Backpacking Trip

Pink Roadhouse - Oodnadatta

Dieser Artikel wurde am 27. März 2009 in Australien geschrieben.

Wir erleben einen der wenigen Tage in Coober Pedy, in denen es regnet. Die Idee, den Wagen von Innen mal so richtig sauber zu machen, fällt somit flach. Auch hat es wahrscheinlich wenig Sinn, denn die nächsten Tage werden wir keinen Asphalt sehen. Nach zwei Tagen Massentourismus haben wir die Schnauze voll von Reisebussen und Wohnmobilen und somit verabschieden wir uns aus Coober Pedy. Die Stadt ist komplett von kleinen und großen Hügeln umgeben, die alle von Opal-Minen stammen. Ist schon ein sehr komischer Anblick.



Schnell haben wir wieder Sonnenschein um uns und sehen die Gewitterwolken nur noch aus der Ferne. Die berühmten Breakaways hauen uns beiden nicht wirklich aus den Schuhen.



Einige Stunden später erreichen wir die Painted Desert. Der Name ist Programm und die Hügel sind voll von Steinen unterschiedlichster Farben. Wir steigen aus und klettern ein wenig herum. Der Blick hinab wirkt ganz anderes.



Gegen Nachmittag treffen wir in Oodnadatta ein. Diese Stadt hat vielleicht 10 Häuser. Trotzdem ist sie recht bekannt in Australien. Das liegt zum einen am gleichnamigen Oodnadatta Treck, zum anderen am Pink Roadhouse. Dies ist eine Anlaufstelle für alle 4WD Fahrer. Hier bekommen wir die neusten Informationen über die Zustände der Strecken, tanken für einen überteuerten Preis den Wagen voll und düsen auf die hauseigene Teststrecke.



Der 6×4-Track hat einige Sanddünen und ist als Übungsgelände für die Simson Desert gedacht. Die kurze Fahrt macht sehr viel Spaß, auch wenn wir alles problemlos meistern. Nur eine Düne ist wirklich anspruchsvoll und wir benötigen drei Anläufe.



Im Roadhouse durften wir übrigens in den privaten (pinken) Pool der Besitzer springen. Keine Ahnung ob das für jeden Gast gilt. Außerdem dürfen wir kostenlos auf dem 6×4-Track übernachten.



Tour: Coober Pedy – Oodnadatta
Übernachtung: Camping, 6×4-Track vom Pink Roadhouse

      

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Kategorie: Australien

Leben unter der Erde

Dieser Artikel wurde am 24. März 2009 in Australien geschrieben.

In meinem letzten Eintrag habe ich schon einen kleinen Hinweis auf die nächste Stadt gegeben: Riba’s Underground Camping. Was genau erwartet uns in Coober Pedy? Eine Stadt in der laut Lonely Planet über die Hälfte (laut Einwohnern über 80%) der Bewohner unter der Erde leben. Warum das? Des öfteren ist es heißer als 50 Grad! Wieso leben hier dann Menschen freiwillig? Ganz einfach: Unter der Erde finden sich Opale. Und dadurch ist das ganze Gebiet von Minen übersät. Und alte Mienen werden halt zu Wohnhäusern, Hostels oder zum Campingplatz umfunktioniert ;-)



Das ganze wirkt wie ein Bunker. Die Wände sehen sehr unecht aus. Doch wie wir später bei einer Führung durch die Minen erfahren, handelt es sich um einen Sandstein und die Muster in der Wand kommen durch die eingesetzten Maschinen. Über der Erde sehen wir überall Hügel von Schutt, Eingänge zu Häusern, Firmen oder Museen.



Wir kommen uns vor wie in einem Hollywood Film. Alles wirkt irgendwie gestellt und nachgebaut. So wirklich begreifen wir nicht, dass hier manch einer tausende von Dollar verliert und andere Millionen machen. Einige Minen sind noch immer aktiv. Wir besichtigen Underground Kirchen und schauen uns ein Haus an, in dem ein älteres Ehepaar lebt.



Nach der Nacht im Underground Campingplatz, werden wir die zweite Nacht in einem Underground Motel übernachten. Einfach nur, weil es so interessant ist :-) Cappuccino gab es natürlich im Underground Cafe. Besonders cool an den unterirdischen Räumen: Die Temperatur ist immer zwischen 20-25 Grad. Egal wie heiß es draußen ist. Unser Wagen parkt in der Sonne und laut Thermometer im Auto sind es 51 Grad!

Tour: Coober Pedy
Übernachtung: Radeka’s Downunder Motel

      

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Kategorie: Australien

Deutschland auf dem Mond

Dieser Artikel wurde am 24. März 2009 in Australien geschrieben.

Nachdem wir erneut mit tausenden von Fliegen zu kämpfen hatten, verließen wir die Oase und schnell waren wir zurück in den Weiten der Wüstenlandschaft. Nicht, dass ich die Umgebung als schön bezeichnen würde. Doch irgendwie ist es schon was ganz besonderes. Des öfteren stoppten wir, stiegen aus dem Auto aus und drehten uns im Kreis. Alle Richtungen wirkten identisch. Zum Glück können wir einer „Straße“ folgen.



Am Straßenrand sehen wir überall zerfetzte Reifen, teilweise überschlagene Autos und sonstige Reste von Unfällen. Wir drücken die Daumen, dass der Wagen hält :-) Wenig später erreichten wir William Creek, mit 12 Einwohnern die kleinste Stadt in Australien. Der Cappuccino schmeckte scheiße und zu unserem Glück hatten wir genügend Diesel in den Ersatzkanistern, da der Preis an der Zapfsäule wirklich unverschämt war. Einzig die Bar war ein Bild wert. Jeder Reisende hinterließ ein Andenken an der Wand, egal ob Visitenkarte, BH oder ein Passfoto. Habe zum Glück noch ne alte Visitenkarte dabei und kann die Unterwäsche anbehalten :-)



Von William Creek fuhren wir zum Lake Eyre (mit 17m unter NN der tiefste Punkt Australiens). Dieser riesige ausgetrocknete Salzsee sollte angeblich so groß sein, dass man die Krümmung der Erdkugel in ihm erkennen kann. Fragt mich nicht wie, denn wir konnten es nicht erkennen :-) Interessant ist hingegen, dass Wasser aus Queensland (tausende Kilometer entfernt) auf dem Weg ist, den See zu füllen. Starke Regenfälle vor ein paar Monaten in Queensland haben die Flüsse gefüllt und nun befindet sich das Wasser auf einem wochenlangen Weg in den Lake Eyre.



Hätten wir vorher gewusst, wie schlecht die Straße ist, wären wir nie gefahren. Für 60km brauchten wir fast zwei Stunden (und das ganze auch wieder zurück). Oft fuhren wir neben der eigentlichen Straße, da die Schlaglöcher und Bodenwellen wirklich gefährlich waren. Die Umgebung war wie auf dem Mond. Kein Wunder, dass dieses Gebiet für Filme wie Mad Max 3 die Kulisse darstellte. Kurzerhand stellten wir die Mondlandung der USA nach:



Wir verließen den Oodnadatta Track kurz hinter William Creek und fuhren Richtung Coober Pedy. Eine Station unserer Reise, der wir schon seit Tagen entgegen schauen. Die Straße ist immerhin so gut, dass wir mit fast 80km/h fahren können.



Auch wenn man es kaum glaubt, die Landschaft ändert sich stetig. Zwar ist alles weiterhin unendlich weit und flach, doch die Farben und die Form der Steine wechselt. Das mag langweilig klingen, doch wenn man es hautnah erlebt, ist es einfach etwas eindrucksvolles.



Bevor wir Coober Pedy erreichten, mussten wir noch den Dog Fence durchqueren. Dieser Zaun geht durch drei Bundesstaaten und ist doppelt so lang wie die Chinesische Mauer. Er hält Hunde (Dingos) auf der einen Seite und die Schafe auf der anderen.

Tour: Coward Springs – Coober Pedy
Übernachtung: Riba’s Underground Camping

      

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Kategorie: Australien

Oodnadatta Track

Dieser Artikel wurde am 23. März 2009 in Australien geschrieben.

Habe ich schon von den nervigen Fliegen berichtet? Umso näher wir uns der Mitte Australiens nähern, desto mehr Fliegen haben wir um uns herum. Damit meine ich nicht Vier oder Fünf. Nein, eher Vierzig oder Fünfzig und das ganze nur im Gesicht!!! Sie fliegen in die Ohren und Nasenlöcher, landen auf den Lippen oder segeln gleich direkt in die Augen. Da hilft nur eins: Ein sexy Moskitonetz über den Kopf und den Fliegen den Mittelfinger zeigen :-) Blöderweise lässt sich damit nur nicht essen und trinken. Zum Glück verschwinden die Fliegen, sobald es Dunkel wird. Dafür kommen dann die Moskitos heraus und saugen uns fleißig das Blut aus. Was ist besser? Ich weiß es nicht…

Nachdem wir also unser Fliegenreiches Frühstück beendet hatten, fluteten wir die sechs Zylinder und erkundeten weiter das Gebiet um Arkaroola.



Daraufhin wollten wir uns den Lake Frome (weißer Salzsee) anschauen. Doch ein Schild hinderte uns vor der Weiterfahrt: „Aboriginal Hunting Zone, no access after 3pm.“ Ein Weg wäre 38km und die Straße war alles andere als gut zu befahren (so zwischen 20-50km/h). Da es recht spät war, entschlossen wir uns, nicht Ziel der Jagd zu werden ;-)



Es ging den berühmten Oodnadatta Track über Leigh Creek nach Marree. Hier füllten wir die Kühlbox mit Lebensmittel für Zwei Tage und weiter ging die Fahrt. Wir unterschätzten die Straße etwas und das Unvermeidbare trat ein: Wir mussten bei Dunkelheit reisen. Genau das, wovor uns alle immer gewarnt haben. Nachts sind so viele Tiere aktiv und schnell kann ein Unfall passieren.



Zum Glück geht alles gut und wir erreichen eine Stunde später den Campingplatz. Eine Oase in Mitten der Wüstenlandschaft. Mit Palmen und einer natürlichen Quelle, die einen (sehr) kleinen Pool mit Wasser füllte.



Tour: Arkaroola - Coward Springs
Übernachtung: Coward Springs Campground

      

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Kategorie: Australien

Hilfe: Radiokative Strahlung

Dieser Artikel wurde am 23. März 2009 in Australien geschrieben.

Wie es natürlich anders nicht sein kann, werde ich nachts durch eine Wasserfontäne geweckt, die eiskalt auf mich einregnet. Es dauert etwas bevor ich realisiere, dass die Bewässerungsanlage der Auslöser ist und ich das Zelt schließe. Es ist drei Uhr morgens und leicht durchnässt falle ich erneut in den Tiefschlaf.

Nach der (zweiten, diesmal warmen) Dusche geht die Reise zum Automechaniker. Weit und breit gibt es nur eine einzige Anlaufstelle. Somit bin ich nicht wirklich verwundert, als der unfreundliche Meister mir erzählt, die Reparatur würde drei Stunden dauern. In drei Stunden hätte ich das ganze wahrscheinlich selber reparieren können, wenn ich die Teile und Werkzeug gehabt hätte. Ihn wird es nicht länger als eine Stunde kosten, doch ich werde die Drei zahlen. So ist das halt in der Monarchie. Mit einem Loch im Geldbeutel und neuer Bremskraft fahren wir anschließend dem nächsten Abenteuer entgegen. Es ist übrigens richtig heiß:



Ziel des heutigen Trips ist Arkaroola und der Vulkathunha-Gammon Ranges Nationalpark. Neben einigen spannenden 4WD-Tracks erwarten uns interessante und einmalige Naturschauspiele. Die Geländefahrten sind die meiste Zeit eher einfacher Natur. Das ganze Gebiet ist sehr steinig und hat schon den ein oder anderen Plattfuß gekostet. Mit zwei neuen Reifen (plus zwei recht guten Reifen) und reduziertem Luftdruck sollte es jedoch für uns kein Problem sein. Nur vereinzelt müssen wir wirklich langsam und vorsichtig fahren.



Das Gebiet könnte unterschiedlicher nicht sein. Oft wechseln die Gesteinsfarben in wenigen Metern. Rot, Grau, Gelb, Orange, Lila,… alles ist dabei. Ab und zu wirkt es so, als ob die Steine aus dem Boden wachsen.



Einerseits sind wir total fasziniert, andererseits ist es um uns herum nicht wirklich schön. Die Natur ist einmalig und es ist spannend, das ganze so hautnah erleben zu können. Erneut muss ich erwähnen, dass die Fotos nur ansatzweise die Realität widerspiegeln können. Steigt man aus dem Auto aus und dreht sich um 360 Grad, dann sieht man soviel Kontraste von Farben und Gesteinen, dass wir oft verblüfft sind. Wir kommen uns vor, wie in einer riesigen Modelleisenbahn-Landschaft. Wie in einer surreal Welt.



Ganz unter dem Motto: „Nicht schön, aber selten.“ gibt es viele Dinge für uns zu entdecken. Aufgrund der 45 Grad, verzichten wir auf lange Wanderungen und erkunden das Gebiet großräumig mit dem Auto.

Ein Highlight sind die Paralana Hot Springs. Schon seit Tagen freuen wir uns, in den heißen Quellen zu schwimmen. Zum Glück lesen wir das Schild, bevor wir ins Wasser springen. Die Paralana Hot Springs sind die einzigen heißen Quellen auf der Erde, die durch natürliche radioaktive Strahlung geheizt werden. Der Besuch ist erlaubt, doch Schwimmen und sogar Camping im nahen Umkreis ist verboten. In dieses Wasser wären wir auch so oder so nicht gesprungen:



Statt für einen Campingplatz zu zahlen, halten wir einfach am Wegesrand des 4WD-Track und bauen das Zelt auf. Von hier können wir die Kängurus um uns herum beim Spielen beobachten. Dazu kochen wir Meeresfrüchte in Form von Tintenfisch, Shrimps, Muscheln und Fisch, kombiniert mit leckeren asiatischen Gewürzen und frischem Gemüse. Nachdem die Dämmerung einbricht, verschwinden auch die vielen nervigen Fliegen (die wir seit zwei Tagen tagsüber um uns herum haben) und anschließend können wir einen traumhaften Sternenhimmel bestaunen.



Tour: Leigh Creek – Arkaroola
Übernachtung: Camping, Arkaroola Wilderness Sanctuary

      

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Kategorie: Australien

Autopanne die Vierte

Dieser Artikel wurde am 21. März 2009 in Australien geschrieben.

In Hawkers hatten wir für den frühen Morgen einen Termin zum Reifenwechseln. Mit neuen zwei Gummis auf den Felgen war die Hoffnung vorhanden, unbeschadet bis nach Alice Springs zu kommen. Wir durchquerten den Flinders Range Nationalpark, der sich über viele Kilometer erstreckt. Hinter jedem Berg ändern sich die Ausblicke. Cody und ich genießen das Panorama, welches sich des öfteren vor unsere Augen gesellt.



Wir fahren von Wilpena über Dirt Roads nach Blinman und durchqueren über eine kurvenreiche Strecke das Gebirge, um zurück auf die Hauptroute zu kommen. Kurz vor Parachilna benutze ich die Bremse, um vor einer Kurve die Geschwindigkeit zu reduzieren. Mein Fuß drückt bis zum Bodenblech durch und der Wagen saust weiter geradeaus. Es benötigt ein paar Millisekunden, bevor ich begreife, dass wir keine Bremskraft mehr haben. Juhu. Zu unserem Glück ist die Kurve nicht sehr eng und da ich auf den kurvenreichen Dirt Roads sowieso recht vorausschauend fahre, kommen wir auch sicher um sie herum. Mit der Motorbremse kann ich die Geschwindigkeit bis ins Schritttempo drosseln, bevor wir dank der Handbremse zu stehen kommen. Schnell ist der Übeltäter gefunden: Der komplette linke vordere Bremssattel hat sich vom Auto gelöst. Die beiden Schrauben, die das Gestell für die Bremsbeläge halten, haben sich verabschiedet. Anschließend ist der Bremsschlauch abgesprungen und sämtliche Flüssigkeit ausgelaufen.



Doch wie soll es nun weiter gehen? Um keinen weiteren Schaden anzurichten, bauen wir zuerst den Bremssattel aus, der noch auf der Bremsscheibe sitzt. Anschließend fahren wir die letzten 15km bis zum Hotel in Parachilna, dem einzigen Telefon in über 50km Umfeld (Handy geht natürlich nicht). Auf dem Weg kommen wir noch an diesem lustigen Schild vorbei:



Dort dann ernüchternde Nachrichten. Bin zwar im Australischen ADAC, aber die übernehmen nur die Kosten für das Abschleppen im Umkreis von 10km. Wir brauchen aber zehn Mal soviel bis zum Mechaniker in Copley. Die $300 will ich mir sparen und so geht es zurück ins Auto. Die Strecke ist so gut wie eine gerade Linie. Links und rechts ist nur flaches Land. Tiere und Autos sehen wir hunderte von Meter entfernt. Trotzdem ein recht komisches Gefühl, so ganz ohne Bremsen zu fahren…

Die Reise geht bis Leigh Creek. Der Ort ist etwas größer als Copley und hat laut unserem Buch kostenloses Camping. Da wir den Rastplatz nicht finden und auch nicht weiter herum fahren wollen, parken wir neben einem Sportplatz. Schnell stellen wir fest, dass es dort kostenlose BBQ-Grille, geöffnete Toiletten mit warmen Duschen und Sitzgelegenheiten gibt. Jackpot :-) Wir bauen das Zelt am Rande vom Football-Platz auf und hoffen, dass der Rasen nachts nicht bewässert wird…

Tour: Wilpena - Leigh Creek
Übernachtung: Camping, Leigh Creek Sportplatz

      

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Kategorie: Australien

Wilpena Pound - einmalige Natur

Dieser Artikel wurde am 21. März 2009 in Australien geschrieben.

Nachdem ich den halben Vormittag am Telefon verbrachte, war es nun endlich Zeit, in den Flinders Range Nationalpark zu fahren. Im Visitor Center bekamen wir eine Karte mit allen Wanderwegen und den benötigten Informationen (Länge, Schwierigkeitsgrad,…). Für den kompliziertesten und längsten Weg fehlte uns die Zeit und so entschieden wir uns für den Wanderweg „Mount Ohlssen Bagge Hike“ hinauf auf den Gipfel der Gebirgskette. Von hier bekamen wir einen wirklich atemberaubenden Eindruck über die Wilpena Pound.



Der Weg war zwischendurch herausfordernd, machte extrem viel Spaß und die Aussicht war gigantisch. Doch erst zurück im Visitor Center entdeckte ich eine Luftaufnahme, die mir das ganze Ausmaß der Gebirgsformation ersichtlich machte. Fast hätte ich den zweiten Helikopterflug gebucht :-) Dieser Anblick ist nun wirklich einmalig in der Welt. Das Gebirge der Wilpena Pount erstreckt sich wie ein U, die Innenseiten sind flach und bewachsen, außen herum ist der raue Felsen. Und wir stehen oben auf der Spitze.



Geschafft und glücklich ging es zurück zu dem Campingplatz von letzter Nacht und dort erstmal in den Pool, um die Muskeln wieder zu entspannen :-)



Tour: Flinders Range Nationalpark

      

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Kategorie: Australien

Autopanne die Dritte

Dieser Artikel wurde am 21. März 2009 in Australien geschrieben.

Das wir die Tour nach Alice Springs nicht ohne Reifenpanne überstehen, war mir schon zu beginn klar. Die oft spitzen Steine auf der Straße fordern halt ihren Tribut. Dass das ganze aber auf den ersten fünf Kilometern auf einer Dirt Road passiert (bevor wir gestern den Campingplatz erreichten), hätten wir uns nun wirklich nicht erträumt. Das Geräusch war super laut und der Reifen in weniger als zwanzig Sekunden komplett platt. Fast in Formel Eins Geschwindigkeit hatten wir den Reifen ohne Probleme gewechselt. Und dieses Mal hatte der Reservereifen auch Luft :-) Allerdings war mir schon beim Anblick des Lochs klar, dass da keine Reparatur weiter hilft. Und da das Profil nicht mehr Neu ist, müssen gleich beide Reifen auf der Achse gewechselt werden.

Heute hing ich dann am Telefon. Da es kein Handyempfang gab, kämpfte ich mich durch die Gelben Seiten und schmiss fleißig Münzen ins Telefon. Leider ist keinen große Stadt im Umkreis vorhanden und so kam schnell Ernüchterung auf. Kein einzige Reifen in super Qualität war zu bekommen. Über eine Woche Lieferzeit und Preise, die einen zweimal Schlucken ließen. Da ich den Reifen nicht nur für die Straße, sondern auch für Off-Road Fahrten brauche, kann ich mit Billig-China-Müll nun mal nichts anfangen. Auch in meinem Lieblingsforum wurde mir Einstimmig davon abgeraten. Aber was ist die Alternative? Eine Woche warten und solange Lotto spielen? In einer nahen Stadt bekam ich dann ein positives Zeichen: All-Terrain Reifen der Einsteigerklasse für „nur“ $450. Das spart mir zwar zwei- bis dreihundert Dollar zu den wirklichen Top-Reifen, aber ich hoffe, dass ich damit nicht am falschen Ende spare. Das Gute ist jedoch, die Reise kann weiter gehen!

      

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Kategorie: Australien

Barbie in den Flinders

Dieser Artikel wurde am 19. März 2009 in Australien geschrieben.

In der Nacht ändert der Wind die Richtung und wir werden zwischendurch wach, da wir Angst haben, mit samt dem Zelt weg zu fliegen. Der Morgen ist mehr als kalt. Da hilft auch der heiße Tee kaum weiter. Schnell ist alles zusammen geräumt und wir beginnen den Weg hinab ins Tal. Auch dieses ist nicht kompliziert. Doch dank der einmaligen Zeltplatzes und der tollen Aussichten vom Vortag, haben wir die Tour sehr genossen. Wie des öfteren haben die Australier einige Autos im Garten stehen. Oft so alt, dass sämtliche Öle und Batterieflüssigkeiten längst im Boden versickert sind…



Über Port Augusta geht es nun zu den Nothern Flinders, dem eigentlichen berühmten Flinders Range Nationalpark. In Port Augusta füllen wir die Lebensmittel erneut auf. Ist dies der letzte große Supermarkt, den wir bis Alice Springs sehen? Wir vermuten schon. Also alles ins Auto, was wir die nächsten Tage essen wollen :-) Weiter ging die Reise nach Hawkers (vielleicht 80 Häuser), wo es zu unserer Zufriedenheit Cappuccino gab, dieser jedoch alle Preisrekorde brach. So viel habe ich nicht mal im Hilton Hotel bezahlt!



Über ein 30km lange Dirt Road fuhren wir anschließend quer durch die Flinders Range zu unserem Tagesziel, dem Rawnsley Campground, wenige Kilometer vor dem Beginn des Nationalparks. Von unserem Zeltplatz aus hatten wir einen perfekten Blick auf die Berge. Diese veränderten alle paar Minuten in der untergehenden Sonne ihre Farbe. Wir kamen kaum aus dem Staunen raus!



Tour: Port Germain – Nothern Flinders
Übernachtung: Camping, Rawnsley Campground

      

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Kategorie: Australien

Camping mit Meerblick

Dieser Artikel wurde am 19. März 2009 in Australien geschrieben.

Montag morgen nach einer Nacht in Hostel am Strand (hatten ein Fünfer-Zimmer für uns alleine) brachen wir frisch geduscht auf ins Abenteuer. Die Route führt aus Adelaide raus, entlang der Küste Richtung Southern Flinders. Die Gebirgskette der Flinders soll eins der Higlights Australiens sein und somit ist es natürlich auf unserem Weg. Zwischendurch noch ein kurzer Stop in Port Germain, wo wir die erschreckende Nachricht bekamen, dass dieses Kaff zwar eine Kaffeemaschine hat, diese aber kaputt ist. So gab es Eiskaffee aus der Kühlbox. Wie wird das ganze wohl im Outback aussehen? Kennen die dort das Wort Cappuccino überhaupt? :-)

Wir rüsteten uns mit einer kostenlosen (und mehr oder weniger nutzlosen) Karte für die Flinders aus. Auf dieser erkannten wir einen Off-Road Track. Da wir beide von den Gebirgszügen angetan war, ging es los, die Berge zu erleben. Doch irgendwie standen wir relativ schnell vor einem geschlossenen Tor. Warum das? Wir fuhren zurück und erkundeten uns bei einem Campingplatz. Diese schauten etwas verwundert und erklärten, dass es sich um einen Wanderweg handelt. Die Karte gibt das leider falsch wieder. Doch wir werden auf den einzig vorhandenen 4WD-Track in den Southern Flinders hingewiesen. Der Bridle Track läuft von Melrose zurück nach Port Germain und überquert die Gebirgskette.



Die Strecke ist alles andere als anspruchsvoll. Aber die Aussicht ist gigantisch. Die Natur atemberaubend. Was auf den Bildern oft nicht wiederzugeben ist, sind die Farbspiele in der Natur, die Pflanzen und Bäume am Straßenrand und vor allem die Tiere. Nicht nur auf dieser Tour sehen wir Kängurus um uns herum. Jedes Mal sind wir aufs Neue begeistert. Überall fliegen bunte Vögel, Schafe überqueren die Straßen und das ein oder andere Emu lässt sich auch mal blicken. Wilde Pferde laufen an uns vorbei, Kühe blockieren den Weg und sehr vereinzelt erhaschen wir einen Blick auf einen Koala. Doch es sind die Kängurus, egal ob sie neben uns her laufen oder am Straßenrand stehen und essen, die uns jedes mal wieder in schwärmen bringen. Diese Tiere haben einfach etwas Besonders.



Was auf den Bildern oft trostlos wirken mag, erscheint in der Realität ganz anders. Unsere Erwartungen an die Flinders werden übertroffen. Oben auf dem Berg sehen wir vor uns das Meer und die Sonne im Hintergrund. Wir müssen nicht lange überlegen. Hier werden wir die Nacht verbringen. Da wir auf Privatgelände sind, ist Camping nicht erlaubt und nur die Durchfahrt gestattet. Aber wo kein Kläger, da kein Richter ;-) Zwar ist es oben auf dem Gipfel recht windig, doch schnell finden wir ein Plätzchen, dass relativ geschützt ist. Wir genießen die letzten Sonnenstrahlen und entspannen bei kaltem Bier und einem guten Buch.

Tour: Adelaide – Southern Flinders Range
Übernachtung: Bridle Track, mitten im Nichts

      

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Kategorie: Australien