Backpacking Trip

Phetchaburi: Viel Schweiß für wenig Englisch

Dieser Artikel wurde am 11. Oktober 2008 in Thailand geschrieben.

Da ich noch nach Deutschland telefoniert habe, kam ich erst um 3 Uhr Nachts ins Bett. Blöd nur, dass um 6 der Wecker klingeln sollte. Noch blöder: Entweder habe ich ihn überhört oder er hat nicht funktioniert. Jedenfalls wurde ich um 7 durch den Krach der Baustelle wach. Eine Stunde blieb mir zum frisch machen, packen und quer durch die Stadt zum Bahnhof kommen. Zwei Minuten vor Abfahrt erreichte ich den Zug. Puh, Glück gehabt.

Zug war ok. Alt und langsam, aber hatte AC. Wie im Flugzeug gab es Personal, das kostenlose Getränke und Frühstück und wenig später Mittagessen servierte (waren nur 3 Stunden unterwegs). Das Essen tat gut, vor allem da ich aus obigen Gründen kein Frühstück hatte.

In Phetchaburi angekommen ging das Chaos weiter. Keiner verstand Englisch und es gab weit und breit weder Schilder (in lesbaren Zeichen) , noch sonst welche Infos. An einem Tempel sollte laut Reiseführer eine Touri-Info sein, also ab ins Tuk-Tuk und los. Nach langem hin und her und Zeichensprache fand ich endlich die offizielle Touristen Information der Stadt – war nur keiner da. Angeblich kurze Mittagspause. OK. Das Warten war mir zu blöd, also ab zum Tempel. Der Lag jedoch 150 Meter über dem Punkt, an dem ich stand.



Eigentlich nicht viel. Mit 20kg auf dem Rücken, einem Rucksack vor dem Bauch, über 30 Grad und einer extremen Luftfeuchtigkeit jedoch nich ganz so einfach. Die Thailänder, die mir entgegen kamen, hatten jedenfalls genug zum lachen. Oben angekommen war ich so nass geschwitzt, als würde ich aus einer Sauna kommen. Was den Weg noch schwieriger machte: Überall liefen Affen rum, die meine Bänder am Rucksack als Einladung zum Spielen sahen… Für die Anstrengung wurde ich mit einem super Ausblick und einer interessanten Tempelanlage getröstet.



Einige Zeit später wieder unten (und wieder komplett nass geschwitzt), die Ernüchterung – immer noch keiner da. Und nun? Eigentlich wollte ich in dieser Stadt gar nicht bleiben, sondern nur in einen 60km entfernten Nationalpark zur Dschungel-Tour, aber ohne weitere Infos wird das schwierig. Also ab ins Internet und schnell ein günstiges Guesthouse organisiert (ca. 3 Euro die Nacht, kalte Etagenduschen und keine AC, dafür Fliegennetz und Ventilator). Das Rabieng Rim Nam Guesthouse bietet auch Touren in den National Park an. Morgen soll eine stattfinden. Gut abgepasst. Der schwere Rucksack landete auf dem Bett und es ging schnell ins hauseigene Restaurant, das direkt an einem Fluss gelegen war, um mich zu stärken.



Anschließend fuhr ich mit dem Tuk-Tuk wieder auf Entdeckungstour. Zuerst ging es zu der berühmten Tropfsteinhöhle Khao Luang, in der ganz viele Buddha stehen. Dort bot sich mir ein Guide an, der mir auch erklärte, wie man als Buddhist richtig betet, woran man erkennt, für welchen Wochentag der Buddha steht,… War total spannend. Mit dem Guide ging es dann weiter zu einem andern Tempel und einer anderen Höhle, die mich jedoch nicht mehr wirklich beeindruckten.



Im Guesthouse genoss ich erneut die tolle Küche und klärte, wo der nächste Busbahnhof ist. Schließlich will ich morgen nach dem Dschungel-Trip einen Nachtbus nehmen nach Ranong. Das spart Geld für eine Übernachtung und ich muss nicht 6-8 Stunden Tageszeit verplempern.

Tagsüber fahren viele Tuk-Tuks. Abends leider nicht, jedenfalls nicht in so einem Kaff. Nach 15 Minuten warten hält plötzlich ein gebrochen Englisch sprechender Eisverkäufer (auf einem uralt Motorrad und der Beiwagen ist die Kühlbox mit Eis). Kurzerhand bin ich hinten drauf gesprungen und er fuhr mich quer durch die Stadt zum Bahnhof, klärte alles mit dem Personal (die kein Englisch konnten) und brachte mich wieder zurück. Für all das hat er nicht mal ein „Trinkgeld“ angenommen. Morgen Abend um 21.00 geht die Fahrt los.

Spät Abends gab es noch eine Ernüchterung: Der Gudie für die Dschungel-Tour ist krank. Zufällig wäre noch ein Österreicher mit gekommen. Wir kamen im Restaurant ins Gespräch und Ruck Zuck war klar: Wir mieten uns 2 Motorräder und fahren selber hin ;-) Nur blöd: Morgen um 6 geht es los! Ich komme auch nie zum Schlafen…

« Bangkok bei Nacht        Dschungel Tour im Kaeng Krachan Nationalpark »

Kategorie: Thailand

4 Kommentare

Kommentar von Julian

Erstellt am Montag, 13. Oktober 2008 um 18:48 Uhr

Hey Timm,
anscheinend braucht man in Thailand keinen Motorradführerschein;-)Freu mich aber schon auf die nächsten Bilder. Die Kamera macht ja echt gute Fotos! Also gute Fahrt und pass auf die Elefanten auf….
lg Julian

Kommentar von Poisonivy

Erstellt am Montag, 13. Oktober 2008 um 19:53 Uhr

Hallo Timmy,
schöne Fotos! Da wäre ich auch jetzt gern. Viele, viele liebe Grüße von Romy, Jengo und Ivy. Bussi***

Kommentar von Jörg

Erstellt am Montag, 13. Oktober 2008 um 20:02 Uhr

hi timm, hast ja schon so einiges in der kurzen zeit erlebt. tolle photos und ne coole
idee mit dem motorrad. hoffentlich sind die auch geländetauglich und einigermaßen zuverlässig… ;-) gruß, jörg.

Kommentar von Ralf der Biker

Erstellt am Montag, 13. Oktober 2008 um 22:17 Uhr

Hi Timm,
alle Achtung Du bist noch gar nicht da und hast schon viel erlebt.
Birgit und ich wünschen Dir weiterhin alles Gute und viel Fortune.
…und pass auf die Föhe auf ;-)
Tolle Seite, tolle Berichte, wir bleiben bei Dir !!!
ALBA (ein schottischer Gruß ins fremde Land!)
Liebe Grüße Birgit und Ralf

Hinterlasse ein Kommentar