Dieser Artikel wurde am 09. August 2009 in Kambodscha geschrieben.
Meine Schuhe sind wieder trocken. Habe eine interessante Technik entwickelt, die zum Glück in nur sechs Stunden funktionierte. Um 4:30 Uhr klingelte schon wieder der blöde Wecker, denn wir wollten zum Sonnenaufgang am Angkor Wat sein.

Dank starker Bewölkung war der Sonnenaufgang so unspektakulär wie irgendwie möglich. Leider. Dafür waren wir dann anschließend die Ersten im Tempel von Preah Khan, welcher uns alle sehr beeindruckte. Ohne Touristen fühlt man sich so im Dschungel ein wenig wie in einem großen Abenteuer. Dieses Gebilde ist zum Teil eingestürzt und es wundert uns ein wenig, dass man überall frei herumlaufen darf. Aber so kommt dann der Indiana Jones in einem durch :-) Faszinierend sind auch die riesigen Bäume, die sich durch das Mauerwerk der Tempel gebohrt haben.

Weiter ging es auf unserer Reise durch diese gewaltigen Tempelanlagen. Wir machten viele Stopps und erkundeten die Tempel auf eigene Faust. Vor jedem Tempel warten Kinder, die uns kalten Getränke, Tücher, Postkarten oder sonst was verkaufen wollten. Zum Glück waren die Nervensägen aber nicht in den Tempeln erlaubt. Selbst wenn man zehn Mal gesagt hat, dass man nichts kaufen möchte, liefen sie neben einem her und erzählten die gleiche Geschichte. Am Morgen ist das noch lustig, gegen Mittag lächelt man noch, am Abend ist man absolut genervt. Blick auf den im Jahre 962 eingeweihten Tempel Pre Rup.

Interessant ist jedoch, dass sich die „Verkaufskonzepte“ von Tempel zu Tempel ändern. An einem Tempel probieren die Kinder mit den Touristen das Spiel mit den X und O zu spielen. Hat man drei in einer Reihe gewinnt man. Verliert man, muss man etwas kaufen :-) Am nächsten Tempel erzählen alle Kinder über ihre armen und kranken Familien. Der folgende Verkaufshit ist, dass sobald das Tuk-Tuk hält, von allen Seiten Kinder auf einen zu rennen – wild schreiend mit kalten Getränken in der Hand. Zu meinem Glück sitze ich hinter dem „Kriegsfeld“ und bekomme mich vor Lachen kaum ein. Die geschockten Gesichter der Touristen sind echt einmalig. Völlig außer Konzept gebracht, zuckt fast jeder einen Dollar, um bloß aus dem Ansturm heraus zu kommen.

Absolutes Highlight – da waren wir uns alle einig – ist Ta Prohm, der „Tempel von Brahma dem Ahnen“. Das fanden auch die Leute aus Hollywood und so wurde hier unter anderem Tomb Raider gedreht.

Der Tempel wurde über Jahrhunderte dem Dschungel überlassen und es muss atemberaubend gewesen sein, diesen Komplex erneut zu entdecken.

Auch hier ist alles von den riesigen Bäumen überwuchert. Viele Teile sind eingestürzt und nun ein Teil des Dschungels.

Der Tag war super anstrengend. Wir sind nun schon über zwölf Stunden auf den Beinen und haben einige Kilometer zurück gelegt. Ich trinke meinen sechsten Liter Wasser, denn die Temperaturen sind kaum zum aushalten. Trotzdem genießen wir jeden Augenblick.

Dieses Mal kommen wir trocken im Guesthouse an und springen unter die erfrischende kalte Dusche. Ta Prohm hat uns super beeindruckt und wir sprechen noch Stunden später über diesen besonderen Tempel. Kleiner Tipp am Rande: Solltet ihr jemals hierher kommen, schaut euch diesen Tempel ganz früh am Morgen an, bevor die Horden der Chinesen einbrechen…
Kategorie: Kambodscha
Dieser Artikel wurde am 08. August 2009 in Kambodscha geschrieben.
Die Tempel von Angkor sind nicht nur die größte Tempelanlage der Welt, sondern sind so riesig, dass man dort gleich mehrere Tage auf Entdeckungstour gehen kann. In Angkor und Umgebung haben zu Blütezeiten bis zu eine Millionen Menschen gelebt. Eine gewaltige Zahl, wenn man überlegt, dass das ganze fast tausend Jahre her ist. Zusammen mit den Tschechen mache ich mich am frühen Morgen auf, in diese alte Welt einzutauchen. Zwei Tuk-Tuks bringen uns bis zur Tempelanlage Angkor Thom.

In diesem Komplex verbrachten wir knappe vier Stunden. Es gab super viel zu sehen und zu entdecken. Überrascht waren wir alle von der Anzahl der Touristen. Es ist nicht einmal Hauptsaison, doch es wimmelt nur so von Europäern und Asiaten, die sich die Tempel von Angkor anschauen wollen. Eigentlich hätte ich mir Kambodscha etwas „untouristischer“ erhofft. Doch selbst Familien mit kleinen Kindern kommen aus Frankreich, Deutschland oder England hierher. Wurde man mal nicht von einem Touristen über den Haufen gerannt, konnten wir tolle Bilder machen und die Tempelanlage auf uns wirken lassen.

Fast ohne Ausnahme durften wir überall herum klettern und uns alles genau anschauen. Dank ausführlichen Büchern wussten wir genau über die Tempel und das Drumherum Bescheid.

Nach dem Bayon Tempel schauten wir uns den Rest der Angkor Thom Tempelanlage an. Einige der Bauwerke wurden gerade restauriert. Dadurch geht zwar ein wenig der Charme dieser Dschungel-Stadt verloren, aber andererseits fallen die Tempel dadurch nicht alle in sich zusammen.

Überall laufen hier kambodische Kinder herum, die einem irgendeinen Schrott verkaufen wollen. Deren Englisch ist überraschender Weise sehr gut und sie haben viele Sprüche auf Lager oder probieren mit einem bezaubernden Lächeln zu bestechen. Da fällt es ab und zu recht schwer, nicht dauernd einen Dollar zu zucken.

Besonders fasziniert scheint dieses Mädchen von dem tschechischen Reiseführer zu sein. Zu ihrer Zufriedenheit finden sich dort aber auch ganz viele bunte Bilder :-)

Gegen Nachmittag geht es zur Angkor Wat Tempelanlage. Dieser Komplex ist der wohl größte und berühmteste in Angkor. Besonders interessant finde ich, dass ganz Angkor Wat in weniger als 40 Jahren zwischhen 1113 und 1150 erbaut wurde. Fast alle Tempel sind aus Sandstein errichtet und über die Jahrhunderte geht das natürlich auch nicht spurlos an den Bauwerken vorbei. Trotzdem sind viele Teile noch recht gut erhalten.

Die ganzen Tempel sind übrigens eine Mischung aus Hinduismus und Buddhismus. Hier noch ein weiterer Blick von der Seite auf den Angkor Wat.

Eigentlich war geplant, Abends einen Sonnenuntergang zu sehen. Doch sage und schreibe hundert Meter vor unserer Tuk-Tuks fing es heftigst an zu regnen. Mein Schirm war gegen den Regen geschützt im Hostel geblieben und auch der Rest meiner Gruppe hatte nichts dabei. Es war schon den ganzen Tag bewölkt, doch ohne Ankündigung schoss der Regen plötzlich wie aus Eimern vom Himmel. Die Idee unter dem Baum zu stehen entpuppte sich schon nach wenigen Sekunden als ziemlich schlecht. Der Regen war so stark, dass wir nach zwei Minuten klitschnass waren. Ich habe es gerade noch fertig gebracht, meine Regenhülle über den Rucksack zu ziehen, um Handy, Reisepass und Laptop trocken zu halten.

Umgehend kamen die kleinen Kinder und wollten Plastikregenjacken und Schirme verkaufen. Zu spät, wir waren bis auf die Haut nass. In den Schuhen schwammen die Fische und ich fühlte das Wasser meinen ganzen Körper herunter laufen. So etwas muss man einfach mit Humor nehmen. Da ich keine Klimaanlage im Zimmer habe, hoffe ich nur, dass meine Schuhe bis morgen trocknen. Drückt mir die Daumen!
Kategorie: Kambodscha
Dieser Artikel wurde am 06. August 2009 in Kambodscha geschrieben.
Über Nacht hat sich der Taifun verzogen, zwar war es am morgen noch sehr windig, aber der Fährbetrieb wurde erneut aufgenommen. Auch der Swimmingpool war offen und so entspannte ich noch etwas im Hotel, bevor die Fähre Hong Kong gegen elf verließ. Die Überfahrt war ziemlich schlimm. Ungefähr die Hälfte der Leute war damit beschäftigt sich zu übergeben und auch mir ging es hundeelend. Doch zum Glück behielt ich das Frühstück in mir. Wenn das Schiff schon so am schaukeln ist, dann kann der Flug ja nur noch schlimmer werden. Hilfe. In Macau habe ich noch ein paar Stunden totzuschlagen und deshalb schlenderte ich im starken Regen durch die Stadt. Ok, früher oder später landete ich im trockenen Casino und verzockte ein paar Dollar :-)
Der Flug verlief zu meiner Überraschung super ruhig und heile landete ich in Bangkok. Es ging gleich ins reservierte Flughafenhotel, denn am nächsten Morgen werde ich mit dem Bus nach Kambodscha reisen. Mit dem Bus von Bangkok nach Aranyaprathet? Ja genau. Alle warnen davor und ich habe mehrere Horrorstorys im Internet gelesen. Warum bin ich so blöd und mache es trotzdem? Erstens spare ich gegenüber dem Flug mal gerade 90 Euro. Außerdem: No risk, no fun :-) Des Weiteren habe ich mich ausführlich informiert und weiß genau, wie ich vorgehen muss. Wo probiert wird, mich armen Touristen übers Ohr zu hauen und wie ich das vermeiden kann. Und das Wichtigste für alle, die solch eine Reise planen: Seit Mai gibt es endlich eine richtige Straße in Kambodscha. Also alles ganz easy! So sah es vorher aus – wäre was für mich und den Landcruiser gewesen :-) Grenzübergang zwischen Thailand und Kambodscha:

Ich nahm den Bus vom Flughafen in Bangkok um 7:15 am morgen, erreichte die Grenzstadt Aranyaprathet gegen 11 Uhr. Wie „versprochen“ wurde ich umgehend von Schleppern empfangen, die mir all die teuren Service andrehen wollten, wie Visum, Taxi,… Zusammen mit zwei Pärchen aus Prag ging ich schnurstracks zu Grenze. Reiste aus Thailand aus und nach Kambodscha ein. Das Visum kostete nur 900BHT, die netten Leute am Bus wollten 1500 haben… Ruck zuck war ich also in Poi Pet. Von hier ging es mit einem Pärchen aus England mit dem Taxi nach Siam Reap. Diese Strecke hat vor einigen Monaten noch einen Tag in Anspruch genommen. Für das Taxi zahlten wir zusammen US$25. Nicht schlecht für eine nun nur noch zweistündige Fahrt. Erst in der Stadt wird es holperig:

Also wenn man sich ein wenig vorbereitet, dann ist die Tour mit dem Bus von Bangkok nach Kambodscha ein Kinderspiel. Und wenn man keinen Plan hat, zahlt man halt ordentlich drauf :-) Wir finden ein nettes Guesthouse, wo ich für mein Einzelzimmer nur $3 zahle. Siam Reap ist voll mit Unterkünften, Kneipen und Restaurants. Überall laufen Touristen herum. Das hätte ich irgendwie ein wenig anders erwartet.

Abends gingen wir dann noch alle zusammen Essen und ein paar Bier trinken. Die nächsten zwei oder drei Tage werde ich in den riesigen Tempelanlagen des Angkor Wat verbringen. Hoffe das wird recht interessant.
Kategorie: Kambodscha
Dieser Artikel wurde am 04. August 2009 in Deutschland geschrieben.
Da habe ich mich so auf meinen (outdoor) Swimmingpool im Hotel gefreut, dass ich überhaupt nicht darüber nachgedacht habe, dass sie den natürlich bei einer Taifun-Warnung schließen :-( Zum Glück bleibt mir noch ein Fitnesscenter. Ansonsten hatte ich super viel Glück mit dem Hotel. Ich habe durch ein Special im Internet nicht nur die Hälfte des normales Preises gezahlt, sondern habe noch ein kostenloses Upgrade auf einen Deluxe-Room bekommen. Oberste Etage mit vollem Blick auf den Hafen. Na hier lässt es sich leben :-) Eventuell sogar länger als geplant. Der Taifun ist nahe Hong Kong und eventuell kann ich morgen nicht mit dem Boot nach Macau fahren…

Es regnet und ist heiß. Durch den nahen Taifun ist es auch ziemlich windig. Trotzdem mache ich mich mit der U-Bahn auf den Weg zur Nachbarinsel Lantau. Hier befindet sich der größte sitzende Buddha der Welt (Tian Tan Buddha). Um diesen zu erreichen, kann man sich mit einer sehr langen Seilbahn über den Berg bringen lassen. Tja, wäre da nicht der Taifun. Da verpasse ich leider eine Menge. Also kurzerhand in den Bus und den Berg umfahren, das dauert nur so um die dreißig Minuten.

Neben dem Buddha ist auch einer der höchsten Berge der Insel. Von ihm hat man angeblich eine super Sicht und ich wäre gerne auf die Spitze geklettert. Macht nur wenig Sinn, wenn diese in den Wolken liegt. Schade. Hätte ich etwas mehr Zeit, würde ich gerne den Wanderweg Richtung Sydney beginnen :-)

Zwischenzeitlich kommt der Regen und der Wind richtig durch und sämtliche Schirme klappen auseinander. Gut das ich damals in einen super Glasfaser-Schirm investiert habe. Bevor der kaputt geht, fliege ich mit samt Schirm davon :-) Somit rettet er mir zum zweiten Mal „das Leben“. Qualität zahlt sich halt aus.

Total verwundert bin ich über das Symbol auf der Brust des Buddhas, zusammen mit der Handhaltung kommt da eine bestimmte Assoziation auf. Leider sprach keiner der Angestelten gut genug Englisch, um meine Nachfrage zu beantworten. Dank Wikipedia wurde ich dann später aufgeklärt.

Nach einem leckeren Mittagessen geht es zurück. Bei dem Wetter möchte ich nicht wirklich herum wandern. An der U-Bahn Station finde ich eine große Outlet-Mall. Bei 70% günstigeren Preisen als in Deutschland viel es mir sehr schwer an Guess oder Ralph Lauren vorbei zu gehen. Auch die ganzen Uhrengeschäfte konnte ich nur mit Mühe neben mir liegen lassen :-)
Kategorie: Hong Kong
Dieser Artikel wurde am 03. August 2009 in Hong Kong geschrieben.
Boa ey, das geht ja mal gar nicht. Gestern war (laut Nachrichten) der heißeste Tag des Jahres in Hong Kong. 35 Grad und eine mega Luftfeuchtigkeit. So etwas Extremes habe ich noch nie erlebt. Da macht es wirklich keinen Spaß mehr, mit dem Rucksack durch die Stadt zu laufen. Noch schlimmer ist, dass für die kommenden Tage eine Taifun-Warnung herausgegeben wurde. Eigentlich will ich Mittwoch mit dem Boot zurück nach Macau und anschließend mit dem Flieger nach Bangkok. Hoffe das geht alles gut und ich brauche keine Kotztüte :-) Bei dem Wetter bin ich die ganze Zeit nur mit Essen und Trinken beschäftigt, da mein Körper förmlich nach Nachschub schreit. Auch den Weg hinauf zu The Peak mache ich mit der Bahn, denn zu Fuß würde ich hier noch zusammen brechen….

Gefällt mir Hong Kong? Nein. Ok, es ist super interessant und spannend. Aber viel zu viele Menschen. Und wie in Macau wirken alle recht unfreundlich. Keiner lächelt und fast jeder schaut vor sich auf den Boden. Mag die Mentalität der Chinesen sein. Doch irgendwie gefällt mir das nicht. Hong Kong ist so voll mit Leuten, dass überall Gedränge herrscht. Dagegen fühlt sich Sydney an wie eine Kleinstadt. Selbst Bangkok wirkt dagegen ruhig :-) Dieses ganze Gedränge und die Hektik gepaart mit dem Wetter macht Hong Kong für mich nicht gerade attraktiver. Doch nun bin ich hier und werde die paar Tage genießen. Schließlich gibt es einiges zu entdecken! Wie zum Beispiel die längste Rolltreppe der Welt – quer durch die Stadt. Die Fahrt dauert wohl 20min (ich mache nur 3min). Spannend, oder?

Ich schlendere den ganzen Tag durch die Gegend und staune über die Größe der Stadt. Alle paar Minuten kaufe ich neue Getränke oder verschwinde in Geschäften, um mich für einen kurzen Augenblick per Klimaanlage auf normale Temperaturen abzukühlen. Vereinzelt sieht man noch Gebäude aus der Kolonialzeit, doch diese sind umgeben von Wolkenkratzern.

Auf der anderen Seite des Victoria Harbours im Stadtteil Tsim Sha Tsui, hat man die Gelegenheit sein Geld für Uhren, maßgeschneiderte Anzüge, Kameras oder sonstigen Dingen „aus dem Fenster zu schmeißen“. Von der Weltwirtschaftskrise ist hier nun wirklich nichts zu sehen und die Geschäfte sind brechend voll mit Menschen. Langsam ziehen die Wolken auf und eine kurze Zeit nach dem Foto gibt es ein extremes Gewitter. Zum Glück stehe ich gerade neben einer Bibliothek und kann dort ins Internet verschwinden…

Über zehn Stunden bin ich schon auf den Beinen und laufe Kreuz und quer durch Hong Kong. Aber noch ist es nicht Zeit, zurück zum Guesthouse zu fahren. Zuerst wollte ich mir nämlich noch die Light-Show anschauen, an denen viele Hotels teilnehmen. Zu asiatischer Musik leuchten die Fassaden der Hotels auf und auch ein paar Laser auf dem Dach werden eingesetzt. Die Idee ist super, die Umsetzung fand ich hingegen nicht so gelungen. Dafür habe ich wieder ein super schönes Foto von einer Großstadt bei Nacht :-)

Für die nächsten zwei Tage ist Regen gemeldet. Hoffe der Wetterbericht irrt sich. Habe noch einiges vor und wenn es schüttet, macht das Ganze nicht sooo viel Spaß. Um auf Nummer Sicher zu gehen, habe ich mich spontan in ein 4* Hotel eingebucht. Es ist nur eine Nacht und diese ist kaum teurer als mein jetziges Guesthouse. Dafür habe ich aber Schwimmbad und Fitnessraum. Falls es also wirklich den ganzen Tag in Strömen regnet, muss ich mich nicht in meine jetzige 5qm Gefängniszelle zurückziehen :-)
Kategorie: Hong Kong
Dieser Artikel wurde am 02. August 2009 in Hong Kong geschrieben.
Macau, eine bis ins Jahre 1999 portugiesische Kolonie, liegt vierzig Minuten von Hong Kong entfernt. Ich lande auf dem kleinen Flughafen von Macau und mit dem Bus geht es Richtung Innenstadt. Während man in Thailand überall freundliche und lächelnde Menschen vorfindet, sieht es in Macau hingegen recht anderes aus. Kaum jemand lacht und alle laufen mit einem Gesichtsausdruck herum, als würde morgen die Welt untergehen. Wo bin ich denn hier gelandet? Aber vielleicht haben die ganzen Chinesen auch nur all ihr Geld in den vielen Casinos verzockt. Macau ist das Las Vegas der Asiaten. Wie in Nevada finden sich auch hier die mega Casinos MGM, Wynn oder das Venitian, um nur einige zu nennen (Foto zeigt das Casino Lisboa). Da Asiaten super spielsüchtig sind, werden hier ganz sicher der ein oder andere Dollar umgesetzt…

Als Backpacker quatiere ich mich natürlich gleich in eine der oberen Suiten ein, bevor ich in die Casinos verschwinde und das Geld für die Rechnung zu verdienen :-) Haha, just kidding. Ich lande im Rotlicht-Viertel. Im ehemaligen, muss ich hinzufügen. Mein Zimmer ist super klein und das Bett füllt fast den ganzen Raum aus. Zum Glück wurde die Matratze vor nicht allzu langer Zeit ausgetauscht :-) Früh morgens ist die Straße vor meinem Gguest House menschenleer, doch gegen Mittag beginnt auch hier das Gewühle. In dieser Straße wurde angeblich auch für Indiana Jones gedreht…

Auf meiner Entdeckungstour könnte es kontrastreicher kaum sein: Die super neuen und glitzernden Casinos neben alten, aufwendig renovierten, europäischen Anwesen und dann wiederum heruntergekommenen Betonhochhäusern.

Weiter geht es zu einem der bekanntesten Gebäude in Macau. Obwohl Gebäude wohl der falsche Ausdruck ist, denn von dieser Kirche steht nur noch die Fassade. Das Wetter ist absolut heiß und schwül. Dazu ist es sehr diesig und man sieht nur einen grauen Himmel. Doch die Sonne schafft es trotzdem, ihre volle Kraft durch den grauen Schleier zu schicken. Somit läuft das Wasser nur so an mir herunter :-)

Tapfer besteige ich in der vollen Mittagshitze einen kleinen Berg, auf dem neben einer alte Burg auch das Museum von Macau liegt. Dank Klimaanlage gönne ich mir hier recht viel Zeit bevor es weiter geht.

Vorbei an sehr anschaulich restaurierten Gebäuden schlendere ich durch Stadt. Im Hintergrund erkennt man die hässlichen Betonklötze, die leider an jeder Straßenecke zu finden sind.

Vom nächsten Hügel habe ich erneut eine diesige Sicht auf die Skyscraper und Casinos von Macau. Besonders das Lisboa sticht aus jedem Blickwinkel hervor.

In Macau leben übrigens die klügsten Hunde der Welt. Sie können lesen und schreiben. Leider jedoch nur chinesische Schriftzeichen und so klappt es mit der eingesetzten Beschilderung nicht so ganz…

Eines ist noch besonders wichtig in Macau. Hier ist alles legal, wie Waffen, Drogen und Prostitution, doch das Spielen von Trompeten ist strengstens untersagt. Sollte sich solch ein Gerät im Handgepäck befinden wird man umgehend in eines der alten Verließe gesperrt und bekommt fünf Tage nur trocken Brot.

Also Vorsicht bei der Einreise nach Macau!
Kategorie: Macau
Dieser Artikel wurde am 01. August 2009 in Thailand geschrieben.
Ich freue mich gerade über ein offenes W-Lan im Bangkok Airport. Dieses habe ich vor ein paar Wochen nach langem Suchen entdeckt und es funktioniert immer noch. Kleiner Tipp: AF-KLM Sky Lounge. Beim Einschecken habe ich übrigens folgende Anzeige entdeckt (Foto vom Handy). Hoffe die Thailänder sind etwas klüger als die Amerikaner. Die würden glatt glauben, Paris liegt in Afrika :-)

Die Nacht verbrachte ich in einem Flughafenhotel. Wer in Bangkok nur einen kurzen Zwischenstopp hat, sollte sich mal das Great Residence Hotel anschauen. Für 1.000THB (= 20 Euro) war der Airport Transfer (hin und zurück), das Frühstück und ein sauberer, moderner Raum enthalten. Dazu kostenloses W-Lan und netter Service. Bedenkt man, dass alleine ein Taxi in die Stadt und zurück um die 600THB kostet und die Zeit die man spart (ein Weg sind so 40min), ist es ein wahres Schnäppchen. Besonders wenn man wie ich um elf Uhr Abends ankommt und um sechs wieder aufstehen muss.

So genug Werbung :-) Das Bild oben zeigt übrigens, wie böse es doch ist, mit unbequemen Schuhen Snowboarden zu gehen. Aua, tut weh… Gut das ich jetzt in kurzer Hose herum laufen kann.
Kategorie: Thailand
Dieser Artikel wurde am 01. August 2009 in Australien geschrieben.
Ich mache meine Entscheidung mal ganz schnell offiziell, bevor ich es mir in den nächsten Minuten anderes überlege :-) Egal ob ich auf dem Campingplatz, dem Apartment in Bondi oder dem Hostel lebte, zwei Dinge gehörten fast täglich zu meinem Leben dazu: Alkohol und Kaffee :-) Mit Freunden trinkt man Abends gerne Mal einen Whisky, nach einem langen heißen Tag gönnt man sich ein kaltes Bier, auf Partys gibt es Vodka,… Da quasi fast meine ganze Reise aus „langen und heißen Tagen“ bestand und nun auch im Hostel viel gefeiert wird, kann ich die Tage ohne Alkohol fast an meinen Fingern abzählen. Auch war der tägliche Cappuccino ein fester Bestandteil meines Tagesablaufes. Manches Mal bin ich mit Cody oder den Holländern über eine Stunde Umweg gefahren, nur um einen frischen Kaffee zu genießen – das spricht wohl für sich :-)
Wenn ich zurück in Deutschland bin, werde ich für einen Monat komplett auf beide Drogen verzichten. Ok, eine Willkommensparty darf es aber noch geben :-) Anschließend jedoch werde ich bis zu meinem Geburtstag „nur Wasser“ trinken. Somit kann ich mich da dann gleich doppelt drauf freuen! Was fällt mir wohl schwerer? Wenn ich tippen müsste, würde ich klar zum Kaffee tendieren. Aber schauen wir mal…
Kategorie: Australien