Backpacking Trip

3… 2… 1… deins!

Dieser Artikel wurde am 19. Juli 2009 in Australien geschrieben.

Und verkauft. Jedenfalls theoretisch. Muss jetzt noch warten, bis der gute Herr vorbei kommt und mir das Geld in die Hand drückt. Anschließend kann ich dann durchatmen. Ist wohl einer der wenigen „Backpacker-Autos“, die wieder zurück an einen Australier gehen. Wenn man überlegt, dass ein Outback-fähiger Mietwagen (Landcruiser) mit Vollkaskoversicherung $7.000 im Monat kostet, ist es ein wahres Schnäppchen gewesen, mit meinem Wagen durch Australien zu fahren. Das Beste bei den Vermietern ist jedoch, das man mit deren Autos z.b. nach Cape York fahren darf, aber der Old Telegraph Track ausgeschlossen ist. Das ist wie wenn man einen Skiurlaub bucht und dann den Lift nicht benutzen darf :-) Man hat also den besten Geländewagen und darf mit ihm höchstens über Feldwege fahren. Tztztz… Hier noch einmal ein Bild von meinem Schmuckstück vor Victorias’s High Country Kulisse:



Rein zufällig fiel mir heute ein Werbeprospekt ins Auge. Die bieten unter anderen Cape York Trips an. Elf Tage $3.500 pro Person (im Zelt!!!) mit einem 4WD-Bus. Und wie auch bei den Mietwagen, der Old Telegraph Track wird nicht befahren. Da zahlt man ein Schweinegeld und wird dann über die Rentner-Strecke ans Ziel gebracht. Doch ohne den Old Telegraph Track ist Cape York eher unspektakulär. Scheinbar wissen das die meisten Touristen aber nicht. Ich hätte meine Sitze im Auto mal besser vermarkten sollen. Ein Zelt und Essen hätte es bei mir auch gegeben. Dazu noch Adrenalinkicks und jede Menge Action. Hätte ich mir mal eher überlegen sollen…

Mich hat der Landcruiser mit Vollkaskoversicherung und allen Reparaturen im Vergleich jedenfalls nur ein Bruchteil gekostet. Dazu war ich dann noch komplett mit Zelt und Campingzeugs ausgestattet. Und wenn man bedenkt, dass ich gerade durch die Reparaturen eine Menge Australier kennen gelernt habe, hat sich das sogar irgendwie wieder bezahlt gemacht. Apropo Reparaturen: Drei Tage vor Auktionsende viel einem Interessenten auf, dass meine vordere Feder gebrochen war. Habe ich nie bemerkt, doch hätte ich den Wagen noch einmal mit ins Gelände genommen, hätte ich ein kostenintensives Problem gehabt. Auch hätte ich einen schweren Unfall produzieren können, wenn mir die Feder irgendwo auf dem Highway gebrochen wäre. Somit bin ich schon ziemlich glücklich, dass alles gut ging. Nur wieder blöd, dass das noch vor dem Verkauf repariert werden muss. Die Werkstadt wollte $500 :-(



Es waren vier von sechs Blättern gebrochen (siehe Bild). Das ist gar nicht gut. Verschweigen wollte ich das ganze bei ebay auch nicht. Schließlich will ich nicht verantwortlich sein, wenn jemand mit dem Wagen einen Unfall verursacht. Danke meinem Kumpel John reparierten wir zusammen den Wagen für ganze $50 (für eine Blattfeder vom Schrottplatz) und ein paar Bier. Gut das die Australier so hilfsbereit sind.

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Kategorie: Australien

2 Kommentare

Kommentar von Natascha + Frank

Erstellt am Dienstag, 21. Juli 2009 um 20:13 Uhr

Was ein geiles Auto. Wir wollten eigentlich nen Bulli kaufen, aber wir sind ein wenig durchs internet gesurft und irgendwie ist so nen 4×4 genau das, was wir nun auch wollen :-) Mit welchen Kosten muss man denn rechnen?

Kommentar von Timm

Erstellt am Mittwoch, 22. Juli 2009 um 14:51 Uhr

Um es kurz zu sagen:
-Autokauf
-Reperaturen
-Service (Öl,…)
-Benzin/Diesel
-Versicherung
-Steuern

Die beiden letzten sind zwar anders als in D, aber doch ähnlich. Viele Backpacker fahren sogar ohne Versicherung, aber das betrachte ich als ziemlich bescheuert. Habe sogar einen Ammi auf meinem Zimmer, der einen Unfall mit seinem Wagen hatte. Ohne Versicherung wäre er jetzt arm…

Aber wie auch in D sind die obigen Kosten ganz ganz unterschiedlich. Somit lässt sich keine Aussage treffen. Euch viel Glück und ein 4WD ist absolut die beste Entscheidung für Australien!

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