Dieser Artikel wurde am 25. August 2009 in Deutschland geschrieben.
Vor Abreise war eines meiner wichtigsten Ziele, glücklich und gesund wieder zurück nach Deutschland zu kommen. Heute, einige Tage nach Ankunft, kann ich bestätigen, dass es geglückt ist :-) Ich sitze gerade im Zug und fahre meinem ersten Bewerbungsgespräch entgegen. Doch der Reihe nach: Mein Flieger landete Dienstag früh morgens in Frankfurt und von dort ging es wenig später nach Hannover. Eine Stunde später war ich zurück zuhause. Irgendwie konnte ich es im ersten Moment kaum glauben. Alles wirkte wie immer. Das Gefühl durch die Wohnung zu laufen kam mir so bekannt vor. Hätte ich nicht gewusst, dass knapp ein Jahr dazwischen liegt, hätte ich es nicht gemerkt. Alles war vertraut und wie immer.
Abends wartete eine große Überraschungsparty auf mich. Eigentlich war ich super müde, schließlich bin ich der deutschen Zeit fünf Stunden voraus. Doch als ich die ganzen Leute sah, wusste ich, dass der Schlaf noch etwas aufgeschoben werden muss. Dank tollem Wetter und leckerem deutschem Essen hatten wir eine super Zeit. Das Bier schmeckte auch wieder und es gab einiges zu erzählen und zu lachen.
Nun bin ich seit ein paar Tagen zurück in der Realität und kann es immer noch nicht glauben. Besonders wie schnell man wieder vom „normalen Leben verschluckt“ wird, ist kaum zu glauben. Ehe ich mich versah, befinde ich mich im Bewerbungsprozess, treffe mich mit alten Freunden zum Grillen und liege mit meiner Freundin am Baggersee. Wie gesagt, es ist, als wäre ich nie weg gewesen. Doch irgendwo tief in meinem Kopf sind super viele Erinnerungen und Bilder, die mir eindeutig etwas anders erzählen :-)
Ab Montag habe ich dann auch meinen angekündigten Entzug begonnen. Ein Monat kein Alkohol und kein Kaffee. Hoffentlich überlebe ich das :-)
Kategorie: Zurück in D
Dieser Artikel wurde am 17. August 2009 in Thailand geschrieben.
In vier Stunden geht mein Flieger in die Heimat. Kann es kaum glauben. Die letzten zwei Tage war ich in Bangkok und konnte noch etwas entspannen. Bangkok gefällt mir von Mal zu Mal besser. Umso öfter ich hierher komme, desto schöner empfinde ich es. Denke ich an meine ersten zwei Tage in Bangkok zurück, kann ich das selber kaum glauben. Im Oktober war ich einfach froh, aus dieser Stadt heraus zu kommen. Von den Großstädten, die ich bisher in Asien gesehen habe, ist Bangkok nun jedenfalls meine Nummer Eins. Auch wenn es mir in dieser Stadt gut gefällt, brauche ich immer einen ruhigen Rückzugspunkt. Es ist so laut und hektisch hier, dass ich im Hotel etwas entspannen möchte. Erneut habe ich ein super gutes Angebot im Internet entdeckt und konnte durch ein „eine Nacht zahlen, zwei Schlafen – Angebot“ recht günstig in ein besseres Hotel einchecken.

So kann ich nach den wilden Shoppingtouren auch ganz entspannt in den (sehr kleinen) Pool springen und die Aussicht genießen. Ich habe übrigens im Hotel noch ein kostenloses Upgrade für das Zimmer bekommen und lebte dadurch in der Deluxe-Variante :-) Nicht so toll wie in Hong Kong, aber hey, wer will sich da beschweren? Jetzt heißt es noch einmal schlafen uns es ist Weihnachten :-) Oder anders gesagt: Ich bin zurück in good old Germany!
Und so tolle Massagen wie hier in Thailand bekomme ich auch zuhause bei Gary: Heilpraktiker Löhne. Sehr zu empfehlen! Massagen Löhne.
Kategorie: Thailand
Dieser Artikel wurde am 17. August 2009 in Kambodscha geschrieben.
Phnom Penh, Hauptstadt von Kambodscha, ist eine Stadt der Gegensätze. Nachdem ich den zehnten Hummer gesehen habe, hörte ich auf zu zählen. Überall fahren neue Geländewagen herum – bevorzugt Landcruiser :-) Auf der anderen Seite sieht man viele Bettler und arme Menschen. Irgendwie passt das nicht. Außerdem ist Phnom Penh voll mit Motorrollern, was das überqueren der Straßen zu einem Abenteuer macht. Zwar gibt es Ampeln, doch hier interessiert keinen, ob die grün oder rot sind, gefahren wird fast immer.

An jeder Ecke gibt es Straßenstände und Märkte, auf denen alles erdenkliche verkauft wird. Ich meide die Backpacker-Gegend und suche mir eine Bleibe in der Nähe des Flusses. Super zentral kann ich den Königspalast, Nachtmarkt und weitere Sehenswürdigkeiten im Katzensprung erreichen. Der Palast ist recht interessant, kann mit dem in Bangkok aber nicht mithalten. Nach der Tour durch die Stadt geht es dann per Tuk-Tuk zum S-21 Museum.

Anschließend schaue ich mir das Viertel der absoluten (Backpacker-) Billigabsteigen an. Dieses liegt direkt an einem See. Hört sich aber besser an, als es ist, da der See gerade ausgepumpt wird. Alles ist super dreckig und ich kann keine fünf Meter gehen, ohne das mir Heroin und sonstige Drogen angeboten werden. Scheint hier eine große Nachfrage zu sein. Nervt nur tierisch, wenn man alle zehn Sekunden vollgequatscht wird. Also schnell weg von den Backpackern :-) Auf dem Nachtmarkt kaufe ich leckeres Essen und probiere ein widerliches Bier, das aus Palmen hergestellt wurde. Da Wochenende ist, gönne ich mir ein paar Bier in der Hotelbar und kann kostenlos den ersten Whisky aus Kambodscha testen. Lecker :-)

Am nächsten Morgen ging es Richtung Flughafen. Absolute Abzocke hier: Jeder Reisende muss $25 Flughafengebühr cash zahlen. (Bild zeigt den Schalter, wo jeder Schlange stehen muss, um abkassiert zu werden.) Da waren wir alle doch recht überrascht, schließlich sind solche Preise normalerweise immer im Ticket inbegriffen. Somit haben sich die Kosten für den Flug gerade verdoppelt :-(
Kategorie: Kambodscha
Dieser Artikel wurde am 15. August 2009 in Kambodscha geschrieben.
Der Geschichtsunterricht in der Schule hörte damit auf, dass ich mir über ein Jahr anhören musste, wie schlimm „wir Deutschen“ doch waren. Somit ist es nicht weiter verwunderlich, dass ich wenig bis nichts über die Geschichte in Kambodscha wusste. Auch bin ich noch zu jung, um die Geschehnisse von 1975-1978 miterlebt zu haben. Trotzdem wurde mir hier schlagartig bewusst, dass nicht nur „wir Deutschen“ eine grausame Vergangenheit haben. In drei Jahren, acht Monaten und zwanzig Tagen brachte die Roten Khmer ein Viertel ihrer Bevölkerung um! Das sind mal gerade zwei Millionen Menschen!

Die Methoden erinnern ganz stark an die Nazi-Zeit: Konzentrationslager, Massengräber,… Es ist kaum zu glauben, dass sich hier nahezu etwas identisches abgespielt hat. Was muss denn noch geschehen, bis die Welt endlich etwas begreift? Ganz schlimm ist auch mal wieder die Beteiligung der „friedlichen“ USA. Wenn man sich das alles durch den Kopf gehen lässt, sind es nicht nur „wir Deutschen“, die eine schreckliche Vergangenheit haben. Ich will das Ganze nicht herunter reden oder verschönern.Aber wenn ich solche Geschichten höre, ist es doch etwas komisch, dass nur „wir Deutschen“ immer noch eingeredet bekommen, wie schlimm wir doch sind bzw. waren.

Die Bilder in diesem Beitrag stammen aus dem Sicherheitsgefängnis S-21. In dieser ehemaligen Schule wurden an die 20.000 Menschen auf grausame Weise gefoltert und umgebracht. Nur 7 überlebten. Heute erzählt das Tuol-Sleng-Museum über die Geschichte der Menschen, die zwischen diesen Mauern hingerichtet wurden. Da die Führer von S-21 ihre Grausamkeiten mit Fotos und detaillierten Informationen festhielten, sind sehr viele Fakten bekannt. Ich verbrachte knapp zwei Stunden im Tuol-Sleng-Museum. Anschließend hat man doch ein sehr komisches Bauchgefühl. Es ist schwer zu begreifen, dass so etwas wirklich passieren kann.

Hier noch ein kurzer Auszug aus Wikipedia (zum ganzen Artikel), der die Zeit der Roten Khmer und des Führers Pol Pot verdeutlicht: In den ersten Monaten dieser revolutionären Ära verwandelte sich das Land in ein gigantisches Arbeits- und Gefangenenlager. […] Geld wurde abgeschafft, Bücher wurden verbrannt, Lehrer, Händler und beinahe die gesamte intellektuelle Elite des Landes wurde ermordet. […] Gleichzeitig wurden so genannte Massensäuberungen durchgeführt. Wer im Verdacht stand, mit Ausländern zu kollaborieren, wurde mit Ehegatten und Kindern getötet. […] Während der vierjährigen Schreckensherrschaft wurden schätzungsweise 1,7 bis 2 Millionen Menschen in Todeslagern umgebracht oder kamen bei der Zwangsarbeit auf den Reisfeldern ums Leben (bei einer Gesamtbevölkerung von etwas mehr als 7 Millionen). […] Wobei als Todesursache zur einen Hälfte Exekutionen (durch Erschießen, Erschlagen, Köpfen mit Feldhacken und Ersticken mittels Plastiktüten; Kleinkinder wurden an Bäumen zerschmettert) und zur anderen Hälfte Tod durch Nahrungsmangel und Krankheiten angenommen wird.
Kategorie: Kambodscha
Dieser Artikel wurde am 14. August 2009 in Kambodscha geschrieben.
Was braucht man, um einen gruseligen Film zu drehen? Richtig: Nebel. Gleiches trifft auch zu, wenn man eine Geisterstadt besichtigt. Dichter Nebel macht das ganze viel spannender. Besonders wenn die blutige Vergangenheit geschildert wird, bewirkt das ganze eine noch stärkere Gänsehaut. Aber fangen wir von vorne an: Zusammen mit 20 anderen Reisenden machten wir uns auf, den Bokor Hill Nationalpark und die dort hinterlassene Bokor Hill Station zu besuchen. Das ganze ist recht kompliziert, da die Straße im unteren Bereich gesperrt ist, so müssen wir über die Hälfte des 1080m hohen Berges zu Fuß bewältigen. Das wussten wir aber alle vorher. Es sollte zwei-drei Stunden durch den Dschungel einen Berg hinauf gehen. Da war ich doch recht überrascht, als einige der Frauen dann mit ihren „Hauptsache-ich-sehe-gut-aus-Sandalen“ aufliefen.

Von den 20 waren nur 5 Männer dabei. Das spiegelt übrigens auch ansonsten das Bild in den Hostels wieder. Keine Ahnung warum, aber größtenteils reisen Frauen (auch oft alleine) durch Kambodscha. So gefährlich kann es hier also nicht sein :-) Aber zurück zum Thema. Die Mädels mit ihren Power-Sandalen kamen natürlich kaum vorwärts. Ihrer Gruppe schlossen sich schnell die Raucher an, die doch wirklich glaubten, eine Zigarette alle zehn Minuten würde ihre Leistungsfähigkeit steigern. (Herr, lass Intelligenz regnen…) Mit der anderen Hälfte der Gruppe erreichte ich das erste Ziel in nur zwei Stunden und wir mussten eine ganze Stunde auf den Rest warten! Der Aufstieg war übrigens absolut problemlos für jede gesunde Person zu meistern. Ein kleines bisschen Sportlichkeit und vernünftiges Schuhwerk vorausgesetzt.

Neunzig Prozent waren mal wieder die Franzosen anwesend, was nicht wirklich spannend war, da diese natürlich nur in ihrer Muttersprache redeten. Wir wurden von einem uraltem LKW abgeholt, auf dessen dreckiger Ladefläche mussten wir uns für eine weitere Stunde quetschen. Daraufhin erreichten wir endlich die Spitze vom Bokor Hill Nationalpark. Die 1000m Höhenunterschied schlagen auch ganz extrem auf das Wetter. Hier oben ist es windig und recht kühl. Dazu dichter Nebel und starker Wind. Überall hören wir Geräusche und plötzlich entdecken wir das erste Gebäude der Geisterstadt vor uns.

Die Bokor Hill Station besteht aus Kirche, Post, Casino und weiteren Gebäuden. Die Franzosen haben sie einst errichtet und im Kampf zwischen Kambodscha und Vietnam spielte sie eine weitere entscheidende Rolle. Direkt neben der alten Post ist ein steiler Abgrund. Dort hat das Regime der „Roten Khamer“ noch im Jahre 1975 Menschen aus purer Langeweile in den Tod springen lassen. Einige hundert Menschen kamen hier oben ums Leben und nun soll es des Nachts an Geistern nur so wimmeln. Wer möchte im alten Casino übernachten?

Zum Glück sind wir 20 Leute (ok, drei Mädels bleiben lieber draußen). Somit wirkt das Ganze nicht so gruselig, wie es unter anderen Umständen wäre. Wir können in allen fünf Stockwerken herumlaufen und hoffen, nicht auf die Geister zu stoßen. Das ganze ist schon ein recht komisches Gefühl. Mit purer Sonne und ohne den Wind, der durch das Gebäude saust, wäre es definitiv nicht so spannend.

Alle überleben das Abenteuer und kaum sitzen wir auf der Ladefläche des LKW, fängt es richtig stark an zu regnen. Super. Viele sind so unvorbereitet, dass sie weder Regenjacke noch Schirm dabei haben. Nicht die beste Idee, wenn man in der Regenzeit durch Kambodscha reist :-) Einige waren in ihrer Baumwollkleidung (aufgepasst: nächste intelligente Idee für eine Reise ins Tropenklima!) zwar schon zuvor nass geschwitzt, doch nun komplett durchweicht. Die paar Tropen, die ich abbekommen hatte, trockneten durch den Wind in wenigen Minuten. Zu unser allem Glück hörte der Regen kurz vor der Wanderung erneut auf. Somit konnten wir den rutschigen Fußmarsch den Berg hinunter in Angriff nehmen.

Unsere Gruppe wird übrigens von zwei Rangern beschützt. Ich habe nicht so ganz heraus bekommen, ob die Waffen uns vor den hier lebenden Tigern und Bären oder doch eher von den illegal arbeitenden Holzfällern schützen sollen. Mit acht weiteren Leuten komme ich noch vor Dunkelheit am Ende des Dschungels an. Erneut müssen wir warten – dieses Mal über eine Stunde – bevor der Rest der Gruppe total erschöpft in purer Dunkelheit das Ende des Berges erreicht. Hier noch ein paar super Bilder von der Bokor Hill Station.
Kategorie: Kambodscha
Dieser Artikel wurde am 14. August 2009 in Kambodscha geschrieben.
Mit einem Sammeltaxi fuhr ich für zwei Stunden weiter von Sihanoukville nach Kampot. In dieser Provinzstadt gibt es so direkt nicht viel zu erleben. Deshalb schnappte ich mir einen englisch-sprachigen Guide mit samt Motorroller und ließ mich durch die Gegend kutschieren. Zuerst besichtigten wir eine Pfefferplantage, wo der dortige Bauer mir umgehend seine Reis-Wein-Produktion vorstellte. Natürlich kam ich auch um das Testen nicht herum :-) Von Wein lässt sich wenig schmecken und der Alkoholgehalt ist auf Whisky-Ebene.

Weiter führte die Tour nach Kep, einem kleinen verschlafenen Fischerdorf, das einst ein großer Ferienort für Kambodscha war. Hier genieße ich eines der besten Essen meiner Reise. Frische Shrimps mit viel Gemüse und das ganze extrem gut zubereitet. Lecker!

In einem Kloster erklärt mir der Guide eine Menge über Buddha und das Leben im Tempel. Das war super interessant und hat eine Menge Spaß gemacht. Gegen Abend ging es dann auch schon zurück nach Kampot, wo ich erneut in einem ganz einfachen Zimmer hause.
Kategorie: Kambodscha
Dieser Artikel wurde am 12. August 2009 in Kambodscha geschrieben.
Die zehnstündige Fahrt mit dem Nachtbus war alles andere als angenehm. Die Sitze waren super schmal und man konnte kaum bequem sitzen. Ist halt für Asiaten ausgelegt :-) Der Franzose neben mir und ich versuchten möglichst nicht uns Arm in Arm schlafen zu legen, was kaum möglich war. So schlief ich die Nacht höchstens fünf Minuten. Der Bus (und auch das Guest House) war voll mit Franzosen. Warum? Kambodscha war mal eine französische Kolonie. Da die Franzosen gerne unter „Ihresgleichen“ reisen und es oft ablehnen, Englisch zu sprechen, kommen sie hierher zum Urlaub machen. Zu blöd, dass die junge Generation in Kambodscha kein Wort Französisch spricht :-) Das sind keine wilden Mutmaßungen, sondern wurde mir mehrfach bestätigt.

Zum Glück wurde ich am frühen Morgen um sechs Uhr von einem Fahrer meines Guest Houses abgeholt und konnte problemlos meinen Raum beziehen. Nach vier Nächten im Zimmer ohne Klima und ohne eigene Dusche, gönnte ich mir hier wieder ein wenig Luxus und zahle mit $13 mehr als ich die letzten vier Nächte zusammen gezahlt habe. Doch warum bin ich eigentlich nach Sihanoukville gekommen? Richtig: Um am Strand zu liegen :-) Somit sprang ich nach dem Frühstück auf ein Motorroller-Taxi und der alte Opa auf dem Ding brachte mich an einen der einsameren und schöneren Strände von Sihanoukville. Es war zwar etwas bewölkt und windig, aber trotzdem super warm und sonnig genug, für einen leichten Sonnenbrand :-)

Die Wellen sind perfekt zum Spielen aufgrund des starken Windes und ich bin glücklich, nicht auf einem Boot auf die naheliegenden Inseln gefahren zu sein. Wie sind die Strände von Kambodscha im Vergleich zu Thailand? Ich muss sagen, mir gefällt es hier. Besonders toll sind die vielen einsamen Inseln, die es vor zehn Jahren auch noch in Thailand gab. Doch auch in Kambodscha wurde das Potential erkannt und so viel ich weiß, sind alle Inseln von Hotelkonzernen gekauft worden. Es ist somit nur noch eine Frage der Zeit, bevor sich überall große Hotelbunker niederpflanzen. Wer noch schnell ein wenig einsame Strände sucht, sollte Kambodscha jedenfalls Thailand bevorzugen.

In einem schönen Café direkt am Meer kann ich in gemütlichen Sesseln und Hängematten chillen. Zusätzlich entspannen kann ich durch den Gras-Geruch, der mich umgibt :-) Das scheint hier in Sihanoukville der Verkaufsschlager zu sein, denn auf der Straße werde ich alle fünf Minuten angesprochen, welche Drogen ich denn gerne haben würde. Das kommt natürlich auch in anderen asiatischen (australischen, deutschen,…) Städten vor, so extrem wie hier habe ich es aber noch nicht erlebt.
Kategorie: Kambodscha
Dieser Artikel wurde am 10. August 2009 in Kambodscha geschrieben.
Diesen Artikel über Australien habe ich schon vor ein paar Tagen geschrieben, doch vergessen online zu stellen. Nun also ein kurzer Rückblick auf meine Reise durch Australien:
Ende. Aus. Vorbei. Ich kann es noch nicht wirklich glauben, aber ich habe Australien verlassen. Die Zeit verging viel zu schnell. Was lässt sich als Zusammenfassung sagen? Ich habe meinen Traum gelebt und es war besser, als ich es mir jemals vorgestellt hätte. Australien ist einmalig, die Leute sind super freundlich und es gibt so viel zu erleben. Für mich habe ich den perfekten Weg gefunden, das Beste aus meiner Zeit heraus zu holen. In der Sprachschule habe ich viele Freunde aus der ganzen Welt gewonnen.Während der Reise in meinem Geländewagen habe ich nicht nur das wahre und bezaubernde Australien erkunden können, sondern kam auch mit vielen Einheimischen in Kontakt.
Meine Tour war eine Kombination aus allem: Den größten Städten, einmaliger Natur, purem Action und jeder Menge Spaß. Auch wenn nicht alles immer perfekt gelaufen ist, darf ich mich keinesfalls beklagen. Denn das wohl Wichtigste: Ich bin gesund und munter! Die Zeit hier hat mich geprägt und wohl auch (hoffentlich positiv) verändert. Die wohl wichtigste Botschaft, die ich nach draußen senden kann ist, dass wenn man Träume hat, sollte man diese auch leben. Natürlich hat mich das ganze einen Haufen Geld gekostet, doch was ich dafür zurück bekommen habe ist unbezahlbar! Oder wie eines meiner Lieblings-Sprichwörter sagt: „Go confidently in the direction of your dreams! Live the life you’ve imagined.“ (Henry David Thoreau)
Beim Fallschirmsprung wurden wir gefragt, ob dass das Highlight unserer Australienreise war. Fast alle Anwesenden antworteten mit Ja. Für mich war das ein besonderer Moment, aber nicht DAS Highlight. Den solch ein einzelnes Highlight gibt es nicht für mich. Die Zeit in Sydney war einfach klasse, Victoria’s High Country und Cape York waren beide extreme Geländetouren, die unbeschreiblich spannend waren, Australiens Outback war atemberaubend, Ayres Rock und die Umgebung magisch, die Reisen mit Cody und den Holländern super interessant und lustig,… Ich habe sooooo viel erlebt. Dies alles sind Highlights. Selbst mit der Pistole am Kopf könnte ich nicht DAS Erlebnis heraus picken. Für mich persönlich habe ich die perfekte Tour gemacht. Ich habe mich von nichts abschrecken lassen und immer das gemacht, was ich wollte. Dadurch wurde diese Reise absolut einmalig.
Wenn ich so drüber nachdenke, gibt es doch ein Highlight: Die Menschen, die ich auf meiner Rundreise getroffen habe. Überall wurde ich mich offenen Armen empfangen, mir wurde geholfen und ich erhielt viele Einblicke in das Leben von „echten Australiern“. Die Mentalität und Freundlichkeit der Menschen hier werde ich am meisten vermissen. OK, und natürlich die vielen 4WD-Tracks :-)
Schlussendlich kann ich nur jedem dazu ermutigen, solch einen Schritt zu wagen. Egal ob Australien, Afrika oder sonst wo auf der Welt, solch ein Erlebnis ist einmalig und man wird es für immer in Erinnerung halten. Und wie die holländische Familie gezeigt hat, ist es nie zu spät dafür:-)
Kategorie: Australien
Dieser Artikel wurde am 10. August 2009 in Kambodscha geschrieben.
Heute morgen sind die vier Tschechen weiter in Richtung Laos gereist. Mir bleibt noch ein Tag bevor mich der Nachtbus an den Strand von Sihanoukville bringt. Mal schauen ob die Strände von Kambodscha mit denen in Thailand konkurrieren können. Eigentlich wollte ich tauchen gehen, doch zu spät habe ich entdeckt, dass die seriösen Anbieter im Juli-September schließen. Wir sind mitten in der Regenzeit und der Seegang ist nicht für Tauchanfänger geeignet. Hoffentlich kann ich wenigstens Schwimmen gehen…

In einem stylischen Cafè (mit Klima!) kann ich auf einem riesigen Sofa etwas relaxen, Karten schreiben und im Internet surfen. Draußen regnete es gerade – wie gesagt, hier ist gerade Regenzeit. Da werden manche Straßen zu kleinen Flüssen.

Mit dem Tuk-Tuk geht es eine knappe Stunde Richtung Osten zum „Flooded Forrest of Kompong Phhluk“. Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich super gute Erfahrungen mit den Menschen in Kambodscha gemacht. Alle sind sehr nett, lächeln viel und man fühlt sich einfach wohl in deren Umgebung. Fast würde ich behaupten, dass die Menschen hier sogar noch ein Stück freundlicher sind als in Thailand. Aber so ganz kann man das natürlich nicht verallgemeinern. Beide Länder haben viele Regionen, in denen recht unterschiedliche Menschen leben. Heute bin ich leider an einen nervigen Typen geraten. Ich kam alleine in der Nähe vom Bootsanleger an, doch sah ein italienisches Pärchen. Schnell war klar, wir wollten zusammen auf ein Boot. Alles kein Problem, wurde uns versichert. Mit solchen LKWs wird hier übrigens alles transportiert, was nicht auf einen Motorroller passt. Ab und zu auch als Bus-Ersatz zu sehen :-)

Die beiden Italiener wurden auf zwei Motorräder verfrachtet und zu dem Schiff gebracht. Ich wollte ja auch mit, doch für mich startete keiner der anwesenden Fahrer. Plötzlich hieß es, ich bräuchte ein eigenes Boot. Natürlich zum Preis für zwei Personen. So etwas mag ich ja gar nicht, wenn mir Zusagen gemacht werden und plötzlich wird versucht, mich um mein Geld zu bringen. Man fühlt sich auch nicht so super sicher, mitten im Nichts, umgeben von dreißig Einheimischen. Doch ich blieb hart und diskutierte lange, bevor ich das Boot schließlich (alleine) für fast die Hälfte bekam.

Die Rundfahrt war recht interessant, wir kamen an einem Dorf vorbei, wo die Menschen in Bambus-Hochhäusern wohnen. Das Wasser stank wie eine Kläranlage und ich will gar nicht wissen, was da alles drin herum schwimmt. Es war jedenfalls kein schönes Gefühl, wenn man ein paar Spritzer von der Brühe ins Gesicht bekam…

Weiter führte die Fahrt zum „überschwemmten Wald“. Da habe ich ein wenig mehr erwartet. Was genau, weiß ich aber auch nicht :-) Ist halt wie im Sumpf. Ein paar Bäume und Sträucher, die einen Meter im Wasser stehen. Ohhhh… Zurück am Anleger stelle ich dann fest, dass mein Tuk-Tuk Fahrer abgehauen ist. Ziemlich blöde Idee von ihm, denn er hat noch kein Geld bekommen. Zu meinem Glück finde ich einen Motorradfahrer, der mich zurück in die Stadt bringt.
Kategorie: Kambodscha
Dieser Artikel wurde am 09. August 2009 in Kambodscha geschrieben.
Nach dem Dinner spazierten wir ein wenig durch die Straßen von Siam Reap. Eigentlich wollten wir uns eine Fußmassage gönnen, als wir plötzlich ein Schild für eine ganz besondere „Massage“ sahen. Nicht Mensch sondern Fisch ist hier die ausführende Kraft. Sah alles etwas komisch aus, aber warum nicht. Die kleinen Dinger knabbern die tote Haut von den Füßen ab. Für dreißig Minuten können wir mit zwanzig anderen Leuten entspannen und die Fische füttern. Zu Beginn ist das echt die Hölle. Absolut kitzelig und es dauert eine Weile, bis man sich an das Gefühl gewöhnt.

Ok und nun noch einen seeeeehr wichtigen Tipp von mir: Falls ihr jemals reist und jemanden trifft, der gegrillte Vogelspinnen verkauft, dann solltet ihr niemals zu euren Freunden sagen: „Wenn jemand von euch die probiert, esse ich sie auch.“ Verstanden? So etwas entpuppt sich nämlich als eine ganz schlechte Idee. Ich war natürlich so vorlaut und wenige Augenblicke später musste ich dann mit ansehen, wie mein Gegenüber in die Spinne biss. Nun hatte ich an die zwanzig Leute um mich, die gespannt auf mich blickten.

Super Timm, da hattest du ja mal wieder einen tollen Einfall. Aber nun gab es kein Zurück mehr. Die Tschechen versicherten mir, in ihrem Zimmer genügend selbstgebrannten Sliwowitz (Obstbrand) zu haben. Oh je. Hoffentlich überlebe ich das…

Ja, ich habe die Spinne gegessen! Gekaut und herunter geschluckt. Die Nacht verlief ohne wilde Träume und auch am nächsten Morgen kann ich noch auf meinen Beinen stehen :-)
Kategorie: Kambodscha