährt um die Ecke und versucht quer durch die Strömung 30m weiter auf die andere Seite zu gelangen.

Wir haben die beiden Snatch Straps aneinander befestigt und so hätten sie mich im Fall der Fälle wieder raus gezogen. Das Wasser kam zwar fast bis zur Motorhaube, aber war kein weiteres Problem. Auf der Rückfahrt fuhren wir einfach drauf los, ohne weiter drüber nachzudenken. Durch den Regen hat sich der Fluss jedoch gefüllt. Außerdem hat der Fluss eine Strömung, die gegen uns wirkt, da wir nun ein Stück den Fluss hinauf fahren müssen. Aus diesem Grund waren wir alle recht überrascht, als das Wasser über die Motorhaube schoss. Außerdem merkte ich, wie die Reifen des öfteren kurz durchdrehten. Na super. Bitte jetzt nicht stecken bleiben. Also Vollgas im zweiten Gang (low). Einen Landcruiser tötet so schnell nichts :-) Mein Wagen war im Innenraum trocken, doch im Defender schwammen anschließend erneut die Fische…
In jedem Reiseführer (und in den Info-Blättern der Nationalparks) steht, man soll keine Essensreste in den Wald schmeißen. Also auch keine Reste vom Apfel oder der Kiwi. Halt wegen den einheimischen Tieren, dass die sich nicht an Essen der Menschen gewöhnen. OK, verständlich. Doch als ich dann diesen offiziellen „Mülleimer“ fünf Kilometer außerhalb von Chili Beach sah (im Nationalpark gibt es keine Abfalleimer), erinnert mich das doch an ein Entwicklungsland. Dort finden sich natürlich nicht nur Essensreste, sondern auch Altöl und Kühlschränke. Und da gehen die Tiere bestimmt nicht dran… Schon klar ;-)

Unser Ziel war Coen, wo wir schon vor einigen Tagen am Fluss geschlafen haben. Das Wetter ist hier viel angenehmer. Die Luft ist trockener und keine Wolken sind am Himmel. So kann ich erneut nur unter dem Moskitonetz schlafen und die Sternschnuppen beim vorbei fliegen beobachten.
Tour: Chili Beach – Coen
Übernachtung: (Bush) Camping, Coen (am Fluss)
Kategorie: Australien